
Autor im Porträt
Lars Kepler
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Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Gebundenes Buch
Atemlose Spannung von Schwedens erfolgreichstem AutorenduoIn diesem 10. Band der Joona-Linna-Reihe nimmt Lars Kepler uns mit auf eine rasanten Jagd nach einem brutalen Axtmörder ...Der Alarm kommt in der Nacht. Auf einem Stockholmer Campingplatz wurden Einbrecher gesichtet. Ein harmloser Einsatz? Doch vor Ort bietet sich der Polizei ein grauenvoller Anblick: In einem Wohnwagen finden sie ein entsetzlich zugerichtetes Mordopfer - alles ist voller Blut, die Wände, der Boden, alles. Und mitten darin ein junger Mann im Tiefschlaf. Wie sich herausstellt, leidet er an Somnambulismus und wandelt im Schlaf, ohne zu wissen, was er tut. Ist er Täter oder Zeuge des Gemetzels?Kommissar Joona Linna übernimmt den Fall und bittet den Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe. Er ahnt, dass dies alles erst der Beginn einer Mordserie ist ...…mehr
25,00 €
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10 (eBook, ePUB)
eBook, ePUB
Atemlose Spannung von Schwedens erfolgreichstem Autorenduo
In diesem 10. Band der Joona-Linna-Reihe nimmt Lars Kepler uns mit auf eine rasanten Jagd nach einem brutalen Axtmörder ...
Der Alarm kommt in der Nacht. Auf einem Stockholmer Campingplatz wurden Einbrecher gesichtet. Ein harmloser Einsatz? Doch vor Ort bietet sich der Polizei ein grauenvoller Anblick: In einem Wohnwagen finden sie ein entsetzlich zugerichtetes Mordopfer - alles ist voller Blut, die Wände, der Boden, alles. Und mitten darin ein junger Mann im Tiefschlaf. Wie sich herausstellt, leidet er an Somnambulismus und wandelt im Schlaf, ohne zu wissen, was er tut. Ist er Täter oder Zeuge des Gemetzels?
Kommissar Joona Linna übernimmt den Fall und bittet den Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe. Er ahnt, dass dies alles erst der Beginn einer Mordserie ist ...
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In diesem 10. Band der Joona-Linna-Reihe nimmt Lars Kepler uns mit auf eine rasanten Jagd nach einem brutalen Axtmörder ...
Der Alarm kommt in der Nacht. Auf einem Stockholmer Campingplatz wurden Einbrecher gesichtet. Ein harmloser Einsatz? Doch vor Ort bietet sich der Polizei ein grauenvoller Anblick: In einem Wohnwagen finden sie ein entsetzlich zugerichtetes Mordopfer - alles ist voller Blut, die Wände, der Boden, alles. Und mitten darin ein junger Mann im Tiefschlaf. Wie sich herausstellt, leidet er an Somnambulismus und wandelt im Schlaf, ohne zu wissen, was er tut. Ist er Täter oder Zeuge des Gemetzels?
Kommissar Joona Linna übernimmt den Fall und bittet den Hypnotiseur Erik Maria Bark um Hilfe. Er ahnt, dass dies alles erst der Beginn einer Mordserie ist ...
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Statt 25,00 €****
19,99 €

© Ewa-Maria Rundquist
Lars Kepler
PorträtWer ist Lars Kepler?
Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Gustafsson hatten zunächst wenig gemeinsam. Sie, 1966 im südschwedischen Helsingborg geboren, strebte eine Karriere als Schauspielerin an. Er, 1967 in Stockholm geboren, wollte bildender Künstler werden und studierte zudem Philosophie, Religion und Film. Doch beide verband eine große Leidenschaft für die Literatur - und bald auch füreinander.
Als sie 1994 heirateten, änderte Alexander seinen Nachnamen; dabei gehörte er dank einer Handvoll Romane und Theaterstücke bereits zu den erfolgreichsten und originellsten Schriftstellern seiner Generation. Alexandras Debüt als Autorin folgte 2003 mit "Der Astronom des Königs", einem Roman über den dänischen Astronomen Tycho Brahe. Fortan teilten die beiden Schreibenden auch ein Faible für Biografien. Besonderes Aufsehen erregte Alexander Ahndoril 2006 mit einem Roman über den legendären schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, der das Buch zunächst für gut befand, dann aber öffentlich kritisierte. Solch eine delikate Situation schloss Alexandra Coelho Ahndoril in ihren historischen Themen gewandt aus: Brigitta von Schweden, die Heldin ihres ebenfalls 2006 erschienenen Romans, starb bereits im Jahr 1373.
Gemeinsam ein Buch zu schreiben, wollte den Ahndorils jedoch nicht so recht gelingen. Jeder Versuch endete in Streitigkeiten, bis sich die Eltern dreier Töchter eines Tages für einen Genrewechsel und ein gemeinsames männliches Pseudonym entschieden: Lars Kepler, als Hommage an Stieg Larsson und an Tycho Brahes deutschen Kollegen Johannes Kepler. 2009 erschien dann Lars Keplers "Der Hypnotiseur". Der erste Band einer Krimireihe um den Stockholmer Kommissar Joona Linna wurde ein durchschlagender Erfolg und in 30 Länder verkauft. Seither läuft auch das gemeinsame Schreiben der Ahndorils reibungslos.
Ihre Methode klingt fast nach einer sportlichen Disziplin. Gearbeitet wird parallel, an zwei Computern, die sie etwa alle 20 Minuten tauschen - und zwar bis zu 40 Mal am Tag! Wer was geschrieben hat, ist so selbst für das Autorenpaar nicht mehr auseinanderzuhalten. Unschwer kann man sich ausmalen, wie sich die beiden gegenseitig inspirieren, anspornen und zu einer beachtlichen Produktivität verhelfen. 2018 erscheint bereits ihr sechster Joona-Linna-Krimi: "Hasenjagd". Für neue Werke unter dem jeweiligen eigenen Namen bleibt da offenbar keine Zeit mehr. Aber Konflikte über biografische Details bleiben ebenso aus.
