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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Vanessa W.
Wohnort: 
Saarbrücken

Bewertungen

Insgesamt 156 Bewertungen
Bewertung vom 07.09.2025
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste
Mullen, Kelly

Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste


sehr gut

Mimi, eine Frau in ihren Siebzigern, wird von ihrer steinreichen Nachbarin Jane zu einer Party auf deren Anwesen eingeladen. Es handelt sich um keine gewöhnliche Einladung, sondern um eine Erpressung - wenn sie nicht erscheint, wird ihr dunkles, lange und sehr gut gehütetes Geheimnis ans Licht kommen. Mimi hat keine Ahnung, woher Jane davon weiß - aber sie weiß, dass sie erscheinen muss. Alleine fühlt sie sich der Herausforderung nicht gewachsen, und so bittet sie ihre Enkelin Addie, erfahren in Sachen Krimis und Ermittlungen und Falllösungen, sie zu begleiten.
Trotzdem ahnt Mimi schnell, dass der Abend kein gutes Ende nehmen wird - und sie soll Recht behalten, denn Jane wird ermordet. Neben Mimi haben auch alle anderen Gäste ein Motiv, denn auch sie hüten dunkle Geheimnisse, die keinesfalls ans Licht kommen dürfen.
Es handelt sich um ein Herrenhaus auf einer Insel, es kommt ein Schneesturm auf, die Gesellschaft ist von der Außenwelt abgeschnitten, zudem fällt der Strom aus, während sich der Mörder noch im Haus befindet ... natürlich bleibt es nicht bei einem Mord. Die Zeit drängt, und so wollen und müssen Mimi und Addie den Fall auf eigene Faust lösen - und natürlich geraten sie dabei selbst in größte Gefahr ...
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"Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste" klang nach einem guten Krimi vor allem für den Winter - und der Leser wird nicht enttäuscht.
Mullen schreibt gut, ihr Stil ist stets angenehm und flüssig lesbar.
Den Beginn empfand ich ehrlich gesagt als ziemlich langweilig, doch das änderte sich zum Glück schnell. Letztlich ist es ein fesselnder und spannender Krimi, der Leser kann auch stets mitermitteln.
Natürlich sind ein Herrenhaus auf einer Insel, ein Schneesturm, ein Stromausfall, eine Gesellschaft, die von der Außenwelt abgeschnitten ist, ein Mörder im Haus ... alles andere als neu - aber die Idee funktioniert nach wie vor, es ist immer wieder eine tolle Kulisse, die auch für viel Spannung, Gefahr und Sogwirkung sorgt. Kelly Mullen hat dieses Potenzial genutzt.
Mimi ist herrlich schrullig. Es ist insgesamt ein gemütlicher, nicht wirklich blutiger Krimi, so dass er allen, die keine blutigen Krimis mögen, empfohlen werden kann.
Agatha Christie, Miss Marple und Hercule Poirot dienten jedenfalls teilweise als Vorbilder, man findet auch immer wieder Anspielungen auf sie.
Kein absolutes Highlight, nichts Neues, aber dennoch ein guter Krimi vor allem für den Winter und empfehlenswert für alle, die gemütliche, dennoch spannende und fesselnde Krimis, die an Agatha Christie und ihre Werke erinnern, mögen und Herrenhäuser, Inseln, Schneestürme als Kulisse mögen.
Ich habe das Buch gerne gelesen und hätte nichts gegen einen weiteren Fall für Mimi und Addie; ich würde ihn definitiv lesen.

