In diesem Buch beschreibt Erich Maria Remarque das Schicksal deutscher Emigranten während der NS-Zeit, beginnend 1935. Im Fokus stehen die Lebenswege von Josef Steiner, einem deutschen Politiker, der seine Frau Marie in Deutschland zurücklassen musste und von Ludwig Kern, Sohn eines Juden, die sich
auf der Flucht vor den Nazis in Österreich erstmals begegnen.
Ohne Pass, Aufenthaltsgenehmigung,…mehrIn diesem Buch beschreibt Erich Maria Remarque das Schicksal deutscher Emigranten während der NS-Zeit, beginnend 1935. Im Fokus stehen die Lebenswege von Josef Steiner, einem deutschen Politiker, der seine Frau Marie in Deutschland zurücklassen musste und von Ludwig Kern, Sohn eines Juden, die sich auf der Flucht vor den Nazis in Österreich erstmals begegnen.
Ohne Pass, Aufenthaltsgenehmigung, feste Arbeit und Wohnsitz ist die Situation prekär. Sie werden permanent vorübergehend eingesperrt, und in ein Nachbarland ausgewiesen (Österreich, Tschechien, Schweiz, Frankreich) und die Situation wiederholt sich. In Prag lernt Kern die allein reisende Ruth Holland kennen, mit der er sich anfreundet. Sie leben von einem Tag zum anderen in der Hoffnung, nicht entdeckt zu werden.
Der menschliche Faktor kommt in diesem Roman nicht zu kurz. Es gibt Denunzianten, die Emigranten verraten oder auch bestehlen und es gibt Grenzbeamte, die Verständnis für die aussichtslose Situation der Emigranten haben, diesen helfen, sich aber an das Gesetz halten müssen. Daneben gibt es Emigranten, die Kontakte haben und anderen Flüchtlingen helfen.
Der Autor beschreibt beispielhaft die Situation von Millionen Emigranten, die während der NS-Zeit keine Heimat finden konnten. Ihre Situation war in den Gesetzen nicht vorgesehen und so pendeln sie rechtlos hin und her. Die Nachbarländer von Deutschland waren nicht gewillt, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Alltag wird zu einer Herausforderung. Remarque behandelt in diesem Buch ein zeitloses Thema, welches Menschen weltweit betrifft.