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Lisa

Bewertungen

Insgesamt 866 Bewertungen
Bewertung vom 22.09.2024
Play+ Mein allererstes Soundbuch Tierkinder - ab 12 Monate
Höck, Maria

Play+ Mein allererstes Soundbuch Tierkinder - ab 12 Monate


ausgezeichnet

Soundbuch mit süßen Tierzeichnungen

Mit fast einem Jahr ist mein Sohn im perfekten Alter für "Mein allererstes Soundbuch Tierkinder" und liebt solcherlei Bücher total! Sein wirklich erstes Soundbuch war es allerdings nicht, da wir bereits Bücher eines anderen Verlags besitzen. Obwohl hier die Felder um den Sound auszulösen finde ich relativ klein und unauffällig sind, hatte mein Sohn keinerlei Schwierigkeiten und das Prinzip sofort verstanden. Im Buch gibt es 5 Tiergeräusche zu entdecken nämlich Elefant, Delfin, Schaf, Pinguin und ein Bärenjunges. Jede Doppelseite zeigt also sehr unterschiedliche Lebensräume, was ich toll finde. Die Illustrationen sind dabei stets farbenfroh und freundlich und bis auf manche Details erkennbar orientiert am realen Vorbild. Schön ist es auch dass es jeweils kleine Suchaufgaben gibt, auch wenn diese wahrscheinlich eher für etwas ältere Kinder umsetzbar sind. Die Texte sind hingegen passend für unser Alter. Sehr praktisch für den Alltag finde ich es, dass AAA Batterien verwendet werden und keine Knopfzellen wie bei anderen Büchern. Dadurch ist das Buch vielleicht einen Ticken dicker, was aber überhaupt nicht stört. Kindersicher verwahrt ist die Elektronik auf jeden Fall. Alles in allem ist es ein richtig schönes Buch für kleine Entdecker:innen, welches uns hoffentlich noch lange Freude bereiten wird.

Bewertung vom 21.09.2024
Digital. Kriminell. Menschlich.
Ringwald, Jana

Digital. Kriminell. Menschlich.


gut

Inhaltlich interessant, stilistisch anstrengend

Leider machen Schreibstil und der Aufbau des Buchs hier einiges kaputt. Dabei berichtet Autorin Jana Ringwald in ihrem Buch „Digital. Kriminell. Menschlich. Eine Cyberstaatsanwältin ermittelt“ von ihrem eigentlich sehr interessanten Alltag als Cyberstaatsanwältin und thematisiert darin Einiges was uns alle angeht. Um konkrete Fälle geht es dabei nur am Rande, vielmehr werden der Werdegang und Berufsalltag geschildert. Und auch mit interessanten juristischen und moralischen Fragen beschäftigt sich die Autorin. Eigentlich könnte man hier richtig viel lernen und etwas habe ich trotz der schwierigen Darreichungsform sicher auch mitgenommen. Trotzdem ist es schade, den der Schreibstil ist durch Schachtelsätze und zitierte Paragraphen wirklich anstrengend zu lesen. Und auch im allgemeinen Aufbau fehlte mir ein roter Faden. Selbst innerhalb der Kapitel springt die Autorin hin und her, wodurch das Sachbuch letztlich chaotisch wirkte. Aus diesen Gründen kann ich letztendlich nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 20.09.2024
A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)


