
Autor im Porträt
Charlotte Roth
zur AutorenweltToptitel von Charlotte Roth
Die Liebe der Mascha Kaléko
Broschiertes Buch
Für wen schrieb Mascha Kaléko all ihre wunderbaren Liebesgedichte?
Sie ist der Star der pulsierenden Dichter-Szene der 20er Jahre - aber wer ist sie, wenn das Rampenlicht erlischt? Bestseller-Autorin Charlotte Roth setzt in ihrem großen biografischen Roman einer der bedeutendsten Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts ein ebenso kluges wie leidenschaftliches Denkmal.
Im Berlin der Zwanzigerjahre, das vor Leben überquillt, findet die junge Mascha Kaléko ihre Stimme. Sie wird sie weltberühmt machen. Mascha heiratet ihren Mentor Saul Kaléko, der ihr unbändiges Talent erkennt und eine Seelenverwandte in ihr sieht. Doch die Ehe wird nicht nur von den Vorboten der Nazi-Herrschaft überschattet: In Mascha brennt eine zutiefst menschliche Sehnsucht. Als sie dem Komponisten Chemjo Vinaver begegnet, bricht sich eine Liebe Bahn, die Mascha vor unausweichliche Dilemmata stellt. Ihre Kunst und ihr Herz ziehen sie in unterschiedliche Richtungen - bis Antisemitismus und der drohende Krieg sie zur Flucht zwingen. Von Berlin bis nach New York sucht Mascha nach einem Zuhause, das mehr Gefühl ist als Ort, während sie mit den Verlusten ringt, die ihre Entscheidungen fordern.
Eine starke Frau zwischen den Stürmen der Geschichte, den Wirren der Liebe und dem Ruf der Kunst
Mascha Kaléko war nicht nur eine überaus erfolgreiche Künstlerin, der ihre Gedichte praktisch aus den Händen gerissen wurden. Sie war auch eine Ikone der Frauenbewegung. Und eine Frau, die mit ganzem Herzen geliebt hat. »Die Liebe der Mascha Kaléko« ist ein kluger historischer Roman mit einer wunderschönen, dramatischen Liebesgeschichte.
Entdecken Sie auch die anderen biografischen Romane in der historischen Reihe »Die großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts« von Bestseller-Autorin Charlotte Roth:
Rosa und Leo (Rosa Luxemburg und Leo Jogiches)Die Stauffenbergs (Nina und Claus von Stauffenberg)…mehr
Sie ist der Star der pulsierenden Dichter-Szene der 20er Jahre - aber wer ist sie, wenn das Rampenlicht erlischt? Bestseller-Autorin Charlotte Roth setzt in ihrem großen biografischen Roman einer der bedeutendsten Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts ein ebenso kluges wie leidenschaftliches Denkmal.
Im Berlin der Zwanzigerjahre, das vor Leben überquillt, findet die junge Mascha Kaléko ihre Stimme. Sie wird sie weltberühmt machen. Mascha heiratet ihren Mentor Saul Kaléko, der ihr unbändiges Talent erkennt und eine Seelenverwandte in ihr sieht. Doch die Ehe wird nicht nur von den Vorboten der Nazi-Herrschaft überschattet: In Mascha brennt eine zutiefst menschliche Sehnsucht. Als sie dem Komponisten Chemjo Vinaver begegnet, bricht sich eine Liebe Bahn, die Mascha vor unausweichliche Dilemmata stellt. Ihre Kunst und ihr Herz ziehen sie in unterschiedliche Richtungen - bis Antisemitismus und der drohende Krieg sie zur Flucht zwingen. Von Berlin bis nach New York sucht Mascha nach einem Zuhause, das mehr Gefühl ist als Ort, während sie mit den Verlusten ringt, die ihre Entscheidungen fordern.
Eine starke Frau zwischen den Stürmen der Geschichte, den Wirren der Liebe und dem Ruf der Kunst
Mascha Kaléko war nicht nur eine überaus erfolgreiche Künstlerin, der ihre Gedichte praktisch aus den Händen gerissen wurden. Sie war auch eine Ikone der Frauenbewegung. Und eine Frau, die mit ganzem Herzen geliebt hat. »Die Liebe der Mascha Kaléko« ist ein kluger historischer Roman mit einer wunderschönen, dramatischen Liebesgeschichte.
Entdecken Sie auch die anderen biografischen Romane in der historischen Reihe »Die großen Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts« von Bestseller-Autorin Charlotte Roth:
Rosa und Leo (Rosa Luxemburg und Leo Jogiches)Die Stauffenbergs (Nina und Claus von Stauffenberg)…mehr
18,00 €
Die Hoffnung lebt / Die Wintergarten-Saga Bd.3
Broschiertes Buch
In finsteren Zeiten bringen drei Künstlerinnen Licht ins Dunkel.
