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MaWiOr
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Halle

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Insgesamt 3704 Bewertungen
Bewertung vom 13.06.2025
Kunstwerk Wald Kalender 2026
Ackermann Kunstverlag GmbH

Kunstwerk Wald Kalender 2026


ausgezeichnet

Die „Kunstwerk“-Wandkalender des Ackermann Kunstverlages erfreuen sich längst einer großen Beliebtheit. Sie präsentieren zu den Themen „Wald“ und „Meer“ ausdrucksstarke Naturgemälde des Impressionismus und Expressionismus.

Die „Wald“-Ausgabe zeigt mit ihren zwölf Gemäldeabbildungen den Wald zu den verschiedenen Jahreszeiten mit den unterschiedlichsten Farbtönen. Der russische Maler Archip Iwanowitsch Kuidschi eröffnet mit „Sonne im Winterwald“ den Jahresreigen. Seine Werke waren vor allem durch ihre faszinierende Beleuchtung bekannt. Nicht weniger eindrucksvoll sind die Gemälde „Der Bach“ (Paul Cézanne), „Unterholz im Frühling“ (Felix Vallotton), „Die kleine Brücke“ (Camille Pissarro) und „Frühlingseffekt, Giverny“ (Claude Monet), die in den verschiedenen Grüntönen des Frühlings beeindrucken. Die Sommermonate zeigen dann Gemälde von Pierre-Auguste Renoir, Camille Pissarro und Otto Reiniger, während der goldene Herbst durch John Elwood Bundy, Joseph Kleitsch und Philipp Franck in Szene gesetzt wird. Den Abschluss im Dezember bildet schließlich das Gemälde „Gefällte Baumstämme“ von Edvard Munch.

Fazit: Eine sehr gelungene Auswahl, die auch weniger bekannte Künstler für einen Monat ins Interesse rückt. Ein wirklich toller Kalender für Kunst- und Naturfreunde.

Bewertung vom 13.06.2025
LandGlück Triplet-Kalender 2026
Ackermann Kunstverlag GmbH

LandGlück Triplet-Kalender 2026


ausgezeichnet

Vertikal-Wandkalender mit mehreren Fotomotiven erfreuen sich großer Beliebtheit, dabei sind die Fotos eines Monats häufig farblich aufeinander abgestimmt. So auch der Wandkalender „Landglück 2026“ des Ackermann Kunstverlags. Jedes Monatsblatt zeigt drei perfekt abgestimmte Detailfotografien aus dem Themenbereich „Landlust“. Die monatlichen ländlichen Idyllen folgen dabei den Jahreszeiten. So dominieren auf dem Januarblatt weiße Farbtöne, während in den Frühlingsmonaten Fotos von Frühjahrsblühern und der erwachenden Natur erfreuen, abgelöst von den unterschiedlichsten Sommerblumen. Die Herbstmotive werden von buntem Laub und der Gartenernte beherrscht. Das Dezemberblatt präsentiert dann verschiedene Adventsdekorationen.

Fazit: Ein farbenfroher und dekorativer Kalender in kunstvoll zusammengestellten Triplets, der mit vielen seiner Naturaufnahmen, romantischen Gartenarrangements und floralen Ideen der perfekte Wandschmuck ist. Ein Kalender für Garten- und Naturliebhaber.

Bewertung vom 13.06.2025
Thomas Mann
Lahme, Tilmann

Thomas Mann


ausgezeichnet

Zum diesjährigen Thomas Mann-Doppeljubiläum (150. Geburtstag und 70. Todestag) hat der Literaturhistoriker und Autor Tilmann Lahme eine umfangreiche Thomas Mann-Biografie vorgelegt. Was in bisherigen Biografien häufig nur am Rande Beachtung fand, ist in Lahmes Biografie ein Hauptthema: Thomas Manns unausgelebte Homosexualität; dabei ist es kein Blick durch das Schlüsselloch und keine Demontage des Literaturnobelpreisträgers, sondern eine geduldige und detaillierte Rekonstruktion des zerrissenen Innenlebens von Thomas Mann. Lahme beruft sich auf bisher wenig beachtete Zeugnisse und Quellen, wie lange verschollene Briefe. Mit dieser neuen Herangehensweise ergeben sich auch neue Deutungen seines Werkes, denn all die unterdrückten Gefühle fanden Eingang in seine Werke.

