Ein Buch, das ich am liebsten gleich zweimal lesen würde, um wirklich jedes einzelne Wort aufzunehmen. Wunderschöne einfühlsame Geschichte über Verlust und Selbstfindung.
Von der ersten Seite an verliebt in diese tiefgehende Geschichte
Kennt ihr Bücher, bei denen ihr am liebsten jeden Satz
zweimal lesen würdet, um wirklich alles davon aufzunehmen? So ist es mir mit dem neuen Roman von…mehrEin Buch, das ich am liebsten gleich zweimal lesen würde, um wirklich jedes einzelne Wort aufzunehmen. Wunderschöne einfühlsame Geschichte über Verlust und Selbstfindung.
Von der ersten Seite an verliebt in diese tiefgehende Geschichte
Kennt ihr Bücher, bei denen ihr am liebsten jeden Satz zweimal lesen würdet, um wirklich alles davon aufzunehmen? So ist es mir mit dem neuen Roman von Alice Kellen ergangen. Ich kenne ihre zwei Vorgängerromane und war schon damals von ihrem besonderen Schreibstil fasziniert. Dieses Buch aber hat mich zutiefst berührt. Ich weiß nicht, ob es wirklich jedem Leser so damit ergeht. Für mich aber war es von der ersten Seite an schon ein außergewöhnlich gutes Buch.
Wir lernen hier Grace kennen, die versucht den Verlust ihrer einzigen Schwester Lucy zu verarbeiten. Sie ist viel zu früh an Krebs erkrankt und hat sich von den Folgen nie erholt. Seit dem Beginn ihrer Krankheit hat sich so ziemlich alles in der Familie verändert. Für Grace, die ihre Eltern ebenso gebraucht hätte, blieb keine Zeit mehr über und so verbrachte sie einen Großteil ihrer Kindheit und Jugend bei ihrem Opa, während Vater und Mutter sich um die kranke Schwester kümmerten. Grace ist nicht sauer deswegen, weil sie ihre Schwester sehr geliebt hat und eine enge Bindung zu ihr hatte. Aber man spürt sehr deutlich, wie sie unter dem Verlust und der sich veränderten Situation leidet. Die Mutter sitzt nur noch depressiv vor dem Fernseher, der Vater verbringt seine Zeit angeblich auf der Arbeit. Die Familie ist zerbrochen. Nur der wenig gesprächige Großvater, der für Grace eine sehr bedeutende Rolle eingenommen hat, bleibt ihr. Bis zu dem Tag, an dem er eine Reise ankündigt und für Grace eine Botschaft ihrer verstorbenen Schwester dalässt. Lucy hat, ohne dass Grace etwas davon mitbekommen hätte, ein Spiel für sie vorbereitet. Es ist für die Zeit gedacht, in der sie nicht mehr sein wird. Mit in diese Vorbereitung hat sie einen jungen Mann eingezogen. Er heißt Will Tucker und er wird Graces Leben verändern.
Wie schon erwähnt, hat mich das Buch von der ersten Seite an gepackt. Ich liebe sowohl den ruhigen, entspannten und einzigartigen Schreibstil der Autorin als auch ihre besonderen Charaktere. Und mit besonders, meine ich wirklich sehr außergewöhnlich. Grace ordnet die Menschen in ihrem Umfeld in Farben ein. Sie macht sich unglaublich viele Gedanken und gibt sie durch philosophische Erklärungen oder Metaphern wieder. Ich fand es einfach bewundernswert, wie tiefgründig sie ihre Welt wahrnimmt und habe mir einige Stellen markiert, die mich besonders beeindruckten und berührten. Sie macht mit ihren Worten sehr deutlich, wie schlimm es sich anfühlt, einen engen Menschen aus seinem Leben zu verlieren. Ich konnte spüren, wie sehr Grace ihre Eltern gebraucht hätte, als sie selbst noch klein war, diese aber wegen der Krankheit ihrer Tochter keine Zeit für das zweite Kind hatten.
Umso wohltuender empfand ich es, als Grace Will kennenlernt. Sie braucht einen Freund und Will scheint genau der richtige Mensch an ihrer Seite zu sein. Doch er ist verschlossen und hat ebenfalls eine nicht unbedeutende Vergangenheit. Wird Grace jemals nah genug an ihn herankommen und ist Will bereit sich für Grace zu öffnen? Um das herauszufinden, solltet ihr das Buch unbedingt selbst lesen.
Mit dieser Geschichte ist mir die Autorin eindeutig noch etwas mehr ans Herz gewachsen und ich bin sehr gespannt, was sie sich als nächstes einfallen lässt. Ich werde das definitiv weiterverfolgen. Diesen sehr tiefgehenden und wunderschönen Roman zähle ich unbedingt zu meinen Highlights des Jahres.