Porträt © Literaturtest, 2018
"Hasenjagd" von Lars Kepler
"Hasenjagd" von Lars Kepler
Weil Kommissar Joona Linna seit seinem letzten Fall im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla einsitzt, beginnt Lars Keplers "Hasenjagd" als Saga-Bauer-Krimi. Linnas Kollegin Bauer wird eines Morgens vom Staatsschutz geweckt. Es gilt Alarmstufe Platin, die nur bei einer unmittelbaren terroristischen Bedrohung ausgerufen wird und einer Beamtin von Saga Bauers Rang unbeschränkten Handlungsspielraum einräumt. Schon rast sie superheldinnengleich auf ihrem Motorrad durch Stockholm, überfährt alle roten Ampeln, ignoriert sämtliche Verkehrsregeln, um wenige Minuten später als Erste an ihrem Einsatzort einzutreffen. Der schwedische Außenminister ist in seiner Villa einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Vom Täter fehlt jede Spur.
Überlebt hat dagegen Sofia Stefansson, ein freiberufliches Escort-Girl, das von dem mächtigen Politiker zuvor offenbar schwer misshandelt worden war. Während der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, der Minister sei an einer plötzlichen Krankheit verstorben, wird Stefansson zunächst als Mitwissende, wenn nicht gar Tatverdächtige behandelt. Nach allen Regeln der Staatsschutzkunst setzt Bauer die junge Frau fest. Man…mehr
Weil Kommissar Joona Linna seit seinem letzten Fall im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla einsitzt, beginnt Lars Keplers "Hasenjagd" als Saga-Bauer-Krimi. Linnas Kollegin Bauer wird eines Morgens vom Staatsschutz geweckt. Es gilt Alarmstufe Platin, die nur bei einer unmittelbaren terroristischen Bedrohung ausgerufen wird und einer Beamtin von Saga Bauers Rang unbeschränkten Handlungsspielraum einräumt. Schon rast sie superheldinnengleich auf ihrem Motorrad durch Stockholm, überfährt alle roten Ampeln, ignoriert sämtliche Verkehrsregeln, um wenige Minuten später als Erste an ihrem Einsatzort einzutreffen. Der schwedische Außenminister ist in seiner Villa einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Vom Täter fehlt jede Spur.
Überlebt hat dagegen Sofia Stefansson, ein freiberufliches Escort-Girl, das von dem mächtigen Politiker zuvor offenbar schwer misshandelt worden war. Während der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, der Minister sei an einer plötzlichen Krankheit verstorben, wird Stefansson zunächst als Mitwissende, wenn nicht gar Tatverdächtige behandelt. Nach allen Regeln der Staatsschutzkunst setzt Bauer die junge Frau fest. Man…mehr
"Hasenjagd" von Lars Kepler
Weil Kommissar Joona Linna seit seinem letzten Fall im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla einsitzt, beginnt Lars Keplers "Hasenjagd" als Saga-Bauer-Krimi. Linnas Kollegin Bauer wird eines Morgens vom Staatsschutz geweckt. Es gilt Alarmstufe Platin, die nur bei einer unmittelbaren terroristischen Bedrohung ausgerufen wird und einer Beamtin von Saga Bauers Rang unbeschränkten Handlungsspielraum einräumt. Schon rast sie superheldinnengleich auf ihrem Motorrad durch Stockholm, überfährt alle roten Ampeln, ignoriert sämtliche Verkehrsregeln, um wenige Minuten später als Erste an ihrem Einsatzort einzutreffen. Der schwedische Außenminister ist in seiner Villa einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Vom Täter fehlt jede Spur.
Überlebt hat dagegen Sofia Stefansson, ein freiberufliches Escort-Girl, das von dem mächtigen Politiker zuvor offenbar schwer misshandelt worden war. Während der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, der Minister sei an einer plötzlichen Krankheit verstorben, wird Stefansson zunächst als Mitwissende, wenn nicht gar Tatverdächtige behandelt. Nach allen Regeln der Staatsschutzkunst setzt Bauer die junge Frau fest. Man überführt sie in eine geheime Festung, eine Art schwedisches Guantánamo, wo sie ohne jeden Kontakt zur Außenwelt gefoltert und verhört wird. Schließlich gelingt es Bauer mit psychologischem Geschick, der traumatisierten Stefansson entscheidende Details des Tathergangs in Erinnerung zu rufen.
Nach und nach wird klar, dass hier ein Serienkiller mit einem absurd wirkenden Markenzeichen am Werk ist: Er spielt seinen Opfern kurz vor deren Tod ein Kinderlied vor. Weil der unbekannte Killer jederzeit wieder zuschlagen könnte, sieht sich bald sogar der Premierminister genötigt, einzugreifen. Er bittet Joona Linna um Hilfe und verspricht ihm als Gegenleistung seine baldige Freilassung und Amnestie.
Und so stellt nach einem ungewöhnlichen Auftakt auch der sechste Schwedenkrimi, den Alexandra Coelho Ahndoril und ihr Ehemann Alexander unter dem Pseudonym Lars Kepler verfasst haben, schließlich Kommissar Joona Linna in den Mittelpunkt. Der Ermittler mit genialem Einfühlungsvermögen, finnischem Migrationshintergrund und einer tragischen Familiengeschichte muss einmal mehr an seinen physischen und psychischen Grenzen gehen, um einen äußerst komplexen Mordfall zu lösen.
Nach der bewährten Lars-Kepler-Manier führen in "Hasenjagd" kurze Kapitel durch ein Dickicht verschiedener Erzählperspektiven und plastisch beschriebener Details. Die nahezu fatalistische, sachliche Beschreibung der brutalen Staatsschutzpraktiken steht dabei im Kontrast zu warmen, persönlichen Tönen. Diese scheinen beispielsweise durch, wenn Joona Linna auf seine Jugendliebe Valeria trifft. Hier entwickeln sich eine zwischenmenschliche Spannung und eine - wenn auch geringe - Chance auf ein völlig anderes, friedvolleres Leben. Solche Momente fesseln in diesem Thriller genauso wie die atemlose Jagd auf den mysteriösen Attentäter mit dem merkwürdigen Faible für Kinderlieder.
