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Bewertungen

Insgesamt 340 Bewertungen
Bewertung vom 27.09.2017
Moon Chosen / Gefährten einer neuen Welt Bd.1
Cast, P. C.

Moon Chosen / Gefährten einer neuen Welt Bd.1


ausgezeichnet

Die neue Buchserie "Moon Chosen" von P.C. Cast ist ein neues Meisterwerk der Autorin, was mich schnell in seinen Bann sog. Ich lernte mit dem ersten Band die Schreibe der Schriftstellerin kennen und verlor mich in ihren Zeilen.

Die Autorin P.C. Cast überwältigte mich mit ihrem flüssigen und lebendigen Schreibstil. Ich wurde von Anfang an von der Geschichte gefangen genommen und fühlte mich ihr nahe, als wäre ich selbst ein Teil von ihr geworden. Ich nahm während des Lesens um mich herum überhaupt nichts mehr wahr. Ich war in der neu erschafften Welt der Schriftstellerin gefangen, konnte mich kaum losreißen und nutzte jede freie Minute um weiterzulesen.
Die Welt wurde ausgiebig und detailreich beschrieben, was ich sonst in der Form eher langweilig finde, so war es hier ein absolutes Highlight. Ich hätte gerne noch mehr der Ausschmückungen gelesen, ohne diese als störend zu empfinden.

Der Plot ist komplex und wirkt dadurch anfangs etwas verwirrend. Mit der Zeit klären sich einige Punkte und es ist wichtig, sich einfach darauf ein- und fallenzulassen. Ich habe auf etliche Antworten gehofft, z.B. wie die Welt, die einen dystopischen Touch hat, entstanden ist, was genau das Nachtfieber ist und warum die Clans befeindet sind. Diese Fragen und noch einige mehr wurden nicht beantwortet. Ich denke, da es sich um eine Reihe handelt, werden sich die passenden Antworten nach und nach finden. Mich stören die ungeklärten Sachverhalte nicht, im Gegenteil - es macht mich wissensdurstig.

Die Protagonisten wurden aussagekräftig und gut ausgebaut beschrieben. Schritt für Schritt lernte ich die Charaktere kennen und habe jetzt noch das Gefühl, dass ich noch einiges über sie in Erfahrung bringen werde. Es tun sich immer wieder frische Erkenntnisse auf und aus einem unsympathischen Prota wurde im Handumdrehen ein Sympathieträger oder umgekehrt. Nik und Sora waren dabei zwei Kandidaten, die mir zu Beginn nicht ganz geheuer waren und sich immer weiter in mein Innerstes einschlichen. Mari und ihre Mutter Leda hatte ich sofort in mein Herz geschlossen und ich fieberte mit den Beiden mit.

Die Dialoge zwischen den Personen war an manchen Stellen etwas plump, was aber an der Übersetzung gelegen haben kann. Mich hat es nicht gestört.
Die Emotionen hielten mich dauerhaft auf Trab. Ich konnte mich in die Charaktere einfühlen und litt in riskanten Szenen. Oftmals hatte ich enormes Herzklopfen vor Trauer & Rührung oder purer Nervenkitzel brachte mich um den Verstand in brenzligen Situationen. Ich überschlug mich mit Spekulationen. Es war kaum auszuhalten das Buch beiseitezulegen und nicht darin zu lesen.

Der Spannungsfaktor brach zu keiner Zeit ab, sondern baute sich stetig auf, wie ein kleiner Funke, der zu einem Großbrand mutierte. Es verging kaum Zeit zum Verschnaufen und es passierte immer etwas Neues auf nur wenigen Seiten.

Die Geschichte wird ab einem Alter von 14 Jahren empfohlen, was ich als viel zu früh empfinde. Das Buch beinhaltet einige brutale und grausame Szenen, in denen ich mich am liebsten unter meiner Bettdecke versteckt hätte und Angst hatte, davon zu träumen. Betroffen waren die Kampfszenen der Hautdiebe und eine Vergewaltigung einer Protagonistin. Ich empfehle die Story daher nur an Jugendliche, die mit solchen Handlungen zurecht kommen oder ab 16 Jahre.

