Tragödien verjähren nie - der dritte Fall des FBI-Agenten John Adderley
In einem Vogelnest wird ein Stück eines menschlichen Knochens gefunden. Der kleine schwedische Ort ist in Aufruhr, denn vor dreißig Jahren verschwanden die Brodin-Zwillinge auf mysteriöse Weise von einem Spielplatz in der Stadt. Stammt der Knochen von einem der Jungen? Warum taucht der Knochen jetzt auf? In der Straße, in der die Zwillinge wohnten, werden die Spekulationen immer wilder. Der frühere FBI-Agent John Adderley - jetzt Bezirksbeamter in Karlstad - hat den erneut geöffneten Fall auf seinem Schreibtisch und muss sich zeitgleich um seine neunjährige Nichte kümmern. …mehr
Tragödien verjähren nie - ein neuer Fall für den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley
In einem Vogelnest wird ein Stück eines menschlichen Knochens gefunden. Der kleine schwedische Ort ist in Aufruhr, denn vor dreißig Jahren verschwanden die Brodin-Zwillinge auf mysteriöse Weise von einem Spielplatz in der Stadt. Stammt der Knochen von einem der Jungen? Warum taucht der Knochen jetzt auf? In der Straße, in der die Zwillinge wohnten, werden die Spekulationen immer wilder. Der frühere FBI-Agent John Adderley - jetzt Bezirksbeamter in Karlstad - hat den erneut geöffneten Fall auf seinem Schreibtisch und muss sich zeitgleich um seine neunjährige Nichte kümmern.
Der dritte Teil der beliebten schwedischen Krimi-Reihe um den Ermittler John Adderley …mehr
Statt 24,00 €****
10,99 €
Peter Mohlin; Peter Nyström
Autorenporträt: Peter Mohlin & Peter Nyström
Die Provinz Värmland im Südwesten Schwedens gilt als Landschaft der Dichter. Einer ihrer bekanntesten, der Lyriker Gustaf Fröding, wurde 1860 bei Karlstad geboren. Und von hier, aus dem weiteren Umland der mit 60.000 Einwohnern größten Stadt der Provinz, stammt auch besonders erfolgreicher schwedischer Krimiautoren-Nachwuchs: Peter Mohlin aus der Stadt Åmål und Peter Nyström aus dem Dorf Fagersanna. Seit ihrer Kindheit sind sie beste Freunde. Schon als Zehnjährige haben sie gemeinsam ihre ersten Kriminalgeschichten geschrieben und später in verschiedenen Theatergruppen zusammengearbeitet.
Beide blieben beim Schreiben: Der eine Peter, P. Nyström, wurde Theater- und Drehbuchautor sowie Regisseur, während der andere Peter, P. Mohlin, eine Journalistenlaufbahn einschlug. Es sollte etwa zwanzig Jahre dauern, bis sie sich als Schriftstellerduo wieder zusammentaten, um an ihre schriftstellerischen Anfänge in Jugendtagen anzuknüpfen. Bei ihrer heutigen Zusammenarbeit kümmert sich Nyström vor allem um die Dialoge, während Mohlin sozusagen den "Rest" übernimmt. In ihrem gemeinsamen Büro in Karlstad arbeiten sie nun daran, dem klassischen schwedischen Krimi einen modernen Twist zu verleihen.
Der erste Fall ihres Kommissars John Adderley erschien 2020 unter dem Originaltitel "Det sista livet" (Das letzte Leben), wurde als "Der andere Sohn" auch auf Deutsch ein Hit und in weitere 14 Sprachen übersetzt. Der zweite Karlstad-Fall "Die andere Schwester" setzt die Reihe vielversprechend fort. Bei allem internationalen Erfolg bleiben Peter Nyström und Peter Mohlin der schwedischen Kultur ihrer Heimatregion Värmland treu, was sich auch in ihren Romanen widerspiegelt. So taucht beispielsweise Gustaf Fröding als Namensgeber eines Hotels in ihren Büchern auf.
Spannender Krimi mit rasantem Tempo
Stella die Geschäftsführerin einer neuen Dating-App wird ermordet.
John Adderley übernimmt die Ermittlungen.
In seinen Focus gerät Alice, die Schwester des Opfer.
Die beiden Schwestern sind sehr verschieden und ihr Verhältnis ist geprägt von Neid und Abhängigkeit.
Je weiter die Ermittlungen voranschreiten, je klarer wird dass viel mehr als nur der Mord hinter allem steckt.
