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Pandas Bücherblog

Bewertungen

Insgesamt 171 Bewertungen
Bewertung vom 28.12.2025
Vesselless - Mein verräterisches Herz / Merciless Realms Bd.1
Winn, Cortney L.

Vesselless - Mein verräterisches Herz / Merciless Realms Bd.1


sehr gut

Das Cover trifft genau meinen Geschmack. Die düstere Gestaltung passt hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte und vermittelt direkt, dass es hier nicht um eine leichte Romantasy geht, sondern um etwas Dunkleres und Emotionaleres. Auch im Regal ist das Buch definitiv ein Hingucker.
Der Schreibstil ist dabei sehr atmosphärisch und stellenweise beinahe poetisch, ohne überladen zu wirken.

Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig, aber wirkungsvoll. Man wird ohne große Erklärungen in eine Welt geworfen, in der Gefühle kontrolliert und Herzen zu etwas Gefährlichem geworden sind. Das hat mich sofort neugierig gemacht. Besonders die inneren Gedanken der Protagonistin sind eindringlich beschrieben und tragen viel zur Stimmung bei. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Passagen, die dem Buch Raum zum Atmen geben, auch wenn sich die Handlung dort etwas zieht.
Nizzara ist keine typische Heldin, sondern eine Figur mit vielen Zweifeln und Widersprüchen. Ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, fühlen sich aber menschlich an. Gerade dieser innere Konflikt macht sie interessant. Auch die Dynamik zu Dagen lebt stark von Misstrauen und unausgesprochenen Spannungen, was mir deutlich besser gefallen hat als eine überstürzte Romantik.
Das Worldbuilding ist spannend, aber stellenweise recht dicht. Manche Begriffe und Regeln muss man sich erst erschließen, was den Lesefluss kurzzeitig bremsen kann. Dafür überzeugt das Buch mit einer durchgehend düsteren Grundstimmung und einer Idee, die sich angenehm von vielen bekannten Fantasykonzepten abhebt. Das Ende bleibt offen und wirkt bewusst gesetzt. Es ist ein wenig frustrierend, macht aber definitiv neugierig auf die Fortsetzung.

Fazit:
"Vesselless - Mein verräterisches Herz" ist ein stimmungsvoller Auftakt mit einer starken Atmosphäre, interessanten Figuren und einem ungewöhnlichen Konzept. Trotz kleiner Längen und eines recht offenen Endes hat mich das Buch gut unterhalten und emotional abgeholt.
4/5 Sterne

Bewertung vom 28.12.2025
Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
Le, Vanessa

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)


sehr gut

Das Cover hat mich sofort gecatcht. Es wirkt düster und zugleich elegant und passt perfekt zu der Atmosphäre der Geschichte. Auch der Farbschnitt ist ein echter Hingucker und unterstreicht den besonderen Charakter des Buches. Insgesamt macht das Buch schon optisch richtig Lust darauf, in diese Welt einzutauchen.
Der Schreibstil von Vanessa Le ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.

Gerade zu Beginn hat mich die Geschichte schnell gepackt und ich war direkt mitten im Geschehen. Die Autorin schafft es, ihre Welt bildhaft zu beschreiben, ohne sich dabei in endlosen Details zu verlieren. Besonders spannend fand ich die Verbindung aus Fantasy und medizinischen Elementen, da sich das Magiesystem deutlich von vielem abhebt, was man sonst aus dem Genre kennt.
Nhika ist eine interessante Protagonistin mit Ecken und Kanten. Ihre Gabe und die damit verbundene Angst vor Verfolgung machen sie zu einer Figur, mit der man gut mitfühlen kann. Auch die moralischen Fragen rund um Heilen und Töten ziehen sich stark durch die Handlung und geben der Geschichte Tiefe. Im Mittelteil hatte das Buch für mich jedoch ein paar Längen. Manche Szenen hätten etwas straffer erzählt werden können und nicht alle Nebenfiguren konnten mich gleichermaßen überzeugen. Auch die emotionale Entwicklung zwischen den Figuren wirkte stellenweise etwas zurückhaltend, was mich aber nicht grundsätzlich gestört hat.
Das Ende hat dafür noch einmal Spannung aufgebaut und macht definitiv neugierig auf den nächsten Band.