Das Ende blieb wie erwartet offen und es gibt eine neue Offenbarung, die mich total neugierig gemacht hat. Leider gibt es keine Informationen zum zweiten Band der Reihe. Ich hoffe, dass P.C. Cast mich nicht lange darauf Warten lässt.

Fazit:
"Moon Chosen - Gefährten einer neuen Welt" von P.C. Cast entführte mich in eine faszinierende Welt voller Gefahren und der Magie des Mondes. Interessante Charaktere und eine spannende Handlung ließen mich mit Begeisterung mitfiebern. ~ dystopische Fantasywelt ~ bildgewaltiges Abenteuer ~ Pageturner ~ Eine absolute Leseempfehlung mit Suchtpotenzial auf allen Ebenen

Bewertung vom 25.09.2017
Hasse mich nicht! / Götterfunke Bd.2
Woolf, Marah

Hasse mich nicht! / Götterfunke Bd.2


sehr gut

Meine Meinung:
Nachdem ich "Götterfunke - Liebe mich nicht" von Marah Woolf gelesen habe, musste ich unbedingt erfahren, wie es mit Jess und den Göttern weitergehen wird. Ich hatte das Glück, die Fortsetzung vorablesen zu dürfen und bin jetzt schon auf das Finale gespannt.

Nachdem Jess eine schockierende Beobachtung zwischen ihrer besten Freundin Robyn und Cayden machen musste, herrscht zwischen den Freundinnen Eiszeit. Zurück aus dem Camp geht der Schulalltag wieder los und Jess bemerkt, das ihre Mitschüler böse über sie reden. Doch das ist nicht alles, denn die Götter haben sich mit in ihre Schule eingeschleust. Was geht dort vor? Ist Jess immer noch in Gefahr, oder was ist der Grund, weshalb sie dort sind?

Der Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Teil an und gibt kleinere Gedankenstützen, die es mir ermöglichten, mich ohne große Rückblenden sofort wieder an die Geschehnisse zu erinnern. Mir fiel das Eintauchen in die Story dadurch leicht und der flüssige Schreibstil von Marah Woolf tat sein übriges, so das die Seiten nur so an mir vorbeiflogen.

Die Protagonisten gaben mir einen weitreichenden Einblick in ihr Wesen, wobei ich bei Jess begeistert war, dass sie sich weiterentwickelte und ihre Familienverhältnisse tiefgründiger erzählt wurden. Cayden ließ mich immer noch nicht weiter hinter seine Fassade schauen, und Robyn, die mich im ersten Band bereits genervt hat, hat hier den Bogen endgültig überspannt. Sie ist schlimmer als jeder Feind und machte Jess und ihrer Familie das Leben schwer. Sie erzählte üble Lügengeschichten und plauderte intime Angelegenheiten an ihre Mitschüler weiter, die Jess in ein schlechtes Licht rückten. Ich empfand sie als abartig böse und es fiel mir schwer, sie nicht während des Lesens anzuschreien und wachzurütteln. Sie brachte mich wirklich zur Weißglut!

Ich habe mir im zweiten Teil mehr romantische Szenen mit Cayden gewünscht. Diese kamen zwar vor, doch leider erreichten sie mein Herz nicht. Die Szenen waren schön beschrieben, erreichten mich aber nicht, was ich schade fand, denn das Herzklopfen hat hier definitiv gefehlt. Ich finde, dass die Beiden immer auf derselben Stelle stehen bleiben und es kein Weiterkommen gibt. Ich mag das typische hin & her, was aufregend ist, doch zwischen Jess & Cayden fühlte ich kein Knistern.

Zwei Punkte im Buch empfand ich logisch nicht gut erzählt. Zum einen gab es eine Szene, in dem Jess ihr Fahrrad bei ihrem Chef in die Garage stellt und am nächsten Tag ist es wie aus Zauberhand zurück in ihrem Schuppen. Hä? Oder: Jess hinterlässt im Restaurant ihre Jacke samt Handy in der Tasche und kurz danach schreibt sie Nachrichten mit ihrer Freundin Leah. Hier haben mir definitiv die Beschreibungen gefehlt: Wie kamen Jacke, Handy und Fahrrad wieder an Ort und Stelle zurück?