John Adderley muss zusätzlich noch mit seiner Vergangenheit kämpfen.
Sein früheres Leben in der USA und der missglückte Undercover-Einsatz drohen ihn wieder einzuholen.
Und das bedeutet eine tödliche Gefahr.
„Die andere Schwester“ ist der 2. Band der Karlstad-Krimi-Reihe von dem Autorenduo
Peter Mohlin und Peter Nyström.
Schon der 1. Band „Der andere Sohn“ hat mir ausgesprochen gut gefallen.
Nachdem dieser mit einem Cliffhanger geendet hat konnte ich es kaum erwarten bis der 2. Band erscheint.
Das Warten hat sich gelohnt.
Auch dieser Fall ist wieder spannend aufgebaut.
John Adderley hat einen amerikanischen Vater mit nigerianischen Wurzeln und eine schwedische Mutter.
Nach der Trennung der Eltern lebe John bei seinem Vater in den USA.
Nach einem missglückten Undercover-Einsatz, bei dem er fast getötet wurde musste John eine neue Identität annehmen. Aus John Adderley wurde Fredrik Adamsson. Aus USA wurde Schweden.
Die Angst dass seine Feinde ihn aufspüren ist allgegenwärtig. Und er ahnt nicht wie nahe sie ihm sind.
Trevor hat John damals bei diesem missglückten Undercover-Einsatz in den USA das Leben gerettet.
Seither sind die beiden befreundet.
Auch Trevor lebt unter einer anderen Identität, weit weg von John.
Als Trevor plötzlich wieder Kontakt mit John aufnimmt, läuten bei ihm alle Alarmglocken.
In der Geschichte gibt es zwei Handlungsstränge.
Der aktuellen Fall, da geht es um die ermordete Stella und um ihre Schwester Alice die in den Focus der Ermittlungen gerät.
Alice ist psychisch sehr labil und in gewisser weise von Stella abhängig.
Vieles wird aus der Sicht von Alice erzählt so lernen die LeserInnen Stella und ihre Machenschaften Stück für Stück kennen.
Im 2. Handlungsstrang geht es um die Vergangenheit von John die ihn einzuholen droht
Es wird wieder einmal deutlich, dass John ein gejagter ist.
Er ist und bleibt ein Einzelgänger der niemandem traut. Auch seinem Freund Trevor nicht.
Das Autorenpaar versteh es die Handlungsstränge gekonnt miteinander zu verknüpfen.
Das geschieht in einem rasantem Tempo so, dass man beim Lesen kaum Luftholen kann.
Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch. Vieles spiet sich auch zwischen den Zeilen und somit im Kopf der LeserInnen ab. So wie es bei einem echten Psychothriller sein sollte.
„Die andere Schwester“ ist wieder ein gelungenes Buch von Peter Mohlin und Peter Nyström.
Für mich eine der besten skandinavischen Krimireihen.
In einer kleinen Stadt
„Der stille Vogel“ von Peter Mohlin & Peter Nyström ist der dritte Teil einer schwedischen Krimi-Reihe um den ehemaligen FBI-Agenten John Adderley. So gut die Vorgänger auch waren, der neue Krimi ist besser, spannender. Schauplatz ist diesmal ein fiktiver Stadtteil von Grums.
In einem Vogelnest wird ein menschlicher Knochen gefunden. Vor dreißig Jahren verschwanden die Brodin-Zwillinge auf mysteriöse Weise von einem Spielplatz. Stammt der Knochen von einem der Jungen? Wenn ja, warum wurde er erst jetzt gefunden?
John Adderley, aka Fredrik Adamsson, der sich im Zeugenschutzprogramm befindet und inzwischen für die Kripo in Karlstad arbeitet, rollt den Fall neu auf und muss sich zeitgleich um seine neunjährige Nichte Nicole kümmern.
Die Autoren haben einen spannenden und unvorhersehbaren Krimi geschrieben. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Der Anfang ist etwas zäh, aber danach geht die Post ab. Eine Wendung jagt die nächste.
Unerbittlich nähert sich die Geschichte dem Höhepunkt. Und am Ende ist nicht nur der Cold Case gelöst, sondern auch ein aktueller Fall.
Es empfiehlt sich, die Vorgänger gelesen zu haben. Denn es gibt viele Bezüge aus der Vergangenheit, u.a. die Vereinbarung mit Ganiru.