Weil Kommissar Joona Linna seit seinem letzten Fall im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla einsitzt, beginnt Lars Keplers "Hasenjagd" als Saga-Bauer-Krimi. Linnas Kollegin Bauer wird eines Morgens vom Staatsschutz geweckt. Es gilt Alarmstufe Platin, die nur bei einer unmittelbaren terroristischen Bedrohung ausgerufen wird und einer Beamtin von Saga Bauers Rang unbeschränkten Handlungsspielraum einräumt. Schon rast sie superheldinnengleich auf ihrem Motorrad durch Stockholm, überfährt alle roten Ampeln, ignoriert sämtliche Verkehrsregeln, um wenige Minuten später als Erste an ihrem Einsatzort einzutreffen. Der schwedische Außenminister ist in seiner Villa einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. Vom Täter fehlt jede Spur.
Überlebt hat dagegen Sofia Stefansson, ein freiberufliches Escort-Girl, das von dem mächtigen Politiker zuvor offenbar schwer misshandelt worden war. Während der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, der Minister sei an einer plötzlichen Krankheit verstorben, wird Stefansson zunächst als Mitwissende, wenn nicht gar Tatverdächtige behandelt. Nach allen Regeln der Staatsschutzkunst setzt Bauer die junge Frau fest. Man überführt sie in eine geheime Festung, eine Art schwedisches Guantánamo, wo sie ohne jeden Kontakt zur Außenwelt gefoltert und verhört wird. Schließlich gelingt es Bauer mit psychologischem Geschick, der traumatisierten Stefansson entscheidende Details des Tathergangs in Erinnerung zu rufen.
Nach und nach wird klar, dass hier ein Serienkiller mit einem absurd wirkenden Markenzeichen am Werk ist: Er spielt seinen Opfern kurz vor deren Tod ein Kinderlied vor. Weil der unbekannte Killer jederzeit wieder zuschlagen könnte, sieht sich bald sogar der Premierminister genötigt, einzugreifen. Er bittet Joona Linna um Hilfe und verspricht ihm als Gegenleistung seine baldige Freilassung und Amnestie.
Und so stellt nach einem ungewöhnlichen Auftakt auch der sechste Schwedenkrimi, den Alexandra Coelho Ahndoril und ihr Ehemann Alexander unter dem Pseudonym Lars Kepler verfasst haben, schließlich Kommissar Joona Linna in den Mittelpunkt. Der Ermittler mit genialem Einfühlungsvermögen, finnischem Migrationshintergrund und einer tragischen Familiengeschichte muss einmal mehr an seinen physischen und psychischen Grenzen gehen, um einen äußerst komplexen Mordfall zu lösen.
Nach der bewährten Lars-Kepler-Manier führen in "Hasenjagd" kurze Kapitel durch ein Dickicht verschiedener Erzählperspektiven und plastisch beschriebener Details. Die nahezu fatalistische, sachliche Beschreibung der brutalen Staatsschutzpraktiken steht dabei im Kontrast zu warmen, persönlichen Tönen. Diese scheinen beispielsweise durch, wenn Joona Linna auf seine Jugendliebe Valeria trifft. Hier entwickeln sich eine zwischenmenschliche Spannung und eine - wenn auch geringe - Chance auf ein völlig anderes, friedvolleres Leben. Solche Momente fesseln in diesem Thriller genauso wie die atemlose Jagd auf den mysteriösen Attentäter mit dem merkwürdigen Faible für Kinderlieder.
Porträt - Wer ist Lars Kepler?
Porträt
Wer ist Lars Kepler?
Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Gustafsson hatten zunächst wenig gemeinsam. Sie, 1966 im südschwedischen Helsingborg geboren, strebte eine Karriere als Schauspielerin an. Er, 1967 in Stockholm geboren, wollte bildender Künstler werden und studierte zudem Philosophie, Religion und Film. Doch beide verband eine große Leidenschaft für die Literatur - und bald auch füreinander.
Als sie 1994 heirateten, änderte Alexander seinen Nachnamen; dabei gehörte er dank einer Handvoll Romane und Theaterstücke bereits zu den erfolgreichsten und originellsten Schriftstellern seiner Generation. Alexandras Debüt als Autorin folgte 2003 mit "Der Astronom des Königs", einem Roman über den dänischen Astronomen Tycho Brahe. Fortan teilten die beiden Schreibenden auch ein Faible für Biografien. Besonderes Aufsehen erregte Alexander Ahndoril 2006 mit einem Roman über den legendären schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, der das Buch zunächst für gut befand, dann aber öffentlich kritisierte. Solch eine delikate Situation schloss Alexandra Coelho Ahndoril in ihren historischen Themen gewandt aus: Brigitta von Schweden, die Heldin…mehr
Wer ist Lars Kepler?
Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Gustafsson hatten zunächst wenig gemeinsam. Sie, 1966 im südschwedischen Helsingborg geboren, strebte eine Karriere als Schauspielerin an. Er, 1967 in Stockholm geboren, wollte bildender Künstler werden und studierte zudem Philosophie, Religion und Film. Doch beide verband eine große Leidenschaft für die Literatur - und bald auch füreinander.
Als sie 1994 heirateten, änderte Alexander seinen Nachnamen; dabei gehörte er dank einer Handvoll Romane und Theaterstücke bereits zu den erfolgreichsten und originellsten Schriftstellern seiner Generation. Alexandras Debüt als Autorin folgte 2003 mit "Der Astronom des Königs", einem Roman über den dänischen Astronomen Tycho Brahe. Fortan teilten die beiden Schreibenden auch ein Faible für Biografien. Besonderes Aufsehen erregte Alexander Ahndoril 2006 mit einem Roman über den legendären schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, der das Buch zunächst für gut befand, dann aber öffentlich kritisierte. Solch eine delikate Situation schloss Alexandra Coelho Ahndoril in ihren historischen Themen gewandt aus: Brigitta von Schweden, die Heldin…mehr
Porträt
Wer ist Lars Kepler?
Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Gustafsson hatten zunächst wenig gemeinsam. Sie, 1966 im südschwedischen Helsingborg geboren, strebte eine Karriere als Schauspielerin an. Er, 1967 in Stockholm geboren, wollte bildender Künstler werden und studierte zudem Philosophie, Religion und Film. Doch beide verband eine große Leidenschaft für die Literatur - und bald auch füreinander.
