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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Mima
Wohnort: 
Hamburg

Bewertungen

Insgesamt 71 Bewertungen
Bewertung vom 19.11.2025
Dann ruhest auch du / Maya Topelius Bd.3
Åslund, Sandra

Dann ruhest auch du / Maya Topelius Bd.3


sehr gut

"Dann ruhest auch Du" von Sandra Aslund ist der 3.Teil der Serie um Maya Topelius.
Es ist ein Jahreszeitenkrimi und dieser spielt im Herbst.
Das Buch hat 386 Seiten und ist im Ullstein Verlag erschienen.

Das Cover ist einfach gestaltet, hat einen hohen Wiedererkennungswert und passt gut zu dieser Reihe.

Handlung:
Maya besucht Ihre Eltern, will sich mit Ihrer Freundin treffen und ausspannen...
In der Schlossruine wird allerdings eine Frauenleiche gefunden und somit wird Maya und Ihr Kollege aus Stockholm, Pär, in die Ermittlungsarbeit eingezogen.
Zudem taucht eine Klassenkameradin, nach Jahrzehnten, wieder auf und Mayas Freundin Clara bittet Sie um Hilfe wieder Kontakt aufzunehmen.Als diese ermordet wird, kommt Maya einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur.
Die erste Tote war eine Journalistin und zuerst sind die Zusammenhänge der Morde unklar, doch dann gibt es eine Spur die zum Rechtsextremismus führt.

Meinung:
Die Figuren kommen authentisch rüber und es wird gekonnt eine gute Spannung aufgebaut. Das Maya persönlich involviert ist, ist das Salz in der Suppe, denn in den vorigen Bänden wurde viel angedeutet und jetzt kam die Auflösung.
Die Sprache ist fließend und es hat Freude gemacht diesen Krimi zu lesen.
Dieser Teil hat mir besser gefallen als Band zwei.

Fazit:
Ein Schwedenkrimi der sich leicht weglesen kann und eine gute Spannung erhält.

Bewertung vom 08.11.2025
Wir dachten, das Leben kommt noch
Sandmann, Elisabeth

Wir dachten, das Leben kommt noch


sehr gut

Zuallererst gefällt mir das Cover mit den zwei Frauen vor dem schemenhaften Hintergrund mit dem Eiffelturm sehr gut.Ihr Gesichtsausdruck ist skeptisch und Ihre Körperhaltung sieht aus als ob Sie sagen wollen: wir schaffen das....
" Wir dachten, das Leben kommt noch" von Elisabeth Sandmann ist Ihr zweites und ein Nachfolgeroman des Buches: " Porträt auf grüner Wandfarbe".
Es hat 381 Seiten und ist im Piper Verlag erschienen.
Da ich das erste Buch voller Freude gelesen habe, musste ich dieses auf jeden Fall auch lesen!

Handlung:
Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt, einmal 1942 und 1998.
Gwen, die schon im vorigen Buch auf den Spuren Ihrer Großmutter Ilsabe unterwegs war, ist eine Moderatorin bei der BBC und soll über die Frauen der Special Operations Executive (SOE) berichten und Ihnen eine Stimme geben.
Dafür reist Sie mit Tochter, Freundin und Tante nach Paris.
Diese Einheit ist 1940 von W.Chuchill ins Leben gerufen worden um die Deutschen auszuspionieren.
Die Hauptperson ist Pat Conway, die getarnt als Französin, eine dieser Frauen gewesen ist.
Die Frauen werden authentisch beschrieben, Ihre Ängste, Gefühle bis in die Gegenwart hinein.
Das Thema ist so wichtig, auch wenn in diesem Buch manchmal zu viel über Gwens Leben, z. B.über Ihre Tochter, erzählt wird.

