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Es sind die vielen skurrilen Begegnungen eines Schuhtesters für Luxusschuhe (Boris Aljinovic) mit seinen früheren Freundinnen, z.B. Susanne (Inga Busch) oder Doris (Irina von Bentheim) u.v.a., die ihm beim Flanieren durch die Stadt über den Schmerz der grade von seinem Chef Herr Habedank (Ulrich Noethen) ausgesprochenen drastischen Honorarkürzung hinweg helfen. Dabei "erfindet" er plötzlich eine sensationelle Geschäftsidee, die sein leises ironisches Leben in das Gegenteil verkehren soll. Alles ist vorbereitet, als er zufällig auf einer Party Frau Balkhausen (Irm Hermann) kennenlernt. Nun muss…mehr

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Produktbeschreibung
Es sind die vielen skurrilen Begegnungen eines Schuhtesters für Luxusschuhe (Boris Aljinovic) mit seinen früheren Freundinnen, z.B. Susanne (Inga Busch) oder Doris (Irina von Bentheim) u.v.a., die ihm beim Flanieren durch die Stadt über den Schmerz der grade von seinem Chef Herr Habedank (Ulrich Noethen) ausgesprochenen drastischen Honorarkürzung hinweg helfen. Dabei "erfindet" er plötzlich eine sensationelle Geschäftsidee, die sein leises ironisches Leben in das Gegenteil verkehren soll. Alles ist vorbereitet, als er zufällig auf einer Party Frau Balkhausen (Irm Hermann) kennenlernt. Nun muss er zeigen, was er wirklich drauf hat

Der Tross der Mitwirkenden zog für die Geschichte unter anderem in die Potsdamer Straßenbahn, in den Park am Gleisdreieck oder ins Einkaufszentrum "Das Schloss" in Berlin-Steglitz - immer im Gepäck den Kunstkopf, in dessen Ohren Mikrophone steckten.
Insgesamt 32 Darsteller wirken beim dem Hörspiel mit.

Die Kunstkopfstereophonie ist ein Aufnahmeverfahren aus den 1970er Jahren, das aber Mitte der 80er Jahre fast vollständig wieder einschlief. Mikrofone, die links und rechts an einem Kunstkopf befestigt sind, nehmen ein vollständig räumliches Klangbild auf. So sind später beim Hören über normale Kopfhörer nicht nur Stereo-Effekte wie rechts und links, sondern auch Richtungen wie nah und fern oder oben und unten wahrnehmbar.
Autorenporträt
Mitwirkende: Boris Aljinovic - Schuhtester Irm Hermann - Frau Balkhausen Inga Busch - Susanne Ulrich Noethen - Herr Habedank Irina von Bentheim - Doris Britta Steffenhagen - Regine, Reporterin Sandrine Mittelstädt - Margot, Frau Tschackert Tanja Fornaro - Gunhild Claudia Jakobshagen - Frau Dornseif, TV-Sprecherin Axel Walter - Himmelsbach Clemens Füsers - Herr Opau Hendrik Röder - Herr Auheimer Birgit Paul - Sekretärin Ton: Peter Avar, Jochen Saupe Schnitt: Peter Avar Regie: Lutz Oehmichen, Heike Tauch Ass.: Mira Jahn Musik: Klavier: Florian Goldberg; Pantams: Florian Betz Dramaturgie: Lutz Oehmichen Produktion: rbb (radioeins, 2014)
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Der namenlose Ich-Erzähler verdient sich etwas Geld, indem er teure Schuhe, teure, rahmengenähte Herrenschuhe einer namhaften Manufaktur, testet. Er flaniert in ihnen durch Frankfurt, schweigend und leicht, seltsam weltabgewandt, und schreibt dann Testberichte. Kann man denn davon leben? Nein. Er lebt von der Berufsunfähigkeitsrente seiner Ex-Freundin. Die schnelllebige Welt der Tüchtigen ist nicht die Seine. Boris Aljinovic, der dem Namenlosen seine Stimme leiht, driftet durch eine Geräuschkulisse, durch Straßen und Cafés, von Frau zu Frau. Wenn dieses Hörspiel einen Wendepunkt hat, dann ist es der Moment, in dem er auf einer Party das Institut für Gedächtnis- und Erlebniskunst erfindet. "Zu uns kommen Menschen, die das Gefühl haben, dass aus ihrem Leben nichts als ein langgezogener Regentag geworden ist und aus ihrem Körper nichts als der Regenschirm für diesen Tag." Dank der Kunstkopf-Stereofonie treibt der Hörer mit dem Protagonisten durch die Straßen, begegnet Susanne, seiner Kindheitsfreundin, der Friseurin und Gelegenheitsprostituierten Margot und meidet den ewig erfolglosen Herrn Himmelsbach.