Bewertung vom 07.09.2025
Falling Like Leaves
Wilson, Misty

Falling Like Leaves


sehr gut

Teenager Ellis weiß schon ganz genau, an welcher Universität sie studieren und was sie später beruflich machen möchte. Sie arbeitet nur auf dieses Ziel hin. Doch alles ändert sich, als ihre Eltern Eheprobleme haben, ihre Mutter auf einer Auszeit besteht und zumindest vorübergehend zu ihrer Schwester in das kleine, beschauliche Bramble Falls zieht - und Ellis muss mitkommen! Für Ellis ist das das Ende der Welt, ist sie doch das Leben in New York gewohnt und sieht sie nun alle ihre Ziele und Träume gefährdet.
Doch Bramble Falls ist nicht so schlimm wie befürchtet - was nicht zuletzt an Cooper liegt. Ein paar Sommer zuvor waren Ellis und Cooper beste Freunde und haben ihren Kuss miteinander erlebt, doch was dann geschah, ließ Cooper tief verletzt zurück.
Ellis muss feststellen, dass Cooper mittlerweile der heißeste Junge in ganz Bramble Falls ist - und auch seine Harvest Spice Lattes und seine selbstgebackenen Cookies machen süchtig ...
Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist größer als je zuvor - haben Ellis und Cooper noch eine Chance?
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Schon optisch ist "Falling Like Leaves" das perfekte Buch für den Herbst, und auch der Inhalt klang ganz danach.
Es ist ein Jugendbuch, es gibt viel Kleinstadtleben, eine Teenie-Liebesgeschichte, daneben spielen Familie und Freundschaften, das Erwachsenwerden, Lektionen, die gelernt werden, der Herbst, der regelrecht zelebriert wird etc. eine große Rolle.
Misty Wilson schreibt gut, die Geschichte lässt sich angenehm flüssig lesen, ist herrlich bildhaft und atmosphärisch, versetzt den Leser schnell nach Bramble Falls.
Mir haben die Figuren, v.a. auch Ellis´ Entwicklung, gut gefallen.
Die Handlung an sich mag für erwachsene Leser jedenfalls stellenweise etwas simpel und langatmig sein, für die Hauptzielgruppe, und nur auf diese kommt es für die Bewertung an, ist sie aber perfekt, weil sie sich damit perfekt identizifieren kann.
Es ist ein Buch für entspannte, gemütliche Lesestunden zum Träumen, perfekt für einen Herbsttag oder ein Herbstwochenende - am besten gemeinsam mit einem Pumpkin Spice Latte und Cookies!
Natürlich ist diese Geschichte relativ vorhersehbar - doch darüber kann man hinwegsehen, die Hauptzielgruppe vermutlich noch viel eher.
Es ist einfach eine Geschichte zum Wohlfühlen und Genießen, Gilmore-Girls in Buchform und das perfekte Buch für den Herbst.
Ich empfehle "Falling Like Leaves" allen, die die Gilmore Girls lieben, Jugendbücher mögen und auf der Suche nach einem schönen herbstlichen Wohlfühlbuch sind.

Bewertung vom 04.09.2025
Das Geheimnis von Port Mint / Thea Magica Bd.1
Verley, Vivien

Das Geheimnis von Port Mint / Thea Magica Bd.1


sehr gut

"Thea Magica - Das Geheimnis von Port Mint" ist der erste Band einer Dilogie aus der Feder von Vivien Verley. Die Illustrationen stammen von Caroline Garcia.
Es ist schon optisch ein wunderschönes Buch, und das Innere steht dem in nichts nach - wirklich jede einzelne Seite ist schön eingerahmt und illustriert. So viel Liebe zum Detail habe ich, soweit ich mich erinnern kann, noch bei keinem anderen Buch gesehen. Doch zum Inhalt:

Robin muss mit ihrer Mutter zu ihrer Großmutter nach Port Mint ziehen. Sie möchte das nicht und kann es auch zunächst nicht verstehen, doch es dient ihrem Schutz, denn Robin verfügt wie andere Familienmitglieder über eine besondere Kraft. -In Robins Fall darf jedoch niemand davon erfahren, da es sich um eine sehr mächtige und gefährliche Kraft handelt, die man bekämpfen will.
Ausgerechnet ihr größter Feind weiß schnell um Robins Kraft und setzt alles daran, Robin diese Kraft zu nehmen. Werden Robin und ihre Freunde ihrem Feind zuvorkommen und ihn besiegen können?

Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selbstlesen, die einzelnen Kapitel sind nicht zu lang, so dass die Kinder sie auch abends vor dem Schlafengehen lesen können, was uns sehr gut gefallen hat.
Vivien Verleys Stil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Die Geschichte überzeugt sowohl durch die Figuren als auch durch die Handlung, es gibt keinerlei Längen, dafür viel Atmosphäre, Freundschaft, Familie, Magie, Spannung und Gefahr. Empfohlen wird das Buch für LeserInnen ab 10 Jahren. Vivien Verley schafft es sehr gut, den Geschmack der Zielgruppe zu treffen.
Vor allem der Cliffhanger am Ende macht viel Lust auf den zweiten Band, der im Februar 2026 erscheinen wird. Eine Leseprobe zu der Fortsetzung ist ebenfalls enthalten.
Uns hat vor allem die Teemagie gefallen und dieses Buch so lesenswert gemacht, da die Geschichte ihre Atmosphäre und Magie und Sogwirkung größtenteils dieser Idee verdankt. Es ist eine neue, erfrischend andere Idee, durch die sich diese Dilogie von zahlreichen anderen Büchern in diesem Bereich abheben kann.
Definitiv ein schönes und lesenswertes Kinderbuch!

