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Benutzername: 
Feliz
Wohnort: 
Bielefeld

Bewertungen

Insgesamt 284 Bewertungen
Bewertung vom 13.01.2026
Between Fading Stars (Paperback-Ausgabe)
Savas, Anna

Between Fading Stars (Paperback-Ausgabe)


ausgezeichnet

Spoiler für alle, die die ersten beiden Teile der Reihe nicht gelesen haben

Ich liebe die gesamte Gestaltung der Reihe unglaublich gerne und dieser abschließende Band stellt keine Ausnahme dar. Ich mag, wie die Gestaltung über alle drei Bücher beibehalten wird, man aber klar unterscheiden kann, welches Buch man gerade vor sich hat. Sie machen sich zudem hervorragend als Hingucker im Regal.

Die Geschichte geht genau da weiter, wo der zweite Teil aufgehört hat: Wes hat sich nach seinem Unfall damit abgefunden, dass Maddie und Adam wieder zueinander gefunden haben und sein Bruder auch endlich die Stelle als Geschäftsführer von Prince Publishing angenommen hat. Als Adam ihm anbietet, Andy und Martha im Veranstaltungsbereich des Verlags zu unterstützen, nimmt er, weil er eh keine anderen Pläne hat, diese Stelle ein bisschen widerwillig an. Die erste Autorin, die er in seinem Job bereut, ist ausgerechnet seine Jugendliebe Hailey, die ihm das Herz gebrochen hat, als sie ihn damals verlassen hat. Weil seine Kolleginnen ausfallen, muss er sie zudem auf ihre Lesereise begleiten und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie einander. Doch die Verletzungen von damals sind noch nicht verheilt und Hailey war nicht ganz ehrlich zu Wes.

Ich habe im ersten Buch der Reihe die Beziehung von Wes und Maddie geliebt und habe es gehasst zu sehen, wie es kaputt gegangen ist. ich habe verstanden, dass Adam und sie schon immer füreinander bestimmt waren und natürlich sind sie viel besser kompatibel miteinander. Ich habe Wes aber so sehr ins Herz geschlossen, dass ich es nicht mitansehen konnte, wie schlecht er nach dem Unfall zurecht kam und wie sehr alles für ihn auseinander gebrochen ist. Deswegen habe ich mich extrem darüber gefreut, dass er seine eigene Geschichte und die Chance auf ein Happy End bekommt.

Der Schreibstil von Anna Savas ist auch in diesem Buch wieder richtig gelungen. Ich brauche nahezu keinerlei Anlaufzeit, um in das Buch zu finden und bin dann durch die Seiten geflogen. Sie hat einfach eine besondere Art, leicht und gleichzeitig emotional zu schreiben, sodass man komplett in die Geschichte eintauchen kann.

Die Charaktere mochte ich ebenfalls richtig gerne. Wes habe ich schon im ersten Teil der Reihe fest ins Herz geschlossen, sodass es mir jetzt schwer fiel, zu sehen, wie verloren er zum Teil wirkte. Es wird deutlich, dass, obwohl er Maddie noch gerne mag, sie nicht mehr liebt, aber er durch die Rückkehr von Adam ein bisschen seinen Platz in der Familie und im Verlag verloren hat. Deswegen mochte ich auch zu sehen, wie er mit seinen direkten Kolleginnen Andy und Martha umgeht, weil sie ihn einfach wie einen Kollegen behandeln, mit dem sie sich gut verstehen und er diese Beziehung unabhängig von seinem alten Job als Geschäftsführer aufgebaut hat. Bei Hailey war ich mir zuerst unsicher, weil ich ja wusste, wie sehr sie Wes verletzt hat, aber ich habe sie trotzdem sehr schnell ins Herz geschlossen. Es wird sehr früh deutlich, dass mehr dahintersteckt und dass sie ihn wirklich aufrichtig geliebt hat, sodass ich ihr schon verziehen habe, bevor ich die ganze Geschichte kannte. Ich fand es außerdem super spannend zu sehen, wie sie nach und nach als Autorin erfolgreich wird, obwohl sie so große Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein hat.

Alles in allem fand ich, dass dieses Buch ein perfekten Abschluss darstellt. Der Schreibstil ist einfach grandios und ich habe mich so sehr gefreut zu sehen, dass Wes und Hailey noch einmal eine zweite Chance darauf bekommen, endlich glücklich zu werden.

