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Benutzername: 
Jung
Wohnort: 
Lenningen

Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 04.01.2026
Papierblüten. Schatten über der Villa Brendl (eBook, ePUB)
Wolf, Lilly

Papierblüten. Schatten über der Villa Brendl (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein atmosphärisches Meisterwerk über starke Frauen und die Macht der Vergangenheit
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Lilly Wolf ist mit „Papierblüten. Schatten über der Villa Brendl“ ein tief bewegender und atmosphärisch dichter Roman gelungen, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Wer Familiensagas im Stil von Anne Jacobs oder Petra Durst-Benning liebt, wird dieses Buch nicht aus der Hand legen können.
Besonders beeindruckt hat mich die Verwebung der verschiedenen Generationen. Die Geschichte der Stuttgarter Künstlerdynastie Brendl ist nicht nur eine Erzählung über wunderschöne Tapetendesigns, sondern vor allem ein Porträt starker Frauen, die versuchen, ihren Platz in der Geschichte und in ihrer eigenen Familie zu finden. Der Wunsch der Protagonistin, die Tradition fortzuführen und ein eigenes „Musterbuch“ des Lebens zu schreiben, ist so authentisch und berührend beschrieben, dass man förmlich mitempfindet.
Das düstere Familiengeheimnis, das bis in die NS-Zeit zurückreicht, verleiht der Geschichte eine spannende, fast mysteriöse Tiefe. Lilly Wolf versteht es meisterhaft, die Schatten der Vergangenheit mit den Hoffnungen der Gegenwart zu verknüpfen. Die Villa Brendl wird dabei selbst fast zu einem Charakter, dessen Wände die Geheimnisse von Jahrzehnten atmen.
Ein wunderbarer Roman über Versöhnung, das Erbe unserer Vorfahren und den Mut, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Absolute Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit Herz und Tiefgang suchen!

Bewertung vom 04.01.2026
Gestern auf Hiddensee (eBook, ePUB)
Wolf, Lilly

Gestern auf Hiddensee (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

5 von 5 Sternen – Ein atmosphärisches Highlight: Emotionen, Inselcharme und DDR-Vergangenheit
„Gestern auf Hiddensee“ von Lilly Wolf ist ein absolut fesselnder Roman, der mich von der ersten Seite an verzaubert hat. Die Autorin versteht es meisterhaft, die melancholische Schönheit der Ostseeinsel mit einer tiefgreifenden Familiengeschichte zu verweben.
Besonders berührt hat mich die Protagonistin Jenny, deren Schmerz über ihren Verlust und die Last einer alten Schuld für den Leser fast greifbar sind. Die Begegnung mit ihrem Kindheitsfreund Eric und die langsame Annäherung der beiden vor der malerischen Kulisse Hiddensees ist feinfühlig und authentisch erzählt. Man spürt bei jeder Zeile den „Inselcharme“, während gleichzeitig das düstere Geheimnis um die vereitelte DDR-Flucht für eine stetige Spannung sorgt.
Lilly Wolf gelingt die Balance zwischen einem emotionalen Neuanfang und der Aufarbeitung eines schmerzhaften Kapitels deutscher Geschichte perfekt. Ein Muss für alle Fans von historischen Familienromanen und natürlich für alle Ostsee-Liebhaber! Ein Buch, das noch lange nachhallt und zum Nachdenken über Schuld, Vergebung und die Kraft der Wahrheit anregt.
Absolute Leseempfehlung! 5 von 5 Sternen!
Fortsetzung wäre sicher eine Option!

Bewertung vom 04.01.2026
Das Vermächtnis der Gräfin (eBook, ePUB)
Jäger, Cindy

Das Vermächtnis der Gräfin (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

