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Buchliebe4
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Nähe Marburg
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Ich liebe Bücher und das Lesen über alles. Ich genieße durch die Bücher tief abzutauchen und neue Kraft zu tanken

Bewertungen

Insgesamt 301 Bewertungen
Bewertung vom 29.04.2020
Das Dorf der toten Seelen
Sten, Camilla

Das Dorf der toten Seelen


sehr gut

mit Gruselfaktor...


Alice Lindstedt hat erst vor kurzen die Filmhochschule abgeschlossen und will nun ihren ersten Film drehen. Dieser soll an dem geheimnisvollen Ort Silvertjärn spielen, indem vor 60 Jahren, alle Dorfbewohner auf geheimnisvolle Art und Weise verschwunden- und nie wieder aufgetaucht sind, außer einem Baby. Dessen Mutter hing brutal getötet an einem Pfahl. Keiner weiß bis heute, was damals passiert ist. Das Dorf liegt seitdem still und niemand wohnt mehr dort.
Für Alice auch ein sehr persönliches Anliegen, denn ihre Großmutter ist dort aufgewachsen. Kurz vor dem Vorfall ist sie aus dem Ort weggezogen und hat ihre Elter und die kleinere Schwester zurückgelassen.
Aber kaum ist Alice mit ihrem Team, bestehend aus vier weiteren Personen, dort angekommen passieren merkwürdige und unheimliche Vorfälle. Sie hören unheimliche Geräusche aus den Walkie Talkies und meinen gruselige Personen zu sehen und dann verschwindet auch noch einer aus dem Team….und sie sind ja vollkommen abgeschieden und ohne funktionierende Handys….


Meinung:

Dieses ist der Debütroman von Camilla Sten, die Tochter der erfolgreichen und mir schon bekannten schwedischen Autorin Viveca Sten.

Schon alleine das Cover hatte sofort auf den ersten Blick meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ist sehr gelungen und perfekt passend zum Buch. Das Dorf sieht man aus Sicht einer Kamera, die bald ausgeht…

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und auch sehr detailliert geschrieben.
Die Heute Geschichte wird aus Sicht von Alice geschrieben und die Rückblicke in die Vergangenheit aus Sicht von Elsa, Alice Urgroßmutter. Ab und an kann der Leser in geschriebene Briefe von der Schwester von Margarete –Alice Großmutter eintauchen und bekommt einen Überblick, deren Puzzleteile sich dann auch so nach und nach aufdecken.

Am Anfang des Buches tat ich mich echt schwer um so richtig in die Geschichte einzutauchen. Es erschien mir zu langatmig, ohne das was passierte. Es erschien mir fast schon als langweilig, was sich aber dann, je weiter ich mit der Geschichte kam änderte. Spannung kam auf und ich konnte mich dann endlich auf die Geschichte einlassen.

Ich hatte dadurch auch erst meine Probleme mit der Hauptprotagonistin Alice gehabt. Ich konnte sie überhaupt gar nicht so richtig greifen, was sich dann aber auch änderte, je mehr ich über sie erfuhr und sie begleiten durfte.


Die Rückblicke aus Sicht von der Urgroßmutter von Alice, Elsa empfand ich als gut gelungen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und konnte sie mir auch sehr gut vorstellen. Ihre Gedanken hatten mich voll erreicht und die ganzen Geschehnisse wurden zu einem Film mit all seinen Stimmungen. Und dadurch decken sich auch so nach und nach die Puzzleteile um und ergeben ein ganzes Bild, mit einer erschütternden Wahrheit.

Camilla Sten ist es sehr gut gelungen die verschiedenen Personen durch ihre gut auserwählten Worte auf den Leser zu übertragen, so dass man sich diese auch bildlich gut vorstellen konnte und nicht nur das- auch die unheimliche Stimmung im Dorf, mit den mega gruseligen Geschehnissen wirkten sehr gut auf mich..

Die verschiedenen Szenen kamen zum Teil echt gruselig rüber und auch ich war eifrig am miträtseln, wer da ein falsches Spiel spielt oder auch nicht.
Zeitweise war es eine echt unheimliche Stimmung, denn man wusste einfach nicht, was als nächstes passierte und wo die Gefahr lauerte.