Bewertung vom 27.08.2025
Die Bibliothek meines Großvaters
Konishi, Masateru

Die Bibliothek meines Großvaters


gut

"Die Bibliothek meines Großvaters" war in Japan ein Bestseller und ist der Auftakt einer Trilogie.

Im Mittelpunkt stehen ein Großvater und seine Enkelin. Der Großvater leidet an Demenz, seine Enkelin kümmert sich um ihn. Er ist Krimiliebhaber und verfügt trotz seiner Erkrankung noch über eine bemerkenswerte Kombinationsgabe. Gemeinsam lösen sie mysteriöse Fälle, die Kaede in ihrem Alltag begegnen. Sie weiß: wenn sie jemand lösen kann, dann ihr Großvater! Doch plötzlich wird aus Freude und Zeitvertreib Ernst und gerät Kaede selbst in höchste Gefahr ...

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Ich lese gerne mal japanische Literatur; daher war ich sehr gespannt auf diesen neuen Autor und dieses Buch.

Die Geschichte liest sich angenehm flüssig, es ist typisch japanische Literatur. Und die Idee klang so gut - die Umsetzung gefiel mir aber leider nicht ganz.

Mich störte nicht mal so sehr, dass es hier nicht den einen großen Kriminalfall gibt, sondern es mehrere kleine Fälle sind, fast schon episodenhaft erzählt. Kaede und der Großvater lassen ihrer Fantasie freien Lauf bei der Lösung der Fälle, es sprudelt nur so aus ihnen heraus, wie es gewesen sein könnte, bevor dann die endgültige Lösung präsentiert wird. Es bleiben keine Fragen offen, und obwohl alles von Kaede und ihrem Großvater präsentiert wird, hat der Leser noch genug Zeit, um während des Lesens mitzuermitteln und zu -rätseln. Das gefiel mir. Andererseits wurden die Fälle für meinen Geschmack gleichzeitig schon zu schnell gelöst und wirkten leider auch ziemlich konstruiert.

Manche Figuren, v.a. den Großvater, fand ich toll. Andere blieben viel zu blass und distanziert. Das Hauptthema Demenz wurde sehr gut und berührend dargestellt. Andere Themen, etwa Kaedes Eltern betreffend, wurden leider nur kurz angekratzt. Hier fehlte mir jeweils Tiefe. Möglicherweise war das aber auch gewollt und gut, da, wenn man die Schicksale von Kaedes Eltern noch näher beleuchtet hätte, die Geschichte noch mehr an die Substanz gegangen wäre.

Leider wies die Geschichte dann irgendwann auch Längen auf, sodass ich mich stellenweise eher durch sie hindurchkämpfen musste.

Zum Ende hin wurde es dann immerhin noch sehr interessant und spannend, und es wird angedeutet, wie der zweite Band aussehen könnte.

Ich hatte erwartet, dass Bücher eine noch viel größere Rolle spielen würden. Insgesamt war es anders als erwartet und hatte ich auch mehr erwartet; daher werde ich die Folgebände wohl eher nicht lesen. Wer Krimis und v.a. Japan und seine Literatur aber wirklich liebt, dem könnte "Die Bibliothek meines Großvaters" aber dennoch gefallen.