Fazit: Fall Nr. 3 für John Adderley. Für mich das bisher beste Buch der Reihe.
Als in einem Vogelnest ein Kinderknochen gefunden wird, ahnt niemand, welche weiten Kreise dieser Fund nach sich ziehen wird. Der ehemalige FBI-Agent John Adderly will den lange zurückliegenden Mord an einem Zwillingspaar unbedingt aufklären und sticht dabei in ein Wespennest.
Von der ersten bis zur letzten Seite Hochspannung. Man kann das Buch kaum zur Seite legen. Dadurch, dass das Autorenpaar ständig neue Ansätze in die Handlung bringt, weiß man als Leser bald nicht mehr, was man denken soll. Man rätselt genauso mit wie die Ermittler. Als dann ein Mord geschieht, den es auch noch aufzuklären gilt, ist man hoffnungslos in den Geschehnissen verstrickt.
Das Autorenpaar versteht es vorzüglich, falsche Fährten zu legen und unerwartete Wendungen einzubauen. Man kann sich dem Sog der Handlung kaum entziehen.
Auch das Privatleben von Adderly, der im Zeugenschutzprogramm lebt und seine 9-Jährige Nichte betreut, ist gelungen ausgearbeitet und vermag zu fesseln.
Fazit: wieder ein überaus gelungener Thriller aus der Feder eines skandinavischen Autorenduos, der schon Sehnsüchte nach dem nächsten Band weckt.
Ein Knochenfund führt zu einem vierunddreißig Jahre alten Fall, der nie aufgeklärt werden konnte, ein Zwillingspaar verschwand damals spurlos. Das Schicksal der zehnjährigen Jungen Jens und Jonas Brodin blieb ungewiss, was sich nun ändern könnte, denn die Analyse ergibt, dass es sich um eines der vermissten Kinder handelt, kurz danach werden die skelettierten Überreste der Zwillinge gefunden. Der frühere FBI-Agent John Adderley wird mit der Ermittlung betraut.
Dies ist der dritte Teil der Reihe mit dem amerikanischen Ex-FBI Agent John Adderley, der sich in Schweden unter dem Namen Fredrik Adamsson eine neue Identität zulegen musste, nachdem ein Undercover-Einsatz in Baltimore schiefgegangen war. Es ist nicht zwingend notwendig, die ersten beiden Bücher gelesen zu haben, da die Fälle in sich abgeschlossen sind, allerdings gibt es viele Andeutungen und Hinweise im Zusammenhang mit der persönlichen Situation von John, die erst Sinn ergeben, wenn man die gesamte Vorgeschichte kennt. Hierzu werden jedoch genug Informationen eingestreut, um problemlos folgen zu können, auch ohne die Vorbände zu kennen, sodass jeder selbst entscheiden kann, welcher Weg für sie oder ihn der richtige ist. Die nachfolgende Rezension enthält keine Spoiler, sie bezieht sich ausschließlich auf den aktuellen Fall.
Zwei parallel laufende Erzählstränge befeuerten meine Neugier, allerdings kam die Geschichte zu Beginn nur langsam in die Gänge. Erst allmählich kristallisierte sich heraus, wie die Personen zueinander stehen und wo diese im laufenden Fall zuzuordnen sind. Als sich die Wege der Personen miteinander kreuzten, war ich schon längst dem Sog der Story erlegen und folgte der spannungsgeladenen Erzählung, die von Einfallsreichtum und spektakulären Wendungen nur so strotzte. Raffiniert gesetzte falsche Fährten erfreuten mich dabei genauso, wie die großartig herausgearbeiteten Charaktere. Immer wenn ich sicher war, der Lösung nahe zu sein, musste ich mich eines Besseren belehren lassen und fing von vorne an. Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und zeichnet diese bemerkenswerte Buchreihe aus. Die Auflösung war überraschend, auch wenn es rückblickend viele Hinweise gab, die ich aber genauso übersehen habe, wie es die Ermittlergruppe getan hat. Ein hervorragender dritter Teil der Reihe, bei der ich hoffentlich eine Fortsetzung erwarten darf.
„Der stille Vogel“ ist der dritte Teil um den ehemaligen FBI-Agenten John Adderly, geschrieben vom schwedischen Autorenduo Peter Mohlin und Peter Nyström. Da ich die anderen beiden Teile gelesen und für eher mittelmäßig befunden hatte, war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Tatsächlich hat es mir wesentlich besser gefallen als die anderen, es war spannend und hatte nach ein paar leichten Anlaufschwierigkeiten eine Menge zu bieten.