Bewertung vom 12.01.2026
Royal Heist Bd.1
Kiefer, Lena

Royal Heist Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover des Buches gefällt mir wirklich gut. Ich mag, dass es vergleichsweise schlicht ist, aber durch die Kombination aus hellem Lila und weiß wirkt es sehr edel. Außerdem mag ich die Darstellung der Krone, die langsam zerfällt, weil es nahezu perfekt zum Inhalt passt.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Darcy ist eine brillante Trickbetrügerin, die zusammen mit ihrem Bruder und den anderen Mitgliedern der Bande Robbin‘ Hood in den vergangenen Wochen auf der ganzen Welt erfolgreiche Coups verübt haben. Dabei nehmen sie reichen Personen, die für Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft verantwortlich sind und spenden einen Teil ihrer Beute. Ihr nächstes Ziel ist für Darcy und Linus persönlich. Sie machen die königliche Familie dafür verantwortlich, dass vom einen auf den anderen Tag ihre ganze Familie zerbrach und wollen Rache. Dafür soll Darcy sich unter falschem Namen dem Kronprinzen Spencer annähern und gibt sich ihm gegenüber als perfekte Heiratskandidatin aus, schließlich muss sie in den engeren Kreis aufgenommen werden, um dem Zielobjekt, einer sagenumwobenen Krone, nahezukommen. Doch ausgerechnet Tristan, Spencers jüngerer Bruder, bedroht Darcys Pläne. Schon als Kinder standen sie sich nahe und auch jetzt scheinen sie sich zueinander hingezogen zu fühlen, doch er darf auf keinen Fall erfahren, wer sie wirklich ist, denn das könnte alles zerstören.

Ich liebe zum einen die Bücher von Lena Kiefer und zum anderen Royal Romance, deswegen habe ich mich riesig auf dieses Buch gefreut und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht. Das liegt auch am Schreibstil. Dieser ist wirklich mitreißend und fesselnd, dabei aber auch an den richtigen Stellen tiefgründig. Er hat mich vollkommen in die Geschichte gezogen und ich bin wirklich durch die Seiten geflogen.
Ich habe zu Beginn des Buches ein wenig gebraucht, um wirklich in die Geschichte zu finden. Das liegt allerdings auch daran, dass man erst einmal alle Charaktere kennenlernen und ihre Hintergrundgeschichten verstehen muss, was seine Zeit dauert. Anschließend bin ich aber nur so durch die Geschichte geflogen. Ich wollte unbedingt wissen, was die Royals damals getan haben, wofür sich Linus und Darcy nun rächen wollen. Man merkt einfach, wie stark es ihre beiden Leben beeinflusst hat und wie wenig sie darüber hinweg sind.

Es waren auch vor allem die Charaktere, die mich für die Geschichte begeistert haben. Ich mochte sowohl Darcy als auch Tristan direkt richtig gerne. Es wird schnell deutlich, dass hinter beiden mehr steckt, als man zunächst vermutet. Ich war widerwillig sehr beeindruckt davon, wie gut Darcy als Trickbetrügerin ist. Ich fand es super spannend zu sehen, wie extrem vorbereitet sie und ihr Team sind. Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich neben den Hauptcharakteren auch Darcys Team so lieb gewinne, aber ich konnte ihre Motive, den Robbin’ Hood beizutreten sehr gut verstehen und mochte, wie sehr sie alle füreinander da sind. Dadurch konnte man auch die wirkliche Darcy recht gut kennenlernen, obwohl sie ja die meiste Zeit eine Rolle spielt. Bei Tristan habe ich ein bisschen länger gebraucht als bei Darcy, wahrscheinlich weil sehr klar war, dass er noch etwas verbirgt. Dennoch mochte ich, wie sehr er immer für seine Familie da ist, wie wenig ihn das royale interessiert und dass er es auf seine Weise schafft, seinen Träumen zu folgen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich geliebt. Ich bin, nachdem ich erst einmal die Geschichte gefunden hatte, nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit durchgelesen. Ich hätte am liebsten direkt weitergelesen, weil ich die Charaktere so sehr in mein Herz geschlossen habe und unbedingt wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht.

Bewertung vom 12.01.2026
Velvet Falls, but the Gods forgot to die / Velvet-Dilogie Bd.1 (eBook, ePUB)
Dippel, Julia

Velvet Falls, but the Gods forgot to die / Velvet-Dilogie Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Nicht nur der Schutzumschlag und der Farbschnitt, sondern auch die Innengestaltung des Buches sind wirklich wunderschön. Ich mochte, wie perfekt jede Gestaltung zum Inhalt passt, aber erst während des Lesens merkt, wie genau das der Fall ist.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Als die Magie und die Götter in die Welt zurückgekehrt ist, konnte sich Velvet nichts Besseres vorstellen, als an der Arkanen Akademie zu studieren. Doch es läuft nicht so wie erwartet und sie muss sich fortan als Dämonenreiterin durchschlagen. Doch als sie plötzlich von Visionen einer brennenden Stadt und sterbenden Göttern gequält wird, muss sie sich einem Mann zuwenden, der eigentlich Teil ihrer Vergangenheit sein sollte. Kashmere Sinclaire ist einer von sieben Göttersöhnen, deren Blut das einzige sein könnte, das die Götter vor einem sicheren Tod retten kann. Für Kash ist Velvet die Frau, die er nie wiedersehen wollte und für Velvet steht er für alles, was sie verloren hat. Doch die beiden müssen widerwillig zusammenarbeiten, wenn sie wollen, dass die Welt, die sie kennen, überlebt, doch setzt Velvet mehr aufs Spiel als nur ihr Herz.