Bewertung vom 23.08.2025
Death at Morning House
Johnson, Maureen

Death at Morning House


sehr gut

Marlowe hütet das Haus eines Professorenehepaares und darf sich auch dort aufhalten. Sie bringt ein Mädchen, in das sie verliebt ist, mit zum date in dieses Haus, und entzündet eine Kerze mit Petrichor-Duft, da Petrichor der Lieblingsduft dieses Mädchens ist.
Aufgrund eines Fabrikationsfehlers explodiert die Kerze jedoch, was zur Folge hat, dass das Haus nahezu komplett abbrennt. Jeder spricht über Marlowe, und das nicht in schöner Art und Weise ... natürlich will Marlowe nur noch weg. -Da kommt ein Ferienjob auf einer abgelegenen Insel gerade richtig!
Gemeinsam mit ein paar anderen Leuten in ihrem Alter soll sie Führungen durch eine alte, verfallene Villa anbieten, und auch dort wohnen.
Was gut klingt und beginnt, wird schnell düster, unheilvoll und im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich!
In den 1930er Jahren lebte dort der Arzt Phillip Ralston mit seinen (Adoptiv-)Kindern, seiner Frau und seiner Schwester sowie Angestellten. Eines Tages ereignete sich eine Tragödie, zwei der Kinder starben am selben Tag. Die übrige Familie verließ die Villa und die Insel sehr überstürzt und kehrte nie wieder zurück ...
Doch je mehr Marlowe und ihre KollegInnen während ihres Aufenthaltes nachforschen und herausfinden, desto klarer wird ihnen, dass das damals kein Unglücksfall bzw. keine Unglücksfälle, sondern Tötungsdelikte waren. -Und das Unheil nimmt erneut seinen Lauf ...
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Ich habe schon einige Bücher aus der Feder von Maureen Johnson, u.a. die Die Schatten von London-Reihe sowie die Ellingham-Academy-Reihe, gelesen und nur so verschlungen. So war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk. Und die Erwartungen waren hoch, denn der Klappentext klang erneut großartig und perfekt für die kommende dunkle Jahreszeit.
Sprachlich sowie generell vom Stil her gefielen mir Maureen Johnsons frühere Werke, v.a. die Die Schatten von London-Reihe, leider deutlich besser. Ich hatte oftmals das Gefühl, dass "Death at Morning House" ziemlich simpel geschrieben ist. Das kann Maureen Johnson besser!
Während der ersten hundert Seiten war ich offen gestanden auch etwas gelangweilt. Zum Glück änderte sich das im weiteren Verlauf; es wurde schon bald darauf spannend. -So fesselnd und spannend, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte, weil ich unbedingt wissen wollte, was noch alles geschehen wird und was damals wirklich geschah. Die beiden Zeitebenen sorgten für eine zusätzliche Sogwirkung.
Insgesamt wirkte die Geschichte leider ziemlich konstruiert. Ein paar Figuren, die der Autorin wirklich gut gelungen sind, konnten das aber ausgleichen - ebenso wie die Liebesgeschichte zwischen diesen Mädchen, die ich wirklich toll fand und die mir sehr gut gefallen hat.
Und natürlich besticht "Death at Morning House" durch seine Kulisse und Atmosphäre!
Meine Nichte, die zur Hauptzielgruppe gehört, hat leider die selben Kritikpunkte, hat die Geschichte aber wie ich dennoch sehr gerne gelesen.
Fazit: "Death at Morning House" weist ein paar Schwächen auf, bietet aber eine für die kommende dunkle Jahreszeit perfekte Kulisse und Atmosphäre, ein paar wirklich gelungene Figuren und eine wirklich schöne Liebesgeschichte zweier Mädchen.
Gänsehaut, Spannung und Gefahr kommen nicht zu kurz. Es ist eine Geschichte, die sich flüssig liest und die man letztlich trotz der Kritikpunkte fast schon verschlingt.