Aber von vorn.
John Adderley aka Fredrik Adamsson arbeitet nach wie vor bei der Polizei in der schwedischen Provinz. Als ehemaliger FBI-Agent kommt ihm sein Leben im Zeugenschutz in Karlstad ein bisschen wie eine Verbannung vor. Momentan hat er allerdings einen guten Grund, seinen geplanten Umzug nach Berlin aufzuschieben: er hat Nicole, die achtjährige Tochter seines verstorbenen Bruders, bei sich aufgenommen. Als Mona, seine Kontaktperson im Zeugenschutzprogramm, plötzlich seine Chefin wird, gerät er in Zugzwang. Während eines Fußballspiels, bei dem Johns Nichte Nicole mitspielt und er zusieht, fällt ein Knochen aus einem Vogelnest. Die erste Untersuchung ergibt, dass es sich dabei um ein menschliches Schlüsselbein handelt. Im Herbst 1986 waren die Zwillinge Jens und Jonas Brodin spurlos verschwunden, Hauptverdächtiger war damals war der Vater Kenneth, da er „seltsam“ war. Er konnte aber ein wasserdichtes Alibi präsentieren und der Fall wanderte irgendwann als ungelöst zu den Akten. Jetzt holt John den Fall wieder aus der Versenkung und beginnt, in dem „Cold Case“ zu ermitteln, was eine willkommene Ablenkung zu seinem Privatleben ist. Er schafft es, Nicole bei neuen Pflegeeltern unterzubringen, dazu untersucht er das Verschwinden einer jungen Asylbewerberin, die abgeschoben werden soll. Dabei stößt er unter anderem auf Pål Kratz. Der ist nach 30 Jahren wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt und kennt alle und jeden. Kennt er auch die Lösung des Falls?
Da die Handlung in sich abgeschlossen ist und vieles aus den Vorgänger-Bänden eingeflochten ist, kann man das Buch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Nachdem mich die ersten beiden Teile zwar gut unterhalten, aber nicht wirklich begeistert haben, hat der dritte Teil der Serie mich wirklich angenehm überrascht. Sprachlich ist er so gut wie die anderen, auch die Übersetzung ist sehr gut gelungen. Die Charaktere sind gut und dreidimensional beschrieben, John als Protagonist kenne ich schon seit „Der andere Sohn“ und seine Entwicklung ist spannend mitzuverfolgen. Er hat sich vom knurrigen Einzelkämpfer, der auf der Flucht vor einem nigerianischen Drogenkartell ist, zum sympathischen Ersatzvater von Nicole entwickelt. Er agiert im Beruf professionell und zielstrebig und zeigt bei einigen Gelegenheiten seine menschliche Seite. Die Charaktere neben ihm sind ebenfalls gut ausgearbeitet, fallen an seiner Seite allerdings relativ stark ab.
Die Geschichte an sich besticht durch ihre Komplexität, die zahlreichen Wendungen und die vielen Charaktere, die alle irgendwie miteinander zusammenhängen. Anfangs wird sie aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch das Publikum einen tiefen Einblick in die Geschehnisse bekommt, aber im Unklaren bleibt, wohin die Geschichte führen wird. Zumindest hat man aber ein bisschen mehr Einblick als die Ermittler, was für mich die Spannung steigerte, zumal ich Täter-technisch mehrfach komplett auf den Holzweg geriet. Die Lösung des Falls blieb für mich dann hinter meiner eigenen Fantasie zurück und hat mich aber durchaus überrascht.
Im Kontrast zur eher lockeren Sprache bietet das Buch inhaltlich schwerere Kost. Unter anderem treffen Fremdenfeindlichkeit, schwierige Familienverhältnisse und eine Art „Querdenker“ mit Verschwörungsfantasien auf strafrechtlich relevante Delikte wie Diebstahl, Körperverletzung und Mord. Fast jeder der Charaktere hat in der Geschichte seine eigene „Leiche im Keller“ und es wird gelogen, was das Zeug hält. Für mich war „Der stille Vogel“ ein Volltreffer und ich empfehle das Buch gern jedem, der skandinavische Krimis mag. Ich freue mich auf den vierten Teil der Reihe, auf Schwedisch ist er bereits unter dem Titel „Den högra handen“ (die rechte Hand) erschienen. Von mir fünf Sterne.