Als sie 1994 heirateten, änderte Alexander seinen Nachnamen; dabei gehörte er dank einer Handvoll Romane und Theaterstücke bereits zu den erfolgreichsten und originellsten Schriftstellern seiner Generation. Alexandras Debüt als Autorin folgte 2003 mit "Der Astronom des Königs", einem Roman über den dänischen Astronomen Tycho Brahe. Fortan teilten die beiden Schreibenden auch ein Faible für Biografien. Besonderes Aufsehen erregte Alexander Ahndoril 2006 mit einem Roman über den legendären schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, der das Buch zunächst für gut befand, dann aber öffentlich kritisierte. Solch eine delikate Situation schloss Alexandra Coelho Ahndoril in ihren historischen Themen gewandt aus: Brigitta von Schweden, die Heldin ihres ebenfalls 2006 erschieneenn Romans, starb bereits im Jahr 1373.
Gemeinsam ein Buch zu schreiben, wollte den Ahndorils jedoch nicht so recht gelingen. Jeder Versuch endete in Streitigkeiten, bis sich die Eltern dreier Töchter eines Tages für einen Genrewechsel und ein gemeinsames männliches Pseudonym entschieden: Lars Kepler, als Hommage an Stieg Larsson und an Tycho Brahes deutschen Kollegen Johannes Kepler. 2009 erschien dann Lars Keplers "Der Hypnotiseur". Der erste Band einer Krimireihe um den Stockholmer Kommissar Joona Linna wurde ein durchschlagender Erfolg und in 30 Länder verkauft. Seither läuft auch das gemeinsame Schreiben der Ahndorils reibungslos.
Ihre Methode klingt fast nach einer sportlichen Disziplin. Gearbeitet wird parallel, an zwei Computern, die sie etwa alle 20 Minuten tauschen - und zwar bis zu 40 Mal am Tag! Wer was geschrieben hat, ist so selbst für das Autorenpaar nicht mehr auseinanderzuhalten. Unschwer kann man sich ausmalen, wie sich die beiden gegenseitig inspirieren, anspornen und zu einer beachtlichen Produktivität verhelfen. 2018 erscheint bereits ihr sechster Joona-Linna-Krimi: "Hasenjagd". Für neue Werke unter dem jeweiligen eigenen Namen bleibt da offenbar keine Zeit mehr. Aber Konflikte über biografische Details bleiben ebenso aus.
Porträt © Literaturtest, 2018
Wer ist Lars Kepler?
Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Gustafsson hatten zunächst wenig gemeinsam. Sie, 1966 im südschwedischen Helsingborg geboren, strebte eine Karriere als Schauspielerin an. Er, 1967 in Stockholm geboren, wollte bildender Künstler werden und studierte zudem Philosophie, Religion und Film. Doch beide verband eine große Leidenschaft für die Literatur - und bald auch füreinander.
Als sie 1994 heirateten, änderte Alexander seinen Nachnamen; dabei gehörte er dank einer Handvoll Romane und Theaterstücke bereits zu den erfolgreichsten und originellsten Schriftstellern seiner Generation. Alexandras Debüt als Autorin folgte 2003 mit "Der Astronom des Königs", einem Roman über den dänischen Astronomen Tycho Brahe. Fortan teilten die beiden Schreibenden auch ein Faible für Biografien. Besonderes Aufsehen erregte Alexander Ahndoril 2006 mit einem Roman über den legendären schwedischen Regisseur Ingmar Bergman, der das Buch zunächst für gut befand, dann aber öffentlich kritisierte. Solch eine delikate Situation schloss Alexandra Coelho Ahndoril in ihren historischen Themen gewandt aus: Brigitta von Schweden, die Heldin ihres ebenfalls 2006 erschieneenn Romans, starb bereits im Jahr 1373.
Gemeinsam ein Buch zu schreiben, wollte den Ahndorils jedoch nicht so recht gelingen. Jeder Versuch endete in Streitigkeiten, bis sich die Eltern dreier Töchter eines Tages für einen Genrewechsel und ein gemeinsames männliches Pseudonym entschieden: Lars Kepler, als Hommage an Stieg Larsson und an Tycho Brahes deutschen Kollegen Johannes Kepler. 2009 erschien dann Lars Keplers "Der Hypnotiseur". Der erste Band einer Krimireihe um den Stockholmer Kommissar Joona Linna wurde ein durchschlagender Erfolg und in 30 Länder verkauft. Seither läuft auch das gemeinsame Schreiben der Ahndorils reibungslos.
Ihre Methode klingt fast nach einer sportlichen Disziplin. Gearbeitet wird parallel, an zwei Computern, die sie etwa alle 20 Minuten tauschen - und zwar bis zu 40 Mal am Tag! Wer was geschrieben hat, ist so selbst für das Autorenpaar nicht mehr auseinanderzuhalten. Unschwer kann man sich ausmalen, wie sich die beiden gegenseitig inspirieren, anspornen und zu einer beachtlichen Produktivität verhelfen. 2018 erscheint bereits ihr sechster Joona-Linna-Krimi: "Hasenjagd". Für neue Werke unter dem jeweiligen eigenen Namen bleibt da offenbar keine Zeit mehr. Aber Konflikte über biografische Details bleiben ebenso aus.
Porträt © Literaturtest, 2018
Kundenbewertungen
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Bewertung von Azyria Sun am 20.03.2025
Grausamer, gruseliger, genialer
Worum geht’s?
In einem Wohnwagen wurde ein Mensch zerstückelt. Alles ist voller Blut. Am Tatort ist außerdem ein junger Mann. Er schläft. Auf einen abgehackten Arm gekuschelt. Der junge Mann leidet am Somnambulismus. Ist er Täter? Ist er Zeuge? Joona Linna steht vor einer schwierigen Aufgabe und Leichen pflastern seinen Weg.
Meine Meinung:
Die Thriller-Serie um Joona Linna ist zurecht eine meiner Lieblingsserie, wie das Autorenduo hinter Lars Kepler auch in „Der Nachtgänger“ wieder einmal beweist. Selten bekommt man ein so perfektes Rundum-Paket an Spannung, tollen Charakteren, verzwickten Fällen und Grausamkeit, wie hier. Dazu der auf grauenhafte Art geniale, bildhafte Schreibstil – Kepler bieten uns Lesern einfach alles!