Meinung:
Das Buch ist feinfühlig geschrieben und die Situation der Agentinnen und das Leben in Paris zur Zeit der Besetzung der Deutschen lebendig.
Durch die Reportage werden die wenigen überlebenden Frauen geehrt, wahrgenommen und das ist total schön. Es gab so viele tapfere Frauen im Widerstand und Sie werden viel zu wenig beachtet.
Es ist nicht ganz verkehrt wenn man das erste Buch zuvor lesen würde. Es ist nicht inbedingt notwendig, weil am Ende des Buches eine Namensliste erstellt wurde, die sehr hilfreich ist.

Fazit:
Ein ganz tolles Buch, zwar nicht so ganz wie das erste, aber es liest sich wunderbar.
Die Sprache ist klar, präzise und hat mich abgeholt.
Es ist ein Buch für alle die sich für starke Frauen interessieren und für unsere Geschichte, die oft nur einseitig oder gar nicht erzählt wird.
Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und 4,5 Sterne.

Bewertung vom 14.10.2025
Aufgeben können die anderen / Sternstunden der Frauen Bd.1
Johannson, Lena

Aufgeben können die anderen / Sternstunden der Frauen Bd.1


sehr gut

Das Cover hat mich sehr angesprochen, der Titel ebenfalls.
"Aufgeben können die anderen"von Lena Johannson erzählt die Geschichte der Sportlerin Alice Milliat die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts für die Gleichberechtigung der Frauen im Sport gekämpft hat.
Das Buch ist im Aufbau Verlag erschienen und hat 379 Seiten.

Alice ist eine leidenschaftliche Schwimmerin, probiert noch viele andere Sportarten aus, wie z. B. den Rudersport.
Nachdem Ihr junger Ehemann, der Sie in allem unterstützt hat, stirbt, widmet Sie sich darum, den Frauensport populär zu machen und möchte, dass Frauen an den Olympischen Spielen 1920 zugelassen werden. Sie hat viele Nackenschläge erhalten, aber auch viel Unterstützung.
Es ist unglaublich wie die Männer die Frauen angefeindet haben um sie daran zu hindern in der Öffentlichkeit Sport auszuüben und sei es nur zu laufen oder zu schwimmen.
Der fiktive Erzählstrang von der Beziehung zu Jean Luc hat mich ein wenig in meinem Lesefluss gestört.

Fazit:
Ein Buch über eine starke Frau, über eine Frauenbewegung von der ich noch nichts wusste und die Geschichte über den Anfang der Sportbewegung der Frauen.
Es ist ein Buch was uns zeigt, dass aufgeben keine Option ist, dass man den Glauben an seine Stärke nicht verlieren darf und das Freundschaft und Mut ganz wichtig ist.
Trotzdem war einiges zu langatmig erzählt (die Liebesgeschichte mit auf und ab..), das historische zu knapp und die sportlichen Diskussionen oft zu viel.
Meine Leseempfehlung wäre 3,5 Punkte, aufgerundet auf 4 Sterne.

Bewertung vom 12.10.2025
Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand
Ohlandt, Nina;Wielpütz, Jan F.

Mörderische Brise - Der Tote am Sandstrand


sehr gut

"Der Tote am Sandstrand" ist der 1.Band der Reihe "Mörderische Brise" aus der Feder von Nina Ohlandt, die der Autor Jan.F. Wielpütz für die verstorbene Autorin posthum fortsetzt. Das Buch hat 490 Seite und ist im Lübbe Verlag erschienen.

Handlung:
Kommissarin Hannah Bülow kehrt in Ihre Heimat, einem kleinen Ort vor Wismar, zurück, als Ihr Mann stirbt und weil Ihr Vater, Ihrer Meinung nach, Hilfe benötigt.
Bevor Ihr erster Arbeitstag beginnt, gibt es einen Toten und der ist auch noch ein Jugendfreund.
Ihre Freundin Constanze, die Ihr diesen Job vermittelt hat, lässt Sie mit der Kripo in Wismar zusammenarbeiten.
Der Vater ist wenig begeistert über Ihre Rückkehr, denn vor 32 Jahren ereignete sich ein Unglück mit Todesfall und das erschwert Ihr Verhältnis.
Kurz darauf stirbt ein zweiter Jugendfreund von Hannah, der Bruder des ersten Opfers.
Immer wieder kommen die Erinnerungen von damals in die Ermittlung und vieles ist rätselhaft.Es gibt viele Verstrickungen, Verdächtige und das private, auch der anderen Ermittler, spielt eine große Rolle bei der Aufklärung.