Bereits der Einstieg fesselt den Leser und man wird in den Bann der Erzählung gezogen. Dies reißt das ganze Buch über nicht ab.
Der ehemalige FBI-Ermittler John Adderley - der i.R. des Zeugenschutzprogramms aktuell in Schweden arbeitet - bekommt zur Aufgabe einen über 30 Jahre alten Fall aufzurollen nachdem Knochenstücke von ermordeten Zwillingen gefunden wurden. Verständlicherweise ist das ganze Dorf in Aufruhr und Spekulationen machen die Runde. Welche Rolle spielen der Sohn der Familie Katz und die Geflüchtete Aliya? Wieso musste der Fabrikarbeiter und Familienvater sterben und wer ist sein Mörder? Aus all den Aspekten ergeben sich zwei Handlungsstränge die am Ende zusammengeführt werden. Der Erzählstil ist klar und flüssig und die Autoren verstehen es die Komplexität der Protagonisten und der Hintergrundgeschichten verständlich darzulegen. Auch die persönliche Geschichte von Ermittler John kommt nicht zu kurz und sein Charakter wird stets nahbarer.
Ein nie abreißender Spannungsbogen, erstaunliche und doch in sich schlüssige Twists und gut durchdachte Charaktere zeichnen diesen Thriller aus! Eine absolute Empfehlung für alle Skandinavien-Crime-Freunde - egal ob man bereits Band 1 und 2 kennt oder nicht.
Auch der dritte Band ist top;
Dies ist bereits der dritte Band aus dieser Krimi-Reihe und ich war wieder sehr zufrieden. Die beiden Vorgängerbücher habe ich auch gelesen, aber da jeder Fall für sich steht kann man problemlos in Band drei einsteigen. Es gibt zwar eine übergeordnete Geschichte um John Adderley, aber die ist für den jeweiligen Fall nicht relevant. Erst sah es für mich lange so aus, als wäre der Täter absehbar und ich war einige Zeit überrascht ob dieser Vorhersehbarkeit, aber dann gab es im letzten Drittel doch noch einen unerwarteten Twist, eigentlich mehrere und deshalb vergebe ich wieder volle fünf Sterne, weil das einfach gut gemacht war und ich es so gar nicht habe kommen sehen. Trotzdem war es glaubhaft und realistisch, wirklich unterhaltsam. Die Reihe hebt sich durch die interessanten Fälle von der Masse ab, da sie nicht in Großstädten spielen, sondern in der Region Karlstad verwurzelt sind und man einiges über die lokale schwedische Geschichte erfährt.
Spannend, aber leicht überfrachtet
Inhalt:
In einem Vogelnest wird der Knochen eines Kindes gefunden. Schnell erhärtet sich der Verdacht, dass er von einem der vor über 30 Jahren spurlos verschwundenen Brodin-Zwillinge stammen könnte. Die Anwohner der kleinen Siedlung meinen auch sofort zu wissen, wer für den Tod der beiden Jungen verantwortlich ist: ihr Vater, der sich durch seltsames Gebaren nicht gerade viele Freunde gemacht hat. Der ehemalige FBI-Agent John Adderley, der im Zeugenschutzprogramm lebt und bei der Polizei in Karlstad arbeitet, nimmt sich des Falles an.
Meine Meinung:
Für meinen Geschmack dauert es ein bisschen zu lang, bis richtig Spannung aufkommt. Die Handlung ist sehr komplex und verwickelt, und anfangs müssen eine ganze Menge Personen eingeführt werden, bis die Geschichte schließlich ins Rollen kommt. Aber dann gibt es kein Halten mehr. Es geschieht ein neuer Mord und etliche weitere Verbrechen. Fast jede*r Beteiligte hat etwas zu verbergen und macht sich irgendwie verdächtig. Da kann einem beim Lesen schon mal der Kopf schwirren. Ich fand das etwas überfrachtet und hätte gut auf den ein oder anderen Handlungsstrang verzichten können. Allerdings muss ich zugeben, dass alle folgerichtig ineinander greifen und die Auflösung nachvollziehbar ist.
Dass die Herren Autoren sich künstlerische Freiheiten herausnehmen und es mit der Realitätstreue nicht ganz genau halten, nehme ich ihnen nicht übel.