Joona Linna ist wie wir ihn kennen und lieben wieder einfach nur genial! Auch der Charakter von Hugo ist toll dargestellt. Allein die Ausführungen zum Somnambulismus haben mir gruselige Schauer über den Rücken gejagt – und da ist noch nicht mal etwas passiert! Die anderen Darsteller und Nebendarsteller sind ebenfalls wieder perfekt ins Buch eingepasst und in Szene gesetzt; nur Saga habe ich ein bisschen vermisst. Von ihr bekommen wir zwar ganz kurz etwas mit, aber wir dürfen darauf hoffen, dass sie im nächsten Buch wieder intensiver vorkommt.
Dann der Fall – dieser genial verzwickte, grausame, blutige und absolut psychotisch aufgebaute, mega spannende Fall! Je weiter wir lesen, desto grauenvoller wird es. Kepler nehmen wirklich kein Blatt vor den Mund; SO GEHT THRILLER! Neben den eigentlichen Morden haben wir auch noch Betrug, Menschenhandel, Drogen, Manipulation. Wirklich ein Rundum-Paket, bei dem die Spannung von Anfang an explosiv ist, sich mehr und mehr steigert. Immer wenn man denkt, jetzt geht nichts mehr, kommt noch was. Und noch was. Ein Pageturner, der mich mitgerissen hat und bei dem ich nicht aufhören konnte, zu lesen! Ein Buch für Alpträume und ein wahres Highlight für alle Thrillerfans. Es war so spannend, an den Ermittlungen teilzunehmen, gab so viele Twists und ich hätte bis zum Ende nicht sagen können, wer der Täter ist. Mit jedem Buch haben Kepler noch eins draufgesetzt und auch der 10. Fall hat die Messlatte des Grauens und der Spannung nochmal deutlich angehoben. Ich bin gespannt, was hier noch kommt! Von mir auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung – Kepler muss sein!
Fazit:
Auch im 10. Fall setzt das Autorenduo hinter Lars Kepler nochmals einen drauf. Was in den Fällen zuvor schon spannend und gruselig war, erfährt in „Der Nachtgänger“ nochmals eine deutliche Steigerung. Es ist verzwickt, wendungsreich, unvorhersehbar und grausamer denn je! Wir haben perfekte Charaktere, natürlich unseren Joona und jede Menge atmosphärische Spannung. Von der ersten Seite an befinden wir uns auf einem Spannungspeak, der mich bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen hat.
5 Sterne für dieses Autorenduo, das wirklich weiß, wie Thriller geht!
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Meinung: Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut – und meine Erwartungen wurden vollkommen erfüllt! Ich liebe die Reihe rund um Joona Linna und verfolge sie von Anfang an mit großer Begeisterung. Auch diesmal hat mich das Autorenduo Lars Kepler wieder in seinen Bann gezogen. Schon der Einstieg ist atemberaubend: Auf einem Campingplatz in Stockholm wird ein Einbrecher gesichtet. Doch als die Polizei eintrifft, erwartet sie ein grausames Szenario – als wäre der Ort in ein blutgetränktes Schlachthaus verwandelt worden. Mitten in diesem Albtraum schläft ein junger Mann im Wohnmobil – sein Kopf ruht auf einem abgetrennten Arm. Ein schockierender Anblick, der sofort Gänsehaut auslöst!
Natürlich wird es ein Fall für Joona Linna, und schnell wird klar: Dies wird alles andere als einfach. Denn der Mörder hat gerade erst angefangen …
Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Die düstere, beklemmende Atmosphäre ist meisterhaft umgesetzt – ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Wie gewohnt schreibt das Autorenduo in einem leichten, flüssigen Stil, der es ermöglicht, das Buch in kürzester Zeit zu verschlingen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig, sodass man sich schnell in sie hineinversetzen kann.
Besonders spannend fand ich die Themen Schlafwandeln (Somnambulismus) und Hypnose – ein faszinierender Aspekt, dem ich mir stellenweise sogar noch mehr Tiefe gewünscht hätte.
Die Handlung ist raffiniert konstruiert, voller überraschender Wendungen, die mich immer wieder aufs Neue schockiert haben. Bis zum Schluss tappte ich im Dunkeln und hatte absolut keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde – genau so liebe ich Thriller!
Das Ende hat mich begeistert, und jetzt hoffe ich inständig, dass es noch viele weitere Fälle für Joona Linna geben wird!
Für alle Thriller-Fans: Lest dieses Buch – ihr werdet es nicht bereuen!
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Gänsehautfeeling!
Der zehnte Fall für Joona Linna!
Wer denkt, dass diese Reihe an Spannung abgenommen hat, der irrt gewaltig!
Der Autor (das schwedische Ehepaar Alexandra Coelho und Alexander Ahndoril) bleibt seinem Stil treu und hat wieder einen sehr dramatischen, blutigen Fall konstruiert, der Gänsehautfeeling garantiert!
Der Mord auf einem Campingplatz führt zu einem 17jährigen, der an Somnambulismus, einer Schlafstörung, leidet. Er ist der einzige Zeuge, dessen Wissen aber verborgen bleibt.
Bis zur Aufklärung dieser Mordserie vergeht einige Zeit. Motive und Verdächtige bleiben eher im Dunkeln. Dafür steigt die Spannung mit jeder Seite! Der Leser bleibt stiller Beobachter, der sich beim Lesen kaum traut Luft zu holen.
Die verschiedenen Figuren bestechen durch ihre Handlungen, die perfekt auf die jeweiligen Szenen abgestimmt sind. Wem kann man hier noch trauen? Wer verbirgt ein Geheimnis? Wer spielt ein falsches Spiel?
Ermittler Joona Linna zu begleiten ist wieder aufregend. Wer die Reihe gelesen hat, dem ist er bekannt und vertraut. Aber er überrascht mich immer wieder.
Dieser Thriller ist wieder ein Lesehighlight. Brutal, fesselnd, undurchsichtig und sehr, sehr spannend mit einem unerwartetem Ende!!!
Spinnennetz / Kommissar Linna Bd.9
Dies ist der 9. Fall für Joona Linna, dem schwedischen Ermittler der NOA, der nationalen operativen Abteilung der schwedischen Polizei.
