1798 traf der romantische Schriftsteller Clemens Brentano in einem Jenaer Literarischen Salon auf Sophie Mereau, in die er sich spontan verliebte. An seinen Bruder Christian schrieb er nach Marburg, "dass die vortreffliche Dichterin Professor Mereau, ganz, körperlich und geistig, das Bild unserer verstorbenen Mutter ist" (zit. n. Gersdorff:165). Die ewige Sehnsucht Brentanos nach mütterlicher Zuwendung, vermutlich zurückzuführen auf den Verlust der früh verstorbenen leiblichen Mutter, sollte in der Ehe mit Sophie Mereau, einer selbstbewussten anerkannten Autorin, desaströse Folgen zeitigen.
Der vorliegende Band analysiert anhand des Briefwechsels der beiden Protagonisten und weiterer Schriften die Stationen ihrer kurzen, aber heftigen Ehe zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dabei kommt das Geschlechterverhältnis um 1800 ebenso zur Sprache wie die weiblichen Emanzipationsbestrebungen im Kontext von Aufklärung und Französischer Revolution.
Der vorliegende Band analysiert anhand des Briefwechsels der beiden Protagonisten und weiterer Schriften die Stationen ihrer kurzen, aber heftigen Ehe zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dabei kommt das Geschlechterverhältnis um 1800 ebenso zur Sprache wie die weiblichen Emanzipationsbestrebungen im Kontext von Aufklärung und Französischer Revolution.







