Blicke auf Mütter und Töchter, aber auch Blicke auf die Weiblichkeit in unserer Welt
Geschichten über Mütter und Töchter. Wer meinen Account kennt, weiß solche Geschichten favorisiere ich. Und so ist es auch kein Wunder, dass „Dem Mond geht es gut“ in meinen Fokus rutschte. Und was soll ich
sagen, Paulina Czienskowski begeisterte mich mit ihrem lyrischen Blick sehr.
Nun ist „Dem Mond geht es…mehrBlicke auf Mütter und Töchter, aber auch Blicke auf die Weiblichkeit in unserer Welt
Geschichten über Mütter und Töchter. Wer meinen Account kennt, weiß solche Geschichten favorisiere ich. Und so ist es auch kein Wunder, dass „Dem Mond geht es gut“ in meinen Fokus rutschte. Und was soll ich sagen, Paulina Czienskowski begeisterte mich mit ihrem lyrischen Blick sehr.
Nun ist „Dem Mond geht es gut“ kein normaler Roman über Mütter und Töchter, er zeichnet sich durch eine besonders lyrische Sprache aus. Eine lyrische Sprache, die man lieben sollte und der gegenüber man ein Verständnis haben sollte. Denn sonst wird das nichts mit der Lektüre von „Dem Mond geht es gut“. Die Autorin macht es der Leserschaft mit ihrem Buch nicht ganz so leicht. Mich hat sie aber mit ihrem Buch überzeugt und mich hat sie auch mit ihrer Sprache berührt. Sehr berührt. Aber die Blicke der Autorin sind nicht nur lyrisch, sie sind auch Fragmente, Fragmente eines Ganzen, welches nicht völlig in einem Erzählfluss zu Tage tritt. Was ebenfalls die Lektüre nicht zu einem leicht zu lesenden Buch macht. Ebenso wie diese Fragmente nicht die Kraft haben in mir dieses immer wieder sehr gelobte Feuer zu erzeugen. Ich brenne für die Thematik, nicht für die Figuren. Was etwas schade ist, sonst wäre dieses Buch für mich durchaus ein 5 Sterne Roman geworden. Denn thematisch hat mich Paulina Czienskowski auf jeden Fall überzeugt.
Was bedeutet eine Mutterschaft für eine Frau? Wie verändert diese sie und ihren Blick auf die vorangegangenen Frauen der Familie? Wie verbindet diese Erfahrung? Was haben diese Frauen vor ihr erlebt und wo stehen diese Frauen in unserer patriarchalen Welt? Was bedeuten weibliche Erfahrungen in unserer Welt? Was geben wir an unsere Töchter weiter? Scham oder Stolz? Wie erleben Töchter ihre Mütter? Kraftvoll, sich ihrer Macht bewusst oder still und der Dinge ausharrend, die über sie hereinbrechen. Was macht so eine Gemengelage mit unseren Töchtern? In dieser patriarchalen Welt voller männlicher Machtstrukturen. Klar kann man sagen, dass dieses Erleben auch an die jeweiligen Charaktere der betreffenden Frauen gebunden ist. Aber wenn man ganz ehrlich ist, dann weiß man, dass dies eben nicht nur an den jeweiligen Charakteren liegt, sondern eben auch an unserer patriarchal strukturierten Welt, die nicht unbedingt für ein geschütztes weibliches Leben steht. Leider. „Dem Mond geht es gut“ ist ein Buch, welches meiner Ansicht nach an den Festen unserer Welt rüttelt und uns dringend rät, einem matriarchalen Denken einen gleichberechtigten Platz in unserer Welt einzuräumen. Denn erst dann geht es dem Mond wirklich gut! Nämlich dann, wenn dem Mond wieder ein berechtigter Platz in unserer so sonnigen Weltsicht eingeräumt wird.
Danke für dieses Buch Paulina Czienskowski! Danke! Danke! Danke! ❤