Die Sehnsucht nach Jugend in ihrer zynischsten Variante - Witold Gombrowicz treibt sein zentrales Thema in seinem Roman 'Pornographie' auf den beklemmenden Höhepunkt.
Witold und Friedrich sind zwei polnische Intellektuelle in ihren besten Jahren; romantische Köpfe, an Nietzsche geschult. Der Hauptstadt Warschau überdrüssig kommen sie auf das Landgut ihres adeligen Freundes. Dessen Tochter Henia, ist jung, sie ist schön - und wird zum Gegenstand eines frivolen, lüsternen Verfürhungsakts der beiden Intellektuellen. Unter ihrer Regie verlässt sie ihren Angetrauten und fällt dem unschuldigen Karol in die Arme. Verrat auf allen Seiten also, der nicht ungesühnt bleiben wird.
'Pornographie' ist der abenteuerliche, zynische, beklemmende Höhepunkt von Witold Gombrowiczs Beschäftigung mit seinem zentralen Thema, der Sehnsucht nach Jugend.
Witold und Friedrich sind zwei polnische Intellektuelle in ihren besten Jahren; romantische Köpfe, an Nietzsche geschult. Der Hauptstadt Warschau überdrüssig kommen sie auf das Landgut ihres adeligen Freundes. Dessen Tochter Henia, ist jung, sie ist schön - und wird zum Gegenstand eines frivolen, lüsternen Verfürhungsakts der beiden Intellektuellen. Unter ihrer Regie verlässt sie ihren Angetrauten und fällt dem unschuldigen Karol in die Arme. Verrat auf allen Seiten also, der nicht ungesühnt bleiben wird.
'Pornographie' ist der abenteuerliche, zynische, beklemmende Höhepunkt von Witold Gombrowiczs Beschäftigung mit seinem zentralen Thema, der Sehnsucht nach Jugend.
Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension
Rezensentin Katharina Teutsch freut sich, dass der Kampa-Verlag mit gleich drei Neuauflagen die Wiederentdeckung des polnischen Schriftstellers Witold Gombrowicz möglich macht. Während die Kritikerin dann aber über das Tagebuch und den neu übersetzten Debütroman "Ferdyduke" nicht allzu viele Worte verliert, ist es vor allem der Roman "Pornografie", den sie uns ans Herz legt. Ein "Porno ohne Geschlechtsteile" sei das, der sich so lese, als hätten sich Kafka, Proust, Nabokov und Beckett zu Tee und Madeleines auf einem polnischen Landgut getroffen. Worum geht's? Witold und sein Freund Fryderyk werden im Jahr 1943 von einem Gutsbesitzer in die Gegend von Sandomierz geladen, fassen den teuflischen Plan, die Tochter des Gutsbesitzers mit dem Sohn des Gutsverwalters zu verkuppeln und geben sich "onanistischen Fantasien" hin. Teutsch liest Szenen, die ihr wie eine "literarische Langzeiterektion" erscheinen, amüsiert sich aber durchaus an der "Verspieltheit" des Romans. Nicht zuletzt aber wirft der Roman auch moralische Fragen auf, erkennt die Kritikerin - und so ist das Buch für sie auch ein "Porno der politischen Romantik".
© Perlentaucher Medien GmbH
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»Man kann Gombrowicz nicht beschreiben, mit Artikelchen erfassen, mit Essaylein aktualisieren, prasentieren, stolatisieren. Nur lesen: Ferdydurke, Pornographie, Tagebuch. Komm, Leserchen, put, put, put.« Richard Kammerlings / Frankfurter Allgemeine Zeitung »Ein Genuss!« Michael Rutschky / Frankfurter Rundschau