Bewertung vom 07.08.2025
Mein Name ist Emilia del Valle
Allende, Isabel

Mein Name ist Emilia del Valle


schlecht

1866 wird Emilia del Valle in den USA geboren. Ihre Eltern sind eine irische Nonne und ein chilenischer Aristokrat, doch sie wächst in armen Verhältnissen bei ihrem Stiefvater auf, da ihre Eltern nicht miteinander vereiratet sind, sondern es nur ein Abenteuer war. Das Schreiben ist ihr Leben. Daneben spielen Männer eine große Rolle für sie. Mit einem von ihnen reist sie nach Chile, um über den Bürgerkrieg zu berichten.
Es geht also vor allem um Liebe und Familie, daneben um Dinge wie den Bürgerkrieg.
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Ich habe Isabel Allende früher sehr gerne gelesen, fand ihre letzten Romane aber so durchwachsen, dass ich ernsthaft überlegt habe, ob ich diese Autorin noch mal lesen möchte. Ich wollte es ein letztes Mal mit Emilia del Valle versuchen. -Nun steht für mich fest, dass dies mein letzter Roman von Isabel Allende war.
Den Schreibstil empfand ich erst als etwas anstrengend zu lesen, doch ich gewöhnte mich schnell daran, fand ihn dann sogar sehr gut.
Emilia ist auch eine faszinierende Figur. Ich kann also nur schwer erklären, was mir hier gefehlt hat, warum ich endgültig keine Lust mehr auf die Romane dieser Autorin habe.
Mal fand ich die Handlung fesselnd und spannend, aber meist war ich einfach nur gelangweilt, fand keinen rechten Zugang, habe Seiten nur noch überflogen. Ich gelangte immer mehr zu der Erkenntnis, dass ich dieses Buch nicht lesen will und muss.
Da es sich um kein Rezensionsexemplar handelte, habe ich mir irgendwann die Freiheit rausgenommen, das Buch abzubrechen.
Fans der Autorin werden den Roman wohl lieben, und auch Leser, die historische Romane mit starken Frauen im Mittelpunkt mögen, werden vielleicht Gefallen an "Mein Name ist Emilia del Valle" finden. Für mich war es leider nichts, obwohl ich historische Romane liebe und diese Autorin früher sehr gerne gelesen habe.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.08.2025
Die Nelkentochter / Die Blumentöchter Bd.3
Collins, Tessa

Die Nelkentochter / Die Blumentöchter Bd.3


ausgezeichnet

"Die Nelkentochter" ist der dritte der insgesamt fünf Bände umfassenden Blumentöchter-Saga.
Nach Mexiko und Island ist nun Sri Lanka der Schauplatz. Im Mittelpunkt steht diesmal Lali. Lalis Mutter Isha hatte die Familie verlassen, als Lali noch klein war. Das Kind blieb beim Vater in England; Lalis Mutter ging zurück in ihre Heimat Sri Lanka, um dort die Teeplantage ihrer Familie fortzuführen.
Eines Tages beschließt Lali, nach Sri Lanka zu fliegen, um ihre Mutter zu suchen. Es ist eine Entscheidung, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das Leben ihrer Familie grundlegend verändert ...

Ich habe die ersten beiden Bände der Saga gelesen und fand sie ganz nett, jedoch waren es keine Highlights für mich. Daher hatte ich keine allzu hohen Erwartungen an diesen dritten Band, wollte ihn aber lesen, weil der Klappentext gut klang. -Und ich wurde sehr positiv überrascht!
Der Band lässt sich, obwohl er Teil einer Reihe ist, wie die anderen Bände auch unabhängig von dieser Reihe lesen.
Tessa Collins schreibt gewohnt gut, die Geschichte lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Erzählt wird abwechselnd auf zwei Zeitebenen, was für Abwechslung, Spannung und eine gewisse Sogwirkung sorgt.
Die Geschichte ist gut recherchiert, die Figuren sind gelungen, die Handlung überzeugt. Es ist eine schöne, berührende Geschichte, die auch dadurch, dass ein Fluch auf den Frauen der Familie liegen soll, sehr spannend ist. Man fragt sich, wieso ein Fluch auf den Frauen dieser Familie liegen soll, welcher Art dieser Fluch ist, was mit den Frauen der Familie geschehen ist ... es ist sehr mysteriös und spannend und klärt sich erst nach und nach auf. Auch wegen dieser Spannung haben ich "Die Nelkentochter" sehr gerne gelesen und konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Auch die Teeplantage als Kulisse und die Atmosphäre dieser Geschichte haben mir sehr gut gefallen.
Schließlich überzeugt auch die Liebesgeschichte (es dürfte kein Geheimnis sein, dass am Ende dieses Bandes Lali ihr Glück in der Liebe findet, wie schon Dalia und Soley vor ihr), die einfach schön ist, ohne jemals kitschig zu werden.
Für mich ist es definitiv der bisher beste Band dieser Saga, den man allen Leserinnen, die dieses Genre und diese Saga mögen, nur empfehlen kann!