„Der stille Vogel“ ist bereits der 3. Band dieser Krimi-Reihe, kann jedoch problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wichtige Details aus den Vorgängerbänden werden hier von Zeit zu Zeit eingestreut, sodass man der Handlung auf jeden Fall folgen kann.
Die Reihe:
1. Der andere Sohn
2. Die andere Schwester
3. Der stille Vogel
Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 27.01.2024
In einem Vogelnest wird ein menschlicher Knochen gefunden. Die Untersuchungen ergeben, dass der Knochen zum Skelett eines Kindes gehören muss. Sofort werden Erinnerungen an den Fall der verschwundenen Brodin-Zwillinge wach. Die beiden Brüder verschwanden vor dreißig Jahren von einem Spielplatz und wurden nie gefunden. John Adderley beginnt den alten Fall neu aufzurollen. Nicht ahnend, welche Kette von Ereignissen damit in Gang gesetzt wird...
"Der stille Vogel" ist bereits der dritte Fall für John Adderley. Obwohl die Bände in sich abgeschlossen sind, empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten. Denn John Adderley ist ein ehemaliger FBI-Agent, der unter falschem Namen im schwedischen Karlstadt ermittelt und sich im Zeugenschutzprogramm befindet. Die genauen Hintergründe, die dazu geführt haben, erfährt man in den ersten Teilen der Serie.
Der aktuelle Fall startet zunächst eher gemächlich. Adderley rollt nicht nur die alten Ermittlungen auf, sondern hat außerdem Schwierigkeiten mit seiner neuen Vorgesetzten. Darüber hinaus muss er sich Gedanken über das Zusammenleben mit seiner Nichte Nicole machen.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Man beobachtet nicht nur die Nachforschungen im Cold Case, sondern bekommt außerdem einen Einblick in das Leben von Torgny und Beatrice und weiteren Bewohnern, die die Familie der damals verschwundenen Zwillinge kannten. Zunächst ist nicht klar, wie sich diese Stränge miteinander verbinden werden. Doch das Autorenduo verknüpft die Fäden nach und nach gekonnt. Denn plötzlich hat es das Team um Adderley nicht nur mit dem alten Fall zu tun, sondern mit einer weiteren Leiche. Die Zeugen sind, sowohl im alten, als auch im neuen Fall, wenig verlässlich. Dadurch weiß man nicht, was man glauben soll oder wem man vertrauen kann. Man wird dazu angeregt, eigene Überlegungen anzustellen. Da es oft zu Überraschungen kommt, muss man diese oft überdenken. Auch wenn erfahrene Krimileser den Täter des aktuellen Mordes früh auf dem Schirm haben dürften, gelingt es den Autoren hervorragend, die Spuren geschickt auszulegen, wodurch man zu zweifeln beginnt. Die Spannung wird dadurch durchgehend gehalten und steigt zum Ende hin nochmals an.
Ein Krimi, der durch überraschende Wendungen überzeugt und die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe weckt.
Bei "Der stille Vogel" handelt es sich um den dritten Band der skandinavischen Thriller-Reihe um den ehemaligen FBI Agenten John Adderley.
Der Einstieg fiel mir aufgrund des tollen und fesselnden Schreibstil wieder sehr leicht. In einem Vogelnest werden menschliche Knochen gefunden. Der Verdacht, dass es sich dabei um die Knochen eines vor 30 Jahren verschwundenen Zwillingspaares handelt, erhärtet sich schnell. Nicht weit er Fundstelle werden weitere menschliche Knochen gefunden und das kleine schwedische Dorf steht Kopf. Wussten sie doch von Anfang an, dass nur der Vater der Jungen ihr Mörder sein kann. Doch ist dies wirklich die Realität, oder was steckt hinter den Knochenfunden.
Der Thriller hat so einige Handlungsstränge und einiges an Personen zu bieten, sodass man sich schon konzentrieren muss, um den Faden nicht zu verlieren. Ich persönlich mag solche verschachtelten Geschichten sehr und bin während des Lesens gespannt, wie die Autoren diese dann schlussendlich zusammen führen.
Bei "Der stille Vogel" finde ich es als gelungen, auch wenn es viele Geschichten in der Geschichte waren und fast jede Person ihr eigenes Geheimnis mit sich herumtrug.
John Adderley mit seiner eigenen Geschichte ist mir in den drei Bänden immer sympathischer geworden und bleibt bei all den Widrigkeiten sehr menschlich.
Ich kann den dritten Band genauso empfehlen wie die beiden ersten Bände.
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