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Eva_G

Bewertungen

Insgesamt 1298 Bewertungen
Bewertung vom 01.08.2024
Klänge der Natur: Wie klingen die Jahreszeiten?
Taplin, Sam

Klänge der Natur: Wie klingen die Jahreszeiten?


ausgezeichnet

Die Jahreszeiten ganz spielerisch entdecken

Das Jahr beginnt mit dem Frühling, wo der Kuckuck zu hören ist und die Lämmer auf der Wiese herumtollen. Im Sommer reift das Getreide, die Schmetterlinge flattern umher, ebenso die kleinen frechen Feldmäuse und die Pferde galoppieren freudig um die Wette. Dann naht auch schon wieder der Herbst mit dem Rascheln des Laubes, dem herumschnüffelnden Dachs und den schnatternden Gänsen, die sich zu ihrer langen Reise in den Süden aufmachen. Im darauffolgenden Winter ist alles von Schnee bedeckt, die Rentiere machen knirschende Geräusche beim Herumgehen und nur der Rotkardinal ist zu hören. Gut, dass auf den kalten Winter immer wieder das wärmende Frühjahr kommt. Dann schmilzt Eis und Schnee und die Bären erwachen wieder aus ihrem Winterschlaf.

Sam Taplin und Federica Iossa erwecken in diesem bezaubernden Soundbuch die Jahreszeiten zum Leben. Durch realistische Sounds gelingt es ihnen, die verschiedenen Witterungsbedingungen damit zu verbinden. Natürlich kommt auch die Tierwelt nicht zu kurz, denn auch sie sind während der verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich häufig anzutreffen und bei ihren typischen Lebensaufgaben anzutreffen. Die Illustrationen sind, wie von Federica Iossa bekannt, gewohnt farbenfroh und detailreich. Ebenso sind die Texte in einfacher Sprache verfasst und durch ihre Kürze einprägsam und die Aufmerksamkeitsspanne von kleineren Kindern nicht ausreizend.

Mittlerweile bin ich ebenso großer Fan von den Soundbüchern aus dem Usborne-Verlag wie meine Kinder. Die Sounds sind immer von sehr guter Qualität und enthalten keine störenden Töne, sodass Kinder lange mit den Büchern spielen können, ohne die Eltern dadurch zu nerven. Die wunderschönen, bunten Illustrationen kombiniert mit den Laserschnitten, die Einblicke auf vorhergehende und nachfolgende Seiten gewähren, begeistern uns sehr und machen dieses Buch wieder zu einem sehr empfehlenswerten Kinderbuch.

Bewertung vom 30.07.2024
Anton und der Gargoyle
Bogart, Jo Ellen

Anton und der Gargoyle


ausgezeichnet

Eine ganz besondere Freundschaft!

Anton lebt mit seinen Eltern in einem wunderschönen Haus. Er lebt gerne dort und hat einen Lieblingsstein, den er auch mit ins Bett nimmt. Eines Nachts bricht der Stein plötzlich auf und es kommt ein kleines Wesen. Gemeinsam verbringen sie nun ihre Tage und erleben unvergessliche Momente miteinander. Als Antons Oma, die in Paris lebt, überraschend erkrankt und ins Krankenhaus kommt, fahren Anton und seine Eltern und das kleine Wesen zusammen zu ihr. Sie erkunden Paris und entdecken schließlich Verwandte des kleinen grauen Wesens. Darum möchte es dort bleiben und verabschiedet sich von Anton. Dieser freut sich, seinen neuen Freund so glücklich zu sehen und nimmt gerne Abschied, denn in seinem Herzen hat er alle wunderschönen Momente für immer gespeichert.

Jo Ellen Bogart und Maja Kastelic haben mit diesem Bilderbuch ganz ohne Text etwas ganz besonderes geschaffen. Die kleinen Bilder sind sehr eindrucksvoll und bringen Kinder dazu, sich selbst eine Geschichte auszudenken und immer wieder ganz genau hinzusehen. So bemerkt man eigentlich kaum, dass keine Texte vorhanden sind.

Anfangs fand ich es etwas befremdlich, dass eine so lange Geschichte ganz ohne Worte auskommen kann. Doch meine Tochter hat mir schnell gezeigt, dass Texte überflüssig sind und sie sich selbst Geschichten zu dem Gesehenen ausdenken kann. Das hat mich total begeistert und ich finde das Bilderbuch mittlerweile absolut toll und empfehlenswert, fördert es nicht nur die Fantasie, sondern auch die Sprache.