Neben diesem wichtigen Aspekt lässt Lahme aber auch den Jahrhundertschriftsteller lebendig werden. Mit einem anspruchsvollen Erzählstil, aber durchaus anschaulich, werden auch Thomas Manns Romane und Erzählungen vor dem biografischen Hintergrund vorgestellt. Mit dieser lesenswerten Biografie wird Thomas Mann vom Sockel geholt, er erhält eine menschliche Dimension und Größe. Eine empfehlenswerte Biografie über einen großen Dichter und doch eine widersprüchliche Persönlichkeit.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.06.2025
Ein tadelloses Glück
Breloer, Heinrich

Ein tadelloses Glück


ausgezeichnet

Der Film- und TV-Autor Heinrich Breloer, der ein ausgezeichneter Thomas Mann-Kenner ist, hat zum diesjährigen Thomas Mann-Jubiläum (150. Geburtstag) mit „Ein tadelloses Glück“ eine weitere Publikation vorgelegt, in der er die Anfangsjahre des Jahrhundertautors und besonders die Beziehung von Thomas Mann und Katja Pringsheim beleuchet.

In Breloers biografischen Roman geht es um den späteren Literaturnobelpreisträger, der nach seinem Erfolg mit dem Roman „Buddenbrooks“ eine Familie gründet. Die Ehe mit der Millionärstochter Katia Pringsheim ermöglichte Thomas Mann den gesellschaftlichen Aufstieg – und war gewissermaßen die Vorbedingung für sein literarisches Werk. Nach umfangreichem Quellenstudium und jahrzehntelanger Recherche zeichnet Breloer mit viel Detailwissen Thomas Manns Kampf um Katia Pringsheim nach. Außerdem konnte er noch mit lebenden Zeitzeugen sprechen.

Breloer nähert sich hier dem jungen Thomas Mann vor dem Ersten Weltkrieg, der hier noch ein Zweifler und Getriebener ist, der auf der Suche nach einem geordneten Leben und Alltag ist. Außerdem wirft der Autor einen Blick auf das Umfeld der Familie Mann. Katia dagegen gab ihre berufliche Karriere auf, um die Rolle an der Seite eines erfolgreichen Schriftstellers einzunehmen. „Ein tadelloses Glück" ist ein sorgsam recherchierter und mit viel Münchner Lokalkolorit unterhaltsam gestalteter Einstieg in den literarischen Kosmos von Thomas Mann.

Bewertung vom 09.06.2025
European Realities - Realismusbewegungen der 1920er und 1930er Jahre in Europa

European Realities - Realismusbewegungen der 1920er und 1930er Jahre in Europa


ausgezeichnet

Die sächsische Stadt Chemnitz ist Kulturhauptstadt Europas 2025, was auch mit einem vielseitigen Spektrum: von Veranstaltungen, Festivals und Ausstellungen begangen wird. Die Ausstellung „European Realities“ – vom 27.4. bis 10.8.2025 im Museum Gunzenhauser – präsentiert ein einzigartiges Panorama der europäischen Realismusbewegungen der 1920er und 1930er Jahre. Mit rund 300 Werken von rund 190 Künstler*innen aus 21 Ländern wird die kulturelle Vielfalt und die enge Vernetzung Europas in dieser bewegten Epoche dokumentiert. Für die Hinwendung zu einer realistischen Kunst waren die Folgen des Ersten Weltkriegs entscheidend. Die vorherrschende Kunstrichtung war dabei die Neue Sachlichkeit.

