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Was genau ist ein "Millennium"? Und wie wurde aus diesem Begriff für die verheißene tausendjährige Regentschaft Christi auf Erden die säkulare, kalendarische Einheit des Jahrtausends? Wann beginnt das nächste Jahrtausend eigentlich? Am 1. Januar 2000 oder erst ein Jahr später? Warum überhaupt messen wir kalendarischen Fragen so große Bedeutung bei? Warum legen wir uns in der Silvesternacht 1999 nicht einfach schlafen, um am nächsten Morgen ausgeruht aufzuwachen? Von diesen Fragen ausgehend, widmet sich Stephen Jay Gould in seinem neuen Buch der menschlichen Obsession, alles in numerische…mehr

Produktbeschreibung
Was genau ist ein "Millennium"? Und wie wurde aus diesem Begriff für die verheißene tausendjährige Regentschaft Christi auf Erden die säkulare, kalendarische Einheit des Jahrtausends? Wann beginnt das nächste Jahrtausend eigentlich? Am 1. Januar 2000 oder erst ein Jahr später? Warum überhaupt messen wir kalendarischen Fragen so große Bedeutung bei? Warum legen wir uns in der Silvesternacht 1999 nicht einfach schlafen, um am nächsten Morgen ausgeruht aufzuwachen? Von diesen Fragen ausgehend, widmet sich Stephen Jay Gould in seinem neuen Buch der menschlichen Obsession, alles in numerische Ordnungen zu bringen. Er erkundet, welchen Schemata solche Systeme folgen (vor allem Dichotomien, Dreier-, Fünfer- und Siebenerordnungen), welche Annahmen und/oder Irrtümer ihnen zugrunde liegen, und er zeigt, mit welchen Unregelmäßigkeiten wir trotz unseres Ordnungswahns leben, leben müssen: Monaten mit 28, 30 und 31 Tagen, Jahren mit mal 365, mal 366 Tagen, verschiedenen kalendarischen Reformen und dergleichen mehr. Stephen Jay Gould ist ein "bezauberndes Buch" (so die New York Times) gelungen, in dem er auf sympathische, leichte und spielerische Weise mit vielen menschlichen Mythen und Illusionen aufräumt, die nur vermeintlich rational sind, weil sie auf angeblich unerschütterlichen numerischen Gesetzen beruhen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Der Zoologe und Wissenschaftsjournalist Stephen Jay Gould spürt der Vorliebe für regelmäßige Zahlen in der abendländischen Kultur nach und fragt, warum gerade die Zahl 1000 im Christentum eine so symbolische Bedeutung gewonnen hat. Dabei, so der Rezensent Michael Saager, erweist er sich viel zu sehr als ein Freund des Zufalls und der Unvorhersehbarkeit von Ereignissen, als dass er selbst dem Zahlenzauber erliegen könnte. Saager referiert das Buch, das unter anderem ausführlich auf die Frage eingehe, ob das dritte Jahrtausend nun 2000 oder 2001 beginnt, mit Wohlwollen, auch wenn ihn das für Gould "typische ironische Augenzwinkern" zuweilen ermüdet.

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