ausgezeichnet

Mitreißend, leicht gruselig und thematisch vielschichtiger als gedacht

Endlich wieder mal ein in sich geschlossener Fantasyroman, fast schon eine Seltenheit im Genre! Was das Worldbuilding betrifft kann Autorin Ava Reid mit ihrem Werk „A Study in Drowning Zeilen aus Sturm und Stille“ aber durchaus mit längeren Reihen mithalten. Dafür konzentrierte sie sich allerdings auf nur wenige Charaktere, was mir gut gefiel, da die Handlung dadurch übersichtlich und authentisch bleibt. Sehr markant war für mich die greifbare Atmosphäre der Geschichte. Gerade zum Ende hin wurde diese ziemlich düster und auch etwas gruselig. Und auch wenn manche Twists stellenweise für mich schon früh vorherzusehen waren, kam doch eine große Spannung auf. Abgesehen von den fantastischen Aspekten, gefiel es mir aber auch gut, wie mühelos die Autorin feministische Fragen in die Geschichte integrierte und so der Handlung eine große Tiefe und Relevanz verleiht. Der Schreibstil liest sich zudem packend und so flog ich nur so durch die Seiten. Insgesamt konnte mich „A Study in Drowning“ absolut begeistern, so dass ich gerne volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung vergebe!

Bewertung vom 16.09.2024
Ehemänner
Gramazio, Holly

Ehemänner


ausgezeichnet

Großes Kino - Witzig und bissig zugleich

„Ehemänner“ von Holly Gramazio war für mich ein überraschendes Highlight. Auf kreative Weise nimmt die Autorin darin heutige Datinggewohnheiten auf die Schippe und stellt sich der Frage wohin die Sehnsucht nach einem noch besseren Partner führen kann. Klar ist ein magischer Dachboden welcher laufend neue Ehemänner hervorzaubert, wie Lauren ihn hat, nicht die Realität. Das Gefühl sich nicht festlegen zu wollen hingegen schon. Und so fiel es mir nicht schwer mich voll und ganz ins Buch zu vertiefen und auf die Geschichte einzulassen, auch wenn es mitunter schon etwas absurd zuging. Ich wollte aber durchgehend wissen wie es nun weitergeht und war, zugegeben, auch neugierig auf den jeweiligen nächsten Ehemann. Eine solch durchgehend hohe Spannung ist für einen Roman schon etwas besonderes und spricht fürs Buch! Auch der Schreibstil sorgte für einen flotten Lesefluss und gefiel mir super. Die Handlung ist originell und wenig vorhersehbar und so war die Lektüre von „Ehemänner“ für mich ein großes Vergnügen welches ich wärmstens weiterempfehlen kann!

Bewertung vom 16.09.2024
Die Leoniden - Spektrum (#1)
Foss, Nanna

Die Leoniden - Spektrum (#1)


ausgezeichnet

Gelungene Mischung aus Fantasy und Mysterie

„Die Leoniden - Spektrum (#1)“ der Autorin Nanna Foss ist der erste Band einer vielversprechenden Jugendbuchreihe aus Dänemark. Die Geschichte ist auf mehrere Bände ausgelegt, was man der Erzählweise deutlich anmerkt. Zunächst einmal nimmt sich die Autorin nämlich viel Zeit ihre Charaktere einzuführen, wobei inhaltlich sonst noch nicht wahnsinnig viel passiert. Erst zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse dann regelrecht und lassen uns außerdem mit jeder Menge offenen Fragen zurück. Durch den detaillierten Figurenaufbau wirken diese überaus authentisch und lebendig. Nicht alle Mitglieder der Gruppe waren mir dabei sympathisch, Emilie aus deren Sicht vor allem erzählt wird, mochte ich aber durchgehend super gerne. Auch der Mysterieeffekt gefiel mir, auch wenn sich die unterschiedlichen Fähigkeiten erst nach und nach zeigen und vieles bisher nur angedeutet wurde. Ich kann mir gut vorstellen, dass im nächsten Band die Spannung nochmal deutlich anziehen wird. Aber auch wenn diese im Auftakt nicht immer atemberaubend war, sorgte der Schreibstil für einen richtigen Sog, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Insgesamt bin ich auch deshalb sehr zufrieden und vergebe gerne volle 5 Sterne fürs Buch.