Fazit:
Insgesamt ist "Verlorenes Herz" ein gelungener Auftakt mit einer ungewöhnlichen Idee, einer spannenden Welt und einer starken Grundstimmung, auch wenn noch nicht alles perfekt ausgearbeitet ist.
4/5 Sterne

Bewertung vom 28.12.2025
Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
von Arenberg, Amia;Zierden, Malte;Oßkar

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge


sehr gut

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig, warm und liebevoll gestaltet und passt sehr gut zu der Geschichte, die sich im Inneren entfaltet. Auch die Illustrationen sind wunderschön und detailreich, mit sanften Farben und vielen kleinen Momenten, die man beim gemeinsamen Anschauen entdecken kann. Allein optisch fühlt sich das Buch schon tröstlich an.
Der Schreibstil ist poetisch und sehr gefühlvoll. Die Geschichte nimmt sich Zeit für Emotionen und arbeitet viel mit Bildern und Symbolen, was ich grundsätzlich sehr schön finde. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass der Text nicht immer ganz leicht zugänglich ist. Manche Passagen brauchen Erklärung oder Begleitung, gerade für jüngere Kinder. Als Vorlesebuch funktioniert das meiner Meinung nach deutlich besser als zum Selbstlesen. Besonders die Darstellung von Angst, Verlust und Trost ist sensibel umgesetzt und zeigt Kindern, dass diese Gefühle dazugehören dürfen.

Inhaltlich ist das Buch berührend und stellenweise sehr bewegend. Die Freundschaft zwischen Malte und Oßkar steht klar im Mittelpunkt und wird mit viel Herz erzählt. Die Figur des Trostes fand ich besonders gelungen, da sie eine greifbare und liebevolle Vorstellung davon vermittelt, dass man mit Traurigkeit und Angst nicht allein bleibt. Gleichzeitig hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass die Geschichte etwas lang geraten ist und dadurch an manchen Stellen an Konzentration verliert. Das ist kein großer Kritikpunkt, aber gerade für jüngere Kinder könnte es etwas viel auf einmal sein.

Fazit:
Insgesamt ist "Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge" ein besonderes Bilderbuch, das sich mit schweren Themen auf eine sanfte und kreative Weise auseinandersetzt. Es ist nicht ganz leicht, aber dafür sehr ehrlich und tröstend.
4/5 Sterne

Bewertung vom 28.12.2025
Ich hab dich ganz genauso lieb
Knightley, Keira

Ich hab dich ganz genauso lieb


gut

Das Cover wirkt auf den ersten Blick ruhig und liebevoll und lässt eine sanfte, tröstende Geschichte erwarten. Auch die Illustrationen im Inneren sind sehr kunstvoll gestaltet, allerdings eher ungewöhnlich und stellenweise überraschend düster. Das ist sicher Geschmackssache, hat bei mir aber nicht durchgehend das Gefühl von Geborgenheit ausgelöst, das ich mir von einem solchen Kinderbuch erhofft hatte.
Der Schreibstil ist poetisch und in Reimform gehalten, was grundsätzlich gut zu einem Bilderbuch passt. Leider wirkte der Text auf mich nicht immer ganz rund. Manche Reime fühlen sich etwas holprig an, andere Passagen sind sehr abstrakt und springen stark zwischen Traum und Realität. Dadurch ging für mich stellenweise die Klarheit verloren, worauf die Geschichte eigentlich hinaus möchte. Ich kann mir gut vorstellen, dass Kinder hier schnell den Faden verlieren oder verunsichert reagieren.

Inhaltlich greift das Buch ein wichtiges und sensibles Thema auf. Die Angst, nicht mehr genug geliebt zu werden, wenn ein neues Geschwisterkind kommt, ist sehr real und verdient Raum. Die Botschaft, dass Liebe sich nicht teilt, sondern wächst, ist schön und wertvoll. Allerdings wird sie meiner Meinung nach etwas zu kompliziert und über viele symbolische Bilder vermittelt. Das traumartige Abenteuer der großen Schwester war für mich emotional nachvollziehbar, aber nicht immer kindgerecht umgesetzt.