Meinung:
Zu Anfang werden alle Protagonisten*innen vorgestellt, wer wie mit wem zu tun hat.
Die unterschiedlichen Charaktere gefallen mir und sind stimmig.
Ein paar Zusammenhänge finde ich merkwürdig: wieso "ermittelt" die Kripo Wismar mit der Polizeistation in der Hannah arbeitet und warum wird Sie so stark eingebunden ohne zuständig zu sein..?Ok., schriftstellerische Freiheit, nur manchmal war das schon etwas viel.
Die Handlung war rätselhaft und voller falscher Fährten, was ich gut gefunden habe.
Die Beschreibungen der Landschaften, der Orte und auch das geschichtliche,hat mir gut gefallen.Der Schreibstil ist leicht, locker und atmosphärisch.
Das Cover mit der Brandung und der Gischt ist ganz nach meinem Geschmack und sehr passend zu diesem Krimi.

Fazit:
Ein spannender, lockerer Krimi. Guter Auftakt für weitere Folgen.
Die Ermittlerin, mit Herz, hat mir gut gefallen. Die Figuren sind lebendig und die Auflösung war dann doch ziemlich unerwartet, was mir besonders gefallen hat.
Freue mich auf Band zwei.

Bewertung vom 31.07.2025
Wir sehen uns wieder am Meer
Teige, Trude

Wir sehen uns wieder am Meer


sehr gut

"Wir sehen uns wieder am Meer" ist der 3.Teil von "Als Großmutter im Regen tanzte", hat 395 Seiten und ist im Fischer Verlag erschienen.
Die Gestaltung des Covers ist in ähnlichen Farben gestaltet und passt gut zu den anderen Bänden.Zu sehen sind 3 Frauen in Badeanzügen die sich an den Händen halten und entspannt lächeln.

Inhalt:
In diesem Buch erhält Theklas Enkelin Juni einen Anruf von Anna, einer Großnichte der Freundin Birgit.
Birgit ist die Hauptfigur, die anderen Freundinnen und die Großmutter selbst, sind nur am Rande in die Geschichte eingebunden.
Hier geht es um die Jahre 1944 bis 1953 und welche Wege die Freundinnen gehen.
Birgits Lebenslauf an sich ist schon sehr berührend, aber auch die anderen Protagonisten*innen haben es in sich.
Geschildert wird der Ablauf im Krankenhaus, wo Birgit arbeitet, die Situation der Zwangsarbeiterinnen, der sowjetischen Gefangenen und das Verhalten der Norweger, die den Deutschen gefallen wollen.Birgit verliebt sich in einen russischen Gefangenen, der geflohen ist und im Krankenhaus versteckt wird.
Zusätzlich versucht Sie den Frauen im Lager zu helfen und freundet sich dabei mit Nadia, einer Ukrainerin, an, die schwanger ist. All das wird sehr gut umgesetzt und so manches Mal bin ich schockiert über die Gräueltaten der Menschen, egal aus welchem Land.

Meinung:
Trude Teige erzählt schonungslos, aber auch gefühlvoll über Menschen im 2.Weltkrieg im besetzten Norwegen, aus der Perspektive von 3 Frauen.Was diese erleiden mussten ist grauenvoll! Es zeigt aber auch die Stärke, Entschlossenheit,den Mut und vor allem die Freundschaft und Menschlichkeit in all der Not. Ohne dieser Eigenschaften wäre ein Überleben kaum möglich gewesen.

Die ersten zwei Bände sollten unbedingt auch gelesen werden, denn sie sind sogar noch mal um Längen besser und meine absoluten Favoriten!

