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Benutzername: 
schafswolke
Wohnort: 
Kiel

Bewertungen

Insgesamt 570 Bewertungen
Bewertung vom 31.12.2019
Sehnsucht nach St. Kilda / Hebriden Roman Bd.3
Morland, Isabel

Sehnsucht nach St. Kilda / Hebriden Roman Bd.3


sehr gut

Ein Leben auf St. Kilda

1930 werden die letzten Bewohner der Insel St. Kilda evakuiert, darunter befindet sich auch die kleine Annie, die das alles als ein großes Abenteuer ansieht.

Für Rachel läuft es beruflich und privat gar nicht rund und so führt sie ihr Weg auf die Insel St. Kilda, dort wo schon ihre Großmutter Annie gelebt hat. Mittlerweile ist St. Kilda aber nur noch für Touristen interessant, doch auf Rachel übt die Insel eine gewisse Faszination aus, aber auch der Fotograf Ailic geht Rachel nicht mehr aus dem Kopf.

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen, einmal wird die Geschichte von Rachel erzählt und dann von ihrer Großmutter Annie, die 1930 die Insel St. Kilda verlassen musste. Die Beschreibungen der Insel und ihrer unbezwingbaren Natur sind wunderschön und bildgewaltig, man kann verstehen, warum St. Kilda trotz aller Unwirtlichkeiten so anziehend wirkt.

Die Geschichte von Annie hat mir ein wenig besser gefallen, denn man fühlt sich direkt in eine andere Zeit versetzt. Rachel war mir schnell sympathisch, aber im Vergleich zu Annie fand ich sie im Verlauf der Geschichte etwas blasser. Ich brauchte für den Roman immer genügend Lesezeit, um richtig eintauchen zu können, denn sonst konnte ich mich nicht von den Landschaftsbeschreibungen bezaubern lassen. Die Evakuierung von St. Kilda bildet die Grundlage für diesen Roman, man selbst kann sich so ein Leben kaum noch vorstellen und man spürt die Zerrissenheit der Inselbewohner, die ihre Insel lieben.

Ein schöner Roman zum Schmökern, der von 4 Sterne bekommt.

Bewertung vom 22.12.2019
Weihnachten auf der Lindwurmfeste
Moers, Walter

Weihnachten auf der Lindwurmfeste


weniger gut

Optisch ein Highlight, inhaltlich eher sparsam gehalten

Ich liebe ja die zamonische Welt von Walter Moers und kann es immer kaum erwarten, wenn mal was neues erscheint. Was habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch geschenkt bekommen habe und so wollte ich das Buch auch nicht einfach mal so lesen, sondern es auch richtig schön genießen. Also ging es gut positioniert an dieses Werk.

Das Cover ist wirklich traumhaft schön und verspricht ein echtes Lesehighlight. Und dann geht es los.

Und leider weicht dann auch die Vorfreude schnell der Ernüchterung. Erstmal werden die Figuren kurz aber großzügig vorgestellt, dann folgt die Geschichte, die eigentlich nur ein Brief von Hildegunst von Mythenmetz über das zamonische Weihnachtsfest ist. Leider weiß Hildegunst nur wenig positives über dieses Fest zu berichten. Kritik an Weihnachten ist gut und schön, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, dass der Autor sich eigenlich nur mal auskotzen wollte und das finde ich dann für den Leser doch sehr schade.

Und schwupp ist das ganze auch schon vorbei, nach 70 sparsam beschriebenen Seiten, folgen dann nur noch 32 Seiten Taxonomische Tafeln und das sind schlichtweg Bilder, zamonischer Wesen, die noch nicht mal viel hergeben. Und dann gibt es noch eine Leseprobe zu "Der Bücherdrache".

Also ehrlich erwarte ich dann für 15 Euro etwas mehr. Klar das Buch hat nur 112 Seiten, dass ist nicht sehr viel, aber wenn es dann nur knapp zur Hälfte etwas zu lesen gibt, ist das schon sehr ernüchternd. Ich habe wirklich langsam und bewusst gelesen, aber das Vergnügen dauerte nicht mal eine Stunde (großzügig aufgerundet).

Ich gebe 2,5 Sterne, bin aber im Großen und Ganzen doch sehr enttäuscht.

Bewertung vom 21.12.2019
Der zehnte Gast
Lapena, Shari

Der zehnte Gast


ausgezeichnet

Spannender Krimi, ohne große Dramatik und Blutvergießen

Bradley und James Harewood betreiben ein kleines Hotel in den Bergen, doch ein Schneesturm verhindert jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Keiner ahnt, wie tödlich das sein wird, denn plötzlich sterben mehrere Gäste und keiner weiß, ob er nicht der nächste sein wird...