Bewertung vom 29.07.2024
Das schweigende Dorf / Akte Nordsee Bd.3
Almstädt, Eva

Das schweigende Dorf / Akte Nordsee Bd.3


ausgezeichnet

Ein Dorf hält zusammen...

Fentje ist gerade im Schafstall, um die nächtliche Kontrollrunde dort zu machen, als ihr Telefon klingelt und ihr einen umgeleiteten Anruf vom Festnetz anzeigt. Sofort nimmt sie an, denn es könnte ja ein Mandant sein, der Hilfe braucht. So ist es auch und ein verängstigter und gestresster Mann berichtet ihr, dass er womöglich demnächst ihre Hilfe benötigt, könnte er doch bald Beschuldigter in einem Mordprozess sein. Fentje weiß nicht so recht, was sie von dem Gespräch halten soll, hat der Anrufer ihr doch auch nur den Namen Sascha genannt, einen solchen kennt sie aber nicht. Da Fentje aber seit dem Umzug ihrer Anwaltskanzlei auf den Schafhof ihrer Großeltern, um diesen immer helfend zur Seite stehen zu können, jeden Auftrag gebrauchen kann, ist sie gespannt, was auf dieses Gespräch noch folgen wird. Pflichtschuldig informiert sie aber noch in der Nacht die Polizei über diesen seltsamen Anruf und ist überrascht, als am nächsten Tag in einem Nachbarort zwei männliche Leichen entdeckt werden, von denen eine Sascha hieß. Am Tatort begegnet sie dann auch Journalist Niklas John, mit dem sie schon bei zwei früheren Fällen eng zusammengearbeitet hat und gemeinsam beschließen sie, selbst Ermittlungen anzustellen...

Eva Almstädt knüpft mit diesem dritten Teil der Reihe perfekt an die Vorgängerbände an. Fentje und Niklas ergänzen sich direkt wieder super und können sich gegenseitig mit neuen Informationen versorgen. Allerdings wirkt Niklas in diesem Fall immer etwas besser informiert, da er leichter an die betroffenen Personen herankommt. Die Autorin hat als Kulisse das Dorf Helenendeich gewählt und es wird schnell deutlich, dass die Bewohner des Dorfes fest zusammenhalten und Außenstehenden keinen Einblick in die gegenwärtigen und vergangenen Geschehnisse des Dorfes gewähren werden. Die Mordopfer selbst geben auch viele Rätsel auf, sodass die Ermittler, aber auch die Leser lange Zeit im Dunkeln tappen und so die Spannung immer weiter steigt.

Diese Reihe hat es mir total angetan und ich war sehr erfreut, dass es nun einen dritten Fall gibt. Dieser war fesselnd und durchgehend spannend, sodass ich immer weiterlesen wollte und das Buch dann letztendlich in einem knappen Tag beendet habe.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.07.2024
Kala? Kala! Unsere kretische Kardio-Küche
Mittler-Solak, Fatma;Lauterbach, Enise

Kala? Kala! Unsere kretische Kardio-Küche


ausgezeichnet

Mit der Ernährung dem Herzen etwas Gutes tun!

Leider erkranken in Deutschland immer mehr Menschen an der Koronaren Herzkrankheit, Herzinfarkten oder Arteriosklerose. Oftmals trägt auch eine ungesunde, fetthaltige und unausgewogene Ernährung dazu bei. Mit den richtigen Nahrungsmitteln und Gerichten kann diesen Volkskrankheiten aber vorgebeugt werden - auch ohne, dass die gesamten Ernährungsgewohnheiten umgestellt werden müssen. So dient Olivenöl als Hauptfettquelle in der mediterranen Küche und ist ein wichtiger Lieferant der einfachen ungesättigten Fettsäure. Aber auch die saisonale Auswahl der Zutaten und dadurch gegebene Frische tragen zu einer gesunden Lebensweise bei, obwohl gerade die kretische Küche genau deshalb oft als Armenküche bezeichnet wurde.

