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Versessen auf Prognosen, wild auf Katastrophen - warum wir trotzdem keine Veränderungen wollen Es hat sich nichts geändert seit Kassandra: Wir brauchen Weissager, Prognostiker, Vorhersager und warten auf die von ihnen angekündigten Katastrophen. Ob sie dann eintreffen, interessiert uns nicht mehr, denn wir wissen ja schon vorher: es kann nur schlechter werden. Mit ungewöhnlichem Blick stellt der Ökologe Josef H. Reichholf unerwartete Fragen: Woher kommt es, daß wir dauernd nach Prognosen verlangen - sei es der Wetterbericht von morgen oder, das Waldsterben oder die globale Klimaveränderung?…mehr

Produktbeschreibung
Versessen auf Prognosen, wild auf Katastrophen - warum wir trotzdem keine Veränderungen wollen
Es hat sich nichts geändert seit Kassandra: Wir brauchen Weissager, Prognostiker, Vorhersager und warten auf die von ihnen angekündigten Katastrophen. Ob sie dann eintreffen, interessiert uns nicht mehr, denn wir wissen ja schon vorher: es kann nur schlechter werden.
Mit ungewöhnlichem Blick stellt der Ökologe Josef H. Reichholf unerwartete Fragen: Woher kommt es, daß wir dauernd nach Prognosen verlangen - sei es der Wetterbericht von morgen oder, das Waldsterben oder die globale Klimaveränderung? Wieso glauben wir zu wissen, welches der ideale Zustand der Welt ist und vermuten, jede Veränderung müsse zwangsläufig schlecht sein?
Reichholfs Buch ist deswegen so spannend und provokativ, weil es den herrschenden Ökologismus mit der ruhigen Gelassenheit des Naturwissenschaftlers überprüft.
Autorenporträt
Joseph H. Reichholf, geb. 1945 in Aigen am Inn. Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe lehrt als Professor Naturschutz an der Technischen Universität München und leitet die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung in München. Reichholf ist unter anderem Präsidiumsmitglied des deutschen WWF. 2007 wurde er mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Im Vergleich zu Björn Lomborgs Anti-Apokalypse-Buch findet Rezensent Reiner Klingholz Josef Reichholfs Band zwar "bescheiden und schmal", aber das bezieht sich nur auf seinen Umfang. Zunächst kläre Reichholf den Leser darüber auf, was sich überhaupt hinter dem wabernden Modebegriff "Ökologie" verberge, der erst mit dem Begriff des Ökosystems an Konsistenz gewonnen habe. Dass es die klar umrissenen Rahmenbedingungen eines Ökosystems in der Natur so nie geben kann, nehme Reichholf zum Anlass, die ganze Ökologiediskussion als Missverständnis darzustellen. Denn "Ökosysteme seien weder stabil noch belastet, noch gefährdet, sondern immer im Fluss". Doch da Reichholf es nicht bei einer Kritik der Klimahysterie belässt, sondern zum "Rundumschlag" ausholt, und den ganzen Naturschutz als Entgleisung darstellt, stößt er auf Kritik beim Rezensenten. Reichholfs predige "eine Art biologischen Fatalismus" und verkenne, dass es sich bei den aktuellen Dynamiken um "exponentielle Wachstumsprozesse" handele, denen man aus Gründen des "Menschenschutzes" entgegentreten müsse.

© Perlentaucher Medien GmbH