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rewa
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wien

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Insgesamt 410 Bewertungen
Bewertung vom 02.11.2025
Der Plattenspieler unter der Dachschräge
Dutzler, Herbert

Der Plattenspieler unter der Dachschräge


ausgezeichnet

Sigi hält sich mit seinen 16 Jahren schon ziemlich erwachsen und so gibt er sich speziell bei den Mädchen recht cool, was aber nicht immer gut ankommt. Auch in der Schule läuft es nicht immer nach seinen Wünschen und zu Hause kriselt es zwischen seinen Eltern immer mehr.
Dank eines Ferialjobs hat er nun genug Geld, damit er seinen heißgeliebten Plattenspieler endlich kaufen kann. Eigentlich könnte er nun glücklich sein, wenn nicht ein unvorhergesehenes Ereignis dazu führt, dass seine Mutter von zu Hause auszieht und nun beim Apotheker wohnt.
Plötzlich merkt Sigi, dass scheinbar alles aus dem Ruder läuft und seine neue Aufgabe als Klassensprecher bringt ihn auch immer wieder in unangenehme Situationen.
Nun spürt Sigi, dass das erwachsen werden doch nicht immer so toll ist und so wird es noch mehr Ereignisse geben, wo er mit mehr Glück als Verstand seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann.
Bereits zum vierten Mal kann man Sigi begleiten auf seinem humorvollen und nicht immer leichten Weg zwischen schulischen Eskapaden, den Problemen zwischen seinen Eltern und dem ständigen Verliebtsein.
In dem Roman ,, Der Plattenspieler unter der Dachschräge“ taucht man als Leser in die 70er Jahre ein, wo der Autor Herbert Dutzler wieder einmal sehr bildhaft die Atmosphäre der damaligen Zeit eingefangen hat.
So werden Modeerscheinungen beschrieben, wo man heute nur mehr den Kopf schütteln kann, wenn man daran denkt, aber auch das Rollenbild der Frau beginnt sich zu mehr Selbständigkeit und Eigenständigkeit zu wandeln.
Schön ist, dass vor jedem neuen Kapitel Sigi alte Fotos von damals betrachtet, die seine Mutter gemacht hat und dabei Erinnerungen entstehen, über die man dann lesen kann.
Etwas erschütternd war dabei, dass Sigi und seine Freunde bereits in jungen Jahren sehr viel Alkohol konsumiert haben und oft zur Zigarette gegriffen haben.
Es ist eine sehr humorvolle Geschichte, wo Sigi ständig ins Fettnäpfchen tritt, es aber immer wieder schafft unbeschadet heraus zu kommen. Es gibt witzige Dialoge und besonders seine Naivität gegenüber dem weiblichen Geschlecht, ist einfach herrlich beschrieben.
Obwohl seine Familiensituation alles andere als einfach ist und er im Grunde niemanden hat, der ihm bei seinen Problemen, Sorgen und Ängsten unterstützt, gelingt es ihm trotzdem immer wieder einen Weg zu finden um vorwärts zu kommen.
Es ist ein humorvoller, aber auch immer wieder emotionaler Roman, wo es Spaß macht Sigi zu begleiten und ob seiner oft verrückten Einfälle einfach gerne haben muss.