Das Ende war überraschend und ich muss gestehen, dass es für mich dann auch so abrupt endete.


Fazit:

Aus meiner Sicht ein gut gelungener Debütroman, der sich sehr gut lesen lies und der auch die gruselige Stimmung auf mich übertragen hat. Ich bin gespannt auf weitere Werke von der Autorin

Ich vergebe 4 Sterne für das Buch.

Bewertung vom 13.04.2020
Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge / Die Profilerin und die Patin Bd.2
Oetker, Alexander

Zara und Zoë - Tödliche Zwillinge / Die Profilerin und die Patin Bd.2


gut

Nimmt rasant an Fahrt auf, die mich aber leider nicht ganz mitgenommen hat....


Handlung:


Zara von Hardenberg arbeitet erfolgreich als Ermittlerin bei Europol. Sie und ihr Team haben einen verdeckten Ermittler in die Terrorzelle eingeschleust und haben die Informationen bekommen, das ein größerer Terroranschlag geplant ist. Aber leider können sie den Ermittler nicht mehr erreichen und es steht zu befürchten, dass dieser aufgeflogen ist.
Zara wendet sich nun an ihre ungleiche Zwillingsschwester Zoe, die als Killerin arbeitet und die keine Gesetzte kennt, außer ihre eigenen.
Blöd nur, das Zoe gerade selbst bei ihren Mafia Boss eingespannt ist.
Aber dennoch tauschen sie die Rollen
Aber wird ihnen das auch alles gelingen, wie geplant?
Können Sie den Anschlag verhindern ohne aufzufliegen?


Meinung:


Dieses ist mein erster Buch des Autors Alexander Oetker um die ungleichen Zwillingsschwestern Zara und Zoe.

Dieses ist der zweite Band um die beiden Schwestern, den man aber unabhängig voneinander lesen kann. Ich kannte den ersten Teil nicht und konnte mich dennoch gut in die Geschichte einfinden.

Der Start in die Geschichte beginnt gleich rasant und der Leser befindet sich gleich mitten im Geschehen wieder.

Und so geht es auch Kapitel für Kapitel weiter.
Die Handlungen spielen an vielen verschiedenen Orten von Deutschland, Spanien, Frankreich und Marokko.
Die Kapitel sind durch Namen und den genauen Orten des Geschehen genau gekennzeichnet, so dass es dem Leser gelingt, dem gelesenen auch örtlich zu folgen.

Der Leser lernt eine Vielzahl an Personen kennen und die Handlungen sind rasant und zum teil echt unvorhergesehen. Die Spannung ist da und wird auch konstant gehalten.
Als Leser kann man nie wissen, was passiert als nächstes.
Wem kann man trauen? Wer spielt hier ein falsches Spiel?....
Immer auf der Hut sein.

Während Zara ja die ehrliche bzw die gewissenhafte ist so ist Zoe das völlige Gegenteil.
Ihre Rolle hat mich sehr beeindruckt, da sie schnell reagiert und auch schnell Gedankengänge durchleuchtet und dementsprechend schaltet.


Was ich sehr gut fand, war das präzise Hintergrundwissen, welches der Autor aufgrund seines Berufes mitbringt. Es war für mich wie ein Hinter die Kulissen schauen.

Allerdings konnte ich mich nur schwer auf die beiden Schwestern einlassen und auch auf alle weiteren Protagonisten. Ich konnte sie leider nicht so richtig greifen.

Dazu kamen die vielen Handlungsstränge an den vielen verschiedenen Orten und die Vielzahl an Charakteren. Ich musste hochkonzentriert lesen um der Geschichte gut zu folgen und konnte mich nicht so richtig fallen lassen, um in die Geschichte einzutauchen.
Mir hat ein Personenregister gefehlt, weil es einfach zu viele Charaktere waren.
Ebenso wirkten manchen Szenen und Handlungen einfach zu konstruiert und auch unglaubwürdig.