Saga Bauer, Detektivin und Mitspielerin für die NOA erreicht eine geheimnisvolle Postkarte. Die Ankündigung von neun Morden, wird Sara auf ermittlerische Hochtouren versetzen. Neun Kugeln sollen neun Morde bewirken,auch Joona Linna soll ein Opfer werden. ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Gut verpackt wird eine kleine Zinnfigur an Sara Bauer geschickt, die das Konterfei des zu Ermordeten aufzeigt. Das Rätsel zeigt verschlüsselt den Tatort an. Wer steckt dahinter? Die Suche nach dem „Raubtier“ führt von einem Schauplatz zum nächsten. Doch inwieweit ist Saga Bauer, Empfängerin der Pakete, involviert, welche Geheimnisse verbirgt sie? Wer spinnt das Spinnennetz mit welchen Motiven? Ist sie die Einzige, die Joona retten kann?
Sara Bauer gerät ins Visier ihres Vorgesetzten als ihre Spuren an den Tatorten gefunden werden.
Hier geht es um Rätsel und Muster; angefangen mit Postkarten und Anagrammen. Alles dreht sich um Denkspiele, die innerhalb einer bestimmten Zeit entschlüsselt werden müssen, Rätselraten vom Feinsten.
Rasantes Abenteuer gepaart mit intelligenten eigenständig handelnden Mitspielern! Diese Kombination verspricht Spannung und verheißt dazu ein kniffliges Verwirrspiel. Gebannt verfolgt der Leser die Jagd mit den sympathischen und unkonventionellen Darstellern.
Athmosphärisch dicht und psychologisch klug ist der Thriller aufgebaut, man hat sofortige Vorstellung von den Szenen, die athmosphärisch dicht beschrieben sind.
Mir hat dieser Thriller ausnehmend gut gefallen, Obwohl ich die vorherigen Bände, bis auf den “Hypnotiseur“ nicht kannte, konnte ich dennoch gut in die Geschichte einsteigen.
Das Buch deckt Ungelöstes von zwei vorangegangenen Bänden der Serie auf, für Lars Kepler Fans eine zusätzliche Freude. Dieser Thriller ist durchgehend ein rasantes und Spaß bringendes Krimivergnügen, ein Pageturner!
Sehr originell fand ich die versteckten Hinweise und humorvollen Anspielungen auf bekannte und berühmte Ermittler in dem Buch, wie auf den Opium rauchenden Inspector Aberline, der Jack the Ripper jagt(verfilmt mit Johnny Depp), Maarten S. Snejder mit den Cluster Kopfschmerzen, dem „Knochenjäger“ oder Hannibal Lecter, der in die Gehirne vordringt und den Geist verändert. Auch Joona Linna ist inzwischen ein berühmter Ermittler und zu recht. Die Romane um ihn sind weltweite Bestseller und wurden mit Literaturpreisen ausgezeichnet.
Lars Kepler ist ein Pseudonyym der Eheleute Ahndoril
Lars bezieht sich auf den Bestsellerautor Stieg Larsson, Kepler auf den Wissenschaftler und Astronom Johannes Kepler.
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Bewertung von lesewurm2023 am 24.03.2025
„ Der Nachtgänger “ von Lars Kepler aus dem Lübbe Verlag
10. Band des bekannten Autorenehepaars aus der Serie mit Joona Linna und Eric Berg
Eine grausame Mordserie
Eine wirklich grausame Mordserie sucht Schweden heim. Hauptfigur in diesem durchweg spannenden Thriller ist Hugo Sand, ein junger Mann, gerade 17 Jahre alt und mit einer Schlafstörung namens Somnambulismus gezeichnet. Während eines seiner wandelnden Alpträume, in der Hugo das Haus verlässt, wird Hugo auf einem Campingplatz in einem Wohnwagen neben einer zerstückelten Leiche gefunden. Schnell gerät er unter Verdacht den vorgefundenen toten Mann ermordet zu haben. Hugo der schon seit den frühesten Kindheitstagen mit dieser Erkrankung des Schlafwandelns zu kämpfen hat, ist völlig verunsichert. Schließlich kann er sich an nichts erinnern und so steht die Frage im Raum, ob er nicht nur ein brutaler Mörder ist, sondern auch zu dieser grausamen Tat fähig erscheint. Anders stellt sich hier die Frage, ob Hugo nicht ein wichtiger Zeuge ist.
Die Ermittlungen führt kein anderer durch, als der uns bereits bekannte schwedische Ermittler, Joona Linna und so bleibt in diesem knisternden Roman nicht aus, dass Eric Berg, in der Funktion des Hypnotiseurs zu Rate gezogen wird. Eric Berg wäre aber nicht Eric Berg, wenn er nicht gleich zu Beginn seines Settings auf Ungereimtheiten stoßen würde und auch Joona Linna wird relativ schnell klar, dass er es hier mit einem Mörder zu tun hat, der einer perfiden Serie nachgeht, die mit größter Grausamkeit mit einer Axt durchgeführt wird. Denn eines wird in diesem Thriller sofort klar, der Tote im Wohnwagen war erst der Anfang einer nun rasch folgenden grausamen Mordserie.
Dies war mein erster Thriller des Autorenpaares und was soll ich sagen, es bleibt bestimmt nicht beim letzten Buch. Wie ich finde braucht man die Vorgänger Bücher nicht unbedingt kennen. Dieser Band ist in sich schlüssig. Lars Kepler hat mich mit diesem soghaften Schreibstil immer tiefer in die Geschehnisse hineingezogen. Am Ende gab es einen so spannenden Cliffhanger, dass mir der Atem ausblieb und ich mich immer noch frage, wie konnte das alles so schnell passieren. Wie in einem Spielfilm oft zu sehen, wurde auch hier in verschiedenen Szenarien parallel Geschehnisse geschildert. Das Tempo erreichte dabei eine Geschwindigkeit, dass einem schwindelig wurde. Das Thema Somnambulismus steht dabei im Vordergrund und diese doch recht unbekannte Schlafstörung macht das Buch so richtig interessant. Gefallen hat mir aber auch, dass das Buch mit den Protagonisten psychologisch tiefgründig aufgezogen ist. Beim Lesen werden Hintergründe, Motive und alltägliche Situationen anschaulich und spannungsgeladen beschrieben und so empfindet man mit jedem Protagonisten mit. Dabei verstehen es die Autoren, eine düstere Stimmung zu produzieren und immer wieder Fährten auszulegen, die sich am Ende als verkehrt herausstellen. Daher ist nicht nur Joona Linna auf der Jagd nach einem gefährlichen Serienmörder, sondern auch ich habe immer wieder neue Thesen und Verdächtigungen aufgestellt. Was sich bis zum Ende als immer wieder verkehrt herausgestellt hat. Denn das Ende kommt auch hier ganz anders, als man denkt. Natürlich fließt hier viel Blut und es kommt zu extrem brutalen Beschreibungen. Daher nichts für Leute die auf blutige und brutale Unterhaltung nicht stehen. Ich persönlich fand jedoch, dass es zur Stimmung dazu gehörte und zu diesem Thriller passend. Darüber hinaus ist dieses Buch mit so viel Raffinesse und Verstrickungen geschrieben, dennoch bleiben am Ende keine Fragen ungelöst offen, aber lest selbst ihr werdet nicht enttäuscht werden.
