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Benutzername: 
sonne63
Wohnort: 
Blumberg

Bewertungen

Insgesamt 237 Bewertungen
Bewertung vom 08.02.2018
Allmacht / Das Erbe der Macht Bd.12 (eBook, ePUB)
Suchanek, Andreas

Allmacht / Das Erbe der Macht Bd.12 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Fulminantes Finale

Was für ein Finale! Am Ende des ersten Zyklus dieser Reihe zielt Andreas Suchanek noch einmal alle Register seines Könnens. Die uns inzwischen wohlbekannten und liebgewonnenen Freunde müssen sich mit allen was ihnen an Magie zur Verfügung steht in einen nahezu aussichtslosen Kampf stürzen, um der Schattenfrau die Stirn zu bieten. Und ob am Ende der Kampf von Erfolg gekrönt sein wird, ist mehr als fraglich.

Diese Serie hat mich vom ersten Band an gefesselt. Monat für Monat warte ich mit Spannung auf die Fortsetzung. Aber das ist auch kein Wunder. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass es ein Autor nicht nur schafft, über so viele Bände die Spannung zu erhalten, nein, Andreas Suchanek steigert sie sogar permanent noch ins Unermessliche. Langatmige Passagen? Langwierige Reden? Fehlanzeige! Dem Autor scheinen die Gedanken für seine Geschichten nur so aus Kopf und Feder (bildlich gesprochen) zu sprudeln. Witzige Dialoge, actiongeladene Szenen, fantasievolle und neue, unglaubliche Ideen, das alles führt zu einem einzigartigen Leseerlebnis von der ersten Seite an.

Fazit:
Jeder, der sich diese Serie entgehen lässt, verpasst etwas einzigartiges. Andreas Suchanek ist für mich in Bezug auf Ideenreichtum, Spannung, Action, Humor und Ausdruck im Moment der beste Autor, den es in diesem Genre gibt. Absolut Weltklasse! Ich kann den zweiten Zyklus kaum erwarten!

Bewertung vom 04.02.2018
Dialekt (eBook, ePUB)
Boyd, Lyl

Dialekt (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ausflug nach Bayern
Dieses Mal wird’s bayrisch. Was verbinden wir denn eigentlich heutzutage mit Bayern? Na klar, das Bier und den Dialekt und dazu die bayrische Gemütlichkeit. Doch auch in Bayern ist der Geist der Zeit nicht vorübergegangen. Darüber hat sich Lyl Boyd so seine ganz eigenen Gedanken gemacht. Auch im urigen Bayern ist die Technik nicht stehen geblieben. Die Handys von heute sind kleine Alleskönner und unsere steten Begleiter für alle Lebenslagen. Ohne sie scheint gar nichts zu gehen. Ständig sind sie im Einsatz, wir tippen und wischen, kommunizieren, suchen, navigieren und fotografieren. Da ist ein normales Gespräch mit unseren Mitmenschen kaum noch möglich. Man versteht sich nicht mehr, gerade so, als würde man einen anderen Dialekt sprechen. Schnell können dadurch Missverständnisse entstehen, die sich auch schon mal explosionsartig und aggressiv plötzlich entladen. Doch wenn wir diese neumodische Technik wenigstens ab und zu einmal für einen Augenblick beiseite legen und auf unsere Mitmenschen offen zugehen, dann können wir wieder ganz alte Werte entdecken. So manches Streitthema wird dann auch schon einmal lächelnd beiseite geschoben. Schließlich gibt es so viel Wichtigeres auf der Welt.
Fazit:
Auch wenn Technik im heutigen Leben eine große Rolle spielt, sollte man sie gezielt einsetzen. Keine Technik der Welt kann das Gefühl, das wir empfinden, wenn wir direkt miteinander umgehen, ersetzen.

Bewertung vom 02.02.2018
Namenlose Angst
Weiss, K. J.