Die beiden Autorinnen Fatma Mittler-Solak und Dr. med Enise Lauterbach widmen sich in diesem Kochbuch einerseits der Herzgesundheit der Menschen, aber auch ihrer kretischen Heimatküche. In einer 33-seitigen Einführung erklären sie die Hauptursachen über Erkrankungen des Herzens, die Hauptbestandteile ihrer kretischen Kardio-Küche und wichtige Wildkräuter, die verwendet werden. Erst danach geht es mit den einzelnen Rezepten los. Diese sind untergliedert in vier Kapitel: Frühstück & Meze, Hauptgerichte, Beilagen & Backwaren und Süßspeisen & Desserts. Der Aufbau der Rezeptseiten ist immer der gleiche. So findet sich das Rezept mit Zutaten, Zubereitung und oftmals einem Tipp auf der linken Seite, während auf der rechten Seite ein qualitativ hochwertiges und Hunger machendes Foto abgedruckt ist.

Da meine Familie und ich große Fans der mediterranen Küche sind, hat uns dieses Kochbuch direkt angesprochen. Vorallem das Layout ist sehr ansprechend und macht schon beim ersten Durchblättern Lust auf die Gerichte. Insgesamt haben wir bisher vier Rezepte ausprobiert und waren von ihnen allesamt begeistert. Vorallem die Gemüse-Moussaka und das gefüllte Gemüse waren unser Highlight, aber auch der Augenbohnensalat und der Bulgur mit Gemüse waren sehr lecker und einfach zuzubereiten. Nächste Woche stehen auch die Zucchiniküchlein auf dem Plan und wir freuen uns schon darauf, denn auch sie werden mit Sicherheit sehr schnell zubereitet sein und uns allen schmecken.

Somit finden wir, dass dieses Kochbuch rundum gelungen ist und zu einer besseren und gesünderen Ernährung beiträgt.

Bewertung vom 27.07.2024
Die Sonntagsschwestern
Roos, Sonja

Die Sonntagsschwestern


ausgezeichnet

Ein Roman, der unter die Haut geht!

Hanne, Mone und Jessy sind drei Schwestern, die bereits in ihrer Kindheit lernen mussten, wie es ist, ohne Vater und einer schwer depressiven Mutter aufzuwachsen. Hanne war schon als Teenager eine Art Mutter für ihre Schwestern und hat auch noch während dem Studium für eine finanzielle Sicherheit der Familie gesorgt. Nun ist sie es, die mit ihren sonntäglichen Essenseinladungen für eine gewisse Verbundenheit in der Familie sorgt, allerdings haben sie sich mit den Jahren immer weniger zu sagen. Helga, die Mutter der drei Schwestern, ist immer noch damit beschäftigt, um ihren Mann zu trauern, der die Familie ohne Abschiedsworte eines Tages einfach verließ und nie mehr zurückkehrte. Mone steht innerhalb einer Woche plötzlich ganz alleine da, denn ihr Mann und ihre Affäre haben sie kurz nacheinander plötzlich verlassen. Und Jessy kämpft gegen die Schatten ihrer Vergangenheit, nachdem ihr großer Jugendschwarm und schließlich größter Peiniger überraschend wieder in der Stadt weilt und ihr nicht mehr von der Seite weichen will. Aber auch Hanne kann von einem auf den anderen Tag nicht mehr die Starke sein, denn eine schreckliche Krankheit tobt in ihr und wird sie zwangsläufig umbringen. Werden die Schwestern nun wieder zusammenfinden und sich gegenseitig Kraft schenken können?

Sonja Roos schildert diese berührende Familiengeschichte auf eindrückliche und sehr emotionale Art und Weise. Da jede der vier Frauen mit ihrem Schicksal hadert und eigentlich die Kraft der Familie braucht, ist es fesselnd zu lesen, wie sie damit umgehen. Die Krankheit ALS, an der Hanne erkrankt ist, wird mit viel Gefühl und fachkundig in die Handlung eingebaut und stimmt die Leser nachdenklich. Deshalb ist auch Hannes Art damit umzugehen sehr bewundernswert. Aber auch Jessy und Mone, die sich etwas näherstehen, gehen sehr gut mit ihren Schicksalen um und haben die Herzen der Leser schnell auf ihrer Seite.