Anrührend und hochspannend: Der dritte historische Roman von Charlotte Roths Trilogie »Die Wintergarten-Frauen« erzählt von den Gefahren für die Freundinnen und das berühmte Varieté-Theater während der Nazi-Zeit.
Berlin, 1933. Mit Hitlers Machtergreifung droht dem Wintergarten ein jähes Ende. Denn das berühmteste Cabaret der Stadt ist nicht nur die Bühne der Wunderweiber und der besten Artisten ihrer Zeit - es bietet auch denen Zuflucht, die die Nazis mit aller Macht bekämpfen.
Intendantin Nina von Veltheim ist einmal mehr mit der gefährlichen Aufgabe konfrontiert, ihre Familie und ihre Freunde zu beschützen. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass Sonia Spielmann - neben der »Schlangenfrau« Jenny Alomis Ninas beste Freundin - einfach untertaucht. Die hochbegabte Künstlerin Sonia gestaltet sämtliche Programme des Varietés, unter ihren Händen werden Bilder regelrecht lebendig. Als Frau jüdischer Herkunft hat sie jedoch kaum eine Chance, alleine zu überleben. Außerdem können Nina und Jenny nicht begreifen, wie Sonia ihre kleine Tochter Eva einfach zurücklassen konnte.
Auf der Suche nach ihrer Freundin setzen sich die Wunderweiber nicht nur tödlichen Gefahren aus, sondern entdecken auch ein Geheimnis, das ihrer aller Zukunft in Frage stellen wird.
Schillernde Nächte und düstere Tage: die fesselnde historische Roman-Reihe aus dem Berlin der 20er- und 30er-Jahre
Mit dem historischen Roman »Die Hoffnung lebt« schließt Bestseller-Autorin Charlotte Roth ihre Trilogie um die Wunderweiber und das Varieté Wintergarten ab. »Die Wintergarten-Frauen« lässt eine Zeit der Gegensätze dramatisch und opulent lebendig werden - vom Glamour der Goldenen 20er mit Champagner und durchtanzten Nächten bis zu den finsteren Abgründen des Nationalsozialismus. Am Ende aber bleibt: die Hoffnung!
Die historischen Romane um drei Künstlerinnen und Freundinnen sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginntDie Wintergarten-Frauen. Die Sehnsucht brenntDie Wintergarten-Frauen. Die Hoffnung lebt…mehr
Anrührend und hochspannend: Der dritte historische Roman von Charlotte Roths Trilogie »Die Wintergarten-Frauen« erzählt von den Gefahren für die Freundinnen und das berühmte Varieté-Theater während der Nazi-Zeit.
Berlin, 1933. Mit Hitlers Machtergreifung droht dem Wintergarten ein jähes Ende. Denn das berühmteste Cabaret der Stadt ist nicht nur die Bühne der Wunderweiber und der besten Artisten ihrer Zeit - es bietet auch denen Zuflucht, die die Nazis mit aller Macht bekämpfen.
Intendantin Nina von Veltheim ist einmal mehr mit der gefährlichen Aufgabe konfrontiert, ihre Familie und ihre Freunde zu beschützen. Doch sie hat nicht damit gerechnet, dass Sonia Spielmann - neben der »Schlangenfrau« Jenny Alomis Ninas beste Freundin - einfach untertaucht. Die hochbegabte Künstlerin Sonia gestaltet sämtliche Programme des Varietés, unter ihren Händen werden Bilder regelrecht lebendig. Als Frau jüdischer Herkunft hat sie jedoch kaum eine Chance, alleine zu überleben. Außerdem können Nina und Jenny nicht begreifen, wie Sonia ihre kleine Tochter Eva einfach zurücklassen konnte.
Auf der Suche nach ihrer Freundin setzen sich die Wunderweiber nicht nur tödlichen Gefahren aus, sondern entdecken auch ein Geheimnis, das ihrer aller Zukunft in Frage stellen wird.
Schillernde Nächte und düstere Tage: die fesselnde historische Roman-Reihe aus dem Berlin der 20er- und 30er-Jahre
Mit dem historischen Roman »Die Hoffnung lebt« schließt Bestseller-Autorin Charlotte Roth ihre Trilogie um die Wunderweiber und das Varieté Wintergarten ab. »Die Wintergarten-Frauen« lässt eine Zeit der Gegensätze dramatisch und opulent lebendig werden - vom Glamour der Goldenen 20er mit Champagner und durchtanzten Nächten bis zu den finsteren Abgründen des Nationalsozialismus. Am Ende aber bleibt: die Hoffnung!