Die Spannung baute sich nur langsam auf und obwohl immer etwas passierte, blieb es vorhersehbar und konnte mich nicht überraschen. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und bin nach dem fiesen Cliffhänger auf den finalen Band gespannt. Das Kribbeln, was ich beim Ende des Buches empfunden habe, hätte ich gerne immer mal wieder zwischendurch gespürt.

Die Leseprobe zu Band 3 am Ende habe ich bewusst nicht gelesen und wurde nicht mit in die Bewertung genommen. Der Finalteil erscheint im März 2018.

Fazit:
Es geht weiter mit Jess & Cayden in "Götterfunken - hasse mich nicht" von Marah Woolf, in dem die Götter das Böse Ankämpfen, um die Menschheit zu retten. Dabei spielen Macht, Intrigen, Eifersucht und die Liebe eine wichtige Rolle. Ein gelungener zweiter Teil, dem noch das gewisse Herzklopfen und der Nervenkitzel fehlt. ~ vorhersehbare Abschnitte ~ eine göttliche Story ~ unglaubliche Atmosphäre

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.09.2017
Wildblumensommer
Taylor, Kathryn

Wildblumensommer


ausgezeichnet

Kathryn Taylor, die durch mehrere Reihen bekannt ist, hat sich mit "Wildblumensommer" in mein Herz geschrieben, was im übrigen mein erstes Buch ist, was ich von ihr gelesen habe. Ich bin so begeistert von der Schriftstellerin, dass ich am liebsten jedes ihrer bereits erschienenen Bücher hintereinander weglesen möchte. Und das soll was heißen.

Bei Zoe wird ein Aneurysma diagnostiziert und es steht eine riskante OP an, die ihr Leben retten soll. Bevor sie diese Maßnahme in Angriff nimmt, fährt sie zu dem Ort zurück, an dem vor vierzehn Jahren ein bedeutungsvolles Unglück passiert ist - um Antworten zu finden. Dabei trifft sie auf ihre große Liebe Jack und altbekannte Gefühle kommen wieder ans Tageslicht. Findet Zoe ihre Antworten oder zu ihrer Liebe zurück?

Kathryn Taylor schreibt großartig, anders kann ich es nicht sagen. Nachdem ich die ersten Seiten las, lief mir bereits ein Schauer über den Rücken, vor Schreck und Trauer zugleich. Der lockere und flüssige Schreibstil erreichte mich Mitten ins Herz - aber auch die Bildhaftigkeit zwischen den Zeilen und der Kulisse Cornwalls.

Ich fühlte mich den Protagonisten Zoe und Rose sehr nahe und konnte mich in Beide hineindenken. Es fühlte sich an, als wäre ich eine stille Beobachterin, die aber auch aktiv im Geschehen mitmischt.
Die Charaktere waren allesamt lebendig und jeder hatte einen gut ausgebauten Charakter, den ich ohne den Namen zu wissen, beim Lesen erkennen konnte. Sie hatten ihre alltäglichen Probleme zu bewältigen, aber auch alle eins gemeinsam - die schmerzhafte Vergangenheit, die sie verbindet.
Nur schwer konnte ich mich von den liebgewonnenen Personen trennen.

Die Emotionen waren in jeder Gefühlslage spürbar. Ich litt mit den Menschen in der Story, hoffte, freute und weinte mit ihnen. Es gab Abschnitte, in denen ich eine Atempause einlegen musste, um das gelesene zu verdauen und um mich vorzubereiten, auf das, was mir mein Bauchgefühl zugeflüstert hatte.

Der Verlauf der Erzählung, war früh zu erahnen, wie es z. B. zu dem Unglück kam. Trotzdem blieb es spannend, ob es sich wirklich so zugetragen hatte.
Zum Schluss überraschte mich ein Happy-End, was nicht ganz so war, wie ich es erhofft hatte. Es war stimmig, machte mich dennoch traurig und regte zum Nachdenken an.

Fazit:
"Wildblumensommer" von Kathryn Taylor erzählt von einem tragischen Unfall, der das Leben vieler Menschen beeinflusst - über Missverständnisse & Nichtakzeptanz, aber auch von der großen Liebe. ~ Familie & Freundschaft ~ Romantik ~ ein Gefühlskribbeln für die Seele

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.09.2017
Marlenes Geheimnis
Riebe, Brigitte

Marlenes Geheimnis


ausgezeichnet

Die Autorin Brigitte Riebe war mir bereits ein Begriff durch viele ihrer erfolgreichen Veröffentlichungen. "Marlenes Geheimnis" ist mein erstes Buch, was ich von der Schriftstellerin gelesen habe und ich kann mit Garantie sagen, es werden noch weitere folgen.