Bewertung vom 26.10.2025
Darknet-Alpträume
Schaden, Günter

Darknet-Alpträume


sehr gut

Für Polizeikommissarin Becca ist nach langer Zeit als Undercover Agentin im Cybercrime Milieu der Moment da, wo ihre Kollegen zuschlagen werden und sie alles dafür vorbereitet hat. Dass es ein nicht ungefährlicher Einsatz ist wird schon allen klar, als sich die Täter nicht kampflos ergeben und es zu so mancher Situation kommt, wo es um Leben und Tod geht. Obwohl der Einsatz scheinbar erfolgreich verlaufen ist stellt sich die Frage, ob es nicht doch noch irgendwo Hintermänner gibt, die im Darknet ihr Unwesen treiben. Als Becca im Spital auf einen der Täter trifft flammt etwas aus ihrer Vergangenheit auf und lässt alte Wunden wieder aufreißen.
,, Darknet- Alpträume“ ist ein Episoden Thriller rund um die taffe und knall harte Becca, wo der Autor Günter Schaden mit dem 23. Juli 2024 beginnt und den Leser ein paar Stunden auf eine gefährliche und brutale Reise mit der Polizeikommissarin mit nimmt.
Da ich auf diese Art Roman nicht gefasst war, hat es mich gewundert, dass man eigentlich nur zwei Handlungsstränge präsentiert bekommt und nicht mehr. Da man ja nur ein paar Stunden mit Becca verbringen kann, macht es natürlich Sinn. Der erste Teil ist mehr technisch behaftet, wo man interessante Einblicke in die Welt des Darknets bekommt und wie die Spezialeinheit Becca geschickt in dieses Milieu eingeschleust hat. Becca geht dabei sowohl an ihre physischen als auch psychischen Grenzen, wo man das Gefühl hat, dass sie wie ein Uhrwerk funktioniert und nur rational und nie emotional handelt.
Sie ist eine schwierige Person, wo es nicht leicht ist einen Zugang zu ihr zu finden. Nach dem Einsatz begleitet man sie ins Spital, wo sie auf die nette Krankenpflegerin Beate trifft, die einiges mit ihr durch machen muss. Dabei erkennt man, dass Becca oft nur andere ausnützt um an ihr Ziel zu kommen.
Bei ihren Erlebnissen fragt man sich immer wieder, ob sie eine Überfrau ist, die trotz Schmerzen, Erschöpfung und Zeitdruck bis über ihre Grenzen gehen kann.
Es ist ein rasanter und schneller Thriller, wo man manchmal das Gefühl bekommen kann, dass man mit der Handlung nicht mehr ganz mit kommt. Wahrscheinlich soll in der Kürze des Romans viel hinein gepackt werden.
Wirklich viel über Beccas Leben erfährt man nicht und so ist das offene Ende auch ein Hinweis darauf, dass man wohl im nächsten Band mehr aus ihrer Vergangenheit erfährt.

Bewertung vom 22.10.2025
Maik Stahl und die gespaltene Seele
Lechtenbörger, Axel

Maik Stahl und die gespaltene Seele


ausgezeichnet

Seit vor Jahren der ehemalige Hauptkommissar Maik Stahl seine Familie bei einem mysteriösen Autounfall verloren hat, besteht sein Leben nur mehr aus Alkohol und Schuldgefühlen. Er selbst kann sich kaum noch an etwas erinnern, da er damals schwer entstellt aus dem Koma erwacht ist und ihm seitdem große Erinnerungslücken quälen.
Als ihm sein früherer Kollege Ronny erzählt, dass der damalige Unfall eigentlich ein Anschlag auf ihn war, bricht für Maik eine Welt zusammen. Doch bevor Ronny noch mehr erzählen kann, wird dieser ermordet.
Ab da spürt Maik, dass er mit allen Mitteln versuchen muss sich zu erinnern. Dass man auch heute noch versucht ihn zu töten, muss er schon bald schmerzhaft erfahren, wo ihm die Ärztin Nicole Voss, die sich mit ihrer mobilen Ambulanz um Obdachlose kümmert, schon bald mehr als hilfreich zur Seite steht.
Als noch weitere Morde passieren und eine geheimnisvolle Frau auftaucht, die selbst eine bewegende Vergangenheit hat, spürt Maik, dass ihm wohl nicht mehr viel Zeit bleibt, wenn er den wahren Täter, der für den Tod seiner Familie verantwortlich ist, finden will.
Der Autor Axel Lechtenbörger hat mit seinem Roman ,, Maik Stahl und die gespaltene Seele“ einen packenden, brutalen, aber auch berührenden Krimi geschrieben.
Von Beginn weg wird man in das erschütternde Leben von Maik hineingezogen, der scheinbar alles verloren hat und ihm kaum noch noch etwas am Leben hält. Dabei zeichnet der Autor einen Mann, der innerlich seelisch leer ist und äußerlich entstellt ist und jeden Lebensmut verloren hat.
Schön ist dabei, dass er mit Nicole Voss eine sympathische und empathische Frau an die Seite gestellt bekommt, die spürt, dass er Hilfe braucht egal ob er wie ein Obdachloser lebt und betrunken und unfreundlich zu ihr ist.
Es ist eine interessante Geschichte wo man immer tiefer in ein Verbrechen aus der Vergangenheit hineingezogen wird, wo ein Kind eine besondere Rolle spielt.
Als Leser bekommt man dabei nicht nur Ereignisse zu lesen, die recht brutal und auch blutig sind, sondern auch erschütternd und grausam. Dass dabei die geheimnisvolle Frau eine bedeutende Rolle spielt ist gut vom Autor erzählt worden.
Nach und nach fügen sich alle Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen wo man am Ende noch einmal richtig überrascht wird.
Ein gelungener und spannender Roman, der mich gut unterhalten hat.

