In diesem Werk schlägt Carlos A. Franco Gil eine Übung zur kritischen Rekonstruktion des historischen Gedächtnisses Venezuelas vor, die auf einem entscheidenden Jahr basiert: 1993. Inspiriert von den theoretischen Beiträgen von Pierre Nora und Martha de Alba artikuliert der Autor das Gedenken als analytisches Instrument, um die Brüche anzusprechen, die das Ende der 1958 entstandenen repräsentativen Demokratie markierten. Anhand von vier Meilensteinen - der Absetzung von Carlos Andrés Pérez als Präsident, den Bombenanschlägen in Caracas, der Bankenkrise der Banco Latino und dem Zusammenbruch des Zweiparteiensystems bei den Wahlen - entfaltet sich eine komplexe Lesart des institutionellen, sozialen und symbolischen Zersetzungsprozesses, der zur radikalen Umgestaltung des politischen Systems in Venezuela führte. Dieses Werk lädt den Leser dazu ein, die Vergangenheit mit den Fragen der Gegenwart zu betrachten, um zu verstehen, wie die fragmentierten Narrative der Erinnerung zu interpretativen Schlüsseln für die historische Entwicklung werden.
Bitte wählen Sie Ihr Anliegen aus.
Rechnungen
Retourenschein anfordern
Bestellstatus
Storno