Als Nane informiert wird, dass ihre Großmutter Eva verstorben ist, reist sie an den Bodensee, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Dort angekommen, wird ihr das Tagebuch von Eva ausgehändigt und Nane beginnt in ihren Aufzeichnungen zu lesen.
Dabei lernt sie Eva von einer anderen Seite kennen und erfährt Dinge, die sonst keiner wusste. Neben der Reise in die Vergangenheit gibt es Streitigkeiten zwischen ihrer Mutter Vicky und ihrer Tante Marlene, und Nane fängt an sich Gedanken um ihr Leben zu machen. Sie fällt eine Entscheidung und hat schlussendlich die Aufgabe, das Geheimnis von Marlene ans Tageslicht zu bringen. Was ist damals passiert und wie wird Nane`s Zukunft aussehen?

Brigitte Riebe hat mich mit ihrem flüssigzulesenden Schreibstil gefangen genommen. Mit viel Einfühlungsvermögen führte sie mich an die Geschichte heran und verlor dabei zu keiner Zeit den Faden, der mich mit Hingabe und Spannung erfüllte.
Der Roman lief dabei wie in einem Film vor meinem inneren Auge ab, was mir unglaublich gefallen hat.

Geschrieben ist die Erzählung in der Gegenwart und in der Vergangenheit aus den Sichten von Nane und Eva. Dabei befand ich mich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg bis einige Zeit danach. Ich lernte Eva kennen, die von ihrer Flucht aus ihrer Heimat dem Sudetenland, ihrer großen Liebe und ihrem Neuanfang am Bodensee erzählt.
Anfänglich fühlte ich mich in der Gegenwart bei Nane am Wohlsten, doch schon bald wendete sich das Blatt und ich konnte es kaum erwarten, mehr von Eva zu erfahren. Die Zeit von 1938 bis 1952 waren aufregend und vorbildlich recherchiert. Ich zog jedes Detail aus der Zeit in mir auf, wie ein ausgetrockneter Schwamm. Und das, obwohl ich normalerweise kaum Bücher lese, die mir zu ausgiebig ins Geschichtliche gehen. Doch hier, habe ich Gefallen daran gefunden.

Die Protagonisten habe ich alle gemocht und sie zeigten sich facettenreich. Sogar Hermann Bentele, der mir zu Beginn nicht gerade sympathisch war, stimmte mich nachdenklich. Er schaffte es meine anfängliche Abneigung ablegte.

Die Story durchlebte ich mit vielen verschiedenen Emotion, die mich beim Lesen begleiteten. Es gab Szenen, in denen mein Herz vor Schreck erstarrte und ich kurz Innehalten musste, um danach gebannt weiterzulesen. Ich freute mich mit den Charakteren, oder bekam vor Rührung oder Trauer eine Gänsehaut und einen dicken Kloß im Hals. Es war alles dabei und dafür danke ich Brigitte Riebe.

Am Ende zogen sich alle Erzählstränge schlüssig zusammen und das langgehütete Geheimnis, was der Leser bereits kennt, wird gelüftet. Die Aufklärung, verlief meiner Meinung nach, etwas zu ruhig und kurz ab. Trotzdem bin ich mit dem Schluss zufrieden und trennte mich nur ungern von der Geschichte, die ich in nur kurzer Zeit lieben gelernt habe.

Fazit:
"Marlenes Geheimnis" erzählt eine packende Familiengeschichte in der heutigen Zeit und zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Ein absoluter Lesegenuss mit Höhen und Tiefen, den man einfach gelesen haben muss. ~ facettenreiche Charaktere ~ mitfiebern bis zur letzten Seite ~ ein historischer Roman mit Herz und Leidenschaft geschrieben.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.09.2017
Nächstes Jahr am selben Tag
Hoover, Colleen

Nächstes Jahr am selben Tag


ausgezeichnet

Zum Buch:
Die Broschüre zeigt ein junges Paar, was sich verträumt anschaut. Sie wirken glücklich und vertraut. Die Farbgestaltung des Covers ist frisch und es wirkt ein wenig wie durch einen Schleier gesehen. Sehr oft habe ich beim Lesen das Paar auf dem Bild angesehen und träumte vor mich hin.

