Fliegen, so heißt es, sei die sicherste Art des Reisens - statistisch gesehen. Aber der weltweite, rücksichtslose Konkurrenzkampf der Fluggesellschaften zwingt alle Beteiligten zu einschneidenden Sparmaßnahmen. Und gespart wird vornehmlich dort, wo es der Passagier nicht sieht: beim System 'Sicherheit'. Das betrifft u.a. die Wartung, die Entwicklung neuer Flugzeuge, die Ausbildung und Qualifikation der Piloten. Der Autor schildert eine beklemmende Wirklichkeit. So ist in den letzten Jahren eine Unzahl minderwertiger, gefälschter und daher billiger Ersatzteile in zivile Verkehrsmaschinen installiert worden. Die zuständigen nationalen Überwachungsbehörden übersehen dieses Problem geflissentlich. Dabei haben unzuverlässige Ersatzteile schon zum Absturz von Maschinen geführt. Kosten bei Personal und Wartung einsparen zu soll auch die neue Generation von computerüberwachten Flugzeugen. Die Auswertung der Unfallberichte zeigt aber auch Denk- und Programmierfehler der ambitionierten Konstrukteure auf. Und für die nun vom Bordrechner zu reinen Erfüllungsgehilfen degradierten Piloten ist das Fliegen nicht einfacher geworden. In der Luftfahrtindustrie redet man nicht gerne über Unzulänglichkeiten und Fehler. Wenn es zu einer Katastrophe kommt, wird sie allzu gerne mit der Floskel 'menschliches Versagen' bevorzugt den Piloten in die Schuhe geschoben. Die Passagiere sollen nicht damit beunruhigt werden, daß Notlandungen, Abstürze und Unfälle die konsequenten Folgen des Kostendrucks sind.
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