Bewertung vom 11.09.2024
Mattie & Mercedes
Fajardo, Anika

Mattie & Mercedes


ausgezeichnet

Familien in all ihren Formen

„Mattie & Mercedes“ von Anika Fajardo ist ein berührender Roman für alle ab 10 Jahren. Sprachlich, aber auch was die Handlung betrifft, passt das Buch auf jeden Fall eher zur Zielgruppe. Aber auch ältere Leser:innen können sich angesprochen fühlen. Ich persönlich mochte das Buch sehr, da es sich sensibel und doch emotional mit der Frage beschäftigt was eine Familie überhaupt ausmacht. Außerdem begleiten wir Mattie und Mercedes auf ihrer abenteuerlichen Suche nach ihrem Vater. Aus Erwachsenensicht war mir dabei zwar Einiges zu umständlich, für Kinder macht der gewählte Weg aber denke ich durchaus Sinn. Der Schreibstil ist passend zur Altersempfehlung einfach gehalten und liest sich dadurch schnell und mühelos. Im Gegensatz dazu ist der Inhalt doch etwas anspruchsvoller und durchaus tiefgründig. Und obwohl die Handlung in den USA spielt, konnte ich mich ins Geschehen gut hineinversetzen. Alles in allem konnte mich „Mattie & Mercedes“ voll und ganz überzeugen, weswegen ich gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung vergebe!

Bewertung vom 11.09.2024
Die Abschaffung des Todes
Eschbach, Andreas

Die Abschaffung des Todes


gut

Am Thema vorbei

Mit seinem neusten Werk "Die Abschaffung des Todes" schreibt Andreas Eschbach meiner Meinung nach gleich in zweifacher Hinsicht am Thema vorbei. Zunächst einmal ist das Buch als Thriller gekennzeichnet, was es in meinen Augen auf keinen Fall ist. Dafür fehlt einfach eine grundlegende Spannung und auch wenn der Autor am Ende noch versucht diese mit actionhaften Verfolgungsszenen zu erzeugen kam bei mir kein Nervenkitzel auf. Und auch die Abschaffung des Todes wird meiner Meinung nach nicht wirklich thematisiert. Eigentlich bin ich, wie vom Autor gewohnt, von einer innovativen neuen Idee ausgegangen. Leider dreht sich das Buch aber lediglich um eine bekannte und ehrlich gesagt auch ziemlich abgedroschene Idee aus der Science Fiction. Schlüssig soll uns diese dann gemeinsam mit ellenlangen neurobiologischen Abhandlungen verkauft werden. Ohne solide naturwissenschaftliche Grundlagen steigt man hier übrigens schnell aus, aber auch wenn man das Meiste versteht, ergeben sich deutliche Längen. Mal abgesehen davon hatte das Buch in meinen Augen aber auch tolle Momente. Und zwar immer dann wenn es um die besondere Zeitung von Protagonist James Windover ging. Hier werden spannende Fragen rund um die Motive von (Print-)Medien, sowie der Möglichkeit von objektiven Journalismus aufgeworfen. Gerne hätte sich der gesamte Roman mit einer solchen Medienkritik beschäftigen dürfen, für mich wäre dies thematisch zudem innovativer geraten. Abgesehen davon gibt es sonst aber leider nicht viel Positives zu sagen. Ein weiteres Problem neben der inhaltlichen Ausrichtung war für mich zudem die große Vorhersehbarkeit. So ziemlich alle "überraschenden" Wendungen habe ich im Voraus erraten. Auch deshalb kann ich insgesamt nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 09.09.2024
Die Unmöglichkeit des Lebens
Haig, Matt

Die Unmöglichkeit des Lebens


sehr gut

Strange, aber doch faszinierende Story

Wer wie ich andere Bücher von Matt Haig kennt, wird auch bei seinem neusten Werk "Die Unmöglichkeit des Lebens" wieder von seinem doch besonderen Stil begrüßt werden. Diesmal erschien mir die Handlung sogar noch einen Ticken abgedrehter, wobei sich der Schreibstil gewohnt flüssig liest. Inhaltlich weiß ich, auch jetzt nach Abschluss der Lektüre, nicht so recht was ich davon halten soll. Auf jeden Fall ist die Geschichte überraschend und herrlich unkonventionell. An keiner Stelle ahnte ich, wo alles hinführen soll. Und auch die mal mehr oder weniger versteckten Lebensweisheiten gefielen mir gut. Grace ist schon eine eigentümliche, aber doch auch sympathische Protagonistin und Ibiza als Handlungsort passt einfach perfekt. Wer sich auf verrückte Geschichte, mit überirdischer Note, einlassen kann, wird hier Spaß haben. Insgesamt vergebe ich für diesen Roman gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