Namenlose Angst


ausgezeichnet

Meinung:
Von diesem Roman bin ich sehr beeindruckt worden. Wieder einmal mehr lässt K.J. Weiss einen nachdenklichen Leser zurück. Wie oft hören wir in den Nachrichten, dass wieder eine Frau vergewltigt wurde. Wir finden das schlimm, haben es aber nach kurzer Zeit schon fast wieder vergessen. Solange wir nicht selbst betroffen sind, schieben wir solche Zwischenfälle schnell beiseite. Doch die Opfer haben lange mit dieser Vergewaltigung zu kämpfen, oft ein ganzes Leben lang. Viele Frauen können danach nie wieder ein normales Leben führen. Mit dieser Thematik setzt sich K.J. Weiss auseinander.
Sehr einfühlsam und somit auch unheimlich emotional zeichnet sie dabei ein absolut authentisches Bild über die Ängste, die es zu überwinden gilt. Um einen Roman mit diesem Thema so fesselnd und glaubhaft schreiben zu können, muss sich die Autorin im Vorfeld sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Zu Papier gebracht, schafft sie es, den Leser komplett in den Bann zu ziehen. Eingepackt in eine spannende Handlung, die vom ersten Augenblick eine unheimlich fesselnde Wirkung hat, lässt sie ihre Protagonistin agieren.
Seit ich dieses Buch gelesen habe, schaue ich deutlich genauer, wer sich in meinem Umfeld aufhält. Dieses Buch hat mich nicht nur gut unterhalten, sondern ich habe auch ein Stück weit aus der Geschichte gelernt.

Fazit:
Für mich nicht nur ein Roman, eher schon ein Thriller, der zum Nachdenken anregt. Unterhaltung und Hilfestellung in einem. Ich bin sehr beeindruckt und kann dieses Buch jedem, der nach einer Handlung mit Tiefgang sucht, absolut empfehlen!

Bewertung vom 27.01.2018
Justitia (eBook, ePUB)
Boyd, Lyl

Justitia (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Thriller in Kurzform

Diese Geschichte macht dem Namen „Kurzgeschichte“ alle Ehre, denn sie gleicht einer Zusammenfassung der Handlung eines kompletten Buches, das man locker mit diesen Informationen hätte schreiben können. Am Ende wäre ein absoluter Thriller dabei herausgekommen. Doch worauf es Lyl Boyd wirklich ankommt, ist das Ende der Geschichte. Die Zeilen vorher dienen dem Leser lediglich zum besseren Verständnis. Am Ende bleibt man etwas ratlos zurück und fragt sich: Was hat der Autor gemeint? Je nach Gedankengang kann man das Ende unterschiedlich interpretieren. Der Denkanstoß ist also wieder einmal gelungen und man zieht Parallelen zum wahren Leben.
Dabei muss man erkennen: Nicht immer ist alles so, wie es scheint. Scheinbare Gerechtigkeit ist oft nur ein Trugschluss. Regeln und Vorschriften werden immer wieder von so manchem Zeitgenossen ausgehebelt. Oftmals sind gerade die Menschen, die von uns am meisten geschätzt werden gerade diejenigen, die uns auch am meisten hinters Licht führen.

Darum:
Augen auf und immer selbst eine Meinung bilden. Nicht der großen Masse nacheifern, sondern selbst einmal Dinge kritisch hinterfragen.

Bewertung vom 22.01.2018
Tod im Wald der Engel
Tillmanns, Andrea

Tod im Wald der Engel


ausgezeichnet

Eine Malerin unter Mordverdacht

Dies war mein erstes Buch von Andrea Tillmanns. Und ich muss sagen, ihre Art zu schreiben, gefällt mir sehr gut. Der Text ist flüssig zu lesen, die Hauptfiguren sind gut augearbeitet und sie hat sich eine Handlung ausgedacht, die nachvollziehbar ist. Wie aus dem Lehrbuch baut sie einen Spannungsbogen auf, legt falsche Spuren und endet schließlich mit einem sehr überraschenden Schluss. Ab und zu bekommt der Leser den Hauch einer Ahnung, bei der Frage nach dem Täter, nur um diese kurz darauf wieder zu verwerfen. Besonders gefällt mir dabei die Beschreibung der verschiedenen Handlungsorte, die auch real existieren. Ich bin nie dort gewesen und doch hatte ich das Gefühl, den Rhein fließen zu hören. Ich konnte die spätherbstliche Tristesse der Landschaft regelrecht vor mir sehen und mir gleichzeitig vorstellen, wie schön dort alles im Frühjahr mit den blühenden Pflanzen aussehen muss.
Die Handlung war spannend aufgebaut und man spürte oft die Verzweiflung der Protagonistin, dem Beweis für ihre Unschuld endlich näher zu kommen. Die teilweise naive Handlungsart der Künstlerin Anna Berg machte sie sehr sympathisch. Trotz schrifstellerischer Freiheiten lag die Geschichte sehr nah an der Realität.

