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Im Mittelpunkt des neuen Romans von Pawel Huelle, einem der besten polnischen Erzähler der Gegenwart, steht die Familiengeschichte des Autors. Der Erzähler, inspiriert von mehreren Schwarzweißfotos seines Großvaters, auf denen ein Mercedes Benz 170, sein ganzer Stolz, zu sehen ist, und angerührt von der Nachricht vom Tod Bohumil Hrabals, erinnert sich an seine junge, schöne Fahrlehrerin Fräulein Ciwle. Verlegen und aufgeregt zugleich hat er, der deutlich Ältere, während der Fahrstunden eine Geschichte an die andere gereiht. Gleichzeitig blendet der Roman in die Gegenwart Polens Ende der…mehr

Produktbeschreibung
Im Mittelpunkt des neuen Romans von Pawel Huelle, einem der besten polnischen Erzähler der Gegenwart, steht die Familiengeschichte des Autors. Der Erzähler, inspiriert von mehreren Schwarzweißfotos seines Großvaters, auf denen ein Mercedes Benz 170, sein ganzer Stolz, zu sehen ist, und angerührt von der Nachricht vom Tod Bohumil Hrabals, erinnert sich an seine junge, schöne Fahrlehrerin Fräulein Ciwle. Verlegen und aufgeregt zugleich hat er, der deutlich Ältere, während der Fahrstunden eine Geschichte an die andere gereiht.
Gleichzeitig blendet der Roman in die Gegenwart Polens Ende der neunziger Jahre über, man erfährt von Fräulein Ciwles schwieriger Lebenssituation und warum es doch nicht zur Liebesaffaire zwischen ihr und ihrem Fahrschüler kommt.
Autorenporträt
Pawel Huelle, 1957 in Gdansk geboren, arbeitete als Journalist für Solidarnosc. Mitte der neunziger Jahre war er Direktor des Danziger Fernsehens. Er gilt als einer der wichtigsten Autoren seiner Generation.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Andreas Breitensteins Kritik liest sich ein wenig zwiespältig: Einerseits liest er Pawel Huelle wirklich gern. Man entnimmt es seinen Schilderungen über den "Sturzbach des Erzählens", über die Hommagen an Bohumil Hrabal und das Personal, das Huelles Roman bevölkert. Andererseits aber stört Breitenstein daran auch etwas - vielleicht eine zu große Versiertheit; ein Unernst, angesichts des ernsten Hintergrunds der Familiengeschichte des Erzählers, die immerhin nach Auschwitz führt. "Hier herrscht eine Anekdotenseligkeit, die angesichts der realen Katastrophen" mehr als unangemessen sei, führt Breitenstein aus, der am Ende auch die Hommage an Hrabal nicht nachvollziehen will. Bei Hrabal, so Breitenstein, hat sich die "Zufallslogik des Lebens" widergespiegelt, bei Huelle scheint sie ihm nur arrangiert.

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