Bewertung vom 21.10.2025
Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten
Morosinotto, Davide

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten


sehr gut

Wer ist dieser geheimnisvolle Kaspar Hauser, der 1829 plötzlich in Nürnberg auftaucht und behauptet jahrelang gefangen gewesen zu sein? Zu einer richtigen Berühmtheit geworden ob seiner besonderen Geschichte lassen Attentate auf ihn die Bewohner erschüttern. So bittet man den bekannten Meisterdetektiv Dr. Grimaldi und seine Tochter Greta nach Nürnberg, damit diese den Täter überführen sollen. Bald schon merken sie, dass es viele Geheimnisse gibt und so manche falsche Fährten beide in die Irre führen.
,,Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten“ ist ein spannender Jugendroman, wo der Autor Davide Morosinotto eine fiktive Geschichte mit tatsächlichen Ereignissen und Protagonisten aus der damaligen Zeit miteinander vermischt.
Da man auch heute noch nicht genau weiß, wer dieser ominöse Kaspar Hause wirklich war kann man in die Geschichte gut eintauchen und die düstere Atmosphäre von damals gut in sich aufnehmen.
Die Methoden von Dr.Grimaldi zeigen, dass er kein Gefühlsmensch ist, sondern nur rational denkt. Insgesamt kann man ihn auch nicht wirklich als sympathisch bezeichnen, da er an allem und jeden etwas auszusetzen hat, ständig nur Befehle erteilt und es gewohnt ist, dass jeder das tut,was er verlangt. Auch zu Greta ist er kühl und behandelt sie oft wie eine Mitarbeiterin, als seine Tochter.
Greta ist ein kluges Mädchen, das genau beobachtet und zuhört und es gewohnt ist, wie ihr Vater mit anderen umgeht.
Der Roman ist geprägt von einer akribischen Ermittler Arbeit, wo man manchmal ein wenig zu viel davon bekommt und die Spannung etwas nachlässt.
Etwas schade ist auch, dass man nicht noch etwas mehr von Kaspar Hauser zu lesen bekommen hat .
Schön waren alte Bilder aus dem Stadtarchiv Nürnberg, die die Stimmung von damals noch intensiver wirken haben lassen.
Es ist eine traurige Geschichte, wo so viel an unnötigen Leid aus den falschen Motiven entstanden ist. Wer der wahre Täter ist und was seine Beweggründe waren hätte man als Leser nicht gedacht und so manche unvorhergesehene Wendungen machen den Roman dadurch noch spannender.