Die historischen Romane um drei Künstlerinnen und Freundinnen sind in folgender Reihenfolge erschienen:
Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginntDie Wintergarten-Frauen. Die Sehnsucht brenntDie Wintergarten-Frauen. Die Hoffnung lebt…mehr
16,99 €
Charlotte Roth
Roth, CharlotteCharlotte Roth, Jahrgang 1965, ist gebürtige Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit zehn Jahren freiberuflich als Autorin tätig. Charlotte Roth hat Globetrotter-Blut und zieht mit Mann und Kindern durch Europa. Sie lebt heute in London, liebt aber Berlin über alles.Ihr Debüt, "Als wir unsterblich waren", war ein Bestseller, dem seitdem zahlreiche weitere Romane über Frauenschicksale vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte folgten.Kundenbewertungen
Als der Himmel uns gehörte
Das Cover ist passend für die damalige Zeit (1936) mit den anmutigen Frauen beim Bogenschießen gestaltet.
Der Text ist angenehm mit einem einfachen Schreibstil zu lesen. Eine Familiensaga, die man Satz für Satz genießen muss.
Die Protagonistin Jennifer und ihre Großmutter Alberta sind sehr ehrgeizige Persönlichkeiten und gehen in ihrer jeweiligen Zeit in der Welt des Sports auf und wollen unbedingt bei der Olympiade auf Treppchen steigen. Ihr Motto ist schneller, höher, stärker. Beide sind sehr starke Frauen, die alles für ihre Leidenschaft riskieren und suchen nach einer Antwort, warum diese sportlichen Erfolge so wichtig für sie sind. Auch gegen die Wirrungen der Maschinerie der Nationalsozialisten, in der Welt der Blutreinheit und Zuchtauswahl, müssen sich die Sportler behaupten.
Man erhält erstaunliche Einblicke in die faszinierende Welt des Sports damals und heute.
Fazit:
Eine geschichtsträchtige Sportstunde mit einer sehr interessanten Familie.
Die Stauffenbergs
Als Claus die junge Nina zum ersten Mal sah war ihm klar, dass sie, und nur sie, die Mutter seiner Kinder sein soll. Es dauerte noch einige Jahre, bis die beiden alt genug waren und sich vor Gott und dem Gesetz ihr Jawort geben durften. Sie waren sehr geduldig und ihre Geduld zahlte sich aus. Aus den Verliebten Claus und Nina wurde ein Ehepaar.
Charlotte Roth beschreibt die Liebe eines Paares, das wohl (fast) jeder Deutsche kennt. Claus von Stauffenberg war ein glühender Anhänger Hitlers. Ja, er bewunderte seinen Dienstherrn sogar. Seine Liebe zu Nina war zwar ehrlich aber die Bewunderung für den Führer wohl doch größer. Warum sonst ließ er Frau und Kinder alleine, um Deutschland zu retten?
Es macht einen großen Unterschied, ob man ein trockenes Sachbuch oder einen mit Emotionen ausgestatteten und auf Fakten beruhenden Roman liest. Zumal die Autorin wieder akribisch recherchierte. Die Männer, welche zum „Unternehmen Walküre“ gehörten, waren mutig. Ihre Beweggründe kommen in dem Buch „Die Stauffenbergs“ deutlich zum Ausdruck. Obwohl ich wusste, wie sich die Ereignisse rund um das Attentat entwickelten, für mich gab es spannende Stunden.
Wie gut, dass es immer wieder gute Autoren gibt, die das Thema „Drittes Reich“ auf unterschiedliche Weise verarbeiten. Jeder sollte dazu beitragen, dass niemals vergessen wird, was damals geschah.
Als der Himmel uns gehörte
Ein wunderbar gewähltes Cover zu einem wunderbaren Buch. Das Cover - sepiafarben gehalten - vermittelt einen Eindruck von der Olympiade 1936 in Berlin, und die junge Frau, die träumend nach oben schaut, vermittelt den Eindruck, als ob der Himmel ihre gehöre und paßt so großartig zum Buch. Die Autorin erzählt ihre Geschichte über einen Zeitraum von 1931 bis 2012 und läßt den Leser teilhaben an der beeindruckenden Familiengeschichte von Jennifer und ihrer Urgroßmutter Alberta. Jennifer trainiert für die 10000 m Strecke für die Olympiade in London im Jahre 2012, aber sie hält die Strecke nicht durch, weil sie immer wieder von Panikattacken heimgesucht wird. Ihr Trainer will sie deshalb nicht zu den entsprechenen Wettkämpfen anmelden. Da begegnet ihr Gregory O'Reilly, der sie trainieren möchte und ihr Mut macht. Er erzählt ihr, daß sie ihn an ihre Urgroßmutter Alberta Bernhardt erinnere, die 1936 in Berlin Olympia-Gold im Bogenschießen gewann. Jennifer weiß über das Leben ihrer Urgoßmutter sehr wenig und so überredet Gregory sie, die Urgroßmutter, die fast 100 Jahre alt ist, zu besuchen. In vielen langen Abendsitzungen