Fazit:

Ein guter Thriller, den man lesen kann, allerdings muss man hochkonzentriert sein um dem Geschehen zu folgen.
3 Sterne

Bewertung vom 04.04.2020
Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum!
Bender, Mia;Angermayer, Karen Christine

Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum!


sehr gut

Ein toller Einblick, nicht nur für Pferdefans


Handlung:

Was macht man, wenn man ein totaler Pferdenarr ist und nur noch einen Traum hat und zwar dem von einem eigenen Pferd?
Weiter an dem Traum festhalte und nie aufgeben.
Das zeigt uns die junge Yotuberin Mia Bender, die in ihrem Buch von ihrem großen Traum erzählt und wie sie es geschafft hat, sich diesen zu erfüllen und ihren Traum lebt.
Sie gibt einen ganz großen Einblick in ihr Leben und lässt ihre Fans somit dran teilhaben.



Meinung:

Eigentlich dachte ich, das Buch wäre nichts für meine Tochter. Aber meine Tochter kannte tatsächlich den Youtube Kanal von der Mia, durch eine Freundin und hat sich somit riesig gefreut, dass sie auch ein Buch geschrieben hat.

Der Schreibstil von der jungen Autorin ist herrlich erfrischend und einfach authentisch. Sie kommt total locker rüber und man hat das Gefühl man liest die Zeilen nicht, sondern man sitzt Mia gegenüber. In ihrem Schreibstil hört man einfach diese ansteckende Begeisterung heraus und man kann ihren Traum vollkommen nachvollziehen.
Obwohl das Buch wie eine Autobiografie erscheint, haben wir es dennoch ganz schnell durchgelesen, ohne das es in irgendeiner Art und Weise langweilig erschien.

Mia erzählt nicht nur von ihrem Traum und wie sie dann eine Youtuberin geworden ist, sie gibt auch noch viele Tipps rund um das Pferd und die Pferdehaltung.

Dem Buch sind ganz viele Fotos von Mia und ihrem Pferd Gini zugefügt worden und etliche Zeichnungen verzieren das Buch noch dazu. Und nicht nur das, auch der Buchschnitt ist mit tollen Zeichnungen rund um die Pferdewelt versehen worden. Ganz toll gemacht.
Wie mein Sohn sagte, ein typisches Mädchenbuch eben, aber ohne kitschig zu wirken.

Am Ende des Buchs befindet sich noch ein Glossar mit allen Begriffen rund um die Pferdewelt. Das empfanden wir auch als sehr gelungen.


Fazit:

Ein großartiger Einblick in das Leben von Mia und ihrem Pferd Gini, welches uns sehr gut gefallen hat. Ein Muss, nicht nur für Fans von Mia.
Meine Tochter hat nun auch einen Traum und wird dieses Buch noch oft zur Hand nehmen.
4 Sterne für das tolle Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.04.2020
Die Ahornbande
Jenkner-Kruel, Carolin

Die Ahornbande


ausgezeichnet

Die Ahornbande ein kanadisches Detektivabenteuer von Carolin Jekner-Kruel



Handlung:


Wie jedes Jahr in den Märzferien findet in Maplewille der große Ahornwettbewerb statt, bei dem der beste Ahornsirup gekürt wird. Natürlich ist es ein Muss für die Zwillinge Joshua und Julia dran teilzunehmen und sie sind schon ordentlich am tüfteln. Die Nachbarskinder Lisa und Greg, die nebenan wohnen und in einer Patchworkfamilie leben und eigentlich auch ihre Freunde sind, werden in der Zeit zu ihren Konkurrenten, denn auch sie nehmen an dem Wettbewerb teil.
Doch dann sind auf einmal alle Eimer leer und Joshua und Julia kommen nicht weiter und begeben sich auf die Suche nach dem Dieb. War es vielleicht dieser geheimnisvolle und unheimliche Mann, dem sie im Wald begegnet sind? Oder waren es sogar Lisa und Greg?
Eine spannende Suche beginnt und bringt die eine oder andere Überraschung ans Tageslicht…aber können die Zwillinge wie geplant an dem Wettbewerb teilnehmen können?.....



Meinung:


Das Cover des Buches ist wundervoll gestaltet und das hatte sofort meine und die Aufmerksamkeit meiner Kinder gehabt.