Ich habe bisher noch kein Buch von Julia Dippel gelesen, nach diesem Buch werde ich das aber vermutlich noch nachholen. Das liegt auch an dem extrem mitreißenden Schreibstil. Ich habe nahezu keine Anlaufzeit gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen. Das liegt auch daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird ohne eine große Einleitung in die Welt. Bei vielen anderen Büchern hat das dazu geführt, dass ich erstmal verwirrt gewesen wäre, wie die Regeln der Welt gewesen wären. Aber in diesem Buch hat mich das erstaunlich wenig gestört, weil man dennoch relativ schnell einen guten Überblick darüber hat, wie die Welt funktioniert. Natürlich erfährt man im Laufe des Buches noch deutlich mehr darüber, wie die Regeln der Welt sind und zum Teil muss man seine anfänglichen Vorstellungen dann auch noch einmal anpassen. Diese Art des Schreibens hat für mich aber in diesem Buch hervorragend funktioniert und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Das liegt auch daran, dass ich vor allem Velvet direkt ins Herz geschlossen habe. Sie ist wirklich taff, was schon auf den ersten Seiten deutlich wird. Ich fand es so bewundernswert, wie sie alleine mehrere Dämonen besiegen kann und sich dafür gefühlt nicht mal besonders anstrengen muss. Bei Kash habe ich länger gebraucht, weil er sehr lange eher kalt und abweisend war. Man hat deutlich gemerkt, wie sehr ihn Vel vor fünf Jahren verletzt hat und dass er auf keinen Fall darüber hinweg ist. Das hat ein bisschen dazu geführt, dass ich nie so richtig wusste, was er empfindet und wie er wirklich zu Velvet steht, auch wenn deutlich ist, dass sie ihm nicht egal ist. Als er sich dann aber endlich mehr öffnet, mochte ich ihn dann doch ziemlich gerne, aber das hat ein bisschen gedauert.

Die Story hat mich das ganze Buch über wirklich gefesselt, auch wenn es manchmal ein bisschen in den gleichen Mustern ablief. Das ist sehr nachvollziehbar, weil Velvet jedes Mal, wenn sie ihre Kräfte benutzt, danach ihren Hunger stillen muss und durch die verschiedenen Umstände nutzt sie ihre Kräfte immer wieder für bis zur Erschöpfung. Das hat mich nicht so sehr gestört, aber ab einem gewissen Zeitpunkt war es ein bisschen repetitiv. Gleichzeitig haben sich die Ereignisse zum Ende hin so sehr überschlagen, dass ich kaum hinterher gekommen bin. Es wäre gut gewesen, wenn das ein bisschen ausgeglichener gewesen wäre, weil ich so zum Schluss manchmal kurze Pausen beim Lesen machen musste und selbst dann nicht das Gefühl hatte, alles begreifen zu können, was gerade passiert.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich genossen, weil es ein bisschen anders war als andere Bücher, die ich vorher gelesen habe. Ich mochte vor allem Velvet als Hauptperson unglaublich gerne, weil sie sich selbst verteidigen kann und auch mehr als einmal Kash rettet. Ich fand das Ende ein bisschen stressig und es ist so viel passiert, was ich erst einmal verarbeiten muss. Ich will aber unbedingt den nächsten Teil lesen, weil der Cliffhanger echt fies ist, vielleicht vertreibe ich mir die Zeit bis dahin mit einem anderen Buch von Julia Dippel, weil ich ihren Schreibstil wirklich mitreißend finde.

Bewertung vom 04.12.2025
Weil wir es uns versprochen haben
Cherry, Brittainy

Weil wir es uns versprochen haben


ausgezeichnet

Ich mag die Gestaltung des Buches. Man erkennt sofort, dass es ein Buch von Brittainy Cherry ist, aber sieht dennoch nicht genauso aus wie die anderen Bücher. Es macht sich außerdem hervorragend im Regal.

Die Geschichte klang ebenfalls vielversprechend: Kierra Hughes hat nach außen alles, was man sich wünschen kann: sie ist eine angesehene Psychologin, ist mit einem erfolgreichen Tech-Unternehmer verheiratet und liebt ihre Stieftochter wie ein eigenes Kind. Doch ihre Ehe ist alles andere als glücklich und sie zählt die Jahre bis ihre Tochter alt genug ist, um eigene Entscheidungen treffen zu können. Dann steht sie auf einer der berühmten Dinnerpartys ihres Mannes plötzlich Gabriel Sinclair gegenüber und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Er war ihre große Liebe und derjenige, mit dem sie ihre glücklichsten Erinnerungen hat. Ihre Gefühle von damals sind direkt wieder da und auch Gabriel scheint sich zu Kierra hingezogen zu fühlen. Doch nach einem schweren Autounfall erinnert sich nicht an sie und ihre gemeinsame Zeit.
Ich liebe den Schreibstil von Brittainy Cherry einfach. Sie hat einfach eine besondere Art, eine Geschichte zu erzählen, die mich fesselt und begeistert. Zudem schafft sie es gleichzeitig poetisch und eindringlich zu schreiben.