Fazit:
Insgesamt hatte ich beim Lesen gemischte Gefühle. Die Idee hinter dem Buch ist gut und die Intention spürbar ehrlich, die Umsetzung konnte mich aber nicht vollständig überzeugen. Für manche Kinder und Familien mag die Geschichte funktionieren, für mich persönlich hätte es weniger Abstraktion und mehr Wärme gebraucht.
3/5 Sterne

Bewertung vom 08.12.2025
Ring the Bells
McDonnell, C. K.

Ring the Bells


ausgezeichnet

Schon das Cover hat mich wieder sofort abgeholt. Dieser Stil ist inzwischen ein fester Teil meines Lese-Wohlfühlkosmos geworden und ich liebe es, wie gut die kleinen, schrägen Details darauf die Stimmung des Buches einfangen. Es passt perfekt zur Reihe und fühlt sich für mich schon fast wie ein vertrauter Anker an.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und voller herrlich trockenem, schwarzem Humor, den ich auf jeder einzelnen Seite aufsauge. Es ist diese Mischung aus Witz, Skurrilität und überraschend tiefen Momenten, die mich seit Band 1 durchgehend begeistert. C. K. McDonnell schafft es einfach, auch in den absurdesten Situationen eine Wärme und Menschlichkeit einzubauen, die mich immer wieder überrascht und berührt.

Der Einstieg hat sich für mich ein bisschen wie Nach-Hause-kommen angefühlt. Die Redaktionsräume der Stranger Times sind für mich inzwischen ein Ort, die sich beim Aufschlagen der ersten Seite sofort wieder vertraut anfühlen. Ich liebe diese chaotische, unfassbar liebenswürdige Truppe, und ich liebe, wie der Autor sie in diesem Band wieder agieren lässt. Die Dialoge sind herrlich scharf, schräg und oft so unfreiwillig komisch, dass ich mehrmals laut lachen musste.
Inhaltlich hat mir die Grundidee dieses Mal besonders gefallen. Dass die Weihnachtswünsche der Kinder zum Leben erweckt werden, ist so irre, so skurril und gleichzeitig so perfekt für diese Reihe, dass ich einfach nur grinsen musste. Dazu tauchen altbekannte Gesichter wie John Mór, Zeke usw. auf – solche Momente fühlen sich für mich nach purer Stranger-Times-Magie an. Und natürlich Banecroft: Ich fand es großartig, dass er in diesem Band ein wenig weichere Töne anschlägt, ohne jemals seinen Charme oder seine grantige Grundenergie zu verlieren.
Die vielen Handlungsstränge sorgen dafür, dass wirklich immer etwas los ist. Dadurch kam zwischendurch bei mir zwar das Gefühl auf, dass einzelne Charaktere etwas zu kurz kommen, aber das ist am Ende wirklich Meckern auf hohem Niveau. Vor allem, weil McDonnell den Spagat zwischen albern, absurd, rührend und ernst so unglaublich gut meistert. Ich war oft gleichzeitig am Lachen und am Schlucken.
Was mir weniger gefallen hat, war das Tempo des Finales. Die Sache mit Zalas wurde über das ganze Buch hinweg sehr sorgfältig aufgebaut, nur um dann etwas zu schnell gelöst zu werden. Da hätte ich mir mehr Raum gewünscht - vor allem nach all dem großartigen Hinführen.
Clint fand ich zwischendurch ganz schön anstrengend, aber irgendwie bringt er auch genau den frischen Wind rein, der der Redaktion gutsteht. Und die Szenen rund um Manny haben mich wirklich getroffen. Einerseits hätte ich mir einen anderen Ausgang gewünscht, andererseits waren die Einblicke in seine Vergangenheit so emotional und so notwendig, dass ich am Ende tatsächlich ein paar Tränen verdrückt habe.
Die eingestreuten Zeitungsartikel waren wieder einmal ein absolutes Highlight. Sie lockern die Handlung so wunderbar auf und unterstreichen diesen ganz eigenen Humor der Reihe, den ich einfach liebe. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können!