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Bewertung von flowers.books am 21.03.2025
Meine Meinung und Inhalt
Lars Keplers neuester Thriller hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Ich habe schon einige Bücher von Kepler gelesen und bin wirklich ein Fan von den Werken.
Diesmal beginnt die Geschichte um den "Nachtgänger" mit einem grausamen Fund: ein blutgetränkter Wohnwagen, eine zerstückelte Leiche – und ein junger Mann, der schlafend inmitten dieses Albtraums liegt. Er leidet an Somnambulismus, was ihn sowohl zum Verdächtigen als auch zum möglichen Zeugen macht.
Besonders fasziniert hat mich die düstere Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Die Ermittlungen von Joona Linna sind spannend und psychologisch tiefgründig, vor allem durch die Zusammenarbeit mit einem Hypnotiseur, die neue, unheimliche Einblicke eröffnet. Immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, Realität und Wahn – was mich als Leser ständig zweifeln ließ, wem man trauen kann.
Die Handlung ist rasant und voller unerwarteter Wendungen. Gerade wenn ich dachte, die Lösung zu erahnen, überraschte mich die Geschichte erneut. Der Schreibstil ist packend, fast schon filmisch, sodass ich die düsteren Szenen förmlich vor mir sehen konnte.
„Der Nachtgänger“ ist für mich ein herausragender Thriller, der tief in die Abgründe der menschlichen Psyche eintaucht. Spannung, psychologische Raffinesse und ein packendes Finale machen das Buch zu einem echten Pageturner.
Über Lars Kepler
Gemeinsam schreibt es sich noch besser: Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Ehepaares Alexandra und Alexander Ahndoril. Ihr Debüt "Der Hypnotiseur" war in Schweden sensationell erfolgreich und das Buchereignis des Jahres.
Der Roman erscheint in über dreißig Ländern. Gleichzeitig bildete er den Auftakt um die Krimireihe um Kommissar Joona Linna.
Die Bücher der Ahndorils wurden mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Das Ehepaar lebt mit seinen drei Kindern in Stockholm.
Lazarus / Kommissar Linna Bd.7
Eine Frage drängt sich immer wieder in Joona Linnas Gedanken: Hat Jurek Walter überlebt? Der gefährlichste Serienmörder Schwedens wurde vor Jahren offiziell für tot erklärt, doch seine Leiche wurde nie gefunden. Als eine brutale Mordserie in ganz Europa beginnt, scheint Joona Linnas Albtraum war zu werden. Vieles deutet darauf hin, dass Jurek Walter doch noch unter den Lebenden mordet…
Dieses Buch ist der siebte Band der Reihe mit dem Kommissaren Joona Linna. Ich fand die Story sehr spannend und packend. Joona muss sich wieder einmal seinem Erzfeind stellen, obwohl nicht klar ist, ob dieser überhaupt noch lebt. Joona wird als paranoid dargestellt, so dass sogar seine Tochter an seinem Verstand zu zweifeln beginnt. Beide begeben sich auf eine Flucht, wobei Joona Linna schnell merkt, wegrennen ist nicht immer die beste Lösung. Ich freue mich nun auf den nächsten Band.
Mein Fazit: Ein Thriller, wie er sein sollte. Vergangenheit trifft brutal auf die Gegenwart. Ich fand diesen Band sehr fesselnd. 5 Sterne.
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Bewertung von Kuehn, S. am 23.03.2025
Spannung schlafend hergestellt
"Der Nachtgänger" von Lars Kepler ist der 10. Band in der Reihe rund um den sehr unkonventionellen Ermittler Joona Linna. Ich habe nicht alle Bände gelesen, aber die meisten davon. Dieses Buch lässt sich unabhängig als Einzeltitel gut lesen, der Fall ist abgeschlossen, man hat allerdings mehr von den ganzen Zusatzinformationen und privaten Entwicklungen, wenn man die Reihe kennt.
Hier steht im Mittelpunkt ein Schlafwandler, Hugo Sand, der mitten im Schauplatz eines sehr gewalttätigen Verbrechens aufgefunden wird, schlafend. Entweder ist er der Mörder oder ein sehr wichtiger Zeuge.
Mir haben hier auch die ganzen Zusatzinformationen um das Thema Somnambulismus, Hypnose und Traumforschung sehr gefallen, sie waren informativ und auch sehr verständlich.
Das Buch beginnt spannend und bleibt es bis zu Ende, es zeigt uns so einige Abgründe der menschlichen Psyche, definitiv nichts für schwache Nerven.
Die Autoren schaffen es gekonnt, mich beim lesen auf so manche falsche Fährte zu führen, bis sich für mich der wahre Tathintergrund offenbart, dauert es schon etwas.
Das Buch ist dick, hat aber keine Längen, alles ist sinnvoll in die Handlung integriert. Das einzige, was ich hier etwas bedauert habe, war das Fehlen von Saga Bauer, der Partnerin von Joona Linna.
Der Schreibstil ist wunderbar einfach zu lesen, er ist beschreibend, ich habe direkt Bilder im Kopf, manchmal mehr, als ich brauchte. Das Buch ist eine Empfehlung für jeden Thriller-Liebhaber, auch als Einstieg in diese tolle Reihe, um dann die anderen Teile nachzuholen.