Erster Satz:
"Was es wohl für ein Geräusch machen würde, wenn ich ihm einfach mein Glas an den Kopf werfen würde?"

Meine Meinung:
Colleen Hoover schrieb sich mit "Nächstes Jahr am selben Tag" in mein Leserherz und bescherte mir eine lange Lesenacht voller Romantik und Gefühlen. 
Colleen Hover: Bitte höre niemals auf solche Geschichten zu schreiben.

Fallon sitzt mit ihrem Vater in einem Lokal, der mal wieder nur Vorwürfe für sie übrig hat, als sich auf einmal ein Junge neben sie setzt und sich als ihr Freund ausgibt.
Ben beobachtet Fallon und hört das Gespräch zwischen Vater und Tochter. Er eilt ihr zur Hilfe und die Dinge nehmen ihren Lauf. Fallon reist jedoch am Abend aus Los Angeles ab, um sich in New York ein neues Leben aufzubauen. Doch Ben sieht mehr in ihrem Zusammentreffen und sie beschließen, sich jedes Jahr an genau demselben Tag wiederzusehen.

Colleen Hoover hat mich mit ihrem Schreibstil verzaubert. Sie warf mich in das Buch und ich griff nach ihrem Anker, der mich rettete bis zur letzten Seite.
Ihre frische und flüssige Art zu Schreiben versetzte mich in einen Sog voller Gefühle und bildhaften Szenen. Ich las bis spät in die Nacht hinein, weil ich es nicht übers Herz brachte die Charaktere zu verlassen.

Das Buch ist unterteilt in den jeweiligen Jahren des 9. Novembers, worin ausschließlich über diesen einen Tag und der Vergangenheit berichtet wird. Geschrieben ist die Erzählung aus der Sicht von Fallon und Ben, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Charaktere wurden authentisch und tiefgründig beschrieben. Fallon und Ben haben einiges hinter sich gebracht, und kämpfen mit den Narben der Vergangenheit.
Ich konnte die Gefühle der Protagonisten am eigenem Leib erleben und es gab einige Szenen, in denen ich mit den Tränen kämpfte oder ich sie einfach fließen ließ.
Ich durchlebte ein Auf und Ab der Emotionen. In dem einen Moment klopfte mir das Herz bis zum Hals, um anschließend in einem Herzstillstand zu erstarren oder ich zerfloss nur so vor Romantik.

Die Geschichte blieb permanent spannend bis zur letzten Seite, was ich so nicht erwartet hätte. Teilweise gab es vorausschaubare Handlungen, die mich jedoch in keinster Weise gestört haben, weil es einfach so toll geschrieben war und mein Innerstes dadurch umsomehr Achterbahn fuhr.

Fazit:
Mit "Nächstes Jahr am selben Tag" schreibt Colleen Hoover eine romantische Gefühlsexplosion mit authentischen Charakteren. Eine Geschichte die mich Tag und Nacht begleitet hat. Solche Storys brauche ich wie die Luft zum Atmen. ~ romantisch ~ eine Achterbahnfahrt der Gefühle ~ tragisch

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.08.2017
Das Mädchen aus Brooklyn
Musso, Guillaume

Das Mädchen aus Brooklyn


schlecht

Zum Buch:
Die Covergestaltung finde ich ansprechend. Es zeigt einen lebhaften Blickwinkel aus Brooklyn mit seinen gewaltigen Bauwerken. Die Frau im Bild sieht man nur zur Hälfte, doch fiel mir dabei auf, dass es sich hierbei nicht um die Protagonistin handeln kann, denn diese ist farbig und nicht hellhäutig. Schade, dass darauf nicht geachtet wurde, oder aber es ist einfach eine andere Person. Im Inneren fand ich einige aussagekräftige Zitate von Leserstimmen und Werken des Autors. Das Buch lag leider schwer in der Hand.