Fazit:
„Ring the Bells“ war erneut ein absolutes Wohlfühlbuch für mich: schräg, warmherzig, voll rabenschwarzem Humor und trotzdem mit diesen unerwartet berührenden Momenten, die mich tief getroffen haben. Trotz kleiner Schwächen im Finale ist dieser Band wieder ein Herzenshighlight gewesen. Ich hoffe so sehr, dass im nächsten Teil mehr über Stella ans Licht kommt – und dass diese Reihe nie endet.
4,5/5 Sterne

Bewertung vom 07.12.2025
The Second Death of Locke
Bovalino, V. L.

The Second Death of Locke


gut

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es wirkt düster und auffällig zugleich, und der farbige Buchschnitt macht optisch wirklich etwas her. Es passt gut zur Stimmung der Geschichte und wirkt insgesamt hochwertig. Auch die Charakterillustrationen innen fand ich direkt schön, da sie die Welt noch greifbarer machen.
Mit dem Einstieg ins Buch habe ich allerdings etwas gehadert. Der Schreibstil ist sehr eigen und häufig verschachtelt, was mich anfangs eher ausgebremst hat als hineingezogen. Man merkt, dass die Autorin gerne bildhaft und atmosphärisch schreibt, aber manche Sätze wirkten für mich unnötig schwerfällig. Sobald man einmal drin ist, liest es sich flüssiger, aber der Weg dahin war für mich etwas steinig.

Was die Handlung angeht, finde ich die Idee hinter dem Magiesystem wirklich spannend. Die Verbindung zwischen einer Quelle und einem Magier ist ungewöhnlich und bringt automatisch viel emotionale Spannung mit sich. Die Welt wirkt düster und von politischen Konflikten geprägt, was mir grundsätzlich gut gefallen hat. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Geschichte nicht komplett fesseln konnte. Einige Abschnitte zogen sich für meinen Geschmack zu sehr und manche Wendungen wirkten weniger überraschend, als sie vermutlich sein sollten.
Mit den Figuren ging es mir ähnlich. Grey mochte ich noch am meisten, weil sie trotz ihrer Unsicherheiten einen inneren Antrieb hat, der nachvollziehbar wirkt. Bei Kier habe ich jedoch länger gebraucht, um einen Zugang zu finden. Ich mochte die Dynamik der beiden grundsätzlich, hatte aber nicht immer das Gefühl, emotional wirklich mitgenommen zu werden. Es war okay, aber es hat mich nicht überwältigt.

Fazit:
Alles in allem ist "The Second Death of Locke" ein Buch mit einer tollen Grundidee, spannenden magischen Ansätzen und sehr schöner Gestaltung. Die Umsetzung konnte mich jedoch nicht durchgängig überzeugen, was vor allem am Stil und an einigen Längen lag. Ich bin aber neugierig, wohin die Reihe sich entwickelt, da die Welt definitiv Potenzial hat.
3,5/5 Sterne

Bewertung vom 07.12.2025
Beautiful Venom (Vipers, Band 1)
Kent, Rina

Beautiful Venom (Vipers, Band 1)


sehr gut

Das Cover hat mir auf Anhieb gefallen. Die Kombination aus Schwarz, Rot und dem metallisch wirkenden Effekt passt perfekt zur Stimmung des Buches. Auch der Farbschnitt ist ein Hingucker und macht das Buch im Regal wirklich besonders. Optisch definitiv eins der stärkeren Dark Romance Bücher, die zuletzt erschienen sind.
Der Schreibstil von Rina Kent war für mich wieder leicht wegzulesen. Ich bin schnell in die Story reingekommen und hatte nie das Gefühl, hängen zu bleiben. Sie schreibt direkt, sehr atmosphärisch und mit genug emotionaler Spannung, dass man weiterblättern will, auch wenn manche Szenen wirklich heftig sind. Spice gibt es reichlich, aber für mich hat vor allem der psychologische Aspekt die Geschichte getragen.

