Marktplatzangebote
9 Angebote ab € 28,00 €
  • Buch mit Leinen-Einband

Der neue Troianische Krieg - Bilanz einer Debatte Im Gefolge der Troia-Ausstellung, die in Stuttgart, Bonn und Braunschweig zu sehen war, erhob sich eine lebhafte Debatte. Sie kreiste um Fragen, welche die Troia-Grabung, ihre Ergebnisse und Interpretationsmöglichkeiten sowie die Bedeutung Homers in diesem Zusammenhang betrafen. Im vorliegenden Band bilanziert eine Gruppe internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den aktuellen Stand der Debatte, faßt Positionen zusammen und bietet Altertumswissenschaftlern, aber auch interessierten Vertretern der Nachbardisziplinen einen raschen…mehr

Produktbeschreibung
Der neue Troianische Krieg - Bilanz einer Debatte Im Gefolge der Troia-Ausstellung, die in Stuttgart, Bonn und Braunschweig zu sehen war, erhob sich eine lebhafte Debatte. Sie kreiste um Fragen, welche die Troia-Grabung, ihre Ergebnisse und Interpretationsmöglichkeiten sowie die Bedeutung Homers in diesem Zusammenhang betrafen. Im vorliegenden Band bilanziert eine Gruppe internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den aktuellen Stand der Debatte, faßt Positionen zusammen und bietet Altertumswissenschaftlern, aber auch interessierten Vertretern der Nachbardisziplinen einen raschen Überblick über Gemeinsamkeiten, Differenzen und Perspektiven in der Troiaforschung.
Autorenporträt
Christoph Ulf lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Im Verlag C.H.Beck ist von ihm erschienen: Die homerische Gesellschaft. Materialien zur analytischen Beschreibung und historischen Lokalisierung (Vestigia 43, 1990).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Christoph Ulfs Sammelband "Der neue Streit um Troia", der eine Bilanz des akademischen Streits um dem Mythos Troia und die Historizität von Homers "Ilias" ziehen will, ist der FAZ gleich zwei ellenlange Besprechungen wert. Durchweg positiv beurteilt den Band Rezensent Hartwin Brandt, ein Kritiker der These, dass Homers Überlieferung vom Krieg um Troia letztlich auf historischen Ereignissen basiert. Wohltuend findet er, dass in diversem Beiträgen skeptisch auf die höchst ungesicherte Befundlage hinweisen wird, während die Vertreter der Historizität von Homers "Ilias", wie Joachim Latacz, Manfred Korfmann und andere, zu "fataler Eindeutigkeit" neigten. Im weiteren führt Brandt ein ganze Reihe von Beiträgen des Bandes gegen Latacz und Korfmann ins Feld. So zeige etwa Ullrich Sinn, zu welchen Irrtümern voreilige Harmonisierungen von literarischen Quellen und archäologischen Indizien führen können; Dieter Hertel analysiere die Grabungsbefunde in Troia und komme zu dem Schluss, dass es keine klare Indizien für Belagerung und Eroberung Troias gebe; Birgitta Eder analysiere den berühmten homerischen Schiffskatalog (Ilias 2, 484 bis 759) und komme zu dem Ergebnis, dass das homerische Epos nicht als historische Quelle für Zustände und Ereignisse aus jener Epoche geeignet sei. Insgesamt sieht Brandt in dem Band eine Diskussion dokumentiert, "an der sich künftig auch diejenigen beteiligen sollten, die ihren Platz hier nicht gefunden haben".

© Perlentaucher Medien GmbH
…mehr