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Produktdetails
  • Verlag: Bertelsmann Stiftung
  • Seitenzahl: 304
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm
  • Gewicht: 416g
  • ISBN-13: 9783892047278
  • ISBN-10: 3892047278
  • Artikelnr.: 13694386
  • Herstellerkennzeichnung
  • Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Autorenporträt
Dr. Dr. h. c. Werner Weidenfeld ist Professor für Politikwissenschaft und Direktor des Centrums für angewandte Politikforschung (C.A.P.) am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Als dieser Band zum europäischen Verfassungsvertrag entstand, gingen die Autoren noch davon aus, dass der Vertrag zustande kommen würde. Die Lektüre lohnt sich dennoch, meint Rezensent Stefan Fröhlich. Denn zum einen zeige die "nüchterne und verständliche" Analyse, dass der Vertrag die nationale Eigenständigkeiten der einzelnen Staaten keineswegs ausgehöhlt hätte: Die umständlichen Entscheidungsprozesse wären lediglich "gestrafft und erleichtert" worden. Zum anderen werde vorgeführt, dass der Vertrag genau die Forderungen erfüllt hätte, die die Bürger schon lange an die EU stellen: Mehrheitsentscheidungen statt Einstimmigkeit, mehr Flexibilität in der Außen- und Sicherheitspolitik und eine Personalisierung Europas durch die Einführung eines Präsidenten des Europäischen Rates, die Stärkung des Kommissionspräsidenten sowie die Schaffung des Amtes eines EU-Außenministers, schreibt Fröhlich. Allerdings gebe es in diesem Sammelband auch Kritik am "zu sperrig, zu umfangreich und zu detailliert geratenen" Verfassungsvertrag: Sie betrifft vor allem das Fehlen einer transparenten Kontrolle. Um das Vertrauen der Bürger in die EU zu stärken, sollten die einzelnen Mitgliedsstaaten vor allem dafür sorgen, dass künftig wichtige Entscheidungen der EU nicht mehr "ohne jede öffentliche Debatte" getroffen werden, meint Fröhlich.

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