Bewertung vom 29.07.2025
Eine Prise Liebe / A Taste of Cornwall Bd.1
Herzog, Katharina

Eine Prise Liebe / A Taste of Cornwall Bd.1


gut

Sophie ist eine höchst erfolgreiche Restaurantkritikerin, doch ihr Privatleben ist von Krisen gezeichnet. Dadurch beeinflusst, schreibt sie eine vernichtende Kritik über das Model Annabelle und deren neues Restaurant in London. Es folgen ein shitstorm und eine Beurlaubung durch den Sender. Um ihren Job zurückzubekommen, muss Sophie beweisen, dass sie es besser kann: Sie soll aus dem Smugglers´ Inn in einem kleinen Nest in Cornwall ein Sternerestaurant machen.
Wider Erwarten leben Sophie und ihre Tochter sowie ihre Mutter sich schnell ein und lernen diesen Ort kennen und lieben - nicht zuletzt wegen Lennox, dem ebenso guten wie attraktiven Koch ...
******
Liebesromane sind nicht mein bevorzugtes Genre; ich bin hier sehr wählerisch, die meisten sind mir zu seicht, nur wenige, etwa Warte auf mich am Meer von Amy Neff, treffen meinen Geschmack.
Vorliegend hat mich vor allem der Schauplatz Cornwall gereizt, da ich England liebe.
Katharina Herzogs Stil lässt sich angenehm und flüssig lesen.
Es dauert knapp 100 Seiten, bis sie in Cornwall ankommen. Auf diese hätte ich verzichten können, das war zu sehr in die Länge gezogen, und gerade in dieser Anfangsphase wirkte der Roman auf mich ziemlich seicht und konnte mich nicht wirklich begeistern.
Mit der Ankunft in Cornwall änderte sich dies zum Glück.
Die Figuren können größtenteils überzeugen, die Geschichte ist durch die Kulisse schön atmosphärisch, wenngleich die Handlung mich nicht immer überzeugen konnte.
Gut gefallen hat mir, dass zwischendurch auch tiefgründigere Themen behandelt wurden und sich in diesem Auftaktband auch kleine Weisheiten finden. Dies hat den Roman aufgewertet.
Ansonsten ist die Geschichte aber leicht, wenn auch glücklicherweise nicht mehr wirklich seicht, und sehr vorhersehbar.
Besser wäre es gewesen, sich in diesem Band ganz auf Sophie und Lennox zu konzentrieren. Hier hat die Autorin zu schnell zu viel gewollt.
Dafür, dass es nicht mein Lieblingsgenre ist, wurde ich trotz der Kritikpunkte doch noch positiv überrascht und hätte mir vorstellen können, die Reihe weiterzuverfolgen. Allerdings wird Annabelle im Mittelpunkt des nächsten Bandes stehen. Ich mag diese Figur nicht, daher werde ich den zweiten Band wohl doch eher nicht lesen.
Fazit: Fing schwach an, wurde dann besser. Trotz der Kritikpunkte eine nette Geschichte, die einen nach Cornwall entführt und einem ein paar entspannte Lesestunden schenkt.
Leserinnen, die Liebesromane lieben, dürften "A Taste of Cornwall" lieben.

Bewertung vom 20.07.2025
Das Geschenk des Meeres
Kelly, Julia R.