Den Schreibstil der Autorin haben wir als sehr angenehm empfunden und diese hat sich auch fließend lesen lassen, das wir am Ende traurig waren, das die Geschichte schon zu Ende war.
Die Kapitel sind von der Länge auch als sehr angenehm gehalten, so dass dieses Buch zum Vorlesen, sowie aber auch zum selberlesen für Kinder absolut geeignet ist. Ich würde das Buch für Kinder ab 8 Jahren empfehlen, welches man aber auch jüngeren Kindern durchaus vorlesen kann. Meine Kinder sind 10, 9, 5 und 3 und die drei großen haben die Geschichte gerne gelesen, bzw. die 5.jährige vorgelesen bekommen.

Die Kinder werden durch die Geschichte selber dazu animiert, selber mitzuermitteln und haben sich sehr lebhaft an der Detektivarbeit beteiligt.
Ebenso wird die Natur Kanadas auf ganz wundervolle Weise auf die Kinder rüber vermittelt, das die Kinder sich sehr für Kanada interessierten und dementsprechend sich auch über das Land informiert haben. Das fand ich sehr schön zu beobachten.
Ebenso wurde diese Schönheit der Natur auf die Kinder übertragen, dass sie sich das auch sehr gut bildlich vorstellen konnten.
Man wird einfach durch den tollen und detaillierten Schreibstil der Autorin mit ihrer Liebe und Begeisterung zur Natur sehr angesteckt und fühlt es einfach.

Auch die vier Protagonisten sind alle sehr gut bei den Kindern und mir angekommen.
Sympathisch und absolut nachvollziehbar in ihrem Denken und Handeln.


Eine ganz tolle Geschichte, über die Ahornbande, in der die Freundschaft, der Zusammenhalt und auch der Mut eine große Rolle spielen. Und natürlich die Liebe zur Natur und das Wertschätzen spielen hier eine sehr bedeutende Rolle. Die Botschaft über das schätzen und achten auf die Schönheit der Natur kommt hier sehr gut zur Geltung und wirkt somit auch auf die Kinder, ohne dabei zu überfordern.
Obendrein lernen die Kinder noch näher das kanadische Gold kennen und erkennen, was für Schätze die Natur für uns doch bereit hält.
Es ist der Autorin perfekt gelungen, ein Abenteuer mit den 4 bzw 5 Spürnasen und der Schönheit der Natur zu verbinden und zu vermitteln.

Was dieses Buch zudem noch so hervorhebt sind die vielen zauberhaften Bleistiftzeichnungen, die die vielen Seiten schmücken. So schöne Zeichnungen, aus der die Liebe zum Zeichnen so hervorsticht, ganz großartig! Großes Lob an Stella Chitzos, die diese Illustrationen gezaubert hat.


Fazit:

Ein wundervolles Kinderabenteuer, welches die Kinder mitnimmt auf eine Reise in die Wälder Kanadas und deren Schönheit und dabei noch den wahren Wert von einer Freundschaft und Zusammenhalt lehrt. Ein Buch, das nicht nur das spannende Abenteuer hervorsticht, sondern besonders auch durch die vielen zauberhaften Zeichnungen.
Ein Kinderbuch welches uns sehr begeistert hat und dem wir 5 Sterne vergeben.

Bewertung vom 03.04.2020
Goldsturm / Gut Greifenau Bd.4
Caspian, Hanna

Goldsturm / Gut Greifenau Bd.4


ausgezeichnet

Eine goldend funkelnde Fortsetzung der Saga

Ich habe die drei Bände von der Reihe um das Gut Greifenau alle verschlungen und meine Freude war riesengroß, als ich erfahren habe, dass die fantastische Saga weitergeht.

Das Cover ist passend zu dem Titel und der Reihe gut gewählt worden und sieht bezaubernd edel aus. Zudem haben alle Bände einen Wiedererkennungswert und passen optisch genial zusammen.