Fazit:
Zeitgeschichte, die unbedingt gelesen werden sollte, denn die Geschichtsbücher erzählen nur Fakten, nicht aber wie die Menschen diese Zeit erlebt haben, erleben mussten.
Wir alle tragen die Vergangenheit unserer Eltern und Großeltern in uns und diese Geschichte hilft sicherlich mit, sich einigem zu stellen, zu hinterfragen und auf die heutige Zeit zu schauen um es besser oder anders zu machen.
Obwohl ich diesen Band ein klein wenig anders fand, gibt es eine klare Leseempfehlung von mir! Es lohnt sich die Bücher von Trude Teige zu lesen!

Bewertung vom 26.07.2025
WAS IST WAS Comic - Tiefsee
Mitringer, Albert

WAS IST WAS Comic - Tiefsee


gut

Das Cover, das im Dunklen leuchtet, hat mich total angelacht, denn das ist ein Hingucker.
"Urlaub am Abgrund" ist der dritte Comic aus der Reihe "Was Ist Was" und ein spannender Wissenscomic für Kinder ab 8 Jahren.

Zum Inhalt:
In den Ferien lassen sich drei Kinder: Will,Iris und Wenko von Professor Quecksilber auf eine Forschungsstation im Meer einladen.
Dort sollen sie z.B. Tauchanzüge und ähnliches testen. Doch dann tauchen sie, ohne Erlaubnis zu fragen, in einem modernen U-Boot ab und dann...passiert ein gefährlicher Zwischenfall.

Meinung:
Ich kenne schon andere Comics von Egmont Bäng und muss sagen, hier finde ich die Figuren nicht so toll gezeichnet. In den ersten zwei Bänden sehen sie auch anders aus und gefallen mir mehr.
Die Informationen über die Tiefsee sind interessant, aber die Zeichnungen und die Reaktionen der Kinder finde ich überzogen. Ja, es ist ein Comic und trotzdem ist mir vieles zu wirr.

Fazit:
Um Kinder einen Anreiz zu geben in ein Buch zu schauen ist dieses Buch trotz allem geeignet. Das Lesezeichen plus Poster gefällt mir auch gut.
Da ich mir mehr von dem Buch versprochen habe, kann ich nur eine eingeschränkte Leseempfehlung geben.
Die Aufmachung ist klasse und das Buch fällt einem sofort ins Auge.

Bewertung vom 08.07.2025
Eisenblume / Fredrika Storm Bd.2
Skybäck, Frida

Eisenblume / Fredrika Storm Bd.2


ausgezeichnet

Auch das zweite Cover dieser Reihe von Frida Skybäck ist passend zu dem Buch.
"Eisenblume" ist der 2. Band für die Ermittlerin Frederika Storm und Ihren Kollegen Henry Calmont.Das Buch ist im dtv Verlag erschienen und hat 428 Seiten.

Handlung:
In einer alten psychiatrischen Klinik, einer baufälligen Ruine, finden zwei Teenager eine Leiche, eingewickelt in Folie und in einer Wand, zwischen Holzlatten, verborgen.Zuvor wollten die beiden in diesem Gebäude einen Geist aufspüren, denn 1987 verschwanden hier zwei Jugendliche die bisher nicht aufgefunden wurden.
Ist es eine/r der beiden und wenn ja, das Mädchen oder der Junge, der das Mädchen "angeblich" getötet haben sollte.
Das unterschiedliche Duo der Ermittler ermittelt in einem Cold Case Fall, der spannender nicht sein kann.Nach und nach kommen Geheimnisse an die Oberfläche, aber auch nur deshalb, weil F. Storm sehr hartnäckig gräbt.

