Kirsch’s Einstand in Offenburg
Seinen Neustart im Polizeipräsidium Offenburg hatte sich nicht nur Kommissar Kirsch anders gewünscht. Auch seinen Assistenten Helen und Eugen war Enttäuschung anzumerken, als sie ihre neuen Räumlichkeiten in Besitz nahmen.
Es passte vieles nicht; angefangen vom
tristen Ausblick aus ihren Dienstzimmern, das unerwartete Erscheinen von Bürgermeister Wohlgemuth,…mehrKirsch’s Einstand in Offenburg
Seinen Neustart im Polizeipräsidium Offenburg hatte sich nicht nur Kommissar Kirsch anders gewünscht. Auch seinen Assistenten Helen und Eugen war Enttäuschung anzumerken, als sie ihre neuen Räumlichkeiten in Besitz nahmen.
Es passte vieles nicht; angefangen vom tristen Ausblick aus ihren Dienstzimmern, das unerwartete Erscheinen von Bürgermeister Wohlgemuth, der Kirsch immer wieder bezichtigte, ein Magnet für Morde zu sein, bis hin zu einem Mord, der alle gleich am ersten Tag völlig forderte.
Kein Wunder, dass unser brummiger und impulsiver Kommissar Kirsch nach Feierabend nicht mit bester Stimmung bei seiner Moni erschien, untypisch kaum Appetit auf ihre tollen Speisen hatte und schon bald erschöpft in einem Sessel einschlief. Und das alles, obwohl er sich nach seinem Urlaub in Italien so viel vom neuen Wirkungskreis versprach und er immer wieder gedanklich dahin abschweifte.
Doch nicht genug mit diesem missglückten Einstieg in Offenburg, wo ihn Kriminalrat Lemmer von Beginn an ziemlich nervte. Weitere Morde geschehen. Involviert sind Wissenschaftler in Form von Virologen und ihre Teams, die sich mit einem neu erforschten Medikament befassen. Dieses ist sogar schon an einem Mädchen mit fortgeschrittener Knochenkrankheit erprobt worden, obwohl es noch gar nicht in Deutschland zugelassen war. Es spielt ferner das neue Virus Covid24 eine Rolle, gegen welches ein Impfstoff in der Entwicklung ist. Nach dem Motto: „Viele Köche verderben den Brei!“, wetteifern vier Virologen und ihre Mitarbeiter auf Hochtouren um bestmögliche Ergebnisse; wohl zum äußeren Schein gemeinsam, obwohl ihre Wirkungsstätten auf vier Länder verteilt sind.
Alles ist ziemlich verzwickt und zieht einen Mord nach dem anderen nach sich, aber auch Entführungen. Die Zusammenarbeit mit seinem befreundeten Schweizer Kommissar Spähni und der Journalistin Eva Zorn erweist sich als hilfreich, ebenso wie die Aufmerksamkeit der Winzerin Literscht, die am Senatorre, auch Münsterspitz genannt, sachdienliche Beobachtungen gemacht hat, die sie promt im badischen Dialekt kundgibt.
Apropos Senatorre: Die Lektüre von Ursula S. Hass zeichnet sich nicht nur durch spannende kriminalistische Abhandlungen aus.
Geschickt und reich an Informationen baut Hass Historisches über die jeweilige Handlungsgegend in ihren Krimi ein. Im aktuellen Fall geht es um den Senatorre. Der Leser wird neugierig gemacht und zu einem Besuch der schönen Landschaft geradezu animiert.
Zurück zu den Untaten. Insgesamt passieren 5 Morde. Das ist jede Menge Arbeit für den mürrischen und genervten Kirsch. Seine Assistenten müssen allerhand aushalten. Wird es Kirsch gelingen, alle Morde aufzuklären?
Lassen Sie sich überraschen und bleiben Sie schön neugierig!