Inhaltlich folgt man Dahlia, die ans College kommt, um endlich Antworten zu finden und die Menschen aufzuspüren, die für das verantwortlich sind, was ihrer Schwester passiert ist. Ihr Weg führt sie ausgerechnet zu den Vipers und damit zu Kane, dem Captain des Teams, der für ihren Plan wichtig wird und gleichzeitig derjenige ist, der sie am gefährlichsten werden könnte. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, manchmal explosiv und definitiv nichts für Leser, die es sanft mögen.
Dahlia mochte ich, weil sie eine klare Motivation hat und nicht einfach in alles reinrutscht. Manche Entscheidungen waren mir etwas zu impulsiv, aber insgesamt konnte ich ihre Wut und ihren inneren Konflikt gut nachvollziehen. Kane ist ein typischer Dark Romance Protagonist, aber einer, der genügend Tiefe besitzt, sodass ich verstehen konnte, warum es Dahlia immer wieder in seine Nähe zieht. Er ist nicht einfach nur düster, sondern hat Facetten, die erst nach und nach sichtbar werden.
Was mir gut gefallen hat, war die Verbindung aus dem College-Alltag, dem Eishockey-Umfeld und dieser geheimen, dunklen Struktur im Hintergrund. Das Setting ist nicht überladen, aber bietet ausreichend Spannung, damit die Geschichte nicht nur aus Spice besteht. An ein paar Stellen war es mir dennoch ein wenig zu viel - vor allem gegen Ende -, aber das ändert nichts daran, dass das Buch mich durchgehend gut unterhalten hat.

Fazit:
Ein intensiver Dark Romance-Auftakt, der sich schnell weglesen lässt, optisch überzeugt und knisternde Spannung zwischen den Charakteren bietet. Ein paar Szenen waren mir zu extrem, aber insgesamt ein sehr fesselnder Einstieg, der Lust auf Band 2 macht.
4/5 Sterne

Bewertung vom 07.12.2025
Earthventure in Las Vegas
Beatrice Sonntag

Earthventure in Las Vegas


gut

„Earthventure in Las Vegas“ hat mich vor allem mit seinem auffälligen Cover neugierig gemacht. Es ist bunt, frech und passt perfekt zu der schrägen Idee, Außerirdische ausgerechnet in Las Vegas auf die Menschheit loszulassen. Die Gestaltung ist wirklich gelungen Und auch der Schreibstil ist locker und leicht, perfekt für zwischendurch.

Die Grundidee fand ich richtig unterhaltsam: Ein Alien, das Urlaub auf der Erde macht, und ein Mensch, der versucht, das Ganze halbwegs unter Kontrolle zu halten. Das klingt nach einer Menge Chaos, und genau das bekommt man auch. Viele Szenen sind lustig, manche sogar überraschend charmant, besonders wenn Ulionk mit den Eigenheiten der Erde kämpft und Josh einfach nur versucht, nicht völlig den Verstand zu verlieren. Allerdings hat sich der Humor für mich nicht immer getragen. Manches wirkte etwas überdreht oder zu bemüht witzig, sodass der rote Faden zwischendurch verloren ging. Auch die Charaktere hätten etwas mehr Tiefe vertragen können, vor allem Josh bleibt blasser, als ich es mir gewünscht hätte.

Fazit:
Insgesamt hatte ich beim Lesen Spaß, auch wenn mich die Story nicht dauerhaft gefesselt hat. Die Idee ist kreativ, die Umsetzung solide, aber nicht ganz rund. Wer schräge Science-Fiction mit Humor mag und kein Problem damit hat, wenn es mal etwas chaotisch wird, dürfte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.
3/5 Sterne

Bewertung vom 04.12.2025
Of Flame and Fury
Bridge, Mikayla

Of Flame and Fury


gut

Das Cover wirkt sehr minimalistisch, sticht durch die knalligen Farben aber auf jeden Fall hervor. Der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm, sodass man gut durch die Kapitel kommt. Besonders die actionreichen Szenen sind bildlich und mitreißend geschrieben. Trotzdem fehlt es der Story an manchen Stellen etwas an Tiefe. Vor allem in den ruhigeren Momenten hätte ich mir mehr Atmosphäre und Emotionen gewünscht.