Meinung:
Der Schreibstil hat mir schon im 1.Band sehr gut gefallen und die Protagonisten*innen sind mir sympathisch. Manchmal ist mir allerdings das Verhalten von Henry, der aus der Oberschicht kommt, etwas zu viel, z.B. die Mittagessen die sehr teuer sind könnte weggelassen werden.
Ich habe das Buch zügig gelesen und fand es noch spannender als "Schwarzvogel".
Das Vorwort der Autorin hat mich sehr angerührt, denn es geht hier um keine fiktive, sondern um eine echte Klinik in der die Patienten stark misshandelt wurden und Versuche an Ihnen gemacht worden sind.
Damit bekommt das Buch noch einmal mehr Inhalt und einen gewissen Hintergrund.
Der Titel des Buches passt daher sehr gut zu diesem Roman:
Eisen und Blume - gegensätzlicher geht es nicht.
Ich freue mich schon heute auf den 3.Band!

Fazit:
Ein wirklich spannender Krimi mit einem echten Hintergrund der gruseliger nicht sein könnte.
Von mir eine sehr klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 04.06.2025
Am Meer ist es schön
Leciejewski, Barbara

Am Meer ist es schön


sehr gut

Barbara Leciejewski hat mit Ihrem Roman " Am Meer Ist Es Schön", erschienen im List Verlag, ein brisantes Thema aufgegriffen: die Kinderverschickung, denn als Kuren konnte man es kaum bezeichnen.
Das Cover sieht total friedlich aus: ein fröhliches Mädchen und im Hintergrund spielende Kinder.
Die Wirklichkeit der Kinder damals sah anders aus. Alleine, ohne Eltern, mit Erzieherinnen, die sogenannten "Tanten" die alles andere als liebevoll waren.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen:
1969, Susanne, 8 Jahre alt, genannt Susi, wird, weil Sie zu dünn ist, wie so viele andere Kinder in der Zeit,nach St.Peter Ording verschickt, zur Kur.
Dort soll Sie sich am Meer aufpäppeln lassen.
In der Gegenwart sitzt Susanne mit Ihrer Tochter Julia am Sterbebett der Mutter und auch Ihre zwei Geschwister kommen dazu.
Die Mutter, Luise, hat einen klaren Moment und entschuldigt sich bei Susanne dafür, dass Sie Ihr nicht geglaubt hat, dass in der Kur so viele schreckliche Dinge passiert sind.
Susanne beginnt Ihrer Tochter, den Geschwistern und der Mutter von Ihren traumatischen Erlebnissen zu berichten.Die Schilderungen sind zutiefst erschütternd, ja grausam und die Macht der "Tanten", die die Kinder mit Härte statt Liebe behandelt haben ist so furchtbar.
Die Kinder bekamen Strafen die entsetzlich waren. Ihre Kuscheltiere mussten Sie abgeben, Toilettengänge wurden vorgeschrieben und das Essen war ekelhaft.
In den Tagen der Erzählungen kommen sich die Geschwister wieder näher und die Mutter kann Ihren Frieden machen, weil Sie und Susanne durch die Aufarbeitung Vergebung annehmen können.

Der Roman hat mich tief bewegt, denn auch ich wurde mit 6 Jahren zusammen mit meiner Schwester, 8 Jahre, "verschickt".
Es war so wie in diesem Buch, die Betreuerinnen haben mit Härte betraft und schön war es nicht.

Der Schreibstil ist einfühlsam. Die Personen sind authentisch geschildert.

Fazit: ein tolles Buch, aber vielleicht sollten Personen, die als Kind verschickt wurden, sich überlegen das Buch in die Hand zu nehmen.
Es ist trotzdem sehr gut, das dieses Tabuthema in Angriff genommen wurde, von einer Autorin, die den Kindern, die gedemütigt, gequält und misshandelt wurden, eine Stimme gibt.