Bewertung vom 16.10.2025
Zwei Leben: Das Versprechen
Korten, Astrid

Zwei Leben: Das Versprechen


ausgezeichnet

Zu spät hat Juna gemerkt, dass sie mit ihrem Leben nicht mehr zufrieden ist und so muss sie nach einem Burn-out leiser treten. Damit ihre Tage wieder einen Sinn bekommen, meldet sie sich bei einer Freiwilligenorganisation an, wo sie schon bald als Buddy für den alten und schweigsamen Vincent Molin tätig ist. Aus den anfänglichen kurzen und eher unpersönlichen Besuchen entwickelt sich mit der Zeit eine besondere Vertrautheit und Juna taucht gemeinsam mit Vincent in eine Vergangenheit ein, die sie immer tiefer in eine Zeit blicken lässt, die für ihn scheinbar vergessen war und nun wieder mit erschreckender Klarheit ans Licht kommt.
Ich glaube, ich habe noch nie einen so stillen Roman gelesen, der aber unglaublich laut ist und danach schreit, dass man ihn lesen muss.
Die Autorin Astrid Korten hat in ,, Zwei Leben- Das Versprechen“ einen historischen Familienroman geschrieben.
Der Roman erzählt aus zwei Perspektiven, wo Juna und der alte Vincent sich im Jahr 2014 in Brügge begegnen. Juna wird sich im Laufe der Geschichte verändern, wo zuvor Einsamkeit und mangelndes Selbstwertgefühl geherrscht hat, werden diese weichen und dank der Erzählungen von Vincent spürt sie, wo ihr Platz im Leben ist und es an ihr liegt glücklich und zufrieden zu werden.
Wenn man Vincent begleitet spürt man so viel an Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, wo er sich immer wieder fragt, ob er damals im Jahr 1942, als er die Jüdin Esther kennen und lieben gelernt hat, zu wenig getan hat, damit sie zusammen bleiben hätten können.
Immer wenn Juna und Vincent eine Reise zu einem Ort machen, an dem er damals gewesen ist, findet man sich in der Vergangenheit wieder und man erfährt wie es Esther als Jüdin in der NAZI Zeit ergangen ist . Das Geschick der Autorin liegt darin den Leser an Orte mit zu nehmen, die man eigentlich gar nicht besuchen möchte, man aber so von der Geschichte gefangen ist, dass man unweigerlich eintauchen muss in eine grauenvolle Zeit. Ganz intensiv erlebt man dabei Ereignisse, die so furchtbar sind, dass man die Protagonisten einfach in den Arm nehmen möchte um sie zu beschützen.
Besonders berührend sind dabei Szenen die zeigen, wie Juden als Menschen zweiter Klasse behandelt wurden und wenn man bedenkt, dass wir heute schon wieder in einer Zeit leben wo jüdische Menschen oftmals in Angst leben müssen, dann macht einem die Geschichte noch betroffener.
Man findet aber auch in dem Roman Menschen, die trotz schwerer Schicksalsschläge nie ihre Menschlichkeit verloren haben und selbstlos ihr Leben für andere aufs Spiel gesetzt haben.
In der Geschichte fehlen einem oft die Worte ob der Grausamkeit, wie Menschen andere behandelt haben.
Wenn man zum berührenden Ende gelangt ist wirkt das Cover mit den Babyschuhen noch intensiver und mit Tränen in den Augen findet man aber trotzdem einen versöhnlichen Abschluss der Geschichte.

Bewertung vom 13.10.2025
Moribundus
Asimov, Armands A.