Meine Meinung:
Für mich war "Das Mädchen aus Brooklyn" von Guilaume Musso das erste Buch, was ich von ihm gelesen habe. Ich hatte aufgrund der guten Meinungen des Schriftstellers sehr hohe Erwartungen, und war zum Schluss enttäuscht. Dieser Musso war absolut nicht meins.

Bald ist es soweit - die Hochzeit von Raphaël und Anna steht bevor. Doch Raphaël möchte mehr über die Vergangenheit seiner Verlobten erfahren. Er lädt sie auf ein romantisches Wochenende an der Côte d’Azur ein. Anna bricht ihr Schweigen und zeigt ihm ein Foto mit drei verkohlten Leichen und sagt ihm, dass sie es dafür verantwortlich sei. Anna verschwindet kurz darauf. Für Raphaël und seinen Freund Marc beginnen die Ermittlungen und die Suche nach ihr. Wird er sie finden und die Vergangenheit aufklären?

Guillaume Musso hat einen wunderbaren Schreibstil. Der Text liest sich flüssig und ist durch seine detaillierten Beschreibungen enorm bildhaft und wirkt lebendig.
Der Nachteil ist, dass sich die Geschichte nur mühsam vorwärts bewegte und ich lange an einer Stelle stand.

Die Protagonisten waren mir zu flach, zu bizarr und die Handlungen oftmals nicht nachvollziehbar. Ich gestehe, dass ich mich teilweise sogar genervt gefühlt habe. Es wirkte im Ganzen weithergeholt und durcheinander. Außerdem wechselten die Erzählstränge zwischen den Charakteren unerwartet schnell und schaffte Raum für Verwirrungen.

Zu Beginn war ich geflasht, weil Guillaume Musso die Spannung bereits auf den ersten Seiten in mir auflodern ließ. Dieser Höhenflug wurde mir nur kurzzeitig gegönnt, denn darauf folgte bis zum Ende des Buches ein zäher Abschnitt, der mich durchgehend langweilte.
Ich brauchte mehrere Wochen, um mich durch die Seiten zu lesen oder darf ich sagen "zu quälen"?

Am Ende zogen sich alle Fäden zusammen. Dennoch war ich von der ganzen Thematik enttäuscht und fand es unrealistisch. Trotz alledem werde ich dem Schriftsteller eine weitere Chance geben und es mit einem seiner anderen Bücher versuchen.

Fazit:
Mit "Das Mädchen aus Brooklyn" von Guillaume Musso hatte ich stark zu kämpfen und quälte mich durch die Seiten, voller wirren Handlungen und nervigen Protagonisten. Ein Musso, der mich abschreckte, anstatt zu verzaubern. ~ langatmig ~ unrealistisch und verwirrend ~ eine Story ohne Wiedererkennungswert.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.08.2017
Ein angesehener Mann / Captain Sam Wyndham Bd.1
Mukherjee, Abir

Ein angesehener Mann / Captain Sam Wyndham Bd.1


gut

Zum Buch:
Die Klappbroschüre zeigt ein schönes Bild vom Victoria Memorial im Vintagestyle. Der golffarbene Schriftzug glänzt im Mittelpunkt. Im Inneren fand ich eine Karte von Kalkutta aus dem Jahre 1919 mit markierten Stellen aus der Geschichte. Eine gelungene Gestaltung, die zugegeben etwas unauffällig ist und mir das Besondere gefehlt hat.

Meine Meinung:
Abir Mukherjee schreibt mit "Der angesehene Mann" seinen Debütroman, der mir durch die Buchflüsterer Aktion zur Verfügung gestellt wurde. Von Anfang an war ich skeptisch, ob mich dieser Roman ansprechen wird. Leider bestätigte sich mein Bauchgefühl.

Kalkutta/Indien im Jahr 1919: Captain Sam Wyndham ist aus dem ersten Weltkrieg zurückgekehrt und wird in Kalkutta als Ermittler eingesetzt. Nach einer ersten Annäherung, an die neuartige Umgebung wird ein weißer Mann, der Verwaltungsberater des Gouverneurs, ermordet aufgefunden. Sam nimmt seine Arbeit auf, doch unverhoffte Probleme in seinen Nachforschungen machen ihm Ärger. War der Mord ein Rachefeldzug?