Im Hirmer Verlag ist der umfangreiche und üppig illustrierte Katalog zu dieser bemerkenswerten Ausstellung erschienen. In 17 Essays beleuchten renommierte Kunstwissenschaftler*innen besondere Aspekte der Kunstrichtung. So beschäftigt sich Rainer Stamm mit dem „Abgesang auf den Expressionismus als Ausgangspunkt einer neuen Stilwende“ und Przemysław Strożek mit den realistischen Ansätzen in den modernen Sportdarstellungen der 1920er und 1930er Jahre. Die informativen Essays sind dabei in thematische Kapitel wie „Künstler*innen im Selbstporträt“, „Großstadt und Nachtleben“, „Emanzipation und die Neue Frau“ oder „Arbeit in Industrie und Wissenschaft“ untergliedert. Die Texte widmen sich dabei auch den nationalen Besonderheiten der Kunstbewegung (Kroatien, Lettland, Polen, England, Ungarn, Niederlande, Bulgarien, Tschechoslowakei, Schweden, Jugoslawien und Frankreich).

Die Ausstellungswerke werden meist in ganzseitigen und vorbildlichen Farbreproduktionen vorgestellt. Ergänzt wird der beeindruckende Katalog, der gewissermaßen die europäische Kunst der 1920er und 1930er Jahre Revue passieren lässt, durch eine mehrseitige Werkliste. Sehr empfehlenswert.

Bewertung vom 08.06.2025
Das Werder Double
Cassalette, Moritz;Gerhardt, Felix

Das Werder Double


ausgezeichnet

Für Werder Bremen und seine Fans war 2004 ein Jahr im Rausch. Die Mannschaft von Thomas Schaaf dominierte die Bundesliga und wurde hochverdient Deutscher Fußballmeister. Bereits am 32. Spieltag brachte das Team mit einem 3:1-Sieg bei Vizemeister Bayern München den Titelgewinn unter Dach und Fach. Ihre perfekte Saison krönten die Bremer schließlich am 29. Mai mit dem Gewinn des DFB-Pokals. Damit gehörte Werder zum exklusiven Club der Double-Gewinner.

Die beiden Autoren und Werder-Fans Moritz Cassalette und Felix Gerhardt lassen in ihrer Neuerscheinung die aus Werder-Sicht spektakuläre Saison 2003/04 noch einmal Revue passieren. Bereits das erste Spiel in Berlin gegen Hertha BSC gewann man mit 3:0, auch der Rückrundenstart war mit 4:0 ein Auftakt nach Maß. Trotz eines Jahrhundert-Spiels in Stuttgart (4:4) schmolz der Liga-Vorsprung. Doch dann das Meisterstück in München und der DFB-Pokal-Finalsieg (3:2) gegen Alemannia Aachen.

Alle Meisterschafts- und Pokalspiele werden noch einmal rekonstruiert, außerdem kommen die Helden von damals noch einmal zu Wort. Die wichtigsten Protagonisten von Trainer Schaaf über Torwart Andreas Reinke, Mittelfeldspieler Tim Borowski oder Kapitän Frank Baumann bis zur Torjägerkanone Ailton werden dabei vorgestellt. Dazu gibt es viele Hintergrundinformationen und Pressenachrichten (sehr viele Zitate, Meinungen und Wortmeldungen), sodass eine gut nachvollziehbare Chronik entstanden ist. Außerdem bereichern zahlreiche Fotos (oft ganzseitig) die bemerkenswerte Neuerscheinung, die nicht nur Werder-Fans begeistern wird.

Bewertung vom 06.06.2025
50 Gedichte um 1800

50 Gedichte um 1800


ausgezeichnet

Nach „50 Gedichte um 1900“ hat der Reclam-Verlag nun die Auswahl „50 Gedichte um 1800“ herausgebracht. Ausgehend von der Aufklärung und Sturm und Drang war die deutsche Lyrik um 1800 vor allem von der (Weimarer) Klassik und der Romantik geprägt, und sie machen auch den Großteil der Zusammenstellung aus. Wie in kaum einer anderen Epoche, die eine historische Zeitenwende darstellte, entstanden Gedichte, die heute noch Maßstab, Vorbild und Schullektüre sind. Während sich die Klassiker an der Antike mit ihrem Schönheitsideal orientierten, beschäftigten sich die Romantiker mit dem Innern des Menschen, mit seinen Gefühlen und seiner Beziehung zur Natur.