Moribundus


sehr gut

Kater Garv hätte sich sein Leben auch anders vorgestellt. Statt Liebe und Zuneigung wird er brutal gequält und sollte sogar wegen eines Hundes entsorgt werden. Doch in der Nacht zu Halloween bietet ihm ein unheimlicher Streuner die Chance sich zu rächen und aus dem sanftmütigen Garv, wird eine gnadenlose Bestie, die sich für alles rächt, was man ihr angetan hat.
In der Novelle ,, Moribundus - Animals Lane: Passus I “ dringt man in eine geheimnisvolle und brutale Welt ein wo Tieres sich für all ihre Qualen rächen, die ihnen die Menschen körperlich und seelisch zugefügt haben.
Der Autor Armands A. Asimov hat dabei eine Geschichte erzählt, die niemanden kalt lassen wird. So findet man im Vorwort bereits Ereignisse die leider oftmals wahr sind wenn Menschen Tiere grausam quälen. Für so manchen Leser wird diese Erzählung nicht leicht zu verkraften sein, da man hilflos mitansehen muss, wie die größte Bestie im Grunde der Mensch ist.
Es ist eine fantasievolle Geschichte wo man es mit Monsterkatzen und unheimlichen Erscheinungen zu tun bekommt, was gut zu der Zeit zu Halloween dazu passt, wo die Stimmung dabei noch unheimlicher wirkt. Der Spannungsbogen fällt für mich dabei ein wenig ab, da es doch etwas dauert, bis sich Garv verwandelt und sich zu rächen beginnt.
Die Kapiteln haben eine angenehme Länge und lassen sich gut lesen.
Es ist erschütternd wie viel Hass in Menschen stecken kann und wie sie aus Spaß am Quälen Tiere dabei behandeln. Manchmal steigen einem die Tränen bei der Geschichte auf weil man die Verzweiflung, die Schmerzen und die Hilflosigkeit von Garv richtig spürt.
Traurig ist dabei aber auch, wie die kleine Alessa, die den kleinen Kater zu Beginn vergöttert hat ihn sehr schnell vergisst, als sie erfährt, dass sie einen Hund bekommen soll. Das zeigt sehr gut, wie Kinder oft nur Augenblickswesen sind, die die Tragweite gar nicht erfassen können was es heißt sich voll und ganz auf ein Tier einlassen zu können und welche Arbeit dabei auf einem zukommen kann.
Eine erschütternde Geschichte, die speziell für Tierfreunde schwer auszuhalten ist. Schade, dass die Geschichte leider sehr oft der Wahrheit entspricht und sich gewisse Menschen in Grund und Boden schämen sollten.

Bewertung vom 12.10.2025
Mumien morden mittwochs nie
Kruse, Tatjana

Mumien morden mittwochs nie


ausgezeichnet

Eigentlich wollte Polly besondere Artefakte aus dem Alten Ägypten bei einer aufsehenerregenden Ausstellung im Museum präsentieren, als es zu einem tödlichen Unfall kommt. Gut, dass die verwöhnte und ziemlich schlaue Daphne, die die Tochter der millionenschwere Museumseignerin ist, sofort weiß, dass dafür eine Mumie verantwortlich ist und als es noch mehr Todesfälle gibt ist allen klar, dass der Mörder unter ihnen ist.
Als durch einen Hacker Angriff das Museum sich im Lockdown Modus befindet und niemand rein oder raus kann ist es Polly, die gemeinsam mit Daphne auf Mördersuche geht. Bald weiß keiner mehr, ob sie es mit einem menschlichen Täter zu tun haben oder ob Daphne nicht doch recht hat und sich etwas Unheimliches im Museum herum treibt und auf Rache sinnt.
Wer seine Lachmuskeln völlig stressfrei aktivieren möchte, dem lege ich den Roman ,,Mumien morden mittwochs nie- Eine ziemlich verfluchte Krimödie“ von Tatjana Kruse ans Herz.
Wie der Titel schon verrät bekommt man sowohl einen spannenden und unheimlichen Krimi, sowie eine slapstick artige Komödie präsentiert.
Die Autorin versteht es dabei ihre Leser bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen und man
kann einfach nur Polly und Daphne bei ihrer abenteuerlichen Mördersuche begleiten, wobei man aber aufpassen muss, dass man nicht vor lauter lachen vom Sessel fällt und man dann nichts mehr mitbekommt.
Alle Protagonisten sind herrlich dargestellt. Man spürt bei Polly,wie sie sich ständig irgendwo verkriechen möchte, wenn Daphne mit ihren kruden Theorien um sich schlägt.
Polly wird dabei von der Autorin nicht verschont und man leidet ständig mit ihr mit, aber sie ist eine taffe und willensstarke Frau und weiß sich mit unkonventionellen Hilfsmittel zu verteidigen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir Daphne, die herrlich naiv ist und allen Klischees einer reichen und verwöhnten Blondine entspricht. Bis ihre unbekannte Seite aus ihr herausbricht und man als Leser auf einiges gefasst sein muss.
Es ist ein Roman wo man Wortschöpfungen findet, die man so sicher noch nie gehört hat und
diese humorvoll und originell sind.
Es hat Spaß gemacht alle Protagonisten zu begleiten, wo viele herrlich überzogen agieren
und reagieren und man dabei das Gefühl hat, im Theater bei einer Komödie zu sitzen.
Ein gelungenes Stück,wo die Autorin mit Herz, Hirn und Humor ihr Feuerwerk an Ideen mit ihren Lesern teilt.

