Decidium
Cover & Klappentext
Passend zu Band eins wurde auch dieses Cover kreiert. Nach wie vor erinnert es an die griechische Mythologie, deren Vibes sich auch in der Geschichte finden. Normalerweise spricht mich diese Art Darstellung nicht an, aber hier passt es.
Der Klappentext war für
mich weniger relevant. Nachdem ich den ersten Band der Trilogie geradezu verschlungen habe, war es…mehrDecidium
Cover & Klappentext
Passend zu Band eins wurde auch dieses Cover kreiert. Nach wie vor erinnert es an die griechische Mythologie, deren Vibes sich auch in der Geschichte finden. Normalerweise spricht mich diese Art Darstellung nicht an, aber hier passt es.
Der Klappentext war für mich weniger relevant. Nachdem ich den ersten Band der Trilogie geradezu verschlungen habe, war es für mich keine Frage, die Fortsetzung zu lesen, sondern Gesetz. Nichtsdestotrotz nimmt er den potenziellen Leser für sich ein.
Meinung
Nach den letzten Geschehnissen ist Aurora auf der Flucht, fernab von allem, was sie kennt. Galadons Herrschaft nimmt immer düsterere Züge an. Tagtäglich werden Menschen hingerichtet.
Um dem ein Ende zu setzen, fordert ihn Colden zu einem Kampf heraus, der ein für alle Mal die Machtverhältnisse klären soll, und Aurora folgt ihm. Doch in der Stadt, in der sie sich ihr Leben eingerichtet hatte, ist sie längst nicht mehr sicher. Nur fürchtet sie weniger ihren Tod, sondern Colden, der für einen Sieg alles zerstören würde.
Der Einstieg ist mir nicht leichtgefallen. Trotz Rückblende fehlten mir zu viele Details, und das Ende war mir komplett entfallen. Hier glaube ich, dass es weniger daran lag, dass das Buch keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat, sondern dass ich es verdrängt habe, weil ich sonst die Wartezeit nicht überstanden hätte.
Trotzdem war ich irgendwann, ohne es bewusst wahrzunehmen, wieder mitten im Geschehen.
Der Fokus liegt auch in Band zwei eindeutig auf Aurora, obwohl auch Colden einige Sichtweisen erhält, wieder unterbrochen von Ausflüge in die Vergangenheit.
Nach der Veränderung von Colden war das ein kluger Schachzug, denn es ist, als würde man ihn erneut kennenlernen. Und wie sehr er sich doch von der alten Version unterscheidet.
Gerade für Aurora ist das, neben allem, was geschehen ist, nur schwer zu verkraften. Zum Glück geben ihr Bruder und die Verbündeten ihr genug Halt, sonst würde sie vermutlich untergehen. Ganz gleich wie stark sie auch sein mag. Und das ist sie. Während sie mit ihrem Dasein zu kämpfen hat, muss sie um ihr Leben bangen. Noch mehr als je zuvor.
Wie schon im ersten Teil zeigt sich Aurora auch von ihrer verletzlichen Seite. Sie kämpft und sie strauchelt, doch sie gibt nicht auf. Diese Attribute zeichneten sie von Anfang an aus, dennoch hat sie sich weiterentwickelt, was mir erst im Nachhinein aufgefallen ist. Das spricht für die Autorin, weil es schleichend geschah und perfekt in die Handlung integriert wurde.
Der Schreibstil ist gewohnt sanft, geschmeidig, mit einem angenehmen Word-Building und einem entsprechenden Tempo, das je nach Szene variiert. Anna Bennings Art, Worte zu verwenden, richtet die Konzentration auf die Handlung und sorgt für eine Fülle an Emotionen, immer unterlegt von einem gewissen Grad an Spannung.
Längen waren kaum zu finden. Aufgrund der Szenenwechsel kam es natürlich zu Beschreibungen, was, wenn es zu ausufernd geschieht, das Potenzial für Längen bietet. Aber die Autorin hat hier meist das richtige Maß gefunden.
Die Charaktere sind durch die Reihe weg gelungen. Neue tauchen auf, alte verschwinden oder werden zu einem festen Bestandteil. Doch ganz gleich, welche Rolle ihnen zugedacht wurde, sie wirken keineswegs farblos, sondern brillieren mit ihrer Präsenz. Das ist recht ungewöhnlich, weil in vielen Büchern der Fokus lediglich auf den Hauptprotagonisten liegt.
Der zweite Teil der Götterlicht Trilogie ist alles andere als ein Zwischenband, der die Handlung kaum voranbringt. Zwar finden sich hier durchaus Hintergründe, die für das Verständnis notwendig sind, aber auch unvorhergesehene Wendungen und eine Entwicklung des Plots.
Fazit
Die Fortsetzung steht dem ersten Band in nichts nach. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass sich die Spannung noch steigern könnte, aber mir war es zwischenzeitlich unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen. Es nimmt einen an die Hand und entführt den Leser in ein unvergleichliches Abenteuer, was einen kaum loslässt.
Wer noch unschlüssig, dem kann ich nur raten, sich darauf einzulassen.
Ich vergebe erneut fünf von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.