Leider eine schwache Fortsetzung des Bestseller-Thrillers
Meine Meinung:
Mit „The Woman in Cabin 10” hatte Ruth Ware einen brillanten Thriller geschrieben, der in vielerlei Hinsicht zu überzeugen wusste. Nun, rund sieben Jahre später, folgt mit „The Woman in Suite 11“ der Nachfolger. Sehr
gespannt war ich auf dieses Buch und hatte mich auf ein vergleichbares Leseerlebnis gefreut, doch leider…mehrLeider eine schwache Fortsetzung des Bestseller-Thrillers
Meine Meinung:
Mit „The Woman in Cabin 10” hatte Ruth Ware einen brillanten Thriller geschrieben, der in vielerlei Hinsicht zu überzeugen wusste. Nun, rund sieben Jahre später, folgt mit „The Woman in Suite 11“ der Nachfolger. Sehr gespannt war ich auf dieses Buch und hatte mich auf ein vergleichbares Leseerlebnis gefreut, doch leider hat mich dieses Buch alles in allem enttäuscht. Das Grundproblem hier ist, dass der Vorgänger die Messlatte sehr hoch gehängt hatte. Doch schauen wir uns an, warum mich „The Woman in Suite 11“ enttäuscht hat:
Erstens: „Cabin 10“ bot mit dem Kreuzfahrtschiff auf hoher See ein außergewöhnliches und faszinierendes „locked room“-Setting. Niemand konnte weg und niemand konnte dazu kommen - Hilfe von außen war also nicht zu erwarten. Ich liebe ein solches Setting und hatte bei „Suite 11“ auf ein vergleichbares Setting gehofft - leider vergeblich.
Zweitens: Das zweite zentrale Element, das „Cabin10“ so besonders gemacht hat, war das psychologische Spiel damit, was die Protagonistin Laura „Lo“ Blacklock zu sehen gemeint hat – während ihr niemand anders geglaubt hat. Das ließ uns Lesende wie die Protagonistin selbst an ihrer Wahrnehmung zweifeln. Auch dieses Element fehlt bei „Suite 11“ leider vollkommen.
Drittens: „Cabin 10“ hat schon sehr früh Spannung aufgebaut - und dieses Level dann über weite Strecken gehalten. In „Suite 11“ ereignet sich der Kriminalfall erst nach rund der Hälfte des Buches - zuvor gab es gerade mal ein paar wenige Überraschungen, von denen nur eine als annähernd spektakulär zu bezeichnen ist. Spannung war somit im ersten Teil kaum vorhanden und dann in der zweiten Hälfte des Buches… leider auch nicht viel mehr. Das liegt auch mit daran, dass der Fall recht unspektakulär konstruiert und in Teilen auch recht durchsichtig gewesen ist.
Alles in Allem, wie eingangs gesagt, leider enttäuschend und eigentlich auch mehr ein Krimi als ein Thriller. Ohne den sehr guten Vorgänger wäre dieses Buch als solider Krimi durchgegangen, der sich aber aus der breiten Masse der Krimis in keiner Weise hervorheben kann - Mainstream halt. Im direkten Vergleich zu „Band 1“ aber viel zu schwach.
FAZIT:
Nein, „The Woman in Cabin 10” hätte keine Fortsetzung gebraucht - zumindest nicht diese.