Wertvoller, herzerwärmender Jugendroman
Als Dorian sich vor seiner neuen Schulklasse vorstellen soll, ist da wieder sein altes Problem: Weiter als „Do…do…“ kommt er nicht – und hat damit einen neuen Spitznamen, der ihn sehr verletzt.
Selbst sein bester Freund Ramses, der ihm bisher immer zur
Seite stand, scheint nicht mehr zu ihm zu stehen. Während Ramses sich mühelos in die neue Klasse…mehrWertvoller, herzerwärmender Jugendroman
Als Dorian sich vor seiner neuen Schulklasse vorstellen soll, ist da wieder sein altes Problem: Weiter als „Do…do…“ kommt er nicht – und hat damit einen neuen Spitznamen, der ihn sehr verletzt.
Selbst sein bester Freund Ramses, der ihm bisher immer zur Seite stand, scheint nicht mehr zu ihm zu stehen. Während Ramses sich mühelos in die neue Klasse einfügt, beschließt Dorian, nie wieder zu sprechen. Selbst als seine Klassenkameraden ihm einen Streich spielen und ihm während eines Besuchs im Naturkundemuseum zu einem riesigen, ausgestopften Vogel führen: einem Dodo.
Dorian schweigt weiter, aber auf unerklärliche Art und Weise spürt er sofort eine tiefe Verbindung zu dem Vogel ...
Dorian schweigt weiter, selbst seine geduldige Mutter kann nichts dagegen tun, dass Dorian sich in die Welt der Fantasie flüchtet. Gemeinsam mit seinem imaginären Freund, dem Dodo, scheint alles viel leichter zu sein.
" Dodo ist noch klein und wiegt fast nichts. Träume wegen nichts."
Besonders das Ende des Buchs fand ich sehr bewegend. Gerade diese Stellen, die das Innenleben von Dorian offenbaren, gehen direkt ins Herz:
"Ich versuchte, mich selbst anzuschauen, als wäre ich jemand anders. Manchmal kann ich das. Dann schaue ich sehr lange in den Spiegel, gerade so lange, bis ich mir von selbst fremd werde. Dann frage ich mich, wie ein anderer mich sehen würde, und ich stelle mir vor, ich würde mir selbst im Zug gegenübersitzen. Wäre das nett?, denke ich dann. Würde ich mich selbst nett finden? Wäre ich gern mit mir befreundet? Ich lächelte mir ein paarmal selbst zu, aber das half nicht, über einem lachenden Mund waren zwei mürrische Augen. Es war nicht mitanzusehen "
"Dann sah ich wieder in den Spiegel. Dieses Kind dort, dachte ich, das seltsame Kind mit dem schlechten Haarschnitt, das spricht nicht mehr. Das sagt schon seit Wochen kein Wort mehr. Dieses Kind hat nur einen einzigen Freund und der ist ein Vogel. Hatte.“
„Dodo“ ist ein sehr wertvolles, tiefgründiges und herzergreifendes Buch über die Kraft der Fantasie, aber auch darüber, wie wichtig gute Freund*innen sind und wie schwer ist ist, zu seinen „Schwächen“ zu stehen.
Ganz klare Leseempfehlung von uns!