Der Einstieg ist sehr rasant. Man wird mitten in ein Rennen geworfen und bekommt sofort ein Gefühl für die Dynamik dieser Welt. Gleichzeitig wirkt der Anfang etwas unübersichtlich, weil viele Namen und Begriffe auf einmal auftauchen. Nach und nach findet man sich jedoch besser zurecht, und man findet besser in die Handlung hinein.
Mit Kel bin ich erst spät warm geworden. Sie ist mutig und willensstark, reagiert aber oft impulsiv und unüberlegt, was ich oft sehr anstrengend fand. Coup fand ich im Verlauf interessanter und wesentlich sympathischer. Ihre Beziehung entwickelt sich zwar in eine interessante Richtung, hat mich emotional aber nicht wirklich erreicht.
Die Phönixrennen waren für mich das große Highlight. Diese Szenen sind spannend, eindrucksvoll und emotional geschrieben. Besonders gut gefallen hat mir auch die Bindung zwischen Kel und ihrem Phönix Savita - sie ist glaubhaft, stark und fügt sich schön in die Geschichte ein.
Trotzdem konnte mich das Buch nicht durchgehend fesseln. Das Worldbuilding bleibt insgesamt recht oberflächlich, viele Dinge werden nur angerissen, aber nicht richtig erklärt. Auch das Ende wurde mir zu schnell abgehandelt und ließ zu viele Fragen offen, auf die ich aber nicht näher eingehen kann, ohne zu spoilern.

Fazit:
Alles in allem ist "Of Flame and Fury" ein solides Fantasydebüt mit einer spannenden Idee, schönen Momenten und einer faszinierenden Grundthematik. Für mich hatte es starke Szenen und viel Potenzial, auch wenn vieles leider nicht ausgeschöpft wurde. Eine Story, die unterhält, aber mich nicht ganz so sehr von sich überzeugt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
3,5/5 Sterne

Bewertung vom 23.11.2025
To Cage a Wild Bird
Fast, Brooke

To Cage a Wild Bird


ausgezeichnet

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover abgeholt. Die kräftige rote Farbe fällt sofort ins Auge und wirkt gleichzeitig modern und leicht bedrohlich, was super zum Setting passt. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan von so knalligen Covern, aber hier funktioniert es richtig gut und macht neugierig auf die Geschichte dahinter.
Der Schreibstil hat mich sofort überzeugt. Brooke Fast schreibt flüssig, bildhaft und angenehm direkt, sodass ich ohne Mühe in die Welt von Dividium eintauchen konnte. Es gibt keine unnötigen Längen, dafür viele Szenen, die sich beim Lesen fast wie ein Film anfühlen. Besonders die Beschreibungen von Endlock haben bei mir sofort Kopfkino ausgelöst.

Raven mochte ich von Anfang an. Sie ist nicht weichgespült, sondern eine Figur mit Kanten, Fehlern und einer Vergangenheit, die sie geprägt hat. Genau das hat sie für mich interessant gemacht. Ihr Verhältnis zu Jed war für mich das emotionale Herz der Geschichte und hat erklärt, warum sie bereit ist, so weit zu gehen. Vale war ebenfalls eine spannende Figur, weil er nicht so eindeutig zu greifen ist. Die Entwicklung zwischen ihm und Raven hat sich langsam aufgebaut und nie aufgesetzt gewirkt.
Das Setting hat mich insgesamt total abgeholt. Die Mischung aus Dystopie, Gefängniskämpfen, Überlebenskampf und dem moralisch verrotteten System fand ich extrem spannend. Die Jagden und die ständige Bedrohung haben dafür gesorgt, dass ich eigentlich ständig weiter lesen wollte. Besonders gut gefallen hat mir auch, wie sich inmitten dieser brutalen Welt kleine, echte Momente zwischen den Figuren entwickeln. Die Gruppe, die Raven in Endlock um sich schart, hat für mich das perfekte Gegengewicht zu der düsteren Grundstimmung gebildet.
Einziger Punkt, der mich minimal gestört hat: An ein, zwei Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe gewünscht, gerade bei manchen Nebenfiguren. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, weil das Buch mich insgesamt wirklich begeistert hat.
Das Ende hat mich dann komplett erwischt. Ich brauche jetzt schon die Fortsetzung, auch wenn ich weiß, dass das noch dauern wird.

Fazit: Eine starke, atmosphärische Dystopie mit Spannung, Gefühl, tollen Charakteren und einem Setting, das beim Lesen unter die Haut geht.
4,5/5 Sterne