Max Beckmann zählt zu den größten Malern des 20. Jahrhunderts. Seine eindrucksvollen Selbstporträts, seine Frauenfiguren und explosiven Großstadtszenen, das philosophisch verschlüsselte Spätwerk haben seinen internationalen Ruf begründet. In dieser Biografie stellt Stephan Reimertz Leben und Werk des Malers vor. Er schildert dessen persönliche und künstlerische Entwicklung, seinen Aufstieg und Fall in Deutschland und die quälenden Jahre des Exils in den USA.
Die Beckmann-Renaissance
Max Beckmann war nie ein Unbekannter gewesen: Schon seit der ersten Ausstellung in der Berliner Secession 1906, spätestens aber seit den großen Werkschauen der 20er Jahre kannte ihn ein großes Publikum. In den vergangenen Jahren erlebte sein Werk eine Art Renaissance mit Ausstellungen im Centre Pompidou, Prado, Museum of Modern Art (N.Y.). Astronomische Auktionspreise haben ihn zum "teuersten" deutschen Maler überhaupt gemacht.
Die Faszination des Ausdrucks
Es verwundert sehr, dass bislang noch keine umfassende Biografie über diesen Ausnahmekünstler vorlag, der in den drei großen Themenkomplexen "Frau", "Großstadt" und "Selbstbildnisse" immer seinem individuellen Stil treu blieb. Weder die Gegenstandslose Malerei noch der Expressionismus beeindruckten ihn nachhaltig. Wie sonst vielleicht nur Picasso oder Klee versuchte er "den Menschen und den Gegenstand zu analysieren und in seiner ganzen Vielfalt, Schönheit und Hinfälligkeit zu zeigen". Mit seinen Triptychen wagte er sich als einer der Letzten an die "große Erzählung" in der Malerei.
Stationen eines Lebens
Diese überzeugend geschriebene Biografie begleitet Beckmanns Leben von der Kindheit in Pommern bis zum plötzlichen Tod in New York. Reimertz ist auf der ständigen Suche nach Verbindungslinien zwischen dem persönliche Werdegang und der künstlerischen Entwicklung. Die Kunstausbildung, der Sanitätseinsatz im Ersten Weltkrieg, der schnelle Ruhm in Berlin, die ausgedehnten Reisen, die Krisen, das Exil, die Rückkehr nach Deutschland und die Jahre in den USA - dies sind einige Stationen seines Lebens. Man muss dem Autor ein großes Kompliment für diese lang erwartete, schön gestaltete Biografie machen.
(Henrik Flor, literaturtest.de)
Max Beckmann war nie ein Unbekannter gewesen: Schon seit der ersten Ausstellung in der Berliner Secession 1906, spätestens aber seit den großen Werkschauen der 20er Jahre kannte ihn ein großes Publikum. In den vergangenen Jahren erlebte sein Werk eine Art Renaissance mit Ausstellungen im Centre Pompidou, Prado, Museum of Modern Art (N.Y.). Astronomische Auktionspreise haben ihn zum "teuersten" deutschen Maler überhaupt gemacht.
Die Faszination des Ausdrucks
Es verwundert sehr, dass bislang noch keine umfassende Biografie über diesen Ausnahmekünstler vorlag, der in den drei großen Themenkomplexen "Frau", "Großstadt" und "Selbstbildnisse" immer seinem individuellen Stil treu blieb. Weder die Gegenstandslose Malerei noch der Expressionismus beeindruckten ihn nachhaltig. Wie sonst vielleicht nur Picasso oder Klee versuchte er "den Menschen und den Gegenstand zu analysieren und in seiner ganzen Vielfalt, Schönheit und Hinfälligkeit zu zeigen". Mit seinen Triptychen wagte er sich als einer der Letzten an die "große Erzählung" in der Malerei.
Stationen eines Lebens
Diese überzeugend geschriebene Biografie begleitet Beckmanns Leben von der Kindheit in Pommern bis zum plötzlichen Tod in New York. Reimertz ist auf der ständigen Suche nach Verbindungslinien zwischen dem persönliche Werdegang und der künstlerischen Entwicklung. Die Kunstausbildung, der Sanitätseinsatz im Ersten Weltkrieg, der schnelle Ruhm in Berlin, die ausgedehnten Reisen, die Krisen, das Exil, die Rückkehr nach Deutschland und die Jahre in den USA - dies sind einige Stationen seines Lebens. Man muss dem Autor ein großes Kompliment für diese lang erwartete, schön gestaltete Biografie machen.
(Henrik Flor, literaturtest.de)
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Barbara Catoir bedauert, dass diese Beckmann-Biografie "ein Beispiel für eine in Passagen immer wieder aus der Kontrolle geratene Gedankenflut" geworden ist. Dieses im übrigen nämlich, wie sie lobt, "so informative, gut geschriebene Buch" hätte ihrer Ansicht nach also eigentlich nur eines guten Lektorats bedurft, um es zu "straffen" und ihm seine zum Teil "geschwätzigen Kommentare zu nehmen". Die Rezensentin erklärt sich das Problem vor allem daraus, dass die Form der Biografie dem Romanautor Stephan Reimertz wohl Fesseln angelegt habe, und entschuldigt ihn damit, dass die Literatur zu Beckmann - wie auch die vom Maler selbst hinterlassenen schriftlichen Zeugnisse - ein gewaltiger Fundus seien. Und schließlich kann man auf den Gedanken kommen, dass in dem Kritisierten vielleicht sogar ein Vorzug des Buches sich verbirgt. Wenn die Rezensentin nämlich ihr Urteil über die ausschweifenden "Kopfreisen" des Autors - "in andere Jahrhunderte und Länder" der Malerei zum Beispiel - dann noch einmal in folgendes Bild kleidet: die "Tableaus", die aus Reimertz' Erzählung "aufsteigen" würden, seien "bis zum Bersten gefüllt", und darin eigentlich den "von Beckmann um 1920 als Bühnen entworfenen Bildszenen" verwandt.
© Perlentaucher Medien GmbH
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"Mehr als andere, die bisher über Beckmann geschrieben haben, belegt der Autor auch die einsame Ausnahmefigur des Künstlers, der sich, entgegen der späteren Einordnung, Zeit seines Lebens gar nicht so sehr als Expressionist empfand." (Abendzeitung, München)