Das Buch, ist sicherlich auch für Leser geeignet, die die Vorgängerbände nicht gelesen haben. Durch eine Karte am Anfang des Buches und durch die Personenübersicht, wird dieses enorm vereinfacht. Ich würde aber dennoch jedem empfehlen, die vorigen Bände erst zu lesen, damit man von allen Charakteren die Vorgeschichte kennt und die Handlungsstränge besser nachvollziehen kann.


Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und schon gleich auf der ersten Seite ist man wieder mitten dabei im Geschehen und befindet sich mitten auf dem Gut Greifenau, zurückversetzt in das Jahr 1919. Einmal angefangen zu lesen, möchte und will man nicht mehr aufhören und taucht von Seite zu Seite tiefer ein in das Geschehen. Die Figuren werden greifbar und bildlich übermittelt und die Worte werden zu einem Film.

Es war für mich, als wenn ich vertraute Freunde wieder getroffen hätte.
Besonders auf Rebecca habe ich mich wieder sehr gefreut, die mir in den vorigen Bänden sehr ans Herz gewachsen ist und die auch in diesem Buch eindrucksvoll ihre Stärke zeigt.
Aber auf die Geschichte von Katharine war ich auch sehr gespannt gewesen, besonders was mit ihrem Traum des Medizinstudiums wird.

Und von allen Charakteren wurde die Geschichte auf eindrucksvolle Art und Weise weitererzählt, dass ich wieder einmal vollkommen abgetaucht bin in die Vergangenheit.

Die Zustände nach dem Krieg wurden durch die Autorin sehr detailliert und nachvollziehbar geschildert. Nicht nur die Probleme von Konstantin und Rebecca, die alles leisten um das Gut Greifenau und den Betrieb aufrechtzuerhalten werden thematisiert.

Auch die Folgen der beginnenden Hyperinflation werden für alle weiteren Charaktere sehr gut dargestellt und erläutert und der Leser bekommt einen genauen Einblick, wie dieses Situation die Menschen damals getroffen hat.
Das Geld verliert immer weniger an Wert und die Preise von Lebensmitteln steigen enorm an. Auch an allen anderen Sachen mangelt es.

Hierbei ist es der Autorin sehr gut gelungen dem Leser zu verdeutlichen, dass dieses aber nicht bei allen Menschen der Fall war und zeigt dieses durch Katharina, die ja in eine industrielle Familie eingeheiratet hat, sehr klar. Die Unterschiede könnten nicht größer sein.


Der Spagat von den Erzählungen rund um Konstantin und Rebecca, Katharina und Julius, den Angestellten rund um das Gut und allen weiteren Charakteren, sind der Autorin wieder perfekt gelungen. Und das nicht nur rund um das Privatleben der Charaktere sondern, auch mit dem historischen und geschichtlichen Aspekt.


Fazit:


Eine meisterhafte Fortsetzung der Reihe, die mit den einzelnen offenen Erzählweisen auf einen weiteren Band hoffen- und mich jubelnd zurücklassen.

Wer einen guten Roman lesen, mit historischen Fakten und Hintergründen lesen möchte, der wird mit dieser Familien Saga Reihe auf allen Ebenen perfekt unterhalten.
Ein Hoch auf diese gelungene Fortsetzung und 5 Sterne für diesen Lesegenuss und meine Vorfreude steigt sehr auf den 5.ten Band. Es gibt sicherlch noch viel zu erzählen.

Bewertung vom 30.03.2020
Echo des Schweigens
Thiele, Markus

Echo des Schweigens


ausgezeichnet

Der Anwalt Hannes Jansen lernt bei einer Versteigerung Sophie Tauber kennen und die beiden fühlen sich magisch angezogen und beginnen eine Beziehung miteinander. Das ihre Wohnorte nicht derselbe ist, ist gar kein Problem.
Hannes wird ein Mandat angeboten, welches er auch annimmt. Er vertritt den Polizisten Maik Winkler, der wegen Mordes an einem Asylbewerber, der in der Nacht seines Dienstes ums Leben kam, angeklagt ist. Der Fall wurde vor 13 Jahren schon einmal verhandelt und Winkler wurde freigesprochen. Da eine Rechtsmedizinerin neue Erkenntnisse gewonnen hat, die nicht für den Polizisten sprechen, wurde der Fall wieder aufgerollt.
Und hier kreuzen sich die Wege unverhofft.
Während Sophie, dessen Mutter vor kurzem gestorben ist in deren Nachlass wichtige Informationen findet, die Hinweise auf ihren Vater geben, macht sie sich auf die Suche nach diesem. Und auch dafür muss sie tief in die Familiengeschichte eintauchen und ahnt noch nicht, das auch hier sich die Wege wieder kreuzen werden……….


