Herzenswärme und Melancholie zwischen Trümmern
Ferdinand ist ein junger Mann, der mit seiner Sanftmut so gar nicht in die harte Nachkriegszeit passt. Genau das hat ihn mir sofort sympathisch gemacht. Als er Luise am Fluss begegnet und die beiden sich schon bald überraschend verloben, musste ich
lächeln, hatte aber gleich das Gefühl, dass diese Verantwortung für ihn zu groß sein könnte.
Was mich…mehrHerzenswärme und Melancholie zwischen Trümmern
Ferdinand ist ein junger Mann, der mit seiner Sanftmut so gar nicht in die harte Nachkriegszeit passt. Genau das hat ihn mir sofort sympathisch gemacht. Als er Luise am Fluss begegnet und die beiden sich schon bald überraschend verloben, musste ich lächeln, hatte aber gleich das Gefühl, dass diese Verantwortung für ihn zu groß sein könnte.
Was mich besonders angesprochen hat, war die Mischung aus Leichtigkeit und Nachdenklichkeit. Ferdinand möchte eigentlich nur frei sein, wirkt dabei aber nie kalt. Im Gegenteil – gerade seine etwas unbeholfene Art hat mir gezeigt, wie menschlich er ist.
Immer wieder gab es beim Lesen kleine Momente, die mich berührt haben, und andere, die mich durch den feinen Humor zum Schmunzeln brachten. Gerade diese stillen Beobachtungen, die Begegnungen und Ferdinands eigenwillige Ideen machen die Geschichte lebendig. Trotz der Unsicherheit und der Trümmer ringsum bewahrt er sich ein Stück Wärme, das man beim Lesen richtig spürt.
Für mich ist das eine gelungene Mischung aus Nachkriegssatire, leiser Melancholie und viel Herzenswärme. Am Ende hatte ich fast das Gefühl, Ferdinand wie einen guten Bekannten zu kennen. Eine klare Empfehlung und 5 Sterne.