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Chattys Bücherblog
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Bretten

Bewertungen

Insgesamt 741 Bewertungen
Bewertung vom 11.01.2026
Das Glück von Ivy House (eBook, ePUB)
Sonntag, Kerstin

Das Glück von Ivy House (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Roman „Das Glück in Ivy House“ hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der gefühlvolle Schreibstil und die detaillierte Charakterisierung der Protagonisten machen das Buch zu einem wahren Herzstück, das sowohl unterhaltsam als auch emotional berührend ist. Die Hauptfiguren, Tamlyn und Reid, könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch genau das macht ihre Geschichte so spannend und amüsant!

Trotz ihrer verschiedenen Hintergründe haben sie eines gemeinsam: Die Liebe stellt sie vor einige Herausforderungen. Ihre beiderseitigen Konflikte und Unsicherheiten schaffen eine fesselnde Spannung, die den Leser bis zur letzten Seite festhält. 

Die Atmosphäre in Edinburgh wird zwar subtil, aber eindrucksvoll eingefangen, wodurch man sofort in die Geschichte eintaucht. Die Protagonisten sind mit all ihren Ecken und Kanten so lebendig beschrieben, dass alles irgendwie authentisch und absolut nachvollziehbar wirkt.

Die perfekte Mischung aus Romantik, Humor und Abenteuer macht dieses Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ich könnte stundenlang in dieser wunderschönen, harmonischen Welt verweilen. Definitiv eine Geschichte, die man mit einem Seufzen beendet.

Bewertung vom 10.01.2026
Das Kalendermädchen
Fitzek, Sebastian

Das Kalendermädchen


sehr gut

Mit seinem Thriller "Das Kalendermädchen" hat der Autor wieder einmal einen Nerv getroffen, der mir direkt ins Herz geht. Wer kennt ihn nicht, den Adventskalender, hinter dessen 24 Türchen sich jeweils ein Stückchen Schokolade verbirgt. Diesen Gedanken hat sich der Autor angenommen, und einen Thriller verfasst, der auf den Adventskalender abzielt, in dem sich hinter jedem Türchen  eine schreckliche Gräueltat verbirgt, die zwei Jugendlichen als Strafe für ihr unsittliches Verhalten auferlegt werden. Diese düstere Prämisse fesselt sofort und verspricht Spannung.


Parallel dazu lernen wir Olivia kennen, die auf die geheimnisvolle Legende des Kalendermädchens stößt. Was sich hinter diesen mysteriösen Erzählungen verbirgt, wird zur zentralen Frage, die uns auf den insgesamt 400 Seiten begleitet. Der Autor versteht es, durch geschickt platzierte Nebenstränge die Spannung stetig zu erhöhen. Doch genau hier lag auch mein anfängliches Problem: Die Vielzahl an Protagonisten, Zeitsprüngen und Szenen machte es mir schwer, der Handlung zu folgen. Ich war kurz davor, das Buch zuzuklappen und zur Seite zu legen.


Aber ich habe durchgehalten und wurde belohnt! Die Geschichte entwickelt sich zu einem fesselnden Erlebnis, das mich bis zur letzten Seite in Atem hielt. Der Nervenkitzel ist einfach unvergleichlich, und ich kann es kaum erwarten, was der Autor als Nächstes für uns bereithält. Sein Talent, Spannung aufzubauen und den Leser immer wieder zu überraschen, ist einfach großartig! Bitte mehr davon!

Bewertung vom 04.01.2026
Die Frauen von Faraday House
Myers, B. R.

Die Frauen von Faraday House


ausgezeichnet

In „Die Frauen von Faraday House“ entfaltet sich eine fesselnde Geschichte voller Intrigen und Mysterien. Emeline, die aufgrund ihrer düsteren Vergangenheit dringend einen Ehemann finden muss, trifft auf den geheimnisvollen Captain Graves. Gerüchte besagen, er habe bereits zwei Frauen verloren – wird Emeline die Dritte sein?


Die Autorin meistert es, Spannung zu erzeugen und den Leser in ihren Bann zu ziehen. Schon nach kurzer Zeit spürt man die elektrisierende Atmosphäre des alten Hauses, in dem nichts so ist, wie es scheint. Die Protagonisten, von düsterer Aura umgeben, haben ihre eigenen Geheimnisse, und die leicht angedeuteten Hinweise lassen Raum für Spekulationen.