erzählt Alberta ihrer Urenkelin ihr Leben, von dem sie als junges Mädchen glaubte, daß eines Tages mit einem Olympiasieg der Himmel ihr gehöre. Im Jahr 1932 nimmt Magnus Bernhardt, ein populärer Rundfunk-Reporter, seine beiden Töchter Alberta und Auguste mit zur Olympiade nach Los Angeles. Während Auguste sich für den Sport nicht interessiert, ist Alberta begeistert. Sie lernt dort ihren späteren Mann, den Springreiter Johannes von der Weydt, kennen und auch James Seaton-Carew, einen britischen Springreiter, der sie ihr ganzes weiteres Leben begleiten soll. Zurück in Berlin beginnt schon die Zeit der Naziherrschaft und Hitler greift nach der Macht. Die Judenverfolgung hat begonnen. Dem zum Trotz wird der Sport hochgehalten und Hitler baut in Berlin ein gewaltiges Stadion. Die Spiele 1936 werden zu einem großen Erfolg. Alberta gewinnt ihre Goldmedaille. Das weitere Schicksal von Alberta und ihrer Familie erzählt die Autorin so bewegend und oft schmerzlich, daß das Gelesene unter die Haut geht. Hitlerdiktatur, Judenvernichtung, Krieg, Angst und Verlust, machen den Mittelteil des Buches aus. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen immer in der Hoffnung, daß für Alberta und die vielen Protagonisten um sie herum wieder bessere Zeiten anbrechen. Alberta, die nach dem Krieg wieder mit James zusammentrifft, der als Kampfflieger schwer verletzt wurde, gibt ihm neue Hoffnung. Sie gründet eine Stiftung zugunsten behinderter Sportler, und 1948 gewinnt James Gold im Bogenschießen. Seit 1960 finden dei Paralympics immer im Anschluß an die Olympischen Spiele statt. An den großen Erfolg in London 2012 kann ich mich noch gut erinnern.
Dieses Buch erzählt von ganz wunderbaren Menschen und vom Geschehen fast eines ganzen Jahrhunderts. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, ist um ein großartiges Leseerlebnis ärmer.
Als der Himmel uns gehörte
Bewertung von MarTina am 21.08.2015
Meine Zusammenfassung und Meinung:
Das erste Kapitel spielt in London im Jahr 2011. Jennifer ist Läuferin und ihr größter Traum ist, über zehntausend Meter an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ihr Trainer Cyrus Devon, selbst Europameister über zehntausend Meter und erfolgreicher Coach, traut ihr die Olympiateilnahme aber nicht zu, da sie zwar sehr schnell ist, aber während des Rennes Panikattacken bekommt und ihre Tempo falsch einteilt, so dass sie erschöpft zusammenbricht. Dann lernt Jennifer während ihrer Übungsläufe durch den Park den Iren Gregory O´Reilly kennen, der sie für Olympia trainieren will. Außerdem gibt er ihr den Tipp, ihre Urgroßmutter Alberta zu besuchen und um Rat zu fragen, da Alberta selbst 1936 als Bogenschützin bei den Olympischen Spielen in Berlin teilgenommen hat. Nach einem weiteren, missglückten Rennen trennt sich Jennifer von ihrem Trainer und fährt mit Gregory zu ihrer Urgroßmutter. Dort erzählt ihr Alberta ihr Leben und Teile von Jennifers eigener Lebensgeschichte, was Jennifer dann Kraft für das eigene Leben gibt.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr mitreißend. Ein Kapitel erzählt dabei von Jennifer im Jahr 2011 bzw. 2012, das nächste von Alberta im Jahr 1931 bis 1945 usw.
Was ich besonders eindrücklich fand, waren die Jahre 1931 bis 1945 – also Albertas Geschichte. Alberta selbst ist eine selbstbewusste, manchmal etwas vorlaute, junge Frau. Ich fand sie anfangs auch sehr egoistisch, aber sie war ja auch noch sehr jung (16 Jahre alt). Im Großen und Ganzen hatte sie aber immer das Herz aber am rechten Fleck. Dass man als Frau noch nicht die gleichen Rechte wie die Männer hatte, wird schon an Kleinigkeiten sichtbar. Für Alberta und ihre Familie war es z. B. nicht wichtig, dass sie die Schule fertig machte, da sie mit dem Abitur später (als Frau) sowieso nicht viel anfangen kann. Auch bei der Wahl der Sportart, die sie für die Olympischen Spiele trainieren wollte, war sie nicht wirklich frei, weil Frauen nur in ein paar Sportarten zugelassen waren.
Daneben wird hier sehr deutlich, wie die Nazis langsam aber sicher auf alle Bereiche des Lebens Einfluss nahmen. Anfangs glauben einige noch, dass sie mit Politik an sich nichts am Hut haben und sie einfach weitermachen können wie bisher (also z. B. Sport und Politik klar trennen), bis sie merken, dass sie sich gewaltig geirrt haben.