Der Nachtgänger / Kommissar Linna Bd.10
Meisterhaft
Wie auch in den Vorgänger-Bänden versteht das Autorenpaar meisterhaft Spannung aufzubauen und mich mit den Handlungen in ihren Bann zu ziehen.
Worum geht es in Joona Linnas 10. Fall?
In einem Wohnwagen wird eine zerstückelte Leiche gefunden und mitten in diesem Horrorschauplatz schläft ein junger Mann auf einem abgehackten Arm. Hugo leidet unter Parasomnie und kann sich an nichts erinnern. Weitere brutale Morde geschehen und irgendwie ist Hugo immer nah dran.
Der teuflische Plot beinhaltet sehr viele Handlungsstränge die Verwirrung stiften könnten, hier sollte man sehr aufmerksam lesen. Dies fällt aber sicherlich leicht, denn die hohe Dynamik und der eindringliche Schreibstil lassen den Leser nicht wieder los.
Joona empfand ich diesmal nicht so präsent wie sonst, vielleicht lag es auch daran, dass er diesmal Saga nicht an seiner Seite hatte. Dafür stand Hugo mehr im Mittelpunkt der Geschichte. Seine Probleme und die damit einhergehenden Gefühle sind für den Leser greifbar dargestellt.
Wie man es von Lars Kepler kennt, führen einige vielversprechende Spuren letztendlich ins Leere und ein geschickter Twist zum Ende der Story, lassen den Leser in menschliche Abgründe blicken.
Ein Thriller, der mit einer fesselnden, nervenzerreißenden und düsteren Story punktet. Einfach meisterhaft.
Spinnennetz / Kommissar Linna Bd.9
Bewertung von sleepwalker am 08.04.2024
Joona Linna und seine Kollegin Saga Bauer gehen mit „Spinnennetz“ in die neunte Runde. Da hat das Duo Lars Kepler (dahinter verbirgt sich das Ehepaar Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril) mal wieder ein Buch voller Extreme abgeliefert! Extrem spannend, extrem kompliziert, extrem brutal – und extrem lang. Lang habe ich auch gebraucht, bis ich mich an das Buch gewagt habe, Bücher jenseits der 600 Seiten wirken oft etwas einschüchternd auf mich. Aber nach kurzer Zeit hat es mich vollkommen gefangen genommen und die Seiten flogen nur so dahin.
Aber von vorn.
Nachdem Saga Bauer ihren letzten Einsatz nur knapp überlebt hat, ist sie vom Polizeidienst suspendiert und verdingt sich als Privatdetektivin. Bevor sie aus der Reha-Klinik entlassen wird, erhält sie eine handgeschriebene Postkarte, auf der steht: „Ich habe eine blutrote Pistole der Marke Makarow. Im Magazin stecken neun weiße Kugeln. Eine davon wartet auf Joona Linna. Die Einzige, die ihn retten kann, bist du.“ Unterschrieben ist die Karte mit „Artur K Jewel“ - einem Anagramm des Serienmörders Jurek Walter. Aber der ist tot, Joona hat ihn eigenhändig getötet. Joona sieht sich selbst auch nicht in Gefahr. Doch dann passiert der erste Mord und der Modus Operandi passt zu Jurek Walter. Nach und nach tauchen Zinnfiguren auf, die den Opfern ähnlichsehen, eingepackt in Hinweise auf die Tatorte. Saga steht Joona und seinem Team bei den Ermittlungen mit Rat und Tat zur Seite. Doch als noch mehr Morde passieren und sie mehr Hintergrundwissen zu haben scheint als alle anderen, gerät sie plötzlich selbst als Hauptverdächtige ins Visier der Ermittler. Dabei will sie doch nur helfen und vor allem Joonas Leben retten, bevor der irre Serienkiller ihn erwischen kann. Oder etwa nicht?
Was für eine wilde Fahrt beschert uns Lars Kepler mit diesem Thriller! Zwar hat sich der Anfang ein bisschen gezogen und die Geschichte brauchte ein bisschen „Vorspielzeit“, als sie aber dann einmal Tempo aufgenommen hatte, war die Spannung nicht mehr auf- und manchmal kaum mehr auszuhalten. Dafür lässt die „Nachspielzeit“ (der Epilog) auf einen nächsten Teil hoffen. Der Spannungsbogen ist hoch, die kurzen Kapitel und der prägnante, fast nüchterne Schreibstil sorgen für eine zusätzliche Spannungssteigerung. „Spinnennetz“ ist für mich ein hervorragend geschriebener, sehr gut übersetzter Thriller der Extraklasse. Wie vom Autoren-Duo nicht anders zu erwarten, gibt es reichlich Leichen, an Brutalität und krimineller Perversion wird ebenfalls nicht gespart. Die Beschreibungen sind bildhaft und damit ist das Buch nichts für schwache Nerven und sensible Mägen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, Joona Linna hat dieses Mal eher eine Nebenrolle, die klare Protagonistin ist Saga, die so hart darum kämpft, wieder zurück ins normale Leben und in den Polizeidienst zurückzufinden. Aber auch Joona hat an mehreren Fronten zu kämpfen, seine Nemesis Jurek Walter lässt ihn auch nach dem Tod nicht los, denn der Serienmörder und seine Stimme haben sich unlöschbar in seine Erinnerungen eingebrannt.
Und auch die Leserschaft entkommt Jurek Walter nicht. Daher empfehle ich allen Interessierten, vorher die anderen Teile der Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Die komplexe „Jurek-Walter“-Thematik wird etwas einfacher nachzuvollziehen, wenn man sie von Anfang an kennt. Aber natürlich kann man das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen, wenn man das gerne möchte.
Nach einigen falschen Fährten und sehr viel Fahrerei gibt es auch für diese Geschichte einen stimmigen Schluss, der mich ziemlich überrascht hat. Für mich als bekennenden Fan der Serie ist das Buch ein absolutes Muss, ich empfehle es aber allen, die rasant spannende, blutige und brutale Thriller mit Einblicken in tiefe seelische Abartigkeiten mögen. Ich freue mich auf den nächsten Teil der Serie, bis dahin sind meine Fingernägel auch nachgewachsen, sodass ich sie dann beim Lesen vor lauter Spannung wieder abknabbern kann. Von mir gibt es natürlich fünf Sterne.
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