Da ich bereits den Roman "Der Windhof" der Autorin gelesen habe, wusste ich schon, dass mich ihre Bücher fesseln und nicht mehr loslassen, bis ich sie beendet habe und darüber hinaus. Leider nimmt die Krankheit ALS immer mehr zu und immer mehr Familien sind somit davon betroffen. Es ist schrecklich, wie machtlos man dieser Diagnose gegenüber steht und einfach nichts tun kann, um den tödlichen Ausgang zu stoppen. Aus diesem Grund bewundere ich die Stärke von Hanne sehr und war noch berührter. Aber auch Jessy und Mone sind mir während dem Lesen ans Herz gewachsen.

Ein absolutes Lesehighlight, das noch lange in mir nachwirken wird. Denn ich war während dem Lesen emotional sehr berührt, oft sehr nachdenklich und immer in der Handlung gefangen.

Bewertung vom 26.07.2024
Zahnputzparty im Dschungel
Mühl, Joschi

Zahnputzparty im Dschungel


ausgezeichnet

Das Zähneputzen lustig erklärt

Das Äffchen findet beim Herumhüpfen ein ganz komisches Ding mit Borsten dran. Der Tapir ist sich sicher, dass es zur Körperpflege, wie dem Nasenbohren ist. Die stachelige Raupe aber verliebt sich glatt in das Ding, während der Tiger damit seinen Rücken und seine Krallen bürsten will. Das Faultier würde sich damit gerne die Haare kämmen lassen, während die Kobra es einfach verschluckt, aber gleich wieder ausspuckt, so fest war es. Nur der Jaguar weiß sofort, dass er damit seine Zähne reinigen kann. Die Affen lachen ihn dafür aus, doch am Ende feiern sie alle, gemeinsam mit dem Krokodil eine riesengroße Zahnputzparty und ihre Zähne glitzern wie Sterne.

Joschi Mühl erzählt hier eine sehr lustige Geschichte über eine Zahnbürste, die kaum jemand im Dschungel kennt. Auf jeder Seite gibt es zwei Tiere, die rätseln, was dieses seltsame Ding sein könnte. Die gesamte Geschichte wird in Reimform erzählt. Untermalt von passenden Sounds wird alles noch unterhaltsamer. Die Illustrationen von Craig Shuttlewood sind farbenfroh und voller kleiner Details, die es zu entdecken gilt. Die Verarbeitung des Buches ist sehr stabil und verspricht Langlebigkeit.

Ich finde dieses Soundbuch total cool, denn es vermittelt Kindern ganz spielerisch, warum man seine Zähne putzen muss. Macht aber auf der anderen Seite viele Späße über Tiere, die keine Ahnung haben, um was es sich bei der Zahnbürste handelt, sodass Kinder sich gut fühlen, wenn sie gleich wissen, was dort im hohen Gras aufgetaucht ist. Da die Sounds von sehr guter Qualität sind, war es für mich auch in Ordnung, die Töne häufiger nacheinander zu hören und ich fand sie nicht allzu nervig oder störend. Ein sehr tolles Buch!

Bewertung vom 25.07.2024
Die Kranichfrauen
Greil, Renate

Die Kranichfrauen


ausgezeichnet

Ein packender Roman über Freundschaft, Mut und die Liebe zum Segeln

München, 1946: Paula lebt mit ihren Eltern in einer Villa in München. Obwohl um sie herum viel zerstört wurde, wurde ihr Haus weitestgehend verschont und die wenigen Schäden bereits wieder behoben. Paula würde gerne ihre Freiheit genießen, denn der Krieg hat ihr ihre Jugend genommen. Doch ihre Mutter hat andere Pläne und möchte sie schnellstmöglich an einen gut betuchten Mann verheiraten, der mit seinem Geld den Wideraufbau der Firma der Familie unterstützen kann. Nur der Vater teilt die Pläne der Mutter nicht vollkommen, denn er möchte auch den verlorenen Segelclub am Ammersee wieder in seinen Besitz bringen und neu eröffnen. Sein Veto verhilft Paula deshalb zu einem Sommer am Ammersee, im Segelclub der Familie, wo sie im GYA, einem Jugendclub der amerikanischen Besatzer, mitarbeiten und die Segelboote wieder herrichten soll. Gemeinsam mit Anna, einer Freundin aus Kindheitstagen, die auch damals bereits mit Paula viele Stunden auf den Segelbooten des Clubs verbracht hat, wird dieser Sommer unvergesslich. Als aber bekannt wird, dass das Segelschiff "Kranich" nach Amerika verschleppt werden soll, können Anna und Paula nicht einfach zusehen und machen einen Plan, wie sie das Boot verstecken können. Denn die Kranich ist seit jeher das wertvollste Segelboot der Familie und ein Erbstück der Großmutter mit kostbarem Wert und einer ganz besonderen Geschichte noch dazu.