Die Charaktere habe ich direkt ins Herz geschlossen. Ich konnte Kierras Entscheidung, ihren Mann nicht zu verlassen, obwohl sie nicht glücklich, wirklich gut verstehen, schließlich hat sie panische Angst, ihre Tochter zu verlieren. Man merkt zwar sehr deutlich, wie sehr diese an ihr hängt, aber sie liebt eben auch ihren Vater. Es fiel mir trotzdem extrem schwer, zu erleben, wie viel Kierra von Henry hinnimmt und sich gefallen lässt. Es schien so gar nicht zu ihr zu passen, gerade weil sie als Psychologin ihren Patienten bei eben solchen schwierigen Lebenssituationen hilft. Aber genau das macht ihre Situation so eindringlich. Es zeigt, dass nahezu jeder in eine toxische Beziehung geraten kann, gerade wenn sie sich so schleichend entwickelt, wie bei Kierra und Henry. Gabriel als Gegenpol zu Henry fand ich perfekt gewählt. Er ist ein eher ruhiger Typ, der Kierra mehr als einmal die Möglichkeit bietet, einfach bei ihm zu malen, ohne reden zu müssen. Er unterstützt sie bedingungslos und nimmt sich selbst sehr oft zurück, ihm ihr Raum geben zu können. Allerdings ist er auch ehrlich mit seinen Gefühlen und sagt Kierra ehrlich, was ihn beschäftigt.

Besonders die Konstellation und das Handeln der Charaktere machen für mich dieses Buch aus. Die Story als solche entwickelt sich eher in einem ruhigen Tempo, aber alles andere würde sie auch unglaubwürdig machen. Ich bin an einem Tag nur so durch dieses Buch geflogen, weil ich unbedingt wollte, dass Kierra und Gabriel glücklich werden und er sich wieder daran erinnert, wie sehr er sie als Jugendlicher geliebt hat.

Bewertung vom 04.12.2025
Heir of Illusion
Taylor, Madeline

Heir of Illusion


ausgezeichnet

Die Gestaltung des Buches ist wirklich gelungen. Ich mag das Cover extrem gerne, weil die Darstellung des Schwertes perfekt zum Inhalt passt, man das aber erst im Laufe des Buches versteht. Fast besser gefällt mir allerdings das Buch ohne den Schutzumschlag. Die goldenen Schlangen auf dem schwarzen Hintergrund sehen wirklich edel aus und passen fast noch besser zur Geschichte.

Die Story hat mich ebenfalls direkt in ihren Bann gezogen: Iverson Pomeroy ist überall als Phantom bekannt. Sie verfügt über das Talent der Illusion, doch auch dies kann nichts gegen den Halsring ausrichten, den ihr König Baylor umgelegt hat und sie zu Gehorsam zwingt. Sie sucht verzweifelt einen Ausweg, um sich von dem König zu befreien, der sie zu immer drastischeren Mitteln zwingt, um seine Gegner zum Schweigen zu bringen. Als sie einen bekannten Zauberweber aufsucht, trifft sie auf den Seelenfänger Throne, der nach einer magischen Waffe sucht, die auch Ivys Hoffnung auf Freiheit sein könnte. Als dieses gestohlen wird, muss sie mit Thorne zusammenarbeiten, um es zurückzuholen. Doch hinter seiner Fassade steckt mehr, als sie vorher vermutet hat und je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr fühlen sie sich zueinander hingezogen. Aber beide haben Geheimnisse, die den anderen zerstören könnten.

Ehrlich gesagt finde das Buch trotz des wunderschönen Covers etwas falsch vermarktet. Denn sie wird überall als Romantasy angepriesen, obwohl das nicht wirklich der Fall ist. Vielmehr ist es eine grandiose Fantasy mit einigen romantischen Elementen, die zwar eine wichtige Rolle spielen, aber nicht den Hauptteil der Handlung ausmachen. Vielleicht auch deswegen habe ich eher eine unterhaltsame, aber nicht tiefgründige Geschichte erwartet (obwohl auch Romantasy-Bücher das natürlich haben können) und war überrascht, wie sehr mich das Buch begeistern konnte.

