Wie kein anderer großer Denker unserer Zeit steht Hans Küng für die Versöhnung von Rationalität und christlichem Glauben. Dies ist entscheidend auf einem Feld, wo Naturwissenschaft und Religion aufeinandertreffen, wo es um Fragen geht wie: Warum gibt es etwas und nicht nichts? Was ist der Anfang von Welt und Mensch? Gestützt auf jahrelange Forschungen schreibt Hans Küng über die zentralen Themen: Gott als Anfang? Schöpfung oder Evolution? Ist alles Zufall? Ist Willensfreiheit eine Illusion? Sein Buch zeigt die je eigenen Antworten von Naturwissenschaft, von Philosophie und von Religion. Nur Naturwissenschaft und Religion zusammen können Antwort geben auf die Frage, "was die Welt im Innersten zusammenhält".
Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension
Durchaus zufrieden äußert sich Rezensent Manfred V. Singer über Hans Küngs neues Buch, das sich mit dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Religion, Vernunft und Glauben, befasst. Er begrüßt, dass sich der Tübinger Emeritus für ökumenische Theologie die Vorstellung einer allwissenden Kirche nicht zueigen macht, sondern der Aufklärung verpflichtet ist. So erkenne der Autor Beobachtungen und Erkenntnisse der Naturwissenschaftler als Bemühungen um die Wahrheit an. Dementsprechend würdigt Singer das Buch auch als einen Beitrag zum "interdisziplinären Gespräch", auch wenn die "Sprachbarrieren immer noch sehr hoch" seien. Obwohl er Küngs "Kenntnisreichtum auf fachfremdem Gebiet" - seine Darstellung der modernen Erkenntnisse der Kosmologie, der Biowissenschaften und ihrer Weltbilder - erstaunlich findet, hätte er die entsprechenden Kapitel doch lieber von einem Experten bestritten gesehen. "So hätte ein ebenbürtiger Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaften stattfinden können".
© Perlentaucher Medien GmbH
© Perlentaucher Medien GmbH