Fazit:
Spannende Kriminalunterhaltung mit Lokalkolorit und einer sehr sympathischen Hauptfigur. Absolut empfehlenswert!

Bewertung vom 19.01.2018
Kalendermord
Scherf, H. C.

Kalendermord


ausgezeichnet

Erster Fall von Kommissar Sven Spelzer in Bestsellerniveau

Nach dem ich nun ein weiteres Buch von H.C. Scherf gelesen habe, steht für mich eines fest: Ab sofort führt dieser Autor die Liste meiner Lieblingsautoren an. Fesselnd, spannend und mit einer Ausdrucksweise, die unheimlich intensiv die Emotionen der agierenden Personen mitfühlen lässt, hat er seine Handlung ausgearbeitet. Abgründe der menschlichen Psyche tun sich auf. Zähneknirschend und mit Gänsehaut konnte ich manche Buchpassagen kaum ertragen. Die Spannung ließ die Luft knistern. Da blieb mir nichts anderes übrig, als meine Neugierde zu stillen und das Buch fast in einem Rutsch durchzulesen.
Typisch für H.C. Scherf ist eine absolut logische Handlungsabfolge, gut ausgearbeitete Charaktere, unheimlich gute und neue Ideen und das alles eingepackt in eine gut verständliche Sprache. Die Dialoge sind teils schlagfertig, teils nachdenklich, aber teilweise auch von Humor geprägt. Alles in allem eine gute Mischung, die einen wahren Pageturner entstehen ließ.

Fazit:
Für mich ein Meisterwerk von einem Thriller. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir den Autor an der Spitze der Bestsellerlisten finden werden, davon bin ich absolut überzeugt.

Bewertung vom 11.01.2018
Am eigenen Leib
Franke, Karin

Am eigenen Leib


ausgezeichnet

Tolle Kombination aus Humor und Spannung

Meinung:
Dieses Buch war für mich ein ganz besonderes Erlebnis. Erfrischend neu gestaltete Charaktere, liebevoll und sehr detailliert ausgearbeitet. Kaum zu lesen begonnen, landet man mitten im Haushalt eines Pfarrers und seiner Frau. Sie haben 8 Adoptivkinder, wobei die meisten schon aus dem Haus sind, ein eigenes Kind, das noch studiert und sie sind immer für jeden, der Sorgen hat, ansprechbereit. Zusätzlich engagieren sie sich in der Obdachlosenhilfe, kümmern sich um Freunde und Nachbarn. Und als wäre das nicht genug, gibt es da noch Richard, einen Geist, den nur Kathi, des Pfarrers Frau, sehen und hören kann. Und bald schon stecken Richard und Kathi mitten in polizeilichen Ermittlungen.
Ein herrlich humorvoll geschriebener Roman. Die Autorin schildert einen Haushalt mit Chaos und viel Leben, sodass man die Geborgenheit und die Liebe, die dort herrscht regelrecht spüren kann. Sie zeigt, wie Familienleben trotz Probleme und Meinungsverschiedenheit funktionieren kann. Der unruhige Geist Richard gibt dem ganzen eine besonders humorvolle Note. Ich fand ihn sehr gelungen und die Idee einfach genial.
Der ganze Roman ist sehr gut geschrieben, die Protagonisten kommen sehr authentisch rüber. Gegen Ende der Geschichte fand ich Kathis Handlungsweise nicht ganz realistisch, aber das halte ich der schrifstellerischen Freiheit der Autorin zu gute.