Obwohl die Handlung gewisse Klischees bedient, hält sie durch Wendungen und unerwartete Enthüllungen die Neugier hoch. Ein wahrhaft unterhaltsamer Roman, der mit jedem Kapitel an fesselnder Intensität gewinnt und zum Weiterlesen einlädt!

Bewertung vom 24.11.2025
Die Psychoanalytikerin
Metzenthin, Melanie

Die Psychoanalytikerin


ausgezeichnet

In den schillernden 1920er Jahren in Hamburg, wo Zigarettenrauch und das Klingen von Jazznoten durch die Straßen wehten, wäre der Gedanke an eine Psychoanalytikerin wie Vera fast schon revolutionär. Nachdem ihr Mann aus dem Krieg nicht wieder heimkehrte, übernahm sie die Praxis um den Menschen mit ihren Traumata zu helfen.
Doch mit der Psychoanalyse kommt nicht nur das Verstehen der menschlichen Psyche, sondern auch die Zusammenarbeit mit der Polizei wegen eines rätselhaften Todesfalls. Und schon bald taucht die nächste Herausforderung auf: eine vermisste Person, die anscheinend mehr über geheimnisvollen Toten wusste.
Der Roman entfaltet die Vorurteile und Stolpersteine, auf die Frauen seinerzeit stießen – während Vera mit einer Mischung aus Feingefühl und Neugier ihre Mitmenschen analysiert. Ich hätte mir gewünscht, manchmal noch tiefer in die Abgründe der Psyche einzutauchen! Das Setting wirkt realistisch, so dass die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar erscheinen.
Ein großartiger Roman, der durchaus als Krimi bezeichnet werden könnte und den Wunsch nach einer Fortsetzung weckt.

Bewertung vom 24.11.2025
Tod am Semmering
Maly, Beate

Tod am Semmering


gut

Der historische Kriminalroman startet seinen Prolog im Herbst 1917, in dem das Land durch den ersten Weltkrieg beherrscht wurde. Nationalstolz und die Rivalität der europäischen Großmächte dominierten das Weltgeschehen.

Dann erfolgt der Sprung ins Jahr 1922 und der Leser lernt Ernestine und Anton kennen. Man spürt direkt, dass sich die Autorin sehr viel Mühe mit der Ausarbeitung und Charakterisierung der Protagonisten gegeben hat, aber leider ist der Funkeln bei mir nicht übergesprungen. Ernestine erinnerte mich sehr an Miss Marple, vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Ihre altkluge Art ist zwar interessant, aber leider auch nicht besonders unterhaltsam. Anton zeigt sich sehr zurückhaltend, so dass auch hier wieder eine Parallele zu finden ist.

Das Setting wurde gut gewählt und auch hier ist erkennbar, dass die Autorin gut recherchiert hat. Näheres hierzu wird im Nachwort aufgeführt.

Abschließend kann ich sagen, dass die Nachkriegszeit gut verknüpft wurde und über der gesamten Geschichte wie ein Damoklesschwert hing. Ich würde mir für die Nachfolgebände wünschen, dass die beiden Hauptprotagonisten ein Eigenleben entwickeln um mehr Sympathiepunkte erhalten.

Bewertung vom 24.11.2025
Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn
Moshammer, Ulrike

Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn


gut

Mit diesem Krimidebüt wagt sich die Autorin in die glamouröse Welt des Grand Hotels in Bad Gastein, einem Ort, der schon zahlreiche Prominente beherbergt hat. Diskretion ist hier das A und O, und so wird auch die Spannung in der Geschichte lange zurückgehalten – vielleicht sogar ein wenig zu lange.

Der Schreibstil der Autorin wirkt anfangs gehemmt, was den Einstieg in die Geschichte erschwert. Die Vielzahl der Namen bzw. Protagonisten trägt nicht gerade zu einem flüssigen Leseerlebnis bei. Man fragt sich unweigerlich: Wer ist hier eigentlich wer? Ein wenig mehr Klarheit hätte nicht geschadet!