Hier gibt es einen überschaubaren Tatort und nur eine begrenzte Anzahl an Tätern, für mich hat das durchaus ausgereicht, um eine spannende Mördersuche zu kreieren. Über den Schreibstil kann man ganz bestimmt geteilter Meinung sein. Er ist sehr distanziert, spröde und eher kühl. Ich war mir auf den ersten Seiten nicht ganz sicher, wie ich in die Geschichte reinkommen würde, aber das hat sich schnell gelegt. Die Geschichte wird zügig und aus den verschiedenen Perspektiven der Gäste erzählt. Ich tue mich in der Regel eher schwer damit, wenn mir in einem Buch die Sympathieträger fehlen, aber hier fand ich es nicht so schlimm, wahrscheinlich weil es keine richtige Hauptperson gibt

Beim Lesen habe ich mich öfters an Hercule Poirot erinnert gefühlt und so hat es mir sehr gut gefallen, dass man hier ein bisschen spekulieren konnte, was die einzelnen Gäste zu verbegen haben, denn sie geben eher wenig und sehr sparsam etwas über sich preis.

Der Krimi kommt ohne großes Blutvergießen aus und man kann der ganzen Geschichte gut folgen und so gibt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 16.12.2019
Liar's Room - Zwei Lügner, ein Raum, kein Entkommen
Lelic, Simon

Liar's Room - Zwei Lügner, ein Raum, kein Entkommen


ausgezeichnet

Ein fesselnder und spannender Thriller über Schuld und Rache

Susanna Fenton ist eine vielbeschäftigte Psychotherapeutin und Mutter einer 14jährigen Tochter, doch ein neuer Klient bringt ihre Welt ins Schwanken. Adam erzählt ihr von Gewaltfantasien und verhält sich sehr mekwürdig. Langsam wird klar, er kennt ihr Vergangenheit. Dabei war sich Susanna so sicher, dass niemand sie finden wird..

Der Psychothriller kommt mit wenigen Hauptpersonen aus und ist insgesamt eher ein ruhiger Vertreter seines Genre. Ich war schnell gefesselt von Susannas Geschichte, denn man konnte gut miträtseln, wie sich das ganze Puzzle zusammensetzen wird. Die Geschichte wird in abwechselnden Zeiten geschrieben und so erfährt man Stück für Stück, was in der Vergangenheit passier ist. Zwar haben sich für mich einige Theorien auch bestätigt, aber trotzdem fand ich den Plot spannend geschrieben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und so bekommt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 16.12.2019
Ben macht Bär gesund
Engler, Michael

Ben macht Bär gesund


ausgezeichnet

Schnupfensaft für Bär

Bär geht es gar nicht gut - er hat Schnupfen! Ben macht sich Sorgen und tut alles dafür, dass Bär ganz schnell wieder gesund wird.

Der geringe Seitenumfang ist extra für kleine Kinder gemacht. Die Zeichnungen sind ganz niedlich und sehr ansprechend gemacht, so haben die Kleinen und ihre Vorleser gleich viel Spaß daran.

Ich finde es ganz süß, wie Ben sich um Bär kümmert. Kranksein ist nichts schönes, aber Ben und Bär zeigen, das ein kleiner Schnupfen gar nicht so schlimm ist und alles wieder gut wird.

Für diese ganz bezaubernde Geschichte gibt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 16.12.2019
Badezeit mit Ben und Bär
Engler, Michael

Badezeit mit Ben und Bär


ausgezeichnet

Ben und Bär im Badezimmer

Nach einem Ausflug in die Sandkiste ist es Zeit für Ben zu baden. Doch was ist mir Bär? Der muss doch auch wieder sauber werden.

Das Buch ist für ganz kleine Kinder gedacht und hat so natürlich nur einen kleinen Seitenumfang. Aber auf diesen paar Seiten gibt es niedliche Zeichnungen und eine schöne Geschichte für die Kleinen. Die Farben sind schön harmonisch gewählt und so haben die Vorleser auch gleich was davon.

Für das Büchlein gibt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 08.12.2019
Alles schläft
Jarosch, Lisbeth

Alles schläft


ausgezeichnet

Spannend wird es erst am Ende

Nach zwei Jahren kommt Conni zu Weihnachten zurück nach Hause. Was bleibt ihr auch anderes übrig, denn nachdem sie ihren Freund verlassen hat, steht sie ohne Geld und Wohnung da.

Aber nicht jeder freut sich über ihre Rückkehr, genaugenommen eigentlich niemand, denn Conni hat sich während ihrer Schulzeit nicht viele Freunde gemacht. Doch irgendjemand ist in dem Dorf, der Conni plötzlich Drohbriefe schickt und das beunruhigt Conni dann doch etwas, denn immer hin ist schon mal ein junges Mädchen spurlos verschwunden.