Die Bandbreite der Reclam-Auswahl, die in sieben thematischen Kapiteln (von „Auf klassischem Boden - Anverwandelter Mythos“ bis hin zu „Lass mich hinaus! – Aufbrüche, Ausbrüche, Umbrüche“) untergliedert ist, reicht von den Klassikern Goethe, Schiller und Hölderlin bis zu den Romantikern Novalis, Eichendorff, Tieck oder Brentano. Auch der Spätromantiker Heine ist vertreten. Karoline von Günderrode, Bettine von Arnim, Justine Krufft und Magdalene Philippine Engelhard sind die weiblichen Stimmen der Auswahl.

Neben bekannten Gedichten wie „Das Göttliche“ (Goethe), „Hälfte des Lebens“ (Hölderlin), „Hymnen an die Nacht“ (Novalis) oder „Abendlied“ (Matthias Claudius) entdeckt der Lyrikfreund auch weniger bekannte Gedichte, die nicht in jeder Lyrikanthologie zu finden sind. In seinem umfangreichen Nachwort gibt der Herausgeber Holger Bäuerle einen Überblick über die Literaturströmungen um 1800, eingebettet in den geistes- und ideengeschichtlichen Umbruch von der Aufklärung zu der sich anbahnenden Moderne. Ein sehr empfehlenswertes Bändchen.

Bewertung vom 05.06.2025
Expressionismus Kalender 2026
Ackermann Kunstverlag GmbH

Expressionismus Kalender 2026


ausgezeichnet

Der Expressionismus war eine Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Künstler dieser Aufbruchsbewegung verstanden sich als Repräsentanten eines neuen Lebensgefühls. Mit ausdrucksstarken, teilweise revolutionären Mitteln stellten sie Themen wie Großstadt, Angst, Verfall, Gottlosigkeit und Weltuntergang dar.

Der großformatige Ackermann-Wandkalender präsentiert einige markante Beispiele der expressionistischen Malerei, darunter bekannte Gemälde wie „Mädchen mit Pfingstrosen“ von Alexej von Jawlensky, „Liebespaar“ von Otto Mueller oder das „Selbstbildnis vor grünem Hintergrund mit blauer Iris“ von Paula Modersohn-Becker. Ihr späterer Mann, Otto Modersohn ist mit einem Blumenstilleben vertreten. Paul Klees Gemälde „Revolution des Viaduktes“ entstand erst 1937 und sieht mit seinen rebellischen Bögen die kommende Konformität voraus. Die typisch kraftvollen Farben des Expressionismus kommen vor allem in den Gemälden „Orchester“ von Marianne von Werefkin, „Tiere in einer Landschaft“ von Franz Marc und „Kochel – Friedhof und Pfarrhaus“ von Wassily Kandinsky zum Ausdruck. Außerdem sind noch Edvard Munch, August Macke, Emile Bernard und Ernst Ludwig Kirchner vertreten – also eine künstlerische Vielfalt.

Der Kalender besticht durch seine Auswahl und die hervorragende Druckqualität. So eignen sich die Monatsblätter auch später als Poster oder gerahmt als Wandschmuck. Dieser Kalender ist nicht nur eine Bildungsquelle, sondern auch eine ästhetische Bereicherung für jeden Raum.