Fazit:
Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gefallen. Lebhaft, humorvolle, spannend und mit neuen Elementen. Absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 27.12.2017
Liebe. Schmerz. Tod.
Morus, Liv

Liebe. Schmerz. Tod.


ausgezeichnet

Journalistische Spürnase

Meinung:
Dieser Roman ist ein bisschen anders, als der allgemein übliche Einheitsbrei. Die Autorin gibt in erster Linie Einblick in die arbeitsintensiven Ermittlungen der Polizei. Fast schon akribisch genau zeigt sie Schritt für Schritt die Vorgehensweise der Beamten auf. So entstand eine sehr detailliert ausgearbeitete Handlung. Da die einzelnen Kapitel gleichzeitig einzelne Tage darstellen, hat man das Gefühl, fast jeder einzelnen Minute beizuwohnen. Trotzdem erscheint die Geschichte zu keiner Zeit langatmig oder gar langweilig. Natürlich trägt der große Wortschatz der Autorin auch seinen Teil dazu bei. Äußerst anschaulich und sehr bildlich beschreibt sie Situationen und Gefühle. Bei alledem vergisst sie aber nicht, dass es sich bei ihren Protagonisten um Menschen wie du und ich handelt, mit all ihren Fehlern, Schwächen und Sorgen, aber auch mit ihren Stärken und liebenswerten Eigenschaften.

Schrifstellerisch gesehen hat „Liebe, Tod, Schmerz“ alles, was ein guter Kriminalroman braucht: Eine gut ausgearbeitete, wohl überlegte Handlung; sympathische Protagonisten mit Wiedererkennungswert; einen Spannungsbogen, der bis zum Schluss hält; sehr gutes Lektorat. So wird das Lesen zum Vergnügen. Ich hatte das Buch in drei Tagen durch.

Fazit:
Spannende Unterhaltung, die Lust darauf macht, mehr von den beiden Hauptdarstellern zu lesen.

Bewertung vom 22.12.2017
LOST GOD (eBook, ePUB)
Spörri, Gregor

LOST GOD (eBook, ePUB)


sehr gut

Apokalyptisches Horrorszenario

Inhalt (aus dem Klappentext):
Der Menschheit droht die Vernichtung durch eine unvorstellbare Macht.
LOST GOD – DAS JÜNGSTE GERICHT ist ein auf geheimnisvollen alten Mythen und einem verstörenden Erlebnis des Autors basierender, zeitnah spielender Sci-Fi-Thriller, dessen fesselnde Handlungsstränge sich auf ein apokalyptisches Finale zubewegen, das jede Vorstellung sprengt.

Meinung:
Gregor Spörri hat mit Lost God ein Werk erschaffen, dass den Leser teilweise in einen tiefen Zwiespalt stürzt. Die fiktive Handlung lehnt sich an Begebenheiten und Phrophezeiungen verschiedenster religiöser Schriften, einschließlich der Bibel, sowie Mythen und Sagen, an. Auch haben die hinreichend bekannten Theorien von Erich von Däniken Einfluss auf den Inhalt der Geschichte genommen. Zudem hatte der Autor in seinem Leben sehr ungewöhnliche, teils äußerst erschreckende Erlebnisse, dessen Bilder für immer unausgelöscht in seinem Kopf schweben und ihn sehr geprägt haben. All das lässt er in dieses Buch einfließen. Deshalb ist auch nur ein Teil der Geschichte reine Fiktion. Die realen Anteile werden vom Autor ständig auf den neuesten Stand gebracht. Somit handelt es sich hier nicht nur einfach um ein Buch, sondern eher um ein Lebenswerk.

