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Gefängnisbriefe haben in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung eine literarisch-politische Tradition. Fast immer handelte es sich dabei um Briefe bekannter Persönlichkeiten wie z.B. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.Die in diesem Band vorgestellten über 130 Briefe aus mehr als zennjähriger Haft während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sind dagegen tief berührende Lebenszeichen eines einfachen Arbeiters und kommunistischen Funktionärs der unteren Ebene. Sie sind gewiss keine literarischen Kostbarkeiten wie die Rosa Luxemburgs, aber sie künden auf andere Art von politischer…mehr

Produktbeschreibung
Gefängnisbriefe haben in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung eine literarisch-politische Tradition. Fast immer handelte es sich dabei um Briefe bekannter Persönlichkeiten wie z.B. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.Die in diesem Band vorgestellten über 130 Briefe aus mehr als zennjähriger Haft während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft sind dagegen tief berührende Lebenszeichen eines einfachen Arbeiters und kommunistischen Funktionärs der unteren Ebene. Sie sind gewiss keine literarischen Kostbarkeiten wie die Rosa Luxemburgs, aber sie künden auf andere Art von politischer Standhaftigkeit und dem ausgeprägten Willen, die lange Haftzeit moralisch unbeschadet zu überstehen. Zugleich widerspiegeln sie eindrucksvoll die existentiellen Sorgen und Nöte eines jungen Familienvaters um seine Frau und Tochter und seine ständigen Bemühungen, über den Briefwechsel Anteil an deren Leben zu nehmen.