Bewertung vom 05.06.2025
Alfons Mucha Kalender 2026
Mucha, Alfons;Ackermann Kunstverlag GmbH

Alfons Mucha Kalender 2026


ausgezeichnet

Der tschechische Künstler, Grafiker und Illustrator Alfons Mucha (1860-1939) wurde mit seinen Plakaten international ein Star um die Jahrhundertwende 1900 und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Der künstlerische Durchbruch gelang ihm 1895 mit einem Sarah Bernhardt-Theaterplakat. Danach wurde Mucha zu einem Hauptvertreter des „Art Nouveau“ (Jugendstil). Seine Plakate und Illustrationen waren so beliebt, dass sie sogar von der Straße gestohlen wurden.

Und Mucha ist heute noch sehr beliebt, was die zahlreichen Bildbände, Poster und Kalender beweisen. Der großformatige Ackermann-Wandkalender 2026 präsentiert wunderbare Beispiele seiner unverwechselbaren Plakatkunst. Das Titelblatt (und Aprilbild) zeigt den „Frühling“ aus seinem bekannten Zyklus „Die vier Jahreszeiten“, Aber auch „Sommer“, „Herbst“ und „Winter“ sind auf den Monatsblättern vertreten. Theaterplakate z.B. zu der Oper „Tosca“ oder zu dem Theaterstück „Die Kameliendame“ (das bekannte Sarah Bernhardt-Plakat) werden im Februar und Mai präsentiert. Den Abschluss im Dezember bildet ein Werbeplakat für die französische Biscuitfabrik „Biscuits Champagne Lefevre-Utile“.

Die Monatsblätter überzeugen durch eine ausgezeichnete Druckqualität. Durch das recht stabile Papier eignen sie sich später auch als Poster. Mit seiner Vielseitigkeit, seiner Größe und der Farbenfreude ist der dekorative Kalender ein absoluter Hingucker. Er verleiht jedem Raum eine elegante Note. Sehr empfehlenswert.

Bewertung vom 29.05.2025
An den Rändern taumelt das Glück

An den Rändern taumelt das Glück


ausgezeichnet

Binnen weniger Wochen brachen im Herbst 1989 nach vierzig Jahren zunächst das SED-Regime in der DDR und dann der gesamte Staat zusammen. Es war das Ende der DDR, aber nicht das Ende der DDR-Bilder, die nach über 35 Jahren immer noch fortleben. So sind in den letzten Jahren zahlreiche Fotobände erschienen, die das Leben und den Alltag in der DDR dokumentieren.

Ende 2022 / Anfang 2023 war in der ACC Galerie Weimar eine viel beachtete Ausstellung zu sehen, die auf eine große Resonanz stieß. Die Ausstellung - in Zusammenarbeit mit mehreren Institutionen - zeigte Fotoaufnahmen aus der späten DDR, meist aus den 1980er Jahren. Im Weimarer M BOOKS Verlag ist der umfangreiche Katalog zu dieser bemerkenswerten Ausstellung erschienen. Er präsentiert Fotos (meist Schwarz-Weiß) von Fotograf*innen (darunter namhafte Namen), die zumeist in der DDR gelebt haben, aber auch Sichtweisen von ausländischen Fotograf*innen. Sie zeigen den Alltag der Menschen im Familienkreis, auf der Arbeit, im Urlaub, in geselliger Runde oder einfach auf der Straße. Ungewollt (?) kommen dabei auch der Zerfall der Gebäude oder die scheinheilige Propaganda zum Ausdruck. Die Örtlichkeiten und die Menschen wurden realistisch und unverfälscht eingefangen, nichts verklärt, ungeschönt und abseits des propagandistischen Bildes, das die Staatsmedien zu vermitteln suchten. Aber auch nichts schwärzer gemalt, als es war.

Neben dem umfangreichen Bildteil wird die Neuerscheinung auch durch einen Essayteil ergänzt, dessen Texte nicht nur einen Zugang zu dem fotografischen Material bieten, sondern auch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse beschreiben. Wer erfahren oder sich erinnern möchte, wie die DDR wirklich war, erhält hier ein Erinnerungsband und eine Dokumentation mit Anschauungsmaterial, das zum Nachdenken anregt.