Dass es sich bei den Olympischen Spielen um einen friedlichen Wettstreit der verschiedenen Völker handelt, weiß jeder. Aber dass auch die Spiele für die Nazis zu Propagandazwecken missbraucht wurden – (für die Nazis waren die Sportler nur ein Mittel, um die Stärke der Kämpfer und somit ihrer arischen Rasse aufzuzeigen), habe ich vorher noch nie bewusst wahrgenommen. Man sieht einfach, dass auch alles Schöne für schändliche Zwecke missbraucht werden kann.
Der Olympische Geist selbst ist richtig im Buch zu spüren. Die Figuren sprühen nur so vor Begeisterung, wenn sie von den Olympischen Spielen erzählen oder an diese denken.
Fazit:
Diese Geschichte nahm mich richtig gefangen und hat mich wahnsinnig berührt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ein wunderbares Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte!
Weil sie das Leben liebten
Bewertung von allegra am 12.07.2016
Nachdem mir die ersten beiden Bücher von Charlotte Roth sehr gut gefallen haben, freute ich mich sehr auf ihren dritten Roman „Weil sie das Leben liebten“ und wurde nicht enttäuscht. Die Handlung begleitet die junge Berlinerin Franka, von ihrer Kindheit 1923 bis kurz nach dem 2. Weltkrieg 1945 im zerbombten Berlin. Charlotte Roth hat wiederum ein sehr originelles und interessantes Umfeld gewählt, in dem die Jahre der Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus und der Krieg aus einer sehr eigenen Warte aus beleuchtet wird. Franka ist ein Mädchen, das sich überaus für Tiere interessiert. Sie möchte unbedingt Zoologie studieren, aber die Wirtschaftskrise zerrüttet die Gesellschaft, so dass Franka als Tierpflegerin im Berliner Zoo arbeitet. Eine weitere Hauptfigur, deren Lebensweg sich mit demjenigen Frankas kreuzt, ist ein junger Mann, der Angehöriger einer sesshaften Sintifamilie in Berlin ist. Man erfährt auf sehr eindringliche Weise, wie in der schweren Zeit mit den Menschen aus der Randgruppe der Sinti und Roma umgegangen worden ist.
Sprachlich ist das Buch einmal mehr ein Leckerbissen der Unterhaltungsliteratur. Die Charaktere sind ebenso lebensnah beschrieben wie die Schauplätze. Die Handlung hat ein bisherr wenig bearbeitetes Feld eindringlich beleuchtet und die Leidenschaft, die Franka und der Zootierarzt für die Tiere empfanden, hat der Seele beim Lesen richtig gut getan.
Von mir erhält dieses Buch eine Leseempfehlung mit 5 Sternen.
Die Sehnsucht brennt / Die Wintergarten-Saga Bd.2
Es handelt sich um den zweiten Teil der Trilogie über die drei „Wunderweiber“ aus dem Wintergarten-Varieté in Berlin.
Im ersten Teil ging es vorrangig um Nina von Veltheim, die aus der ländlichen Uckermark nach Berlin gezogen ist, um in einem Theater oder Varieté Regisseurin bzw. Intendantin zu werden. Die ersten beiden Künstlerinnen des von ihr zusammengestellten Ensembles waren Jenny Alomis, die Schlangenfrau, und Sonia Spielmann, die Schnellmalerin. Nina hat es geschafft, für ihre Wunderweiber ein dauerhaftes Engagement im Wintergarten, einem von Berlins berühmtesten Varietétheatern, zu bekommen.
1929 arbeitet Nina bereits seit fünf Jahren mit ihren Wunderweibern im Wintergarten. Das Ensemble ist sehr erfolgreich, die Vorstellungen sind jeden Abend ausverkauft. Nina lebt in einer eheähnlichen Beziehung mit dem bekannten Schauspieler Anton Wendland, und die beiden wünschen sich ein Kind.
Jenny Alomis ist der Star des Wunderweiber-Ensembles. Die Kontorsionistin ist Baltendeutsche aus Riga, die bereits seit vielen Jahren mit ihrem Sohn Viktor in Berlin lebt. Jenny breitet über ihre Vergangenheit den Mantel des Schweigens aus, niemand weiß, wer Viktors Vater ist. Sie ist vor ihm auf der Flucht, er ist ihr auf den Fersen. Durch die täglichen Verrenkungen hat Jenny chronische Rückenschmerzen, und es ist fraglich, wie lange sie ihren Beruf noch wird ausüben können. Als sie eines Abends ein ihr nur allzu bekanntes Gesicht im Publikum entdeckt, packt sie spontan das Notwendigste zusammen und ergreift mit ihrem inzwischen 13jährigen Sohn die Flucht. Ninas Bruder Carlo macht sich auf die Suche nach ihr, da sie die Frau ist, die er liebt und die er heiraten will.
Der zweite Teil der Wunderweiber-Trilogie hat mir noch besser als der Vorgängerband gefallen. Es war spannend, von den Ereignissen in Jennys Kindheit und Jugend zu erfahren, die dazu geführt haben, dass sie zur alleinerziehenden Schlangenfrau im Wintergarten geworden ist. Auch die Darstellung der zahlreichen Nebencharaktere fand ich sehr gelungen, allen voran Anton, Viktor und Carlo. Der Schreibstil ist authentisch und bildhaft, die Autorin versetzt uns ins Berlin der Goldenen Zwanziger, ich fühlte mich mittendrin im Geschehen, wie eine Zuschauerin im Wintergarten. Besonders sympathisch waren mir Friedhelm mit seiner Ente Pandora und Sonia, die Schnellmalerin, über die wir hoffentlich im dritten Band mehr erfahren werden. Von mir eine Leseempfehlung für Leser*Innen von historischen Romanen, insbesondere diejenigen, die sich für die Weimarer Republik interessieren.
Die Stauffenbergs
Bewertung von katikatharinenhof am 01.07.2024
Entfernung kann nur Körper trennen, aber niemals Herzen. (unbekannt)
Als sich Nina und Claus gegenüberstehen, ist es um beide geschehen. Ihre Herzen schlagen im Gleichklang und für beide steht fest, dass sie fortan ihren Lebensweg gemeinsam gehen wollen.Aus der jungen, fast noch kindlichen wirkenden Frau wird die Frau an der Seite eines Mannes, der das Schicksal von Nazi-Deutschland verändern will. Nina weiß, dass sie Claus gehen lassen muss, auch wenn das ein Abschied für immer bedeutet...
Charlotte Roth gelingt es mit ihrem Roman "Die Stauffenbergs" eine große Liebesgeschichte zu erzählen und dabei ihre Leser;innen vergessen zu lassen, dass sie ein Buch in den Händen halten. Schon nach wenigen Seiten gehen die Lesenden eine Metamorphose mit den beiden Hauptfiguren ein und erleben das unsägliche Herzklopfen und die Schmetterlinge im Bauch, wenn sich zwei Menschen bedingungslos ineinander verlieben.
Nina, zunächst noch als kindlich naive junge Frau unterwegs, wächst mit jedem Tag, den sie mehr ans Claus' Seite verbringt, zu einer starken und in sich ruhenden Persönlichkeit heran. Claus trägt seine Nina auf Händen, gibt ihr alles, was er zugeben bereit ist - sein Herz.
Die Entwicklung der Geschichte fußt auf den wahren Ereignissen unter der Knechtschaft des braunen Gesocks. Roth zeigt, wie sich zunächst auch von Stauffenberg mit der Euphorie anstecken lässt, dann aber beginnt, klarer zu sehen und zum Regimegegner und Verschwörer zu werden. Die einzelnen Kapitel lesen sich flüssig und sind randvoll mit Emotionen einer tief empfundenen und ehrlichen Liebe, die in der dunkelsten Zeit Deutschlands für warmherzige Momente verantwortlich ist. Eine Liebe, die Halt gibt, die immer zu spüren ist und bei denen zwei Herzen im Gleichklang schlagen.
Nina, wächst mitunter über sich hinaus, weiß sie doch, dass sie den Liebsten gehen lassen muss, damit dieser immer wider zu ihr zurückkehren kann. Die Autorin erlaubt ihren Leser:innen, die Gefühls- & Gedankenwelt mit allen Höhen und Tief zu durchleben, an Ninas Seite Hoffen und Bangen und das große Glück zu erleben.
Die wechselnden Perspektiven schaffen die Möglichkeit, sämtliche Charaktere sehr genau zu studieren und sie kennenzulernen. Es ist, als würde man mit ihnen verwachsen. Ihre Beweggründe sind schlüssig dargelegt und es fällt schwer, auch nur einen von ihnen gehen zu lassen. Eine Romanze vor realpolitischer Kulisse, die tragisch und von einem Hauch Melancholie umgeben ist, und trotzdem - oder gerade deswegen - die Herzen berührt.
Die Handlung hat in ihrer Dringlichkeit nichts eingebüßt und ist aktueller denn je. Spannend und mitreißend erzählt, für die Nachwelt aufgeschrieben, damit Menschen, wie Claus und Nina von Stauffenberg niemals in Vergessenheit geraten.
Die Stauffenbergs
Das Buch „Die Stauffenbergs: Eine große Liebe in Zeiten des Krieges“ von Charlotte Roth, erschienen im Droemer Verlag, erzählt die bewegende Geschichte von Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seiner Frau Nina. Diese historische Romanbiografie beleuchtet eine der größten und tragischsten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs und des Widerstands gegen das NS-Regime. Charlotte Roth gelingt es, das private Leben der Stauffenbergs und ihre Liebe zueinander in den Mittelpunkt zu stellen, ohne die historischen Ereignisse aus den Augen zu verlieren.