Ein weiteres Manko ist das Fehlen von Lokalkolorit. Die schöne Kulisse von Bad Gastein hätte so viel mehr hergeben können! Ein bisschen Dialekt oder eigene Eigenheiten der Region hätten der Geschichte mehr Tiefe und Authentizität verliehen. Stattdessen bleibt der Krimi eher farblos und neutral, was ich wirklich schade finde.

Insgesamt hat die Autorin ein interessantes Setting gewählt, allerdings fehlt der gewissen Pfiff für einen richtig fesselnden Krimi. Vielleicht beim nächsten Mal? Auf jeden Fall bleibt zu hoffen, dass wir in zukünftigen Werken mehr von dem einzigartigen Flair Bad Gasteins erleben dürfen!

Bewertung vom 24.11.2025
So schmeckt das Glück / Haribo-Saga Bd.1
Lane, Katharina von der

So schmeckt das Glück / Haribo-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Wer kennt nicht das berühmte Sprichwort „Vom Tellerwäscher zum Millionär“? In dem vorliegenden Roman, der uns in die faszinierende Welt der Süßigkeiten entführt, wird jedoch nicht von einem Tellerwäscher, sondern von einem Bonbonkocher erzählt: Hans Riegel! Ja, genau – der Gründer von HaRiBo, der uns die köstlichen Gummibärchen beschert hat. Ich bin mir sicher, jeder hat schon einmal in ein Tütchen seiner Lieblingsgummibärchen gegriffen!

Hans begann seine Karriere ganz unten und musste sich seinen Weg nach oben hart erkämpfen. Fleiß, Ehrgeiz und auch der ein oder andere Verzicht prägten seinen Aufstieg. Der erste Band dieser spannenden, aber auch unterhaltsamen Haribo-Reihe nimmt uns mit auf die Reise von 1908 bis hin zur Machtergreifung Hitlers, und neben der persönlichen Geschichte von Hans werden auch die großen weltpolitischen Ereignisse aufgezeigt. Es ist ein faszinierender Kontrast zwischen dem Streben nach Erfolg und den düsteren Zeiten, die viele Ängste und Verluste mit sich brachten.

Ein besonderer Nebenstrang ist die Geschichte von Jane, die die moralischen Dilemmata der damaligen Gesellschaft reflektiert und einen emotionalen Zugang zur Handlung bietet.

Der bildhafte Schreibstil zieht sofort in den Bann und lässt die Charaktere lebendig werden. Ich konnte mich schnell in die Geschichte vertiefen, doch ich hätte mir gewünscht, mehr über die Kunst der Bonbonherstellung zu erfahren. Schließlich war es sicher eine Herausforderung, die benötigten Zutaten während dieser turbulenten Zeit zu bekommen!

Anschließend kann ich sagen, dass mir der vorliegende erste Band der HARIBO-Saga sehr gut unterhalten hat und ich bin auf die Fortsetzung freue.

Bewertung vom 24.11.2025
Die stille Heldin
Lind, Hera

Die stille Heldin


ausgezeichnet

Dieser Roman erzählt die bewegende Lebensgeschichte von Helene, einer jungen Frau, deren Dasein von Liebe und gleichzeitig von tiefen Demütigungen geprägt ist.
Im Alter von 16 Jahren wird Helene zwangsverheiratet mit einem Großbauern, dessen brutale Gewalt und Erniedrigungen sie in eine dunkle Zukunft führen. Schläge und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung, doch trotz des Schmerzes bringt sie schnell zwei Kinder zur Welt.

Als ein Brief eintrifft, der den Tod ihres Mannes im Krieg verkündet, empfindet Helene eine Art Befreiung. Alleine gestellt, wagt sie es, einen neuen Lebensweg einzuschlagen und bringt insgesamt zwölf Kinder in diese Welt. Tragischerweise verliert sie fünf davon durch Unfälle, den Zweiten Weltkrieg und ein schreckliches Kriegsverbrechen.

Die Autorin nutzt die Erinnerungen und Notizen von Helenes Enkelin, um das Leben ihrer Großmutter in einer unruhigen Zeit voller Umbrüche detailliert zu schildern. Es wird deutlich, dass die Enkelin mit großer Liebe und Respekt auf das Leben ihrer Großmutter zurückblickt, die in einer Ära lebte, in der Lebensmittelknappheit und minimalistische Lebensbedingungen vorherrschten.