Meinung:

Ich bin auf das Buch über das Internet aufmerksam geworden. Das Cover hatte mich sofort magisch angezogen und mich neugierig gemacht. Die Menschen und ihre Schatten…das Cover ist perfekt gelungen.

Dieses ist auch mein erstes Buch des Autors, der zu meiner großen Freude auch noch in Göttingen lebt, meiner geliebten Heimatstadt.

Der Schreibstil des Autors ließ sich flüssig lesen und schon auf der ersten Seite an ist man mitten im Geschehen drin und voll dabei. Unheimlich interessant die Atmosphäre des Gerichtssaal, der so lebendig und so hautnah auf den Leser übertragen wird. Mit all seinen Facetten schafft es der Autor, dieses rüberzubringen und man merkt, das er als Anwalt arbeitet und es sein Beruf ist.

Was mich dann noch mehr positiv überrascht hat, war die Tatsache, dass dieses Buch auch Zeitreisen in die Vergangenheit enthält, die mich dann noch mehr mitgerissen haben. Die Geschehnisse in der Vergangenheit haben bei mir Gänsehautmomente beschert. Ich war wie gebannt in der Geschichte drin und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Zudem habe ich auch Informationen bekommen, die ich so noch gar nicht wusste und diese ich dann auch nachlesen musste.
.

Aber auch die Geschehnisse um den Anwalt Hannes Jansen und Sophie Tauber habe ich wie gebannt verfolgt.
Der Leser wird mitgenommen, wie die beiden sich kennengelernt haben und wie sich die Beziehung weiter festigt. Das sich ihre Wege dann ausgerechnet beruflich so kreuzen, hätte niemand der beiden für möglich gehalten und auch das kommt in dem geschriebenen gut zur Geltung.
Eine schöne Liebesgeschichte und die große Frage, wie viel Gerechtigkeit verträgt diese…
Dem Autor ist auch diese Erzählweise perfekt gelungen und hat damit auch deutlich gemacht, dass Anwälte auch Menschen sind und dass diese eben auch mit der Frage zu kämpfen haben.

Aber auch der Leser kommt nicht drumherum für sich selber diese Frage zu beantworten. Was ist Gerechtigkeit und wann soll man lieber schweigen?
Darf man überhaupt schweigen?
Was ist Recht und was ist Unrecht.
Was ist die Wahrheit und Lüge?

Ich vergebe ganz klare 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für dieses emotionale und tiefgründige Buch! Eine perfekt gelungene Mischung aus Realität, wahren Geschehnissen und mit einer guten Portion Fiktion, die man nicht besser hätte kombinieren können. Ein Buch welches mich von der ersten Seite gefesselt hat.
♥♥♥♥♥

Bewertung vom 30.03.2020
Eine kurze Geschichte vom Fallen
Hammond, Joe

Eine kurze Geschichte vom Fallen


ausgezeichnet

Eine schonungslos wahre Geschichte, die einem die Augen öffnen soll, zum umdenken...

Als ich das Buch gesehen habe und durch den Klappentext erfuhr, das es sich um eine wahre Geschichte handelt und um eine knallharte neurologische Erkrankung, die keinen Halt macht und einfach ohne Stop Non Stop gerade ausfährt, da war es für mich ein Muss dieses Buch zu lesen.

Dass es sich hierbei um ein trauriges Buch handeln wird, ahnt sicherlich jeder und das sollte sich auch jeder, der dieses Buch zur Hand nimmt wissen.

Eine Geschichte, die sich jeden Tag auf der Welt wiederholt.
Der ein oder andere erfährt nach etlichen Unersuchungen, die im Vorfeld durch Unwissