
Autor im Porträt
László Krasznahorkai
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Zsömle ist weg
Gebundenes Buch
»Zsömle trage er im Herzen« - der neue Roman des Literaturnobelpreisträgers
In »Zsömle ist weg« überrascht László Krasznahorkai mit einem Roman voll milder Melancholie, sarkastischem Humor und großer Seltsamkeit.
Wer vor der Politik flieht, den sucht sie heim. Onkel Józsi hat alles getan, um vor den Augen der Welt zu verschwinden, seine Familie und seine Herkunft hat er geheim gehalten: Er ist Spross einer jahrhundertealten Adelslinie, die auf verschlungenen Wegen bis Dschingis Khan zurückreicht. Sogar Anspruch auf den ungarischen Thron könnte er erheben, aber er will sich nicht in die Politik einmischen und lebt, wie alle seine Vorfahren, im Verborgenen.
Bis er von einer merkwürdigen Schar vermeintlicher Anhänger aufgespürt wird - von unverbesserlichen Monarchisten und verschrobenen Archivaren. Mit Ungarn gehe es bergab, der Glanz sei dahin, alles sei verloren, da sind sich alle einig. Als sie ihre Pläne enthüllen, zerreißt das Gespinst. Die Nähte des Lebens sind verschlissen, die Gedanken jagen sich im Kreis, das Glück gibt es nur noch retrospektiv. Bleibt nur die Flucht ...
In seiner episch-melodischen Sprache, die sich dem Schlusspunkt verweigert und wie ein fließender Strom voranschreitet, erzählt László Krasznahorkai in »Zsömle ist weg«, seinem neuen Roman, die Geschichte eines geheimen Thronfolgers, der im politischen Wirrwarr der ungarischen Gegenwart für stabile Verhältnisse sorgen soll - und der nicht bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen.
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In »Zsömle ist weg« überrascht László Krasznahorkai mit einem Roman voll milder Melancholie, sarkastischem Humor und großer Seltsamkeit.
Wer vor der Politik flieht, den sucht sie heim. Onkel Józsi hat alles getan, um vor den Augen der Welt zu verschwinden, seine Familie und seine Herkunft hat er geheim gehalten: Er ist Spross einer jahrhundertealten Adelslinie, die auf verschlungenen Wegen bis Dschingis Khan zurückreicht. Sogar Anspruch auf den ungarischen Thron könnte er erheben, aber er will sich nicht in die Politik einmischen und lebt, wie alle seine Vorfahren, im Verborgenen.
Bis er von einer merkwürdigen Schar vermeintlicher Anhänger aufgespürt wird - von unverbesserlichen Monarchisten und verschrobenen Archivaren. Mit Ungarn gehe es bergab, der Glanz sei dahin, alles sei verloren, da sind sich alle einig. Als sie ihre Pläne enthüllen, zerreißt das Gespinst. Die Nähte des Lebens sind verschlissen, die Gedanken jagen sich im Kreis, das Glück gibt es nur noch retrospektiv. Bleibt nur die Flucht ...
In seiner episch-melodischen Sprache, die sich dem Schlusspunkt verweigert und wie ein fließender Strom voranschreitet, erzählt László Krasznahorkai in »Zsömle ist weg«, seinem neuen Roman, die Geschichte eines geheimen Thronfolgers, der im politischen Wirrwarr der ungarischen Gegenwart für stabile Verhältnisse sorgen soll - und der nicht bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen.
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25,00 €
Herscht 07769
Broschiertes Buch
Kana wäre eine vergessene Stadt irgendwo in Thüringen, hätte ihre abgelegene Trostlosigkeit nicht Neonazis angelockt. Die Einwohner betrachten sie mit Angst und Argwohn. Allein Florian Herscht meint, er habe Freunde auf beiden Seiten: ein hilfsbereiter Muskelprotz, der sich vor Tattoos fürchtet und glaubt, das Universum stürze demnächst ins Nichts. Um alle vor der vermeintlichen Katastrophe zu warnen, schreibt er Briefe an Frau Merkel, die ohne Antwort bleiben. Doch seine Unschuld macht ihn hellsichtig, und nur die Musik Bachs kann ihn trösten. Plötzlich tauchen am Waldrand Wölfe auf, die Apokalypse rückt tatsächlich näher...
Literarisch mit großem Sog überrascht László Krasznahorkai mit einem Roman voll beängstigender deutscher Gegenwart, mit melancholischem Humor und abgründigem Sarkasmus.
»Lange ist mir ein Protagonist nicht mehr so ans Herz gewachsen wie Florian Herscht. Gemeinerweise kann man in diesem Buch nie aufhören zu lesen. Ich sage es nicht mal neidisch, sondern als Beschenkter: László Krasznahorkai hat den heutigen deutschen Roman geschrieben.«
Ingo Schulze
»Dieses Buch ist wie der Teilchenbeschleuniger, vor dem sich Herscht so fürchtet ... Ein unfassbarer Teufelstango!«
Clemens Meyer
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Literarisch mit großem Sog überrascht László Krasznahorkai mit einem Roman voll beängstigender deutscher Gegenwart, mit melancholischem Humor und abgründigem Sarkasmus.
