Autor im Porträt

Toptitel von Samuel Beckett

Nacht und Träume



Broschiertes Buch
Samuel Beckett schreibt 1956 auf Einladung des BBC sein erstes Hörspiel: Alle, die da fallen. Sein Biograph James Knowlson nennt es »das komische Gegenstück zu Endspiel«. Dieses Hörspiel ist der Beginn einer Reihe kurzer dramatischer Stücke, die im Gesamtwerk Becketts an zentraler Stelle stehen: Denn er wendet sich mit ihnen neben dem Theater auch anderen Medien zu. Dabei legen sich Motive aus und Querverweise auf Malerei und Musik wie ein Netz über die in diesem Band vollständig versammelten, chronologisch geordneten Stücke für Radio, Film und Fernsehen: Nicht zuletzt ist der Titel Nacht und Träume einem Schubert-Lied enthoben.
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18,00 €

Was bleibt, wenn die Schreie enden?



Gebundenes Buch
Dieser Band beschließt die große vierbändige Ausgabe der Briefe Samuel Becketts. Er enthält Briefe aus den letzten 23 Lebensjahren, in denen sich das Werk des seit Warten auf Godot (1953) berühmten Autors weiter entfaltet.
1969 erhält Beckett den Nobelpreis - und flieht nach Tunesien. Aus der Lawine der Glückwünsche und sonstigen Zuschriften kann er, der gewissenhafte Korrespondent, sich kaum befreien. Immer wieder, zum Beispiel zu den Geburtstagen, wird er in dieser Weise verschütt gehen, sich beklagen und aufs Neue berappeln. Denn weiterhin drängen Texte ans Licht. Zahlreiche Theater- und Fernsehstücke entstehen ebenso wie Prosa, so die Trilogie Gesellschaft, Schlecht gesehen schlecht gesagt und Aufs Schlimmste zu.
Beckett inszeniert die eigenen Stücke in Paris, London und häufig in Berlin - sowie Fernsehstücke in Stuttgart. Dauernd ist er mit Selbstübersetzungen (französischer Texte ins Englische, englischer Texte ins Französische) beschäftigt. Er bekommt es - unwillig und dann doch kooperativ - mit BiographInnen zu tun, Deirdre Bair, dann James Knowlson (Samuel Beckett. Eine Biographie, 2001). Urlaube, die er mit seiner Frau auf Malta, an der nordafrikanischen Küste oder in den Alpen verbringt, sind auch Fluchten vor dem Pariser und internationalen Kulturbetrieb, den er haßt und in dem er doch unermüdlich mitwirkt.
Zuletzt lassen die Kräfte nach. Am 22. Dezember 1989 stirbt Samuel Beckett im Pflegeheim. Unweigerlich pointiert und trocken, immer noch in diesem unnachahmlichen Ton, bescheidet eines seiner letzten Schreiben den Briefpartner: "Mein Hirn ist Matsch, kann nicht helfen. Bonne continuation."
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78,00 €

Samuel Beckett

Das absurde Theaterstück "Warten auf Godot" (1952) gilt als das bekannteste Werk des irischen Schriftstellers, Dramatikers und Künstlers Samuel Beckett (* Dublin 1906, † Paris 1989). Nach seinem Studium und Reisen nach Frankreich und Deutschland lebte Beckett ab 1937 in Paris, kämpfte mit der Résistance und arbeitete nach Kriegsende als Dolmetscher in einem Lazarett. Lange war Beckett finanziell von seiner Mutter abhängig und lebte auch später, als selbstständiger Mensch, ein bescheidenes, karges Leben. Karg und reduziert war auch sein Schreiben, in dem er um die Sinnlosigkeit und Absurdität der menschlichen Existenz kreiste (u. a. in "Murphy" 1938, "Der Ausgestoßene" 1946, "Endspiel" 1957, "Nicht ich" 1972). Beckett, der seine Stücke, Essays, Hörspiele und Prosa in Englisch und ab 1945 auch in Französisch schrieb, konzipierte 1964 das Drehbuch zu einem Film, "Film" genannt, in dem Buster Keaton die Hauptrolle spielte. 1969 erhält der von Zeitgenossen als "großer Schweiger" titulierte Beckett den Nobelpreis für Literatur. 1989 stirbt Samuel Beckett im Dezember; im Juli dieses Jahres war seine langjährige Lebensgefährtin, die Pianistin Suzanne Dechevaux-Dumesnil, gestorben.