Bewertung vom 25.05.2025
Die unsichtbare Hand
Clark, Julie

Die unsichtbare Hand


weniger gut

"Die unsichtbare Hand" nach "Der Plan" und "Der Tausch" ist der neue Roman von Julie Clark und im Heyne Verlag erschienen.
Das Cover passt zu dem Buch.
Olivia ist eine Ghostwriterin, hat finanzielle Probleme und muss daher einen Auftrag annehmen den Sie lieber ablehnen möchte. Sie soll das neue Buch Ihres Vaters schreiben. Niemand weiß, dass Sie die Tochter von Vincent Taylor ist, dem offensichtlich die Morde seiner zwei Geschwister vor 50 Jahren zugeschrieben werden.
Der Vater möchte seine Geschichte erzählen und Olivia stochert in der Vergangenheit Ihres Vaters, der, zunehmend verwirrt, das nicht alleine bewerkstelligen kann oder will.
Die Geschichte wird einmal in der Vergangenheit von der Schwester und dann im heute erzählt.
Die anderen Bücher haben mich gefesselt, aber dieses Buch hat mich nicht mitgenommen.
Es hat sich teilweise ziemlich gezogen und der Zwist mit einem anderen Autor, der Streit mit Ihrem Freund und die Recherchen in der Gegenwart waren teilweise sehr langatmig.
Nur weil ich wissen wollte wie die Morde passiert sind habe ich mich gezwungen weiter zu lesen.
Die Sprache war zwar flüssig, aber von Spannung habe ich nichts gemerkt.
Leider kann ich dem Buch nur 2-3 Sterne geben.
Die anderen Bücher sind zu empfehlen, aber dieses fällt aus dem Rahmen, schade.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.04.2025
Ostseedämmerung / Pia Korittki Bd.20
Almstädt, Eva

Ostseedämmerung / Pia Korittki Bd.20


sehr gut

"Ostseedämmerung" von Eva Almstädt ist bereits der 20. Fall mit der Kommissarin Pia Korittki und ist im Lübbe Verlag erschienen.

Handlung:
Zwei Kinder finden beim Spielen in einem Dorfteich eine bronzene Gewand-Fibel aus der Wikingerzeit.
Alleine dieses Fundstück hat mich bereits gereizt in diesem Buch zu lesen.
Daraufhin wird die Suche einer Archäologie Studentin wieder aufgerollt und zu einem Cold Case Fall, denn Mira wird tot aufgefunden.
Nun werden die Dorfbewohner und die Archäologen befragt und es kommen viele Tatverdächtige in Frage.
Dorfbewohner wie Archäologen verhalten sich ziemlich merkwürdig und es müssen viele Puzzleteile zusammengefügt werden.

Meinung:
Da ich die Romane über Pia K. wirklich sehr mag, sind ein paar Schwächen gut zu akzeptieren.
Am Ende des Buches taucht plötzlich der Name einer Frau auf die mit der Freundin von Mira, dem Mordopfer liiert war, auf, obwohl Sie vorher überhaupt nicht erwähnt wurde.
Im Klappentext hätte man gut die Entführung von Broders, dem Kollegen von Pia, weglassen können, denn das nimmt ein wenig Spannung weg.
Das Cover enthält eine schöne Stimmung, obwohl das kleine Dorf der Ermittlung alles andere als harmonische Komponenten hat, und gefällt mir sehr gut.
Der Schreibstil ist leicht, enthält viele Spannungsanteile und durch die Verwirrungen fragt man sich: wer ist der Täter..?Das Ende ist dann überraschend und nur weil Trine, das Mädchen das die Fibel gefunden hat und das es nicht leicht hat, Hinweise geben kann.
Das private von Pia ist in diesem Band, meines Erachtens, nicht zu viel, eher fehlt mir noch einiges, wie z. B. das Verhalten von Hinnerk und Mascha über die Vaterschaft von Felix könnte mehr geschildert werden, aber das ist Ansichtssache.


Fazit:
Ostseedämmerung ist eine sehr gute Fortsetzung und die Idee mit dem Cold Case gefällt mir sehr gut.
Ein lesenswerter Krimi mit Lokalkolorit!
Auf den nächsten Band freue ich mich jedenfalls jetzt schon.