Der Schriftsteller Abir Mukherjee hat einen lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der es mir leicht machte, mich schnell in die Story einzufinden. Besonders die Bildhaftigkeit der Umgebungen Indiens und der Atmosphäre haben mich dort beeindruckt. Zur Hilfe über die Lage der verschiedenen Schauplätze habe ich mir die Karte aus dem Buch zur Hand genommen und konnte mir die Kulisse besser vorstellen. Etwas gewöhnungsbedürftig waren die ungewohnten Namen der Ortschaften und Charaktere. Hier musste ich aufpassen, diese nicht zu verwechseln.

Die Protagonisten sind allesamt sympathisch und wirkten auf mich authentisch. So werden mir Sam und sein Kollege Bannerjee noch lange im Gedächtnis bleiben. Sam ist ein waschechter Ermittler, der keine Vorurteile Menschen gegenüber zeigt. Er nimmt jeden so wie er ist, und schaut hinter die Fassade. Im Übrigen verzauberte er mich immer wieder mit seinem britischen Humor.

Einen detailreichen Einblick erhielt ich in die Kultur Indiens, über Land und Leute, über die der Autor ausschweifend und mit Herzblut berichtet. Was mir in vielen Abschnitten schlechthin zu ausführlich und zu tiefschürfend politische und geschichtliche erzählt wurde. Diese Stellen ermüdeten mich und es machte sich Langeweile in mir breit.
Die Spannung baute sich zunehmend auf, doch durch die langen und zähen Beschreibungen, brach der Nervenkitzel und die Neugierde verstärkt ab, was ich schade fand.

Fazit:
Mit "Der angesehene Mann" schrieb Abir Mukerjee seinen Debütroman und schickt seine Leser in das Jahr 1919 nach Kalkutta/Indien. Ein historischer Kriminalroman mit Fokus auf die Kolonialzeit im 20. Jahrhundert, mit detailreichen Be- und Umschreibungen, die mir immer von Neuem die Spannung nahmen. ~ langatmig ~ authentische und humorvolle Charaktere ~ wunderbare Kulisse Indiens ~

Bewertung vom 29.06.2017
Die Entfesselten / Secret Fire Bd.2
Daugherty, C. J.;Rozenfeld, Carina

Die Entfesselten / Secret Fire Bd.2


gut

"Secret Fire - Die Entfesselten" von C. J. Daugherty ist der Finalband der Thrill-Fantasy-Dilogie, auf den ich sehnsüchtig gewartet habe, nachdem mir Band 1 gut gefiel. Doch am Ende der Geschichte schlug ich das Buch mit großer Enttäuschung zu. Hatte ich zu hohe Erwartungen?

Taylor und Sacha haben Zuflucht in St. Wilfred gefunden, doch wie lange sind sie dort sicher? Taylor scheitert immer wieder, ihre Kräfte gezielt einzusetzen und Sacha hat nur noch wenige Tage bis zu seinem 18. Geburtstag, der ihm den Tod bringen soll. Kann Taylor den Fluch brechen und hat ihre Liebe eine Zukunft?

Der Wiedereinstieg in die Story fiel mir dank kurzer Rückblenden leicht und knüpfte direkt an Band 1 an. Ich kann mir trotzdem gut vorstellen, dass Leser, die den ersten Teil vor längerer Zeit gelesen haben, schwerer ins Geschehen einfinden werden. Bei mir lagen nur einige Wochen dazwischen, was ich als Vorteil empfand.

Der Schreibstil von C. J. Daugherty ist flüssig zu lesen und vor allem bildhaft. Die Kulissen und Handlungen spielten sich in meinem Kopf wie in ein Film ab, was mir ausgezeichnet gefallen hat.
Der Finalband ist von actionreichen Szenen überflutet und nahm mir in vielen Passagen die Spannung, im Vergleich zum Auftakt des Zweiteilers.
Ich hatte das Gefühl, das die Action und die verschiedenen Kämpfe immer, dass gleiche waren, und langweilte mich mit der Zeit.
Zu Beginn hatte ich noch große Erwartungen, aber dann baute die Erzählung weiter ab. Die Handlungen waren einfach strukturiert und vorhersehbar - keine Wendungen und Überraschungen, die mir ein WOW-Erlebnis bescherten.