Der Schreibstil ist extrem gelungen und so fesselnd, dass ich oft gar nicht bemerkt habe, wie ich durch die Geschichte geflogen bin. Er ist leicht und mitreißend, aber auch tiefgründig genug, dass man komplett in die Geschichte eintauchen kann.
Die Gestaltung der Welt trägt sein Übriges dazu bei. Ich habe in letzter Zeit einige Fantasy-Romane gelesen und obwohl es auch viele gute gab, hatte ich oft das Problem, die Welt nicht richtig greifen zu können. Das war bei diesem Buch überhaupt nicht der Fall, ich bin direkt in die Geschichte eingetaucht und hatte das Gefühl, Solmare schon lange zu kennen. Es fühlte sich einfach vertraut an, aber dabei nicht wie ein billiger Abklatsch anderer Orte, dafür war die gesamte Idee mit verschiedenen Inseln, über die Götter regieren und deren Bewohner verschiedenen Fähigkeiten besitzen, zu einzigartig.

Die Charaktere waren neben dem Worldbuilding mein absolutes Highlight. Ivy ist eine unglaublich tolle Protagonistin. Sie hat in ihrer Vergangenheit schon viele furchtbare Dinge erlebt und auch ihre Gegenwart, als „treues Haustier“ des Königs zwingt sie zu vielen Grausamkeiten. Zu Beginn habe ich sie für relativ abgebrüht und kalkulierend gehalten, aber je mehr ich gelesen habe, desto deutlich wurde, wie sehr sie von den Traumata gequält wird, sie aber dennoch alles dafür tut, um andere Menschen davor zu bewahren. Je besser man sie kennenlernt, desto mehr erkennt man, was für eine einfühlsame Person sie eigentlich ist. Thorne habe ich ebenfalls schnell ins Herz geschlossen, zwar ist er der typische geheimnisvolle, dunkle Typ, der Schatten kontrollieren kann, aber ich habe bewundert, wie schnell er erkennt, was Ivy durchmachen muss und er sie immer wieder mit kleinen Gesten unterstützt. Die Chemie zwischen den beiden ist ab ihrer ersten Begegnung greifbar, aber ich fand dennoch die Entwicklung ihrer Beziehung komplett natürlich. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, sondern fast schon unausweichliche Folge aus der Zeit, die sie zusammen verbringen und den Respekt, den sie für den jeweils anderen aufbringen.

Alles in allem war dieses Buch für mich zum Ende des Jahres noch einmal ein absolutes Highlight. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe ich gerade nicht gelesen, habe ich über das Buch nachgedacht, weil ich unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert. Mit dem fiesen Cliffhanger zum Ende habe ich so überhaupt nicht gerechnet und ich kann es kaum erwarten, wenn der nächste Teil rauskommt.

Bewertung vom 16.11.2025
The Heat is on - Something's Cooking Between Us (eBook, ePUB)
Kingsley, Felicia

The Heat is on - Something's Cooking Between Us (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Das Cover gefiel mir tatsächlich erst auf den zweiten Blick, weil ich es zunächst doch ein wenig kitschig fand. Nachdem ich das Buch aber gelesen habe, finde ich aber sowohl die Darstellung von Julia und Dwight als auch die Kräuter auf dem Cover passend einfach perfekt zur Story. Dadurch gefällt mir das Cover besser als ich zuvor gedacht hätte.

Die Story klang vielversprechend, aber ich war mir nicht ganz sicher, was ich erwarten sollte: Dwight Faraday hat gerade erst einen Undercover-Auftrag als FBI-Agent hinter sich gebracht und freut sich auf seinen wohlverdienten Urlaub. Doch da er sowohl italienisch sprechen als auch kochen kann, bekommt er direkt einen neuen Auftrag. Er soll die Verbindung zwischen der Familie Villa und der New Yorker Unterwelt untersuchen und dazu einen Job in ihrem neuen Restaurant als Koch Romeo annehmen. Doch er hat nicht mit Julia Villa, der Küchenchefin gerechnet, sie ist die Tochter des Chefs und ist komplett immun gegen seinen Charme. Er tut alles, um sie für sich zu gewinnen und weiß bald nicht mehr, wo Romeo aufhört und wo Dwight anfängt.

Ich war sehr gespannt, eine Story zu lesen, in der das Setting ein bisschen anders ist, als man es gewohnt ist. Ich war mir aber dennoch nicht so richtig sicher, was ich von der Geschichte erwarten sollte. Zum Glück konnte mich das Buch letztlich wirklich überzeugen. Das liegt auch an dem tollen Schreibstil. Ich habe den Humor und die leichte Art, wie die Geschichte erzählt wird, direkt zu Beginn des Buches wirklich genossen. Dadurch bin ich nur so durch die Seiten geflogen, obwohl das Buch für einen klassischen Liebesroman doch recht dick ist.

