Grundlagen einer Kunstlehre zeigen sich an der Schnittstelle von Sachzwang und Geometrie, konkret in einer Facharbeit von Arnault de Zwolle um die Mitte des 15. Jahrhunderts. In der Studie werden vier seiner Pläne zu Saitenklavieren behandelt, sowie zugehörige Texte, die sich auf das Aufzeichnen mancher Planteile beziehen. Interessant sind die Fragen zu den nicht kommentierten Planteilen und nach einem Entstehnungsvorgang der Instrumentenpläne als zusammen gehöriger Gruppe. Berücksichtigt man die allgemeinen Voraussetzungen des Instrumentenbaus, diejenigen Sachzwänge und Bedingungen, die für…mehr
Grundlagen einer Kunstlehre zeigen sich an der Schnittstelle von Sachzwang und Geometrie, konkret in einer Facharbeit von Arnault de Zwolle um die Mitte des 15. Jahrhunderts. In der Studie werden vier seiner Pläne zu Saitenklavieren behandelt, sowie zugehörige Texte, die sich auf das Aufzeichnen mancher Planteile beziehen. Interessant sind die Fragen zu den nicht kommentierten Planteilen und nach einem Entstehnungsvorgang der Instrumentenpläne als zusammen gehöriger Gruppe. Berücksichtigt man die allgemeinen Voraussetzungen des Instrumentenbaus, diejenigen Sachzwänge und Bedingungen, die für Instrumentenbauer ebenso wie für den Erdenker von Plänen zur Familie der Saitenklaviere verbindlich sind. Über die Dokumentation von Saitenklavieren gleicher Tonlage hinaus erfahren die Instrumentenpläne eine Darstellung als Ergebnis einer vielschichtigen Entwurfstätigkeit. Die Gestaltungskunst stellt sich der Frage: Wie schafft der entwerfende Künstler den Sprung von den musikalischen und den praktischen Sachzwängen zur geometrischen Lösung? Zum Anliegen der Studie zählt, den gemeinsamen Entstehungsvorgang der Instrumentenpläne exemplarisch nachzuzeichnen, sowie auf den verbindlichen Zusammenhang zwischen den maßgeblichen Strecken und einer historisch belegten Maßeinheit rückzuschließen. Sie gelangt zur Rekonstruktion von einer Gruppe zusammen gehöriger Instrumentenpläne, die im einzelnen die gleichen Abmessungen wie Arnaults Originalzeichnungen besitzen.
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Autorenporträt
Strohmayer, Wolfgang§Auch in unserer als hektisch und kurzatmig genannten Zeit findet sich Raum für Grundlegendes: Mit der vorliegenden Arbeit fügt Wolfgang Strohmayer seiner Grundlage einer Kunstlehre der Spätgotik einen weiteren Mosaikstein zu. So wie der einzelne Mosaikstein den Geist des ganzen Bildes atmet, so finden sich auch in dieser Arbeit die Grundzüge dieser Kunstlehre des späten 15. Jahrhunderts. Der stille Forscher Strohmayer arbeitet akribisch und unbeirrt an dieser Kunstlehre, fügt Stein um Stein bei, und legt nun nach einigen Werken über die Kunst der alten Meister einen neuen Band über historische Saitenklaviere und ihre Konstruktionsbedingungen vor.
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