Renate Greil versteht es, die Geschichte rund um die Kranichfrauen sehr fesselnd und packend zu erzählen. Ganz nebenher wechselt sie während dem Erzählen zwischen den einzelen Perspektiven der Charaktere und sorgt so für eine unverhoffte Tiefe und viele Einblicke in die Gedanken und auch gesamten Lebenssituationen der Protagonisten. Das Besondere daran ist, dass sie niemals Überschriften oder andere Mittel dafür benötigt, sondern alles ganz beiläufig geschieht. Die Handlung selbst ist durchgehend spannend und interessant, sodass keine Längen oder ähnliches aufkamen.

Als großer Fan von historischen Romanen, wusste ich schnell, dass dieser hier perfekt für mich sein könnte. Dieser erste Eindruck hat sich auch tatsächlich schon während der ersten Seiten bestätigt und ich wollte einfach immer weiterlesen. Paula und Anna sind sehr sympathische junge Frauen, die während den Kriegsjahren ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben und auch aus komplett gegensätzlichen Gesellschaftsschichten stammen, die aber die Liebe zum Wasser und dem Segeln verbindet. So verbringen sie einen wunderschönen Sommer gemeinsam, der auch für die Leser unvergessen bleiben wird!

Bewertung vom 24.07.2024
Wieso? Weshalb? Warum?, Band 44 - Wie leben wir miteinander?
Mennen, Patricia

Wieso? Weshalb? Warum?, Band 44 - Wie leben wir miteinander?


ausgezeichnet

Alles für ein friedliches Miteinander

Überall auf der Welt leben Menschen, die sich in ihrer Herkunft, ihrem Aussehen und ihren Vorlieben unterscheiden. Dennoch sollte ein friedliches Miteinander immer möglich sein. Dazu braucht es zuerst einmal die Kenntnis über die unterschiedlichen Bräuche und Lebensweisen. Aber auch Respekt, Toleranz und Gerechtigkeit sind wichtig. Nur so kann es gelingen, friedlich miteinander zu leben. Deshalb sollte am besten schon bei den Kindern begonnen werden und diese wichtigen Werte vermittelt werden.

Die Autorin Patricia Mennen und der Illustrator Markus Humbach haben zu diesem Thema ein sehr sehr wichtiges Kinderbuch erschaffen, das durch viele Beispiele zeigt, wie wichtig es ist, andere zu akzeptieren, hilfsbereit zu sein oder sich für Gleichberechtigung einzusetzen. Die Texte sind kurz und in einfacher Sprache verfasst, sodass Kinder ab vier Jahren keine Verständnisprobleme haben. Die Illustrationen sind farbenfroh und detailreich. Einige der abgebildeten Personen können sogar mehrmals im Buch entdeckt werden, was Kindern immer gut gefällt.

Meine siebenjährige Tochter liebt dieses Buch sehr, denn seit sie in der Kita war und nun die Schule besucht, spürt sie, wie wichtig es ist, immer freundlich zu seinen Mitmenschen zu sein und niemanden auszugrenzen. Gerade die Seiten zu Mitbestimmung, Regeln und Konfliktlösung sieht sie sich immer am längsten an. Aber auch der Krieg, der momentan leider nur allzu präsent ist, bewegt sie sehr. Ich bin total begeistert von diesem Buch, denn es erklärt auf eine einfache Art und Weise, wie das Zusammenleben mit anderen Menschen funktionieren kann. Und gerade diese simplen Erklärungen sind es, die mir oft so schwerfallen. Daher bin ich froh um die Hilfestellung, die dieses Buch mir nun bietet und werde sicherlich noch häufig gemeinsam mit meiner Tochter in darin lesen.