Ich habe aber kaum gemerkt, wie viele Seiten das Buch hat, weil ich die Charaktere sehr in mein Herz geschlossen habe. Julia ist eine starke Persönlichkeit, weil sie für alles in ihrem Leben kämpfen musste und es sich nicht leisten kann, einmal ihre Mauern fallen zu lassen. Ich habe wirklich bewundert, dass sie immer für die, die ihr wichtig sind, aber vor allem auch für sich selbst einsteht. Aber auch Dwight oder Romeo, wie er einen Großteil des Buches heißt, mochte ich gerne. Natürlich spielt er dabei eine Rolle, um das Vertrauen von Julia und den anderen Menschen im Restaurant zu gewinnen, aber es wird schon früh deutlich, dass es mehr für ihn ist, als ein normaler Job. Schon zu Beginn der Geschichte backt er mit Leidenschaft und hat auch privat einen Kräutergarten, weil er gerne frische Kräuter für seine Gerichte verwendet. Auch dass er sich für die Küchencrew einsetzt, erklärt er sich zunächst damit, dass er dadurch besser an Informationen kommen kann, aber es ist deutlich, dass ihm die Jungs immer mehr ans Herz wachsen. Auch dass er, obwohl er eigentlich eine Rolle spielt, so sehr er selbst ist. Dadurch kann er auch Julia immer dahingehend unterstützen, für sich selbst und ihre Träume einzustehen.

Meine größte Kritik an dem Buch, die eigentlich eher meckern auf ganz hohem Niveau ist, ist, wie lange Romeo lügt und dass er gleichzeitig nicht früher abgezogen wird. Allgemein ist die Art, wie er undercover ermittelt, recht unrealistisch und wirkt fast ein bisschen amateurhaft, obwohl er ja eigentlich ein erfahrener FBI-Agent ist. Allerdings hat mich das beim Lesen nur zum Ende hin gestört, weil ich das Gefühl hatte, dass er viel früher, seinen Abstand zu Julia hätte halten müssen. Spätestens als sie ihm von ihrer Krankheit und dem Stoma-Beutel erzählt, hätte er da eine andere Entscheidung treffen können.

Alles in allem habe das Buch wirklich genossen, weil der Schreibstil unterhaltsam und leicht war, die Geschichte aber vor allem aufgrund von Julias chronischer Krankheit und ihrem Umgang damit doch so tiefgründig, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Bewertung vom 16.11.2025
Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen
Hunter, Erin

Warrior Cats - Die Prophezeiungen beginnen


sehr gut

Ich mag das Cover richtig gerne, weil es an die ursprünglichen Büchern angelehnt ist, aber den Zeichenstil der Graphic Novel perfekt einfängt, sodass man den klaren Unterschied erkennen kann.

Die Story ist ebenfalls wirklich spannend gestaltet: Die Hauskatze Sammy trifft im Wald vor dem Haus seiner Menschen auf den Donner-Clan, eine Gemeinschaft von Wildkatzen. Er entscheidet sich, sich ihnen anzuschließen und wird als Schüler angenommen. Fortan heißt er Feuerpfote und beginnt sich in der Gemeinschaft einzufügen. Fortan jagt er mit den anderen zusammen, verteidigt die Territorien des Clans und findet neue Freunde. Dann wird deutlich, dass den Wildkatzen Gefahr droht und ausgerechnet Feuerpfote ist derjenige, der die anderen retten kann.

Ich wollte die Warrior Cats-Reihe schon lange lesen und habe mich deswegen gefreut, sie als Graphic Novel lesen zu können. Ich mag den Zeichenstil auch wirklich gerne. Er ist eine wirklich gute Mischung aus ausdrucksstarken Zeichnungen und Erzählung. Ich hatte zwar nicht immer das Gefühl, alle Einzelheiten verstehen zu können, aber das ist bei recht umfangreichen Büchern, die vorher abseits einer Graphic Novel existiert haben, auch zumeist gar nicht möglich. Ich habe die drei Geschichten der ersten Staffel dennoch gerne gelesen.
Das liegt auch an den Charakteren. Vor allem Feuerpfote oder später Feuerherz mochte ich richtig gerne, weil er sich immer für seine Freunde einsetzt, aber dabei auch Fehler macht. Er wirkt dadurch einfach viel nahbarer und man kann viele seiner Handlungen wirklich gut verstehen. Größere Probleme hatte ich mit den Nebencharakteren. Dadurch, dass es bestimmte Regeln bei den Namen der Katzen gibt, haben sie zum Teil sehr ähnliche und haben dann auch noch ähnliche Farben oder Narben. Das hat mich beim Lesen immer wieder irritiert und ich musste darüber nachdenken, wer jetzt nochmal zu welchem Clan gehört und wie die Beziehungen der Katzen untereinander sind. Das ist vermutlich ebenso leichter nachzuvollziehen, wenn man die Geschichte liest, wie die verschiedenen Regeln, die in unterschiedlichen Clans herrschen. Diese habe ich nicht immer so ganz verstehen können, weil sie oft nur am Rande erwähnt, aber nicht genauer erklärt werden.

Alles in allem mochte ich die Gestaltung der Graphic Novel wirklich gerne und habe die erste Staffel wirklich schnell durchgelesen. Ich mag auch Feuerherz als Charakter ziemlich gerne, vielleicht werde ich die Bücher auch anschließend mal lesen, damit ich auch alle Regeln der Welt richtig verstehen kann.