Faszinierend sind die technischen Details, die absolut logisch und glaubhaft erklärt werden. Für einen Laien verwischen sich hier die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Ein Beispiel hierfür: Nach dem Lesen dess Buches kann ich mir Technik und Leben in einer Raumfähre deutlcih besser vorstellen, als es Fernsehbilder in den 80iger Jahren je konnten. Aber das ist auch kein Wunder, hatte Gregor Sprörri doch absolute Fachleute als Berater an seiner Seite. Selbst auf ein persönliches Gespräch mit Erich von Däniken konnte er zurückgreifen. Man spürt in jedem seiner Sätze die eigene Fasziantion für die im Buch beschriebenen Materien. Das gilt auch für wissenschaftliche Ereignisse und ihre physikalischen Folgen, wie z. B. Unwetter, durch Anziehungskräfte ausgelöst.
Man lernt insgesamt viel über Physik, Naturwissenschaften, Ägyptologie, Politik und über die Spezie Mensch allgemein. Doch auch die Fantasie des Autors nimmt einen großen Teil ein. Bei der Vorgeschichte von Gregor Spörri ist es nicht immer klar abgrenzbar, was er jetzt aus seiner Fantasie heraus schrieb und bei was er der Meinung ist, dass dieses genau so ablaufen könnte. Hier scheiden sich die Geister. Ein sehr gläubiger Mensch kann sich stellenweise auch etwas verletzt fühlen. Doch das liegt nicht in der Absicht des Autors. Er möchte lediglich darauf aufmerksam machen, dass eventuell so manche Dinge auch aus einem anderen Blickinkel gesehen werden können. Deshalb weist er auch im Vorfeld darauf hin, dass es sich um einen SiFi-Thriller ahndelt.

Das Buch ist in einer sehr gut zu lesenden Sprache geschrieben. Die Dialoge sind absolut realitätsnah und nachvollziehbar. Die Spannung wird stetig aufgebaut und hält sich bis zum Schluss. Die Hauptfiguren sind gut ausgearbeitet. Im Laufe der Handlung wird es sehr grausam, fast unerträglich grausam, was mir persönlich nicht so gefiel. In der Schlussphase gibt es eine Überraschung, die so manchen Leser schockierend zurücklassen wird.

Fazit:
Ein SiFi-Thriller mit Horrorszenario auf der Basis real existierender Schriften, Mythen und Sagen. Aber nichts für schwache Nerven.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.12.2017
Auch Entführen will gelernt sein
Schmidt, Harald

Auch Entführen will gelernt sein


ausgezeichnet

Pannen, Pech und Pleiten

Wie gewohnt zeichnet sich die Handlung durch gut ausgearbeitete Charaktere und einer absolut glaubwürdigen Geschichte aus. Dabei bedient sich Harald Schmidt wieder aus seinen nie enden wollenden Gedankengängen an witzigen Dialogen, die schon fast Slapstick-Charakter aufweisen. So manches Mal musste ich mir den Bauch halten, wenn sich die drei Ganoven gegenseitig das Leben schwer machten. Als gebürtige Recklinghäuserin konnte ich so manche Redewendung aus Kindertagen wiedererkennen, sodass fast ein bisschen Heimatgefühl aufkam. Im Laufe der Handlung ändert sich langsam die Stimmung. Der Humor tritt in den Hintergrund, die Bedrohung der Menschen, die diesen drei Ganoven ausgeliefert sind, nimmt immer mehr Präsenz an. Angst und Gefahr werden für den Leser immer greifbarer. Die Geschichte an sich ist sehr gut aufgebaut, der Schluss hält noch eine Überraschung parat, die so nicht vorhersehbar war.
Mir hat dieses Buch gut gefallen. Ein Markenzeichen des Autors ist, dass er neben der eigentlichen Handlung auch kleine Lebensweisheiten mit einfließen lässt. Er zeigt, dass alles, was wir durchleben, sei es in guten wie in schlechten Tagen, einen Sinn hat. Den Sinn nämlich, zu lernen, mit Situationen umzugehen und das Beste daraus zu machen. Und das tut jeder Mensch auf seine ganz eigene Weise. Hat er Freunde, eine intakte Familie, gute Bekannte, die ihn dabei unterstützen, um so besser.

Fazit:
Eine gut erzählte Handlung, über Menschen, die aufgrund einer besonderen Situation über sich hinauswachsen. Gefühlvoll, humorvoll, aber stellenweise auch beängstigend und nachdenklich. Empfehlenswert!