Mit einem beklemmenden Gefühl verfolgt man Helenes Schicksal, das an die Erzählungen der eigenen Familie erinnert und in seiner Tragik berührt. Diese Familiengeschichte lässt einen tief in die Vergangenheit eintauchen und vermittelt ein starkes Gefühl der Dankbarkeit für die geteilten Erinnerungen.

Bewertung vom 24.11.2025
Apfelstrudel-Alibi / Franz Eberhofer Bd.13
Falk, Rita

Apfelstrudel-Alibi / Franz Eberhofer Bd.13


ausgezeichnet

In der neuesten Ausgabe der Eberhofer-Reihe, dem 13. Band, kriegt man als Leser nicht nur ein Schmunzeln, sondern gleich eine ganze Lachsalve!
Susi hat es tatsächlich geschafft: Sie ist jetzt Bürgermeisterin von Niederkaltenkirchen und bringt frischen Wind in die beschauliche Gemeinde. Doch während sich einige über die junge Bürgermeisterin freuen, macht sich bei Franz unmissverständlich ein Gefühl des Unbehagens breit – schließlich hat seine Frau jetzt weniger Zeit für ihn und die Familie. Armer Franz! Während er sich fragt, ob er irgendwann wieder ein normales Leben mit Susi genießen kann, bleibt Paul, ihr kluger Sohn, gut behütet und beobachtet das Chaos.

Doch kaum hat sich Franz halbwegs gefangen, kommt auch noch die Meldung eines Mordes aus den Dolomiten – und oh Wunder, die Patentochter vom Moratschek ist betroffen! Klar, dass unser Lieblingspolizist nun alles andere als entspannt bleibt. Mit Koffer und Paul an seiner Seite geht’s auf zur Berg-Aktion – und man kann sich lebhaft vorstellen, wie Franz im steinigen Gelände nach Hinweisen sucht und nebenbei versucht, seinen Junior vom Blödsinnmachen abzuhalten.

Die Autorin hat wirklich ein Talent dafür, ihre Charaktere altern zu lassen und damit eine nachvollziehbare Geschichte zu weben. Manchmal sind die Szenen knallhart überspitzt, aber das macht sie nur umso authentischer und urkomischer.
Ich kann es kaum erwarten, die nächste Portion Leberkäs-Semmel direkt aus Niederkaltenkirchen zu konsumieren!

Bewertung vom 24.11.2025
Mord unterm Weihnachtsbaum / Miss Merkel Bd.5
Safier, David

Mord unterm Weihnachtsbaum / Miss Merkel Bd.5


sehr gut

Im neuesten Abenteuer des Miss Merkel-Universums, dem fünften Band, wird gemunkelt, dass der Weihnachtsmann nicht nur Geschenke bringt, sondern auch das ein oder andere Geheimnis verbirgt.
Angela und Achim, frisch aus einem skurrilen Weihnachtsurlaub mit Barack und Michelle Obama – bei dem sie mehr über Zwischenmenschliches gelernt haben, als ihnen lieb war – kehren in ihre beschauliche Heimat zurück. Doch kaum haben sie die Koffer ausgepackt, da erwartet sie eine schockierende Überraschung: Ein toter Weihnachtsmann hängt im Kamin!

Natürlich bleibt Angela, die neugierige Natur, nichts schuldig. Mit dem Aufgebot ihrer ganz eigenen „Ermittlerfähigkeiten“ und einer Portion Humor geht sie dem Rätsel auf den Grund. Wer hätte gedacht, dass der Weihnachtsmann mit einem geheimen Leben, einem Sack voller unerledigten Aufgaben die Geschenke verteilt? Während sie sich durch den kleinen Ort Klein-Freundenberg schnüffelt, stellt sie fest, dass selbst die kleinsten Orte ihre großen Geheimnisse haben.

Die Mischung aus Witz, Spannung und weihnachtlicher Vorfreude macht dieses Buch zum perfekten Begleiter für die kälteren Tage. Man könnte sagen, es ist wie ein Glühwein für die Seele: leicht, lecker und sorgt für ein Schmunzeln.
Ein Muss für alle, die sich nach einem wenig traditionellen Weihnachtsabenteuer sehnen!