5 von „Das Vermächtnis der Gräfin“ von Cindy Jäger ist genau die richtige Lektüre für alle, die Lust auf einen atmosphärischen Krimi mit einer persönlichen Note haben. Die Geschichte rund um das verblasste Erbe der Familie von Barthow hat mich von der ersten Seite an abgeholt.
Besonders hervorzuheben ist das Ermittler-Duo: Die Freundinnen Freya und Sevim sind wunderbar authentisch gezeichnet. Man merkt sofort, dass hier nicht nur der Kriminalfall im Vordergrund steht, sondern auch eine tiefe Freundschaft, die den Leser schmunzeln lässt. Es macht großen Spaß, die beiden dabei zu begleiten, wie sie durch Zufall in dieses Geflecht aus alten Familiengeheimnissen und der Suche nach dem verschollenen Edelstein hineingezogen werden.
Die Handlung ist geschickt aufgebaut – die Mischung aus historischem Flair, einem alten Familiengeheimnis und den modernen Herausforderungen der beiden Freundinnen sorgt für eine angenehme Spannung. Cindy Jäger schreibt flüssig und schafft es, die neugierige (und manchmal gefährliche) Atmosphäre im Hause von Barthow greifbar zu machen.
Wer klassische „Whodunnit“-Elemente mag und gerne mitfiebert, wenn Rätsel der Vergangenheit gelöst werden, wird dieses Buch lieben. Ein toller Auftakt (oder Einzelband), der Lust auf mehr Abenteuer mit Freya und Sevim macht.
Fazit: Ein Wohlfühl-Krimi mit sympathischen Heldinnen und einer spannenden Schatzsuche. Absolute Leseempfehlung für gemütliche Stunden auf dem Sofa!

Bewertung vom 04.01.2026
Leichenfund im Baugrubengrund (eBook, ePUB)
Jäger, Cindy

Leichenfund im Baugrubengrund (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Wer auf der Suche nach einem herrlich unterhaltsamen und typisch schwäbischen Krimi ist, wird "Leichenfund im Baugrubengrund" lieben! Cindy Jäger ist ein witziger und kurzweiliger Regiokrimi gelungen, der genau das hält, was der Klappentext verspricht.
Die Geschichte rund um die Berliner Hobbyermittlerin Katrin Schimmelpfennig, die es unfreiwillig in die schwäbische Provinz verschlägt, ist eine erfrischende Abwechslung. Katrin, eine charmante, aber auch gerissene Mittvierzigerin, sorgt mit ihrer Berliner Schnauze und ihrem anfänglichen Unverständnis für die schwäbische Mundart für zahlreiche Schmunzler. Der Kulturschock zwischen Großstadtleben und dörflichem Tratsch ist wunderbar eingefangen und bildet das Herzstück des Humors.
Die Krimihandlung selbst ist spannend und bietet genug Wendungen, um bis zum Ende mitzurätseln. Die Machenschaften der alteingesessenen Familienclans und die Geheimnisse, die unter der Oberfläche der idyllischen Streuobstwiesen lauern, sind fesselnd erzählt. Besonders gut gefallen hat mir, wie authentisch das schwäbische Lokalkolorit eingefangen wird – von den Leberkässemmeln bis hin zu den Eigenheiten der Dorfbewohner.
Fazit:
"Leichenfund im Baugrubengrund" ist eine absolute Leseempfehlung für alle, die witzige Regiokrimis mögen. Der Krimi in erster Linie Unterhaltung pur, leichtfüßig und mit viel Charme geschrieben. Eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und schwäbischem Flair. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall mit Katrin Schimmelpfennig!

Bewertung vom 03.01.2026
Butterbrezeln und Betrüger
Jäger, Cindy

Butterbrezeln und Betrüger


ausgezeichnet

Spritziger Schwaben-Krimi mit Herz, Humor und einer Prise Gaunerei!
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5 Sterne)