Bewertung vom 24.07.2024
Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording
Janz, Tanja

Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording


ausgezeichnet

Der Tote in der Sauna

Ganz St. Peter-Ording ist auf den Beinen, denn neben den vielen Touristen, die jeden Sommer anreisen, wird auch noch ein Krimi gedreht. Auch die Einheimischen sind begeistert und versuchen immer wieder einen Blick auf die Schauspieler zu werfen. Schließlich sind einige bekannte Filmgrößen unter ihnen, vorallem Titus Frank hat es der Frauenwelt angetan. Umso tragischer ist aber, dass während der Filmpremiere sein Ferienhaus abbrennt und er, gefangen in der Sauna, dort tot aufgefunden wird. Weder Fred noch Ernie, die Polizisten vor Ort, noch Ede Glabotki, Freds Vater und Hauptkommissar aus Gelsenkirche in Ruhestand glauben an einen Zufall. Die Jagd auf den Mörder beginnt, aber auch mit Ernies Schwester Ilva, die fleißig mitermittelt, tappen sie noch lange im Dunkeln...

Tanja Janz liebt St. Peter-Ording und verbringt jedes Jahr ihre Ferien in diesem wunderschönen Ort. Diese Liebe spiegelt sich in jedem ihrer Romane wider, so auch hier. Die Beschreibungen des Ortes an der Nordsee sind häufig so bildlich, dass die Leser selbst das Gefühl haben, gerade mittendrin und nicht zuhause zu sein. Das Ermittlerteam, bestehend aus Polizisten und Hobbyermittlern ist so sympathisch, dass man es einfach mögen muss. Die Spannung ist, wie bei Cosy Crime üblich, durchgehend vorhanden, aber eher von unterhaltsamer als von beängstigender Weise.

Diese Reihe hat mir schon von Beginn an sehr sehr gut gefallen, sodass ich mich sehr über diesen neuen Band gefreut habe. Dieser Mordfall war so fesselnd, dass ich das Buch tatsächlich an einem Tag beendet habe und finde auch, dass es sich hiermit um den bisher besten der drei Teile handelt. Hoffentlich wird es noch viele weitere St. Peter-Mording-Krimis geben!

Bewertung vom 22.07.2024
OTTO fährt los - Ein Sommer in Italien
Ottenschläger, Madlen

OTTO fährt los - Ein Sommer in Italien


ausgezeichnet

OTTO fährt nach Italien

Als OTTO, der Campingbus mit zauberhaften Kräften, darf endlich wieder losfahren. Seine neue Urlaubsfamilie besteht aus Bonus-Papa Leo, Mama Mira und den beiden Kindern Emmi und Paul. Natürlich muss zuerst gepackt werden, aber sogar dabei ist OTTO allen eine Hilfe. Als es dann endlich losgeht, müssen erst einmal hohe Berge überwunden werden, bevor der erste Stopp in Südtirol ist. Danach geht es weiter nach Pisa und OTTO hätte beinahe den schiefen Turm wieder gerade gerückt. Außerdem gibt es dort das Meer, das einfach wunderschön ist und alle zum Baden einlädt. Das Highlight der Reise ist aber Ferragosto, ein Fest bei dem die Italiener den heißesten Tag des Jahres feiern. Danach verbringen sie noch wunderschöne Tage auf einem Bauernhofcampingplatz, wo sie sogar bei der Tomatenernte mithelfen dürfen. Leider ist der Urlaub dann schon wieder beinahe zu Ende, aber wie OTTO so schön sagt: "Auch das abenteuerlichste Abenteuer braucht ein Ende. Denn nur wenn es ein Ende hat... kann ein neues Abenteuer anfangen!".

Madlen Ottenschläger und Stefanie Reich haben auch die zweite Reise von OTTO wunderschön erzählt. Nun darf er eine Familie nach Italien bringen und gemeinsam mit ihnen dieses wunderschöne Land erkunden. Die Erzählweise ist kindgerecht und durch einige Wortneuschöpfungen wirklich unterhaltsam. Die Illustrationen sind wieder bezaubernd schön und bestechen durch ihre Lebhaftigkeit und gute Laune.

Bereits die erste Reise von OTTO nach Schweden war sofort ein Lieblingsbuch, sodass meine Tochter schon sehnsüchtig auf die neue Reise gewartet hat. Wie erwartet war sie ebenso unterhaltsam und wunderschön. Ich mag es, wie die Patchworkfamilie ganz natürlich miteinander umgeht und sogar auf die Familie aus dem ersten Band stößt. Auch die Vorstellung des schiefen Turms von Pisa oder der Berge in Südtirol ist informativ, sodass diese Reise sehr authentisch wirkt. Ein großartiges Bilderbuch, das wir gerne weiterempfehlen!