Die Charaktere waren mir sympathisch, aber auch hier fand ich keine Entwicklung. Die Nebencharaktere Louisa und Alastair fand ich um einiges interessanter. Und ich hätte mir mehr Ecken und Kanten in ihren Persönlichkeiten gewünscht.
Die Emotionen waren vorstellbar, aber nicht greifbar und präsent genug. Ich habe einfach viel mehr Feuer und Nervenkitzel erwartet.

Das Ende war ok, aber nichts besonderes. Ein spektakulärer Endkampf blieb aus, was ich schade fand. Ich hatte einige Male das Gefühl, dass die Schriftstellerin zu wenig Energie in diesen Band gesteckt hat und nur schnell fertig werden wollte.

Fazit:
Mit "Secret Fire - Die Entfesselten" schreibt C. J. Daugherty einen soliden Abschluss der Dilogie. Gleichbleibende Action ohne nennenswertem Nervenkitzel, und tiefen Gefühlen machte den Finalband für mich zu einer riesen Enttäuschung. ~ abbauende Story ~ Thrill & Action vorhanden ~ ein Serienabschluss ohne Wums

Bewertung vom 19.05.2017
Ewig dein / Deathline Bd.1
Clark, Janet

Ewig dein / Deathline Bd.1


sehr gut

Meine Meinung:
„Ewig Dein – Deathline“ von Janet Clark habe ich mit der wasliestdu.de Community in einer Leserunde gelesen. Ich habe mich auf das neue Jugendbuch der Autorin sehr gefreut, nachdem ich „Schweig still, süßer Mund„ vor einigen Jahren verschlungen habe und so sollte es auch dieses mal sein.

Die Ferien sind angebrochen und Josie hat auf der Ranch ihres Vaters eine Menge zu tun. Nach einem schweren Autounglück kann er nur eingeschränkt am Arbeitsleben teilhaben und so kümmern Josie und ihr Bruder Patrick sich um den Betrieb. Plötzlich passieren einige Pannen und mysteriöse Vorfälle – ebenso im Dorf. Haben die Greenies, die als Gastarbeiter auf der Farm eingestellt sind, oder einer der Gäste, etwas damit zu tun? Schon bald erfährt Josie ein Geheimnis von Ray, einem Greenie, an dem sie ihr Herz verschenkt hat, dass sie alle in Gefahr schweben. Welche Rolle spielt sein verlorenes Amulett dabei und findet sie einen Ausweg?

Der Schreibstil von Janet Clark ist flüssig zu lesen und hielt eine Überraschung für mich parat. Sie schreibt in der Ich-Perspektive der Protagonistin Josie, die mich im Prolog, Epilog und Zwischendurch direkt angesprochen hat, als würde sie persönlich mit mir sprechen. Das hat mir richtig gut gefallen und ich fühlte mich ihr dadurch verbunden.

Die Story ist mystisch und an einigen Stellen so gruselig, dass ich mich am liebsten unter meine Bettdecke verkrochen hätte. Bei diesen Parts konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen, und vergaß teilweise das Atmen oder habe mich erwischt, wie ich an meinen Fingern knabberte – vor Aufregung und Anspannung.

Die Liebesgeschichte zwischen Josie und Ray war vorhanden, doch konnte ich die Emotionen nicht miterleben. Ich fand, dass das Mysteriöse und der Thrillfaktor im Vordergrund stand, viel mehr als ich vermutet hätte und die Liebesgeschichte zu kurz kam.
Mir fehlte die Tiefe in den Charakteren, die auf der Strecke blieben. Die Nebencharaktere waren interessant und ich mochte sie, doch auch hier funkte es nicht immer.

Der Showdown war perfekt und ich wurde durch die Wendungen am Ende überrascht. Es hat Spaß gemacht zu spekulieren und Vermutungen aufzustellen, wie es ausgehen könnte. Der Schluss wurde nicht komplett aufgelöst und es bleiben noch einige Fragen offen. Ich hoffe, dass der zweite Teil nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
„Ewig dein – Deathline“ von Janet Clark ist ein mysteriöser Jugendroman, der mich durch Spannung und Nervenkitzel mitfiebern ließ. Der Romanceanteil war gering und konnte mich nicht begeistern. ~ mystisch ~ emotionslos und fehlende charaktertiefe ~ Fantasy & Thrill-Anteil mit Suchtpotenzial

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.