Charlotte Roth schildert in ihrem Buch nicht nur das Leben von Claus und Nina Stauffenberg, sondern auch die dramatischen Umstände, unter denen ihre Liebe Bestand hatte. Das Buch beginnt mit der frühen Beziehung des Paares, die geprägt ist von tiefem gegenseitigem Verständnis und einer starken emotionalen Verbindung. Doch mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird diese Liebe auf eine harte Probe gestellt.
Roth beschreibt einfühlsam, wie Claus von Stauffenberg, ein Mann mit starkem moralischem Kompass, immer mehr mit den Gräueltaten des Regimes hadert und schließlich zum zentralen Akteur des Widerstands gegen Adolf Hitler wird. Der berühmte Attentatsversuch vom 20. Juli 1944, bei dem Stauffenberg sein Leben riskierte, um das Regime zu stürzen, bildet den dramatischen Höhepunkt des Buches.
Währenddessen beleuchtet die Autorin auch die Rolle von Nina Stauffenberg, die trotz der ständigen Gefahr und Unsicherheit an der Seite ihres Mannes bleibt. Ihre Liebe, geprägt von gegenseitiger Unterstützung und bedingungslosem Vertrauen, wird in diesen dunklen Zeiten zur wichtigsten Stütze für beide.
Charlotte Roth zeichnet sich durch einen fesselnden und zugleich einfühlsamen Erzählstil aus. Sie versteht es, historische Fakten und persönliche Geschichten miteinander zu verknüpfen, sodass der Leser nicht nur einen Einblick in die Ereignisse jener Zeit erhält, sondern auch emotional berührt wird. Die Autorin schafft es, die Figuren lebendig werden zu lassen und ihre inneren Konflikte und Gefühle nachvollziehbar darzustellen.
Besonders beeindruckend ist, wie Roth die großen politischen und militärischen Ereignisse mit den kleinen, intimen Momenten des Paares verwebt. Dadurch wird die Geschichte der Stauffenbergs zu einer Erzählung über Mut, Ehre und die Kraft der Liebe in den dunkelsten Stunden der Menschheitsgeschichte.
Das Buch basiert auf gründlicher historischer Recherche, was sich in der Genauigkeit der beschriebenen Ereignisse und der Darstellung der historischen Persönlichkeiten zeigt. Roth gelingt es, die komplexe und gefährliche Welt des Widerstands gegen Hitler authentisch darzustellen, ohne dabei die Menschen hinter den historischen Figuren zu verlieren. Sie gibt dem Leser ein tiefes Verständnis für die moralischen Dilemmata und die immense persönliche Opferbereitschaft, die mit dem Widerstand gegen das NS-Regime verbunden waren.
„Die Stauffenbergs: Eine große Liebe in Zeiten des Krieges“ von Charlotte Roth ist ein bewegendes Buch, das eine der eindrucksvollsten Liebesgeschichten des 20. Jahrhunderts erzählt. Die Geschichte von Claus und Nina Stauffenberg ist nicht nur ein Zeugnis tiefer Liebe und Loyalität, sondern auch ein beeindruckendes Beispiel für den Mut, den es braucht, um gegen Ungerechtigkeit und Tyrannei aufzustehen. Roths Werk ist eine gelungene Mischung aus historischer Genauigkeit und emotionaler Tiefe, die den Leser nicht nur informiert, sondern auch berührt. Es ist eine Lektüre, die die Bedeutung von Liebe und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges eindrucksvoll unterstreicht und zugleich die Tragik und den Mut der Stauffenbergs in den Fokus rückt.
Rezension von: Die Magie der Bücher
Wir sehen uns unter den Linden
Geschichten mit der Thematik Judenverfolgung gibt es wie Sand am Meer. Sie muten stets traurig an. Lassen den Leser immer wieder fassungslos zurück. Worin sich diese von den anderen unterscheidet? Es handelt sich hier um zwei Liebesgeschichten, wie sie emotionaler nicht sein könnten. Ilo ist eine bezaubernder Revue-Star. Erfolgreich. Schön. Reich. Volker der mittellose Lehrer. Er stammt aus sehr einfachen Verhältnissen. Ilo und Volker verlieben sich. Ilo verzichtet auf Glanz und Glitter. Sie bekommen ein Mädchen. Susanne. Auch Susanne soll viele Jahre später einen Mann kennen lernen, der so gar nicht zu ihr zu passen zu scheint. Den Koch Kelmi.
Die wunderbaren Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Ilo und Volker haben mein Herz berührt. 1945 verliert Ilo ihren Volker. Ihr könnt Euch sicher denken, was passiert ist! Die Geschichte lässt den Leser an der Judenverfolgung teilnehmen. Mal ist man mittendrinnen, mal erlebt man die Zeit kurz vor dem Mauerbau. Besonders traurig hat mich gestimmt, was aus der empathischen Ilo geworden ist. Sie konnte die grausame Tat an ihrem Volker nie verwinden. War letztendlich nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Ilo und Volker trafen sich oft unter den Linden. Viele Jahre später existiert das Cafe nicht mehr. Susanne lebt mit ihrer Mutter und Tante im Osten Berlins. Sanne glaubt an den Sozialismus. Fühlt sich von dem Koch aus dem reichen, verschwenderischen Westen belästigt. Doch Kelmi ist hartnäckig. Hat von den Lokalitäten unter den Linden gelesen. Auch die Geschichte um die bezaubernde Ilo lässt ihn nicht mehr los. Kocht sich in das Herz von Sanne. Öffnet ihr die Augen. Die zweite große Liebe in dieser Geschichte beginnt …..