Das Geschenk des Meeres


sehr gut

Schottland im Winter des Jahres 1900: Ein Junge, mehr tot als lebendig, wird am Strand von Skerry angeschwemmt. Joseph, ein Fischer, bringt ihn ins Dorf. Die Dorfgemeinschaft traut ihren Augen kaum, denn der Junge sieht dem Sohn der Lehrerin Dorothy, der vor langer Zeit nachts das Haus verließ, zum Meer ging und nie wieder gesehen wurde, zum Verwechseln ähnlich.
Ausgerechnet bei ihr wird der Junge auch untergebracht, bis seine Herkunft geklärt bzw. seine Familie gefunden ist.
Schon damals gab es viele offene Fragen bezüglich Joseph und Dorothy, und nun holt die Vergangenheit sie wieder ein und wühlt alles wieder auf: Was hat Joseph mit Dorothy´s Kind zu tun? Was ist damals zwischen Joseph und Dorothy vorgefallen? Warum wurde kein Paar aus ihnen, obwohl das ganze Dorf wusste, dass sie die Liebe ihres Lebens füreinander waren? Und wer ist nun der Junge aus dem Meer?
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Das wunderschöne Cover und der Klappentext haben mich sofort für dieses Buch begeistert, ebenso wie die Tatsache, dass es aus dem mare-Verlag stammt - ich habe schon viele mare-Romane gelesen und wirklich alle geliebt; es war noch kein einziger auch noch ansatzweise schlechter Roman dabei. Der mare-Verlag gehört für mich zu den Romanen, bei denen man blind zugreifen kann und niemals enttäuscht wird.
Und ich wurde erneut nicht enttäuscht!
Julia R. Kelly hat mich mit ihrem Debüt absolut überzeugt und begeistert; sie gehört zu den Autorinnen, von denen ich definitiv mehr lesen möchte.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart, erzählt.
Ganz zu Beginn empfand ich den Stil der Autorin als etwas anstrengend zu lesen, doch es lohnt sich absolut, sich darauf einzulassen, denn man gewöhnt sich schnell daran, und er ist so schön, passend, poetisch.
Die Figuren sind absolut gelungen, die Kulisse passt perfekt zu dieser Geschichte, und diese Geschichte ist überaus atmosphärisch. Diese Atmosphäre gehört mit zu den Highlights für mich.
Wir lernen diese Menschen, allen voran Dorothy, Joseph und den Jungen, ihren Alltag, ihre Leben, genauestens kennen.
Es ist ein leiser Roman, der vor allem durch seine Figuren und seine Atmosphäre besticht. Stück für Stück setzt Julia R. Kelly das Puzzle zusammen. Sie schafft es, dass der Leser nach und nach das große Ganze sehen kann, ohne aber zu schnell zu viel zu verraten. So ist dieser Roman auf seine Weise auch spannend. Obwohl es ein leiser Roman ist, ist er auch psychologisch höchst spannend. Es ist auch einer dieser Romane, die wunderschön und tieftraurig und dramatisch zugleich sind. Und es ist auch einer dieser Romane, die man einerseits langsam lesen und genießen möchte, die man aber andererseits kaum noch aus der Hand legen kann.
Es ist die Geschichte dieser Menschen und dieses Dorfes, eine Geschichte von Liebe, Verlust und Trauer, die damalige Zeit und Gesellschaft, Opfer, Glück und Unglück, Eifersucht und Intrigen, Genießen und Sehnen, Reue, aber auch Bewältigung und Neuanfang, Vergebung, Zusammenhalt, Gemeinschaft.
"Das Geschenk des Meeres" ist wie alle bisher gelesenen Bücher aus dem mare-Verlag großartig und absolut lesenswert!

Bewertung vom 06.07.2025
Die Frau und der Fjord
Strohmeyer, Anette

Die Frau und der Fjord


sehr gut

In das wunderschöne Cover hatte ich mich sofort verliebt, und dieser einsame Fjord als Kulisse gefiel mir außerordentlich gut.
Nach dem Tod ihres Mannes braucht die Geologin Gro Kristjánsdóttir einen Neuanfang, und sie findet ihn hier. Sie braucht und schätzt die Einsamkeit, nur umgeben von Tieren und Natur. Doch eines Tages muss sie den Fischer Jens retten. Sollte sie sich wirklich wieder verlieben können?
Doch da sind auch noch ehemalige Kollegen, die nach Öl suchen. Und plötzlich ist Gros neue Heimat in Gefahr ...
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Anette Strohmeyers Stil lässt sich angenehm lesen und ist ebenso schön wie dieser Fjord.
Der Fjord steht im Mittelpunkt des Romans, ebenso wie Gro, ihr bisheriges Leben, ihre Gedanken und Gefühle, ihr Leben am Fjord, in diesem kleinen Häuschen, durch die Jahreszeiten hinweg, umgeben von Tieren und Natur, ihre Trauer, aber auch die Menschen am Fjord und ihr Herz, das sich langsam wieder öffnet, sowie der Fischer Jens ...
Insgesamt habe ich "Die Frau und der Fjord" sehr gerne gelesen. Die Kulisse und die Atmosphäre waren einfach wundervoll. Die Figuren, allen voran Gro, sind Anette Strohmeyer großartig gelungen.
Und durch eine unerwartete Entwicklung wurde der Roman bzgl. der Suche nach Öl auch noch spannender als erwartet.
Einzig die Vorgeschichte bzgl. des Todes ihres Mann/die Auseinandersetzungen mit deren Mutter waren mir persönlich zu detailliert beschrieben und zu sehr ausgebreitet. An den betreffenden Stellen empfand ich den Roman als allzu schwermütig, erdrückend, fast schon unangenehm zu lesen. Daher bleibt er für mich leider unter der Höchstbewertung.
Davon abgesehen ist "Die Frau und der Fjord" aber trotz der Thematik/der Trauer, die im Mittelpunkt steht, ein wunderschöner, absolut lesenswerter Roman!