Bewertung vom 03.10.2025
WO IST ATHAN?
Kejtan

WO IST ATHAN?


ausgezeichnet

Sieben junge Blutelfen, streifen als Menschen getarnt durch die Stadt, immer auf der Flucht vor Eclipse, den Kopfgeldjägern oder Ocure, einer Geheimorganisation, die Elfen unterdrückt und nach deren strengen Kodex diese leben sollten. Cap, ein alter Elfe versucht seine Schützlinge vor allen Gefahren zu beschützen was bedeutet, dass sie sich ständig einen neuen und wenn möglich sicheren Unterschlupf suchen müssen. Eine alte Fabrikhalle scheint dafür wie geschaffen. Bald schon merkt Cap, dass seine Zeit als Anführer zu Ende geht, denn seit Athan verschwunden ist, den er gerne als seinen Nachfolger gesehen hätte, gibt es immer wieder kritische Stimmen ob seiner Entscheidungen. Allen voran macht es ihm Diody schwer, dass ihm die anderen vertrauen, da sie ihn immer wieder für unfähig hält und mit ihrer aggressiven Stimmung auch die anderen verunsichert. Bald schon werden die Elfen Gefahren ausgesetzt, wo es sich zeigen wird, ob oder wie es der Gruppe gelingt diese abzuwenden.
,, Wo ist Athan“ ist ein spannender und besonderer Urban Fantasy Roman, wo der Autor Kejtan einige Überraschungen für den Leser parat hat.
Zuerst einmal die Art, wie der Roman geschrieben ist. Er wirkt wie ein Drehbuch, wo Szenen und Handlungen zwischen den Dialogen beschrieben werden und man dabei als Außenstehender alles ,,beobachten“ kann. Dann wird jeder Dialog mit dem Namen des Protagonisten angekündigt wie in einem Chat, wo man zu Beginn ein wenig braucht, damit man alle Namen unterscheiden kann und man sich auf diese ungewöhnliche Art der Gespräche einlassen kann.
Schön fand ich auch, dass vor jedem Kapitel eine Art Erklärung oder Zusammenfassung über frühere Ereignisse zu lesen war, wo man über das Leben der Elfen erfahren hat oder wie magische Wesen entstanden sind. Am Ende jedes Kapitels gibt es als kleines Goodie einen interaktiven QR- Code wo man Bilder, Musik oder Videos findet, die einem die Welt der Elfen näher bringt.
Die Geschichte bietet viele Themen die nicht nur spannend sind, sondern auch immer wieder emotional. So beginnt Cap, der schon vielen Elfen geholfen hat an sich und seinen Fähigkeiten zu zweifeln. Er macht sich selbst Vorwürfe wenn er das Gefühl hat, dass er falsch gehandelt hat. Er ist aber auch enttäuscht, wenn seine Schützlinge den Glauben an ihn verloren haben. Oder Diody, die stets hin und hergerissen ist zwischen Selbst- und Fremdhass. Die ohne ihren Freund Athan entwurzelt scheint und im Inneren nur nach einer helfenden Hand sucht.
Dabei gibt es spannende Dialoge, wo man immer wieder die Verzweiflung in ihr spürt und sie oft Dinge tut, die ihr nachher auch wieder leid tun.
Mein Herz haben das kleine Kyken und ihr Stofftierdrache Fluti gewonnen, der mit seiner kindlichen naiven und frechen Art stets von den anderen ermahnt werden musste.
Bis zum Schluss gibt es immer wieder überraschende Wendungen, wo man in fremde Welten eintauchen kann, wo man auf magische Wesen trifft und wo auch scheinbar Athan sich unter die Elfen mischt. Ein fieser Cliffhanger am Ende lässt nichts Gutes erahnen und man hofft, dass bald der zweite Teil erscheint, damit man erfährt, wie die spannende Geschichte weiter geht.

