BenutzerTop-Rezensenten Übersicht
Bewertungen
Insgesamt 26 Bewertungen| Bewertung vom 05.08.2025 | ||
|
Lilianas unvergänglicher Sommer Mehr als 29 Jahre nach der Ermordung ihrer Schwester Liliana im Jahr 1990 begibt sich die Autorin auf die Suche nach deren Akte bei der Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt. Zusammen mit einer Freundin wird sie in kafkaesker Weise von Amt zu Amt geschickt, am Ende ist jedoch die Akte nicht mehr auffindbar. Das ist der Moment, in dem Cristina beschließt, schreibend der Schwester nachzuspüren, ihre Existenz durch die vielen Zeugnisse materieller und immaterieller Art zu rekonstruieren, die sie hinterlassen hat. Schon immer hatte sie Briefe und Aufzeichnungen verfasst, die sie sorgfältig aufbewahrte. Diese stehen Cristina zur Verfügung, um Lilianas Leben zu dokumentieren, außerdem spricht sie mit Freunden und Kommilitonen sowie vielen, die sie gekannt hatten. Die junge Frau war voller Energie, Lebenslust, Liebe, hatte viele Freunde, eine große und warmherzige Familie, und sie war eine sehr gute Architekturstudentin. ‚Eine freie Frau‘. Liliana darf nicht vergessen werden. |
|
| Bewertung vom 10.06.2025 | ||
|
Anna oder: Was von einem Leben bleibt Der Autor spürt in dieser Biographie seiner Urgroßmutter Anna nach, über die ihm nur wenig bekannt ist. Um sich ein Bild von ihr zu machen, sie zu verstehen, ihr Leben mit allen Sinnen zu erfahren, betrachtet er die wenigen alten Fotos, die von ihr existieren, recherchiert akribisch die Zeit, in der sie lebte: Was ist in der Welt passiert? Wie könnte Anna gefühlt, gelebt, gedacht, was könnte sie gesehen, gehört, gerochen haben? Er selbst tritt als Erzähler in Erscheinung, der recherchiert, erzählt, vermutet. |
|
| Bewertung vom 13.05.2025 | ||
|
Ein echter Mallorca-Krimi – so echt, dass es sich empfiehlt, eine Karte des Gebiets um Sant Martí und die Westküste griffbereit zu haben. Dieser Roman hat reale Schauplätze und eine große Anzahl von Personen, ein Verzeichnis wäre hilfreich. |
|
| Bewertung vom 06.05.2025 | ||
|
In jedem Fall ein Buch, das geübte Leser/innen ab 8 mögen werden, denn es ist vordergründig witzig und sehr gut geschrieben. Schwarz-weiße Zeichnungen im Comic-Stil, die Einteilung in kurze Kapitel und eine übersichtliche Druckgrafik tragen dazu bei, dass die immerhin knapp 190 Seiten gut zu bewältigen sind, außerdem kann ein Kind auch Antolin-Punkte sammeln. |
|
| Bewertung vom 25.04.2025 | ||
|
Was am Ufer lauert / Ermittlungen am Gardasee Bd.2 Also ein neuer Fall für die Gerichtsreporterin Gianna Pitti, drei Wochen, nachdem sie erfolgreich zur Lösung eines Verbrechens in ihrem idyllischen Ort am Gardasee beigetragen hat. Die kleine Zeitung, für die sie arbeitet, sendet sie immer wieder zu Rechercheaufträgen. Diesmal ist es anders: Ihr Vater Arnaldo Pitti, eigentlich Marchese Pitti-Sanbaldi, Inhaber eines investigativen Online-Portals, hat sich nach über einem Jahr bei ihr gemeldet und ihr einen harmlos erscheinenden Auftrag erteilt. Sie soll am Ufer des Gardasees eine Informantin treffen. Gianna hatte ihren Vater für tot gehalten und freut sich auf ein Wiedersehen. |
|
| Bewertung vom 22.04.2025 | ||
|
Der Roman erzählt die Geschichte des entführten Mädchens Ruthie aus zwei unterschiedlichen personalen Perspektiven, ihrer eigenen und der ihres Bruders Joe. Im Prolog erfahren wir, dass Joe, nun 56-jährig, im Sterben liegt und sich an die Zeit zurückerinnert, die zwischen Ruthies Verschwinden und der jetzigen liegt. Hier wird bereits offenbart, dass ein Wiedersehen nach nun 50 Jahren bevorsteht. |
|
| Bewertung vom 23.01.2025 | ||
|
Die Idee des Buches ist lobenswert – es gilt, alte Kinderreime, die von 10 kleinen dunkelhäutigen Kindern runterzählten, bis niemand mehr da war, zu ersetzen durch positiv besetzte Bilder von ‚kleinen Menschen‘, die unterschiedlich sind, jedoch alle die gleichen Wünsche und Träume haben. Das ist für die jungen Leser/innen eine wichtige Anregung und Erkenntnis: Alle Menschen, egal welcher ethnischen Herkunft, mit welchem sozialen Hintergrund, mit welchen Familienkonstellationen, sind so anzunehmen, wie sie uns begegnen. Und alle haben ein Recht auf Freude am Leben, auf Freunde und auf Zusammenhalt. |
|
| Bewertung vom 18.11.2024 | ||
|
Der Krimi von Lilli Pabst beginnt zunächst durchaus komisch, da die sich ständig selbst reflektierende, achtsame, psychologisch versierte Ich-Erzählerin Sophie Stach ihren Klienten Nils Bergmann einerseits mit den Augen der Psychotherapeutin, die weiß, was sie zu denken hat, andererseits als Sophie voller Abscheu betrachtet. Der erste Satz lautet: ‚Nils Bergmann ist eine fette Qualle.‘ Das ist ein fulminanter Auftakt und sicherlich nicht das, was sich Menschen wünschen, die eine Therapeutin aufsuchen. |
|
| Bewertung vom 17.09.2024 | ||
|
Medusa / Mythen der Monster Bd.1 Ein Roman für ältere Kinder (ab 12 Jahre), der spannende Einblicke in die griechische Mythologie bietet. Hier wird diese auf den Kopf gestellt, da es um die Frauen geht, die nur allzu oft eine untergeordnete Rolle inne und wenig zu sagen haben. Katherine Marsh hat mit Ava und ihren Freundinnen Fia und Layla Protagonistinnen erschaffen, die stets auf die Rollen der weiblichen Gestalten Wert legen und sich dann durch ihre eigenständigen Aktionen in große Gefahr bringen. |
|
| Bewertung vom 28.08.2024 | ||
|
Ein lange von dieser Erde verschwundenes Tier, die Stellersche Seekuh, bildet das Leitmotiv des außerordentlich lesenswerten Romans von Iida Turpeinen. Das Schicksal dieser Tierart steht für unzählige, deren Knochen wir heute in wenigen Museen finden können – und die nur selten unsere Aufmerksamkeit erhalten. |
|









