Autonomieunterstützung nimmt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Lern- und Leistungsemotionen ein, da die von Schüler_innen wahrgenommene Selbstbestimmung deren Appraisals von Kontrolle und Valenz beeinflusst, welche entscheidend für die Emotionsentstehung sind. Anhand einer querschnittlichen Befragung von 1291 Schüler_innen im Mathematikunterricht können per Strukturgleichungsmodellierung differentielle Zusammenhänge von schülerperzipierter Selbstorganisation und Selbstbestimmung mit Appraisals und emotionalem Erleben in verschiedenen Mediatorkonstellationen aufgezeigt werden. Die Ergebnisse implizieren, dass die Autonomie von Schüler_innen in unterschiedlichen Facetten erforscht und unterstützt werden kann. Die Wichtigkeit einer an den Bedürfnissen der Schüler_innen orientierten Unterrichtsgestaltung zur Förderung positiver Lern- und Leistungsemotionen lässt sich daraus ableiten.
[Es] gelingt [...] Stefan Markus, die wahrgenommene Autonomieunterstützung genauer als zuvor zu beschreiben und im Zusammenhang mit wichtigen Elementen der Theorie von Lern- und Leistungsemotionen empirisch zu untersuchen. [...] Für die Praxis relevant sind insbesondere die Ergebnisse der Mediator-Analysen, wonach Autonomieunterstützung einen positiven Einfluss auf Lern- und Leistungsemotionen hat - vermittelt durch die subjektive Beurteilung der Kontrollierbarkeit und des Werts von Lern- und Leistungssituationen. Roland Pilous, in: Schweizerische Zeitschrift für Bildungswissenschaften 46 (1), 2024