Bewertung vom 09.11.2025
The Nightmare Before Kissmas
Raasch, Sara

The Nightmare Before Kissmas


gut

Ich mag die Covergestaltung ausgesprochen gerne. Dabei mag ich sowohl die Haptik als auch die gesamte Darstellung der Charaktere. Es zeichnet ein tolles Bild von Coal und Hex, ohne zu viel der Geschichte zu verraten.
Die Geschichte hat mich ebenfalls direkt angesprochen: Nachdem Coal, der Prinz von Weihnachten, vor einem Jahr fast eine Katastrophe ausgelöst hat, obwohl er den Menschen eigentlich nur helfen wollte, will sein Vater dieses Jahr, dass das anstehende Weihnachtsfest perfekt wird. Dazu soll Coal Iris, die Prinzessin von Ostern, heiraten. Blöd nur, dass sie zwar seine beste Freundin ist, er aber ihr gegenüber keinerlei romantischen Gefühle hegt. Dann taucht auch noch Hex, der Prinz von Halloween, als weiterer Verehrer von Iris auf und das Drama ist perfekt, denn dieser ist niemand anderes, als der geheimnisvolle Typ, mit dem Coal vor einem Jahr einen heißen Kuss teilte und der danach spurlos verschwand. Je mehr Zeit die beiden beim Kampf um die Hand um Iris verbringen, desto näher kommen sie sich, aber sie beide sind ihren Feiertagen verpflichtet und können diesen Gefühlen keinesfalls nachgeben.
Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut, weil ich richtig Lust auf eine cosy Romantasy hatte, die perfekt zur Jahreszeit passt. Leider konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen, was auch ein bisschen am Schreibstil liegt. Ich musste mich wirklich sehr daran gewöhnen, weil er manchmal ein bisschen zu umständlich wirkt. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt hatte, konnte ich das Buch recht gut durchlesen.
Die Charaktere hingegen mochte ich ziemlich gerne. Coal ist manchmal wirklich viel. Sehr laut, sehr dramatisch und sehr egoistisch, aber ich mochte, dass er sich dessen absolut bewusst war und mit der Zeit auch daran gearbeitet hat. Er ist eben kein perfekter Protagonist, aber einer, der ehrlich ist und sich vor allem mit allem, was er hat, für die Menschen einsetzt, die ihm wichtig sind. Dadurch, dass Coal so eine schillernde Persönlichkeit hat, bleiben die anderen Charaktere manchmal ein bisschen blass. Vor allem von Hex hätte ich mir manchmal mehr Input gewünscht, wahrscheinlich hätte es geholfen, wenn man manche Kapitel aus seiner Sicht hätte lesen können. Ich habe ihn dennoch schnell ins Herz geschlossen, weil er nur bedingt dem Bild entspricht, das ich mir zu Beginn gemacht habe. Zwar trägt er wirklich gerne dunkle Farben und kann Schatten kontrollieren (natürlich!), aber er ist dennoch kein arroganter Typ, der keine Gefühle zeigen kann. Sondern ein ruhiger, aufmerksamer Mann, der etwas braucht, um Vertrauen zu fassen, dann aber sich für das einsetzt, was ihm wichtig ist. Weniger greifbar war für mich Iris, die eigentlich im Mittelpunkt zwischen den beiden Prinzen stehen sollte, aber durch ihre direkte Anziehung zueinannder, komplett an den Rand gedrängt wird und ich mich schwer damit getan habe, sie wirklich kennenzulernen. Vielleicht erfährt man im zweiten Teil rund um Caols Bruder Kris noch mehr über sie, auch wenn ihre Liebesgeschichte auch hier nicht im Fokus stehen wird.
Mein größtes Problem an der Geschichte war leider das Setting, auf das ich mich extrem gefreut hatte. Die Idee, dass es Königshäuser gibt, die die wichtigsten Feiertage vertreten und die quasi von der Freude leben, die diese Feiertage schaffen, fand ich extrem spannend. Allerdings habe ich bis zum Ende nicht verstanden, wie das Ganze funktioniert hat. Ich habe zwischendurch gedacht, dass ich das Kapitel, das das System genauer erklärt hat, aus Versehen übersprungen habe, aber das war nicht der Fall. Natürlich wird ganz grundsätzlich umrissen, wie die Feiertage Freude sammeln und wie wichtig das offenbar für alle ist, aber ich hatte immer das Gefühl, dass mir einiges an Information fehlt, um viele der Handlungsstränge wirklich verstehen zu können. Dadurch habe ich manchen dramatischen Enthüllungen einfach nur mit einem Achselzucken begegnen können, weil ich echt nicht verstanden habe, was genau daran jetzt so eine große Sache ist. Dazu gehört beispielsweise der Grund, warum Iris sich ihrem Vater bei der arrangierten Ehe nicht entgegenstellt. Es wird immer wieder angedeutet, dass sie dafür ihre Gründe hat, aber gerade weil ihre Eltern gegen Widerstände aus Liebe geheiratet haben, habe ich nicht ganz verstanden, warum sie die Entscheidung fast schon passiv akzeptiert hat.
Alles in allem habe ich mich wirklich sehr auf das Buch gefreut und bin letztlich doch ein bisschen enttäuscht, weil ich die Charaktere zwar ins Herz geschlossen habe, aber das Setting nie so ganz erfassen konnte und mir dadurch auch der Lesefluss sehr gefehlt hat. Den zweiten Teil rund um Kris werde ich deswegen vermutlich nicht lesen, auch wenn ich ihm von Herzen ein Happy End wünsche.