„Butterbrezeln und Betrüger“ ist genau das, was ein Cosy-Krimi sein sollte: unterhaltsam, humorvoll und herrlich lokalpatriotisch. Cindy Jäger ist mit Katrin Schimmelpfennig eine Protagonistin gelungen, die man sofort ins Herz schließt – gerade, weil sie so herrlich unperfekt ist.
Dass eine ehemalige Trickbetrügerin ausgerechnet bei den traditionsbewussten schwäbischen Landfrauen in Weilheim/Teck Anschluss sucht, sorgt von der ersten Seite an für Zündstoff und Situationskomik. Der Kontrast zwischen Katrins dunkler Vergangenheit und der idyllischen (aber mörderischen) Welt in Weilheim am Fuße der Alb ist brillant herausgearbeitet. Besonders charmant ist ihr Kampf mit der Sprachbarriere – wer nicht aus dem Ländle kommt, wird Katrins „Sprachverwirrung“ absolut nachempfinden können!
Der Schreibstil ist locker, spritzig und flüssig. Das Lokalkolorit wird wunderbar eingefangen, ohne klischeehaft zu wirken. Die Mischung aus skurrilem Mordfall und den persönlichen Herausforderungen der Amateurdetektivin hält die Spannung bis zum Schluss hoch. Der Spagat zwischen der Angst, entdeckt zu werden, und dem Drang, den Mord aufzuklären, verleiht der Geschichte eine tolle Dynamik.
Fazit:
Ein absolutes Muss für Fans von Cosy-Krimis und Regionalkrimis! Wer Bücher mit viel Witz, sympathischen Charakteren und einem Hauch schwäbischer Gemütlichkeit und Humor sucht, liegt hier goldrichtig. Ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte einer Reihe rund um Katrin Schimmelpfennig ist.
Leseempfehlung: 100 % – am besten mit einer frischen Butterbrezel genießen!

Bewertung vom 31.12.2025
»Wenn Ende gut, dann alles« / Svetlana und Tommi ermitteln Bd.1
Klüpfel, Volker

»Wenn Ende gut, dann alles« / Svetlana und Tommi ermitteln Bd.1


ausgezeichnet

Titel: Ein absolutes Wohlfühl-Leseerlebnis mit Witz und Charme!
Volker Klüpfel, den man ja vor allem von den erfolgreichen Kluftinger-Krimis kennt, hat mit »Wenn Ende gut, dann alles« einen großartigen Auftakt zu seiner neuen Krimi Reihe geschaffen. Und was soll ich sagen, der Mann kann einfach schreiben und erzählen!
Im Mittelpunkt stehen die unkonventionelle Svetlana und der Möchtegern-Dichter Tommi. Dieses Duo ist einfach herrlich! Svetlana mit ihrer direkten Art und ihrem charmanten Akzent sorgt für permanente Lacher, während Tommi als etwas überforderter Sidekick perfekt harmoniert.
Die Geschichte beginnt, als die beiden ein verlassenes Kind am Waldrand entdecken, was den Startschuss für einen spannenden, aber immer auch humorvollen Fall gibt. Der Plot ist clever konstruiert, die Spannung wird durchgehend aufrechterhalten, aber es wird nie zu düster oder blutrünstig – es ist ein perfekter "Cozy Krimi".
Besonders hervorzuheben ist der flüssige und unterhaltsame Schreibstil Klüpfels. Man fliegt förmlich durch die Seiten und fühlt sich sofort wohl in dieser kleinen, skurrilen Welt. Die Dialoge sind pointiert und voller Witz.
Für alle, die die Mischung aus Krimi, Humor und liebenswerten Charakteren mögen, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es ist der perfekte Roman für gemütliche Stunden auf der Couch. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen! Klare Kaufempfehlung!

Bewertung vom 31.12.2025
Die Wiener Verwandtschaft
Teufl-Heimhilcher, Brigitte

Die Wiener Verwandtschaft


ausgezeichnet

Absolut lesenswert und herzerwärmend!
Titel: Die Wiener Verwandtschaft: Freundschaft oder Liebe? Amüsante Betrachtungen (Juttas Freundinnen, Band 3)
Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher
Brigitte Teufl-Heimhilcher hat mit „Die Wiener Verwandtschaft“ einen wunderbaren Abschluss ihrer „Juttas Freundinnen“-Reihe geschaffen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Dieses Buch ist eine wahre Freude für alle, die humorvolle, tiefgründige und lebensnahe Geschichten lieben.
Die Prämisse ist reizvoll: Die Nachricht von Nicolettes und Lukas' plötzlicher Hochzeit schlägt ein wie eine Bombe. Wer die beiden kennt, weiß, wie unterschiedlich sie sind – die lebensfrohe Bio-Chemikerin und der griesgrämige Literaturkritiker. Die Autorin fängt die allgemeine Verblüffung und Juttas Neugier perfekt ein. Man rätselt als LeserIn von Anfang an mit: Ist es wirklich nur eine Vernunftehe, wenn das Paar nicht einmal zusammenleben möchte?
Teufl-Heimhilcher gelingt es meisterhaft, die Charaktere lebendig und authentisch zu zeichnen. Jutta und ihre Freundinnen sind wie gute Bekannte, und man fühlt sich sofort wieder wohl in ihrer Gesellschaft. Der Wiener Charme und die amüsanten Betrachtungen sorgen für viele Schmunzelmomente.
Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Beziehung zwischen Nicolette und Lukas entwickelt. Sie nimmt sich Zeit, die Herausforderungen, vor die das Leben die beiden stellt, zu beleuchten. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sie sich annähern müssen und ob das Band der Freundschaft stark genug für ein gemeinsames Leben ist. Die Geschichte ist niemals oberflächlich, sondern berührt auch tiefere Emotionen.
„Die Wiener Verwandtschaft“ ist ein kurzweiliges, charmantes Lesevergnügen, das mich bestens unterhalten hat. Die Mischung aus Humor, Herzlichkeit und der Spannung, das Geheimnis um die Ehe der beiden zu lüften, macht das Buch zu einem echten Highlight. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen und freue mich auf weitere Werke der Autorin!
Fünf Sterne für diesen bezaubernden Roman! ⭐⭐⭐⭐⭐