Bewertung vom 08.09.2024
Man sieht sich
Karnick, Julia

Man sieht sich


gut

Liebesroman mit einigen Längen und einer detaillierten Figurenzeichnung

„Man sieht sich“von Julia Karnick konnte mich ehrlich gesagt nicht sonderlich begeistern. Während ich ihr vorhergehendes Buch aufgrund seiner Leichtigkeit und Humors mochte, erschien mir die Lektüre hier nun fast schon zäh. Denn nach fast 500 Seiten bin ich froh die Geschichte nun hinter mir lassen zu können. Dabei ist der Autorin eine durchaus realistische, lebensnahe „Liebes“- oder wohl eher Lebensgeschichte gelungen. Beide Hauptfiguren haben Ecken und Kanten, sind aber so detailreich und authentisch, dass ich mich gut in beide hineinversetzen konnte. Immer wieder verpassen sich die Beiden und es gibt mal gute, mal weniger gute Gründe für ein „Man sieht sich“ in der Zukunft. Der Titel ist hier also wirklich Programm. Am Anfang und in der Mitte des Romans ergaben sich für mich aber deutliche Längen, erst zum Ende hin konnte mich die Story dann wieder mehr gefangen nehmen. Insgesamt machte mir aber auch die Stimmung zu schaffen, durchgehend empfand ich die Geschehnisse als deprimierend und so zog mich das Buch stellenweise richtig runter. Klar darf es bei einer lebensnahen Liebesgeschichte auch Tiefen geben, hier überwogen sie aber einfach zu stark. Der Schreibstil ist darüber hinaus unaufgeregt und spricht in meinen Augen weder für, noch gegen das Buch. Wer aber auf lebensnahe Geschichten mit viel Herzschmerz steht, könnte sich hier wohlfühlen. Ich persönlich kann allerdings nur 3 Sterne vergeben.

Bewertung vom 06.09.2024
Der kleine Affe Rocko
Fritz, Micha;Drust, Rike;Studio Topie

Der kleine Affe Rocko


sehr gut

Um Hilfe bitten ist nicht schwer

„Der kleine Affe Rocko Kriegst du die auf?“von Micha Fritz und Rike Drust ist ein farbenfrohes Pappbilderbuch, für alle Kinder ab 3 Jahren. Besonders toll sind dabei das große Format, sowie das wertige Material welches gut was aushält. So finden auf einer Seite zudem mehr Details Platz und es kommt stellenweise Wimmelbild-Feeling auf. Die Zeichnungen sind wie schon gesagt ziemlich bunt, detailreich, aber nur wenig naturgetreu. Vorteil von dieser Darstellung ist allerdings, dass auch etwas gruseligere Tiere, total freundlich wirken. Die Botschaft der Geschichte gefällt uns darüber hinaus richtig gut. Rocko vermittelt nämlich ganz spielerisch das es okay ist um Hilfe zu bitten und auch seine Angewohnheit Finden (statt suchen) zu gehen ist allerliebst. Einzig sprachlich finden wir die Geschichte für das empfohlene Alter zu anspruchsvoll. Nicht inhaltlich, aber was den Schreibstil betrifft. Zum einen werden immer wieder komplizierte Begriffe verwendet und auch der eingebaute Wortwitz ist eher für Ältere, wenn nicht gar nur für Erwachsene, verständlich. Aufgrund dessen ziehen wir auch einen Stern ab, abgesehen davon handelt es sich aber um ein lustiges und lehrreiches Kinderbuch!