Conni ist hübsch und fühlt sich als was besseres, dass ist nicht die Einschätzung anderer Leute, das denkt sie von sich selbst. Gleichzeitig sieht sich Conni stets und ständig als Opfer, egal um was es geht. Und das ist auch mein größtes Problem mit diesem Buch, ich finde Conni total unsympathisch und war beim Lesen von ihr genervt. Daran ändern auch spätere Erklärungen zu ihrem Verhalten nichts. Insgesamt ist das für mich keine gute Grundlage, um in einem Buch zu versinken, sonder eher um es doch immer mal wieder zur Seite zu legen.

Die Geschichte liest sich ganz gut, allerdings plätschert es auch sehr vor sich hin, bis relativ spät erst Spannung aufkommt.

Mir wird der Roman/Krimi wohl nicht so lange in Erinnerung bleiben. Leider nervt Conni doch sehr und so gibt es nur 3 Sterne.

Bewertung vom 02.12.2019
Das Winterwunder von Dublin
Förg, Nicola

Das Winterwunder von Dublin


schlecht

Leider sehr langweilig

Stella besucht zu Weihnachten ihre Familie in Irland, besonders freut sie sich auf ihr Pony Puzzle, dass bei Nachbarn untergestellt ist. Doch ihre Freunde wird schnell zunichte gemacht, als sie erfahren muss, dass Puzzle ausgesetzt wurde, weil der Unterhalt zu teuer wurde. Zusammen mit Daniel, der einen Beitrag über Pferdeschicksale dreht, macht sich Stella auf die Suche nach Puzzle.

Für mich war es das erste Buch der Autorin, leider konnte ich mit dem Buch nicht viel anfangen. Ich habe mich mit der Geschichte sehr schwertan, denn ich bin nie richtig in die Geschichte reingekommen.

Ich habe eine kuschelige Weihnachtsgeschichte mit und fürs Herz erwartet, aber leider haben die Figuren bei mir nichts erreichen können. Es war eher so, dass sie mich alle recht schnell genervt haben und ich einfach gehofft habe, dass das alles bitte schnell zu Ende sein mag. Ab der Hälfte habe ich das Buch auch mehr überflogen, immer noch in der Hoffnung, dass da noch irgendwas nettes oder schönes passiert.

Die Grundidee der Geschichte hat mich total angesprochen, da ich Irland, Weihnachten und Pferde sehr mag. Die Autorin packt aber hier noch ganz andere Themen mit rein Hungersnöte, Armut, Flüchtlinge und nachhaltiges Leben sind nur einige. Dazu kommt dann noch Stellas Familiengeschichte und die wenig überzeugende Liebesgeschichte mit Daniel. Es sind in meinen Augen aber einfach zu viele Themen und Handlungen, die die Figuren schon fast erdrücken, Weihnachten gerät da fast zur Nebensache, auch wenn immer wieder weihnachtliche Elemente einfließen.

Leider wurde ich von dem Buch enttäuscht und gebe hier nur einen Stern.

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Bewertung vom 01.12.2019
POPPY (eBook, ePUB)
Korten, Astrid

POPPY (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein Psychodrama über Macht und Missbrauch an einer Kinderseele

An ihrem 6. Geburtstag ändert sich das Leben für Poppy und ihre Mutter, denn für Poppy gibt es einen neuen Papa. Und Onkelmann, wie Poppy ihren neuen Papa nennt, tut alles für Poppy. Onkelmann verbringt sehr viel Zeit mit Poppy und überhäuft sie mit Geschenken. Doch irgendwas kommt Poppy komisch vor, aber wen soll sie fragen, wenn Onkelmann stundenlang ihre Haare wäscht? Das ist doch nicht schlimm... oder?

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Die Autorin kennt die wahre Poppy und hat ihre Kindheit in einer leicht naiven und kindlichen Art zu Papier gebracht. Die Geschichte fängt ganz harmlos an, man könnte meinen, man liest ein Kinderbuch. Gerade dieser Bruch macht die Geschichte so erschreckend, denn Poppy erzählt immer altersangepasst aus ihrer Kindheit.

Während des Lesens durchlebt man ein Wechselbad der Gefühle, auf der einen Seite ist das Erlebte so erschütternd, dass man kaum weiterlesen mag, auf der anderen Seite kann man das Buch kaum weglegen.

Als Psychothriller würde ich das Buch nicht beschreiben, vielleicht eher als Psychodrama an einer kleinen Seele. Ich kann das Buch nur empfehlen und trotz des schwierigen Themas braucht der Leser keine Angst zu haben, dass die Szenen zu detailiert beschrieben werden. Aber auch so schafft Astrid Korten es bei dem Leser ein Kopfkino zu erschaffen.

Das Buch soll aber nicht nur abschrecken, es soll vorallem auch Mut machen, sich mit dem Thema Kindesmissbrauch zu beschäftigen und die Augen nicht zu verschließen. Es ist wichtig gerade die Kleinsten der Gesellschaft zu schützen und Missbrauch in jeder Form zu verhindern.

Poppys Schicksal ist erschütternd, sehr berührend und fesselnd erzählt worden, dafür kann ich nur 5 Sterne geben.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.