Autor im Porträt

Toptitel von André Gide

La Symphonie pastorale. Die Pastoralsymphonie



Broschiertes Buch
Über Liebe, Moral und andere blinde Flecken
Ende des 19. Jahrhunderts in der Romandie. Ein Pastor und seine Frau Amélie adoptieren ein blindes Mädchen, Gertrude. Schon bald verliebt sich der älteste Sohn in Gertrude, aber der Vater, der ebenfalls Gefühle für die Blinde hegt, verhindert dies und beginnt selbst ein Verhältnis mit ihr. Als Gertrudes Augen operiert werden und sie sieht, wie traurig ihre Adoptivmutter über die Affäre ist, sieht sie nur einen einzigen tragischen Ausweg.
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13,00 €

Art bitraire



Broschiertes Buch
André Gide hatte sich vorgenommen, die Revolution, die Mallarmé auf dem Gebiet der Poesie ausgerufen hatte, für den Roman zu vollziehen. Die Suche nach dem einzigen, absoluten Roman führte aber ironischerweise zum Zersplittern des Genres in eine Vielzahl »kleiner Literaturen«. »Die Gräfin« und »Die WillKür«, beide von Gide als Sotie bezeichnet, sind nicht nur spielerische Fingerübungen, sondern zugleich humorvolle Kommentare zu Geschichte und Theorie der literarischen Gattungen. Ergänzt werden sie von dem Text »Die unermüdliche Marquise«, in dem Éric Chevillard den poetologischen Gehalt der Sotien in den Kontext der Erneuerung des Romans stellt. Ausgangs- und Endpunkt dieser nun erstmals auf Deutsch zugänglichen Texte ist ein Geheimnis, das zwischen den Worten und in den Auslassungen, in Körperhaltung, Tonfall und Gestik der Figuren ungreifbar beharrt und Gides eigener Erfahrung entspringt. Die Zusammenstellung dieser Sotien in einem Band erzeugt dabei eine absurde Echokammer, in der wiederkehrende Motive und Phrasen aufeinander antworten: Launenhafte Grafen und exzentrische Gräfinnen, verstörte Kinder und todgeweihte Papageien ziehen kaleidoskopartig an den Lesenden vorbei und setzen mit all ihrer Umtriebigkeit das Treiben der Sprache selbst ins Werk.
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20,00 €

André Gide

Die Tatsache, dass er aus wohlhabenden Verhältnissen stammte, ermöglichte André Gide (* Paris 1869, † Paris 1951) ein Leben ohne berufliche Verpflichtungen. Durch sein Schreiben fand er früh zu den Symbolisten um Stéphane Mallarmé; so veröffentlichte er 1891 das assoziative und von genauesten Selbstbeobachtungen erfüllte Werk "Die Aufzeichnungen und Gedichte des André Walter", in dem er, so heißt es, die unerfüllte Liebe zu einer Cousine verarbeitete. Bei einer Afrikareise erkrankte Gide schwer und wandte sich anschließend - dem Tod knapp entronnen - mit seiner ganzen kreativen Kraft dem Kampf gegen den (erlebten) Puritanismus sowie die verlogene Moral zu und lotete die moralische Verantwortung jedes Einzelnen aus. Gide, selbst bisexuell, schrieb für die damalige Zeit sehr offen über Sexualität (u. a. 1911 in "Corydon" oder in seinen in verschiedenen Jahren veröffentlichten Tagebüchern). Obwohl André Gide 1947 den Nobelpreis für Literatur für seine Schriften erhielt, stehen seine Werke in Frankreich 1952 auf dem Index. Weitere bedeutende Werke Gides sind "Der Immoralist" (1902), "Die Verliese des Vatikan" (1914) oder "Die Falschmünzer" (1925), um nur eine kleine Auswahl zu nennen.