Als Leser weiß man ja, wie das mit dem Mauerbau so war. Kann manchmal nicht fassen, ob der Gehirnwäsche, denen die Ostberliner ausgesetzt waren. Besonders deutlich wird das bei Sanne und Kelmi. Für sie ist das Zubereiten von Essen ein Mittel zum Zweck. Auftanken um existieren zu können. Für den leidenschaftlichen Koch Kelmi ist Essen etwas wunderbares. Er zelebriert neue Gerichte. Kocht sich in die Herzen der Menschen. Wird von seiner Familie nicht mehr ernst genommen. Ein Arztsohn aus dem Westen der in der DDR ein Speiselokal eröffnet? Geht das? Für Kelmi sind leckere Zutaten Balsam für die Seele. Für Sanne alles was aus dem Westen kommt Verschwendung.
Diese traurige und dennoch warmherzige Geschichte hat mich bestens unterhalten. Zwei Liebesgeschichten verzaubern. Die Tragödien aus Zeiten des Holocausts sind uns hinlänglich bekannt. Man kann sie gar nicht oft genug erzählen. Wir erleben den Mauerbau und die Ignoranz der Ostberliner mit. Charlotte Roths Schreibstil lässt sich lesen wie Butter. 1935-1961 hat sich viel zugetragen. Die Autorin hat die Geschehnisse glaubhaft rübergebracht.
Von mir eine absolute Empfehlung! Danke Charlotte Roth.
Wenn wir wieder leben
Ein tragisch schönes Buch!
Als die unbeschwerte Wanda, Anfang der 60er Jahre in Berlin ihr Studium beginnt, macht sie sich keine Gedanken über die Vergangenheit. Doch als sie sich in den fanatischen und aufgeklärten Mitstudenten Andras verliebt, beginnt sie sich zu fragen woher sie kommt und wer ihre Familie eigentlich war und ist. Die Frage lautet „Was habt ihr von 1933 bis 1945 getan?“
Ihre Mutter Matti und ihre Tante haben schon seither ein Geheimnis aus der Vergangenheit gemacht!? Wanda weiß nur sie wurde in Zoppot geboren, ein ehemals mondänes Seebad bei Danzig.
Wanda beginnt Fragen zu stellen, stößt aber bei Matti auf eine Mauer des Schweigens…….
Das tragisch schöne Buch „Wenn wir wieder Leben“ von Charlotte Roth beginnt mit einer bedeutsamen Frage, die für die Studentin Wanda existentiell zu sein scheint. Sie ahnt aber nicht welche erschütternden Auswirkung ihre Nachforschungen mit ihrer Familie anrichten wird.
Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Während sich Anfang der 60er Jahre, die Tochter Wanda mit der Vergangenheit zu beschäftigen beginnt, erlebt der Leser auf der anderen Ebene die unbekümmerte Jugend eines jungen Mädchens namens Gundi Sonnenschein, die mit ihren Freunden von einer glänzenden Zukunft als Musikband träumt. Die vier Freunde begegnen sich im Sommerseebad Zoppot, ein bezaubernder Ort an der Ostsee, nahe der Ostseeperle Danzig.
Zu Beginn plätschert das Buch ein wenig dahin, bevor es dann Fahrt aufnimmt und immer rasantere Geheimnisse und Wendungen beschert. Der Spannungsbogen entwickelt sich zwar gemächlich, ist aber am Ende beinahe am Zerreißen gespannt! Man kann das Buch kaum mehr aus der Hand legen, bis man das Geheimnis entschlüsselt hat! Die Sprache ist poetisch geprägt, eindrucksvoll und angenehm zu lesen. Die deutsch-polnische Geschichte spielt im Buch eine Hauptrolle, in der auch das berühmt-tragische Schicksal des Kreuzfahrtschiffes „Wilhelm Gustloff“ zum Einsatz kommt.
Für mich eine unheimlich tragische aber auch schöne Geschichte über Träume und Realität. Erschreckend ist es zu sehen welche Auswirkungen der absehbare Krieg auf die Menschen hat und was er mit ihnen macht! Mit der deutsch-polnischen Vergangenheit und auch der Rolle Danzigs habe ich mich bisher noch nie näher beschäftigt, deshalb war der Roman für mich eine sehr interessante Angelegenheit.
Ein wundervolles Buch für historisch Interessierte, packend, faszinierend und dramatisch.
Mehr anzeigen »