»Lange ist mir ein Protagonist nicht mehr so ans Herz gewachsen wie Florian Herscht. Gemeinerweise kann man in diesem Buch nie aufhören zu lesen. Ich sage es nicht mal neidisch, sondern als Beschenkter: László Krasznahorkai hat den heutigen deutschen Roman geschrieben.«
Ingo Schulze
»Dieses Buch ist wie der Teilchenbeschleuniger, vor dem sich Herscht so fürchtet ... Ein unfassbarer Teufelstango!«
Clemens Meyer
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16,00 €

© Doris Poklekowski
László Krasznahorkai
»Jedes meiner Bücher soll die literarische Landkarte verschieben«, sagt László Krasznahorkai, dem 2015 der International Man Booker Prize verliehen wurde. 1954 in Gyula/Ungarn geboren, gilt er als einer der innovativsten Schriftsteller Europas, dessen Romane »Satanstango« und »Melancholie des Widerstands« überall auf der Welt begeistert aufgenommen werden. Die internationale Beachtung begann jedoch 1993 in Deutschland mit dem SWR-Bestenliste-Preis für »Melancholie des Widerstands«. In den letzten Jahren erschienen die Erzählbände »Seiobo auf Erden« (Brücke-Berlin-Preis und Literaturpreis Leuk 2010) sowie »Die Welt voran« (2014). Für seinen Roman »Baron Wenckheims Rückkehr« (2018) wurde er mit dem National Book Award 2019 for Translated Literature ausgezeichnet. 2021 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur sowie 2024 den spanischen Literaturpreis Prix Formentor. 2025 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschienen der Roman »Herscht 07769« und der Erzählband »Im Wahn der Anderen«. Heute lebt László Krasznahorkai in Triest, Italien.Kundenbewertungen
Im Wahn der Anderen
Bewertung von yellowdog am 25.10.2025
Dieser Band des neuen Literaturnobelpreisträger aus Ungarn enthält drei Erzählungen. Die erste und die dritte sind Kollaborationen mit dem deutschen Maler Max Neumann, der Zeichnungen beisteuerte, die den Schriftsteller zum Text Inspirieren. Sehr künstlerisch, aber schwierig fassbar. Vermutlich eher Krasznahorkai für Fortgeschrittene.
Die aus meiner Sicht einzige erzählerische Geschichte ist die mittlere, in der ein Bibliothekar mit dem Namen Eltville durch Manhattan flaniert und Gedanken zur Literatur reflektiert, neben Hermann Melville auch Malcolm Lowrey.
Dieses Flanieren durch New York und dabei Nachzudenken hat eine literarische Tradition und es funktioniert auch hier, wobei Krasznahorkai die Form der Litanei wählt.
Im Wahn der Anderen
Sein bestes Werk **
Was soll ich zum Literaturnobelpreisträger sagen? Er kann ja doch Sätze schreiben, die mit einem Punkt enden. Jedenfalls in Geschichte 1 und 3. In Geschichte 2 taucht sein altes Leiden wieder auf, dass er die Punkte vergisst. **
Soviel zur Form. In Geschichte 1 und 3 haben wir also erstmals die Gelegenheit, uns den Inhalt seiner Texte zu widmen. Die erste Geschichte handelt von einem großen Tier, einem Phantasietier, das Angst und Schrecken über die Welt bringt. Die dritte Geschichte lese ich als Fluchtgeschichte. Preiswürdig sind beide nicht. Dafür gibt es teilweise hübsche Bilder, ich danke den Malern. **
Selbst wenn wir großzügig Geschichte 1 und 3 drei Sterne geben, bleiben wegen des einen Sterns für Geschichte 2 nur 2 Sterne für das ganze Buch übrig. Und das auch nur, weil Weihnachten naht.
Herscht 07769
Ohne Punkt und Komma *
Nein, das stimmt nicht, es gibt Kommas, aber nur auf Seite 409 eine einzigen Punkt. Zwischendurch gibt es Überschriften, die als Regenbogenbänder bezeichnet werden. Abschnitte sind sonst genauso Fehlanzeige. *
Nein, liebes Nobelpreiskomitee, das war wieder Mal ein Fehlgriff, wie bei der Polin mit den Jakobsbüchern. Ich habe mich nur darauf eingelassen, weil es meine Urlaubslektüre meiner Adventsreise war und ich immer wieder in den „Redeschwall“ – wie es Andreas Isenschmidt in der Kulturzeit nannte – interessantes fand, doch habe ich diese Anekdoten längst vergessen. Im Zug lässt sich ohnehin nicht gut lesen. *
So schaffte ich es ohne viel Freude bis Seite 232, doch nach Urlaubsende ist es endlich an der Zeit sinnvolleres zu lesen. 1 Stern
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