Bewertung vom 02.11.2025
Der Kuss der Muse / Palace of Ink & Illusions Bd.1
Schoder, Sabine

Der Kuss der Muse / Palace of Ink & Illusions Bd.1


gut

Ich liebe die Gestaltung des Buches. Sowohl das leuchtende Dunkelrot als auch die wunderbare Gestaltung des Farbschnitts, die es schwer macht, sich zu entscheiden, auf welche Art man das Buch ins Regal stellt.

Die Story fand ich ebenfalls sehr reizvoll: Als Livia Woordward von der Kunstuniversität fliegt, bleibt ihr als einzige Chance, die Teilnahme an einem Autorenwettbewerb. Sie will diesen gar nicht gewinnen, aber möglichst viel Werbung für ihren Webtoon machen. Deswegen fliegt sie mit einem bunten Pailletten-Shirt nach Korfu und hofft, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch der Wettbewerb ist anders als sie zunächst erwartet hat und plötzlich findet sie sich in einem gefährlichen Spiel wieder, bei dem nicht klar ist, wer Freund und wer Feind ist.

Ich mochte die Romeo und Juliet-Reihe von Sabine Schroder unglaublich gerne und habe mich deswegen schon riesig auf dieses neue Reihe rund um die Musen gefreut, allerdings konnte es mich leider nicht so richtig überzeugen. Das liegt komischerweise auch am Schreibstil. Ich mochte beispielsweise den Humor bisher immer sehr gerne. Hier hat mich aber der Anfang so sehr genervt, dass ich mich echt zwingen musste, weiterzulesen. Ich fand es komplett absurd, wie unorganisiert und tollpatschig eine Person sein kann und das kommt von jemanden, der wirklich dauernd fällt oder sich an absurden Dingen stößt. Aber wie oft Liv an Personen mit ihren Pailletten hängen bleibt, hat mich wirklich genervt. Es war für mich ab einem gewissen Punkt einfach zu viel.

Dadurch hatte ich auch meine Probleme mit Liv. Ich habe viele ihrer Überlegungen und Handlungen nicht wirklich verstehen können, oft wirkt sie komplett kopflos und teilweise absurd, obwohl sie zumindest teilweise die Zeit gehabt hätte, manche Dinge besser zu planen. Dennoch hatte ich oft nicht das Gefühl, Liv wirklich zu kennen und konnte nie so richtig einschätzen, was sie als als nächstes tun wird. Genauso ging es mir mit Flame, aber bei ihm hat mich nicht ganz so sehr gestört. Ich mochte ihn trotzdem recht gerne und fand es ziemlich sympathisch, dass er nach dem kurzem Aufeinandertreffen (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Liv, ihren Webtoon gelesen und anderen Menschen empfohlen hat. Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls vielversprechend, aber auch diese blieben leider recht oberflächlich, sodass ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.

Die Story und das Setting fand ich ebenfalls unglaublich vielversprechend und habe mich schon richtig gefreut, mehr über die Musen zu erfahren. Aber so richtig abholen konnte es mich leider nicht. Das Setting auf Korfu blieb für mich ein bisschen blass und spielte nur ganz am Rande eine Rolle. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht, damit man auf ein gewisses Gefühl dafür bekommt, wo die Geschichte spielt. Ähnlich geht es mir mit der Story. Ich fand den Ansatz und auch verschiedene Details, wie die sprechenden Bücher, wirklich cool und spannend, hatte aber nie das Gefühl, richtig in die Geschichte hineinzufinden und mich wirklich von ihr mitreißen lassen zu können.

Alles in allem habe ich mich richtig auf die Geschichte gefreut, sie konnte mich aber leider nicht so richtig fesseln. Dabei waren die Ansätze so vielversprechend und die Ideen wirklich spannend, aber im Ganzen konnte sie mich leider nicht fesseln. Die Charaktere hatten ebenfalls Potenzial, aber auch sie haben mich nie komplett von sich überzeugen können. Ich bin mir deswegen noch nicht ganz sicher, ob ich den nächsten Teil noch lesen will, der Cliffhanger war allerdings so gut gesetzt, dass ich gerne wissen würde, was passieren wird.