Bewertung vom 04.10.2025
Schatten über Sømarken / Lennart Ipsen Bd.3
Kobr, Michael

Schatten über Sømarken / Lennart Ipsen Bd.3


ausgezeichnet

Rezension: Schatten über Sømarken – Ein packender Bornholmkrimi von Michael Kobr
Der dritte Fall für Lennart Ipsen: Atmosphäre, Spannung und dänisches Inselflair
Mit „Schatten über Sømarken“ beweist Michael Kobr erneut, dass er zu den Meistern des deutschsprachigen Kriminalromans gehört. Der dritte Fall für den eigenwilligen Ermittler Lennart Ipsen entführt die Leser*innen wieder auf die raue, geheimnisvolle Insel Bornholm – ein Schauplatz, der weit mehr als nur Kulisse ist und die Handlung atmosphärisch auflädt. Kobr gelingt es, mit seiner Sprache und seinem Gespür für Charaktere, Grundstimmung und Dramaturgie einen Krimi zu kreieren, der weit über das Genre hinaus begeistert.
Das dänische Flair ist in jedem Kapitel zu spüren: ob in den Dialogen, der Mentalität der Einheimischen oder der Beschreibung der landestypischen Küche. Kobr vermeidet Stereotype und zeichnet ein Bild Bornholms, das neugierig macht und Lust auf einen Besuch weckt – eine literarische Reise, die es in sich hat.

