Ein Urlaubsroman für Lanzarote-Liebhaber und solche, die es werden wollen
- Reiseführer und leichter Urlaubskrimi zugleich.
Als langjährige Lanzarote-Urlauberin war dieser Krimi natürlich ein „Muss“ für mich. Ich kannte die Kanaren-Reihe der beiden Autoren nur vom Hören/Sagen und darum habe ich
mich sehr gefreut, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen zu dürfen.
Auch wenn ich die…mehrEin Urlaubsroman für Lanzarote-Liebhaber und solche, die es werden wollen
- Reiseführer und leichter Urlaubskrimi zugleich.
Als langjährige Lanzarote-Urlauberin war dieser Krimi natürlich ein „Muss“ für mich. Ich kannte die Kanaren-Reihe der beiden Autoren nur vom Hören/Sagen und darum habe ich mich sehr gefreut, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde lesen zu dürfen.
Auch wenn ich die Protagonisten – die Buchhändlerin Naira und den Journalisten Ben, beide auf La Palma ansässig – noch nicht kannte, so hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse aus den Vorgängerbänden fehlen würden. Dennoch wuchsen sie mir nicht wirklich ans Herz. Meine Empfindungen blieben an der Oberfläche, denn es wurde zwar ausführlich über die Kleidung der beiden berichtet, jedoch wenig über ihre Persönlichkeiten bekannt.
Hier verschlägt es die beiden nach Lanzarote, wo Ben für ein Gourmet- und Lifestyle-Magazin einen Artikel schreiben soll. Naira dagegen will ihrer Freundin Valeria beistehen, die vor kurzem Witwe geworden ist. Der angebliche Unfall, bei dem ihr Mann zu Tode gekommen ist, wirft Fragen auf.
Eine große Rolle spielen sowohl plötzlich aufgetauchte, bislang unbekannte Gemälde des großen Inselkünstlers César Manrique als auch die Machenschaften eines „Weinbarons“.
Mehr soll hier nicht verraten werden. Es passiert auch eigentlich nicht wirklich viel, aber der literarische Aufenthalt auf Lanzarote macht trotzdem Spaß. Man merkt, dass die Autoren die Insel kennen und ins Herz geschlossen haben, denn die detaillierten Beschreibungen von Landschaften und Restaurants lassen nichts zu wünschen übrig, man fühlt sich wirklich dorthin versetzt.
Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, kommt oft etwas hölzern daher, insbesondere bei den Dialogen zwischen Naira und Ben. Dafür sind die beschreibenden Szenen umso besser gelungen und sehr atmosphärisch.
Die Aufklärung des Todesfalls und das ganze Drumherum bargen für mich nicht wirklich viele Überraschungen, ich hatte eigentlich alles von Anfang an so angenommen, wie es sich nachher auch herausstellte.
Wegen der für mich fehlenden Spannung und Voraussehbarkeit vergebe ich 3,5, aufgerundet auf 4*.
Es ist ein netter, leicht zu lesender Urlaubsroman, den ich gerne weiterempfehle. Ein schönes Buch für alle, die Lanzarote lieben oder kennen lernen wollen.