Bewertung vom 24.09.2025
Alles hat ein Ende (eBook, ePUB)
Revers, Andrea

Alles hat ein Ende (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die pensionierte Kommissarin Frederike ist nicht gerade begeistert, dass ihre Nichte Angela ganz unvermutet bei ihr einziehen möchte, da es mit ihrem Freund Frank Probleme gibt. Da kommt es für sie gerade recht, dass im Nachbardorf eine Frau während des Essens plötzlich stirbt und sich heraus stellt, dass ihre Blutwurst mit Ecstasy versehen war. Schon ist ihr Spürsinn erwacht und sie zum Leidwesen von so manchem zu ,,ermitteln“ beginnt, dass sie dabei nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr bringt, wird ihr oft erst zu spät bewusst.
,, Alles hat ein Ende“ ist bereits der 6. Band aus der Eifelkrimi Reihe rund um die ehemalige Mordermittlerin Frederike Suttner, wo die Autorin Andrea Revers einen spannenden und auch etwas blutigen Krimi geschrieben hat.
Auch wenn man die vorherigen Bände nicht kennt, kann man leicht in die Geschichte einsteigen, wo es aber immer wieder kleine Hinweise zu vorigen Ermittlungen gibt.
Es ist auch eine humorvolle Geschichte, wo man Frederike sofort ins Herz schließen kann. Sie ist zwar schon 75 Jahre alt, aber von ihrer Energie und ihrem Spürsinn hat sie nichts verloren. Dass sie auch noch körperlich sehr agil und nicht zu unterschätzen ist, muss sogar so mancher schmerzhaft erfahren.
Es ist eine schöne Mischung zwischen Spannung und witzigen Szenen. Dank ihrer vielen junggeblieben Freunden aus dem Seniorenheim, wo man sich die rüstigen Herrschaften wunderbar vorstellen kann, bekommen die ,,Ermittlungen“ einen besonderen Pfiff.
Die privaten Probleme zwischen Angela und Frank fügen sich gut in die Handlung ein, wo besonders Frank, der bei der Mordkommission arbeitet, eine tragende und wichtige Rolle bei der Aufklärung des Falles spielt.
Dabei bekommt man auch einen spannenden Einblick wie Drogen geschmuggelt werden können, welche Einfälle dabei das Drogen Kartell hat, damit ihre Ware möglichst unscheinbar an die Verbraucher kommt und wie die Ermittler dabei zu unkonventionellen Mitteln greifen, damit sie erfolgreich dagegen ankämpfen können.
Dass es nicht nur bei einem Todesfall bleibt, lässt den Nervenkitzel noch mehr in die Höhe steigen und man bekommt am Ende präsentiert, wo man niemals damit gerechnet hätte.
Da ist der Autorin ein perfekter Schachzug gelungen. Man wird als Leser selbst immer wieder an der Nase herumgeführt und ist am Ende genauso überrascht, wie die Protagonisten.
Ein fieser Cliffhänger lässt schon erahnen, dass es im nächsten Band sicherlich wieder sehr spannend wird.