Der eigentliche Kriminalfall von „Schatten über Sømarken“ ist vielschichtig konstruiert und hält die Spannung über die gesamte Länge des Romans aufrecht. Als im kleinen Ort Sømarken ein rätselhafter Todesfall ausgerechnet im Restaurant seiner Freundin die Insel-Gemeinschaft erschüttert, wird schnell deutlich, dass unter der beschaulichen Oberfläche der Insel dunkle Geheimnisse schlummern. Kobr spielt geschickt mit Andeutungen, legt falsche Fährten und lässt die Leser*innen immer wieder an den Motiven und Hintergründen der Figuren zweifeln.
Die Ermittlungsarbeit wird nachvollziehbar und detailreich geschildert, ohne sich in technischen Details zu verlieren. Stattdessen setzt Kobr auf psychologische Spannung und atmosphärische Dichte. Das Tempo bleibt angenehm, es gibt keine überstürzten Actionsequenzen, sondern eine stetig wachsende Bedrohung, die sich wie ein Schatten über die malerische Landschaft legt. Bis zum überraschenden, aber logisch aufgebauten Finale bleibt der Krimi unvorhersehbar und fesselnd.
Kobr schreibt in einer klaren, schnörkellosen Sprache, die dennoch poetische Nuancen hat. Seine Sätze sind präzise gesetzt, die Beschreibungen treffend, ohne ausufernd zu werden. Besonders beeindruckend ist, wie er es schafft, mit wenigen Worten eine dichte Atmosphäre zu erzeugen – sei es die leise Bedrohung in der Nachbarschaft, der kühle Morgennebel am Hafen oder das Flackern von Emotionen in einem Gespräch.
Die Mischung aus ruhigen, introspektiven Momenten und spannungsgeladenen Entwicklungen sorgt für einen packenden Lesefluss, der nie langweilig wird. Leser*innen, die Wert auf Qualität und Tiefe im Kriminalroman legen, werden bei „Schatten über Sømarken“ voll auf ihre Kosten kommen. Auch die Dialoge sind lebendig und authentisch, was zusätzlich zur Glaubwürdigkeit des Romans beiträgt.
Wie schon in den vorangegangenen Bänden versteht es Kobr, die Krimihandlung mit gesellschaftlich relevanten Fragen zu verknüpfen. Hinter dem Verbrechen von Sømarken verbergen sich Themen wie Ausgrenzung, familiäre Konflikte und die Last von Geheimnissen, die eine Gemeinschaft vergiften können. Kobr behandelt diese Motive mit Feingefühl und Tiefe, ohne je belehrend zu wirken.
Gerade in den stillen Momenten, wenn Lennart Ipsen über Schuld, Verantwortung oder Vertrauen nachdenkt, entfaltet der Roman eine besondere Intensität. Kobr blickt in die Abgründe der menschlichen Seele, doch tut dies mit Empathie und Verständnis für die Widersprüchlichkeit von Menschen.
Fazit: Ein Highlight für Krimifans und mehr
„Schatten über Sømarken“ ist viel mehr als ein klassischer Kriminalroman. Es ist ein literarisch anspruchsvolles Werk, das durch seine Figuren, den starken Schauplatz und die atmosphärische Dichte besticht. Michael Kobr legt mit dem dritten Bornholmkrimi einen weiteren Beweis für sein Können vor und macht neugierig auf die nächsten Fälle von Lennart Ipsen.
Wer atmosphärisch dichte Krimis mit psychologischem Tiefgang, glaubwürdigen Charakteren und überraschenden Wendungen liebt, wird an „Schatten über Sømarken“ große Freude haben. Der Roman ist eine bereichernde Lektüre, die lange nachhallt – und ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie vielfältig und anspruchsvoll das Genre des Kriminalromans heute sein kann.
Absolut empfehlenswert – nicht nur für Bornholm-Liebhaber*innen, sondern für alle, die gerne in spannende, subtil erzählte Geschichten eintauchen!
Freue mich auf die baldige Forstsetzung der Reihe.
Der Roman bekommt 5 von 5 Sternen mit absoluter Lesemepfehelung.

Bewertung vom 27.02.2025
Verdammte Weiber / Kommissarin Irmi Mangold Bd.16
Förg, Nicola

Verdammte Weiber / Kommissarin Irmi Mangold Bd.16


ausgezeichnet

Bei jedem neuen Buch lernt man etwas dazu. Es ist wie immer ein Vergnügen!

Verdammte Weiber ist auf der einen Seite ein Irmi-Mangold-Krimi und zugleich ein fesselnder Kriminalroman um Frauendiskriminierung, Kunst und Gier, aber auch die Zukunft des Skisports und das Elend der Streunerkatzen – eben wie immer und wie gewohnt elegant in einen Roman eingearbeitete Themenkomplexe, die dem Leser hervorragend präsentiert werden. In der neuen Geschichte geht es um komplexe Beziehungen und Herausforderungen, die von der ersten Seite bis zur letzten faszinieren.