© BÜCHERmagazin, Elisabeth Dietz (ed)
"... ein Zauberautor,..ein existenzielles, tragisches Buch mit leichtem Ton..." Robert Schindel, Das literarische Quartett, 17.08.01, ZDF "...ein fabelhaft, philosophisches Buch, geschrieben mit einem großen kindlichen tiefsinnigen Staunen..." Iris Radisch, Das literarische Quartett, 17.08.01, ZDF "...Ein hochbegabter, hochinteressanter Autor,...Prosa mit Charme!..eine leichte, klare, durchsichtige Prosa..." Marcel Reich Ranicki, Das literarische Quartett, 17.08.01, ZDF "Mit fotografischem Blick entdeckt er im eingefahrenem Alltag jene Verzerrungen, Verrückungen und Versprecher, in denen für den Leser die Träume, Wünsche und die individuellen Wahrheiten der Menschen erkennbar werden....ein heiteres Buch, dem aber spürbar der Schmerz eingeschrieben ist...Politisch brisant wird der Roman durch die Ambivalenz des Helden ... Der Flaneur Genazino, selbst 68-er, hat sein Buch auf eine selbstironische Pointe gebracht." Wend Kässens, Die Welt, 11.08.2001 "Dieses wunderlich-poetische,irr-witzig komische kleine Buch, das diskret durchzogen ist von anspruchvollster Reflexion über die Entstehung von Wahrnehmung, Lust und Unlust, stellt- immer ironisch parteilich für die Gestrandeten, Verrückten und Verlierer- eine einzige "Unterlaufung" der Erfolgsgesellschaft mit ihrer Freizeit-Abrichtungsindustrie dar: Es gibt allen Grund, Willhelm Genazino zu entdecken." Andreas Nentwich, Die Zeit, 9.8.2001"... der Virtuose des schweifenden Blicks ..." Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung, 4./5.8.2001 "Wilhelm Genazino ist ein Minimalist der Disproportionen, schon immer hat er die Seitenansichten des Allernächsten in seiner sanft implodierenden Weltbetrachtung zu kleinen Wahrnehmungswundern gekürt. Sein habitueller Protagoinist ist der Flaneur in der Frankfurter Innenstadt, sein neuer Roman ein humoristische Etüde über die Peinlichkeit, ohne eigene Zustimmung auf der Welt zu sein." Andrea Köhler, NZZ, 25.8.01 "Das Allerschwerste wird hier mit den allerleichtesten Sätzen gestemmt. Seine heitere Melancholie verheisst Rettung im Paradox." Andrea Köhler, NZZ, 25.8.01 "Wilhelm Genazino ist ein Stilist aus der Schule des Witzes. Ein Worterotiker, Wortabschmecker." Andreas Nentwich, Die Zeit, 09.08.01 "In der Tat gibt es kaum einen subtileren Komödianten unter den heutigen Erzählern als Genazino." Peter von Matt, Der Spiegel, 24.09.01 "Ein in langen Jahren erprobter Erzähler ist hier am Werk. Er hat eine Leichtigkeit erreicht, mit der er auch die schwere Not hintuschen kann, als wäre es auf japanisches Papier." Peter von Matt, Der Spiegel, 24.09.01…mehr