Es ist eine absolut gelungene Wendung vom Alpen-Krimi hin zu einem Kriminalroman
mit einer neuen Tiefe der früheren Kriminalhauptkommissarin, die einen Weg zu sich selbst in ihrer neuen Rolle als Rentnerin finden will. Es ist wohltuend, dass sich jedes Buch vom vorherigen unterscheidet und man dennoch den liebgewonnenen Figuren so gerne zuhört und zuschaut. Auch das Dazukommen von neuen Protagonisten in ihrem Leben ist bereichernd und verspricht noch viel Gutes für die Zukunft dieser neuen Krimireihe. Der Weg ist das Ziel? Aber so leicht ist dies nun alles nicht! Einmal Kommissarin - immer Kommissarin? Ihr Bauchgefühl ist eben noch da. Nach verlorener Wette missmutig zum Skikurs unterwegs, trifft sie einen Menschen in Form der Kursleiterin, der ihr wie ein Blitz begegnet und eingeschlagen hat. Es beginnt so etwas wie eine Freundschaft. Und dann das Unfassbare und die Frage gleich zu Anfang: Unfall oder Mord? Bei ihren kurzen, aber sehr intensiven Begegnungen, kommt sie kurz mit der Recherche von Cordula, die eigentlich Journalistin ist, und nur als Ausgleich aber auch zum Broterwerb als Skilehrerin jobbt, in Berührung. Es kommen dann sehr viele großartige, interessante Facetten zum Tragen: zum einen, dass sich da die Vitae von zwei rebellischen Frauen treffen, die eine ein Kind zweier Kriege, die andere eine Frau der Babyboomer Generation. Die Diskriminierung von Frauen in der Kunst, dazu das rätselhafte Schicksal der zu Unrecht vergessenen Künstlerin Ilse Schneider-Lengyel, Mit-Begründerin der Gruppe 47. Hier ist besonders faszinierend, wie die Autorin es bewerkstelligt, dass Ilse und Cordula fast ineinander zu verschmelzen scheinen. Es ist Nicola Förg wie immer ein großes Anliegen den Leser zum Nachdenken anzuregen…und kurzer Nachtrag: dies ist ein Roman im besten Sinne, aber eben kein Heimat Krimi mit vorhersehbarem Strickmuster. Ich bin der Meinung, dass dieser neue Krimi so etwas einfach durchaus auch schlichtweg darf. Zum Schluss alles in allem ein sehr gelungenes Debüt der neuen Reihe – eben nun ein Irmi-Mangold-Krimi. Ich freue mich bereits auf Band 17, da es ja noch vieles zu erzählen gibt. Danke für diese Geschichte oder eine Teil-Wahrheit?

Ich gebe daher 5 von 5 Sternen!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.01.2025
Ach, Johann
Teufl-Heimhilcher, Brigitte

Ach, Johann


ausgezeichnet

Das Motto der Reihe ist ja „Gestern & Heute“; nun hier der dritte Band mit Zuwachs in der Senioren-WG.
Der neue „Wohlfühlroman für Jung und Alt“ Ach, Johann von Brigitte Teufl-Heimhilcher ist ein Buch, das sich durch seine herzliche, flüssige gelungene Erzählweise und die tiefgründigen Charaktere auszeichnet. Die Autorin schafft es wieder einmal perfekt, eine Atmosphäre zu kreieren, die sowohl nostalgische als auch moderne Elemente vereint. Wieder liebenswert typisch Jung und Alt!
Die Handlung ist fesselnd und bietet eine gelungene Mischung aus Humor, Emotionen und Lebensweisheiten. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und ihre Entwicklungen im Laufe der Geschichte sind nachvollziehbar und berührend.
Ein besonderes Merkmal des Buches ist die Fähigkeit verschiedene Generationen anzusprechen. Es behandelt Themen wie Freundschaft, Familie und die Herausforderungen des Lebens auf eine Weise, die sowohl jüngere als auch ältere Leser anspricht.
Mich haben bereits die ersten beiden Bände bestens unterhalten. So freute ich mich sehr über das Wiedersehen mit den mir bereits bekannten Protagonisten. Auch der Familienzuwachs mit dem pensionierten Pfarrer und seinen „Familiengeheimnissen“, die bis in den Vatikan gehen, ist vom Feinsten. Fast ein bisschen Crime Time. Da jeder Roman in sich abgeschlossen ist, kommt man jedoch auch ohne Vorkenntnisse problemlos in die Geschichte hinein. Als Hauptpersonen fungieren wieder Gisela, Karin und als Neuzugang der Priester Johann, die übrigen Familienmitglieder runden die Handlung als Nebenfiguren perfekt ab. Ich finde es übrigens auch sehr schön immer wieder dieselben Protagonisten zu treffen, da man sie schon wirklich gut kennt. So fühle ich mich immer wieder als würde ich beim Lesen zu guten Freunden zurückkehren.
Insgesamt ist der Wohlfühlroman Ach, Johann eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die nach einer inspirierenden und unterhaltsamen Geschichte suchen. Die positive Botschaft und der angenehme Schreibstil machen es zu einem perfekten Begleiter für entspannte Lesestunden.
Ich freue mich schon auf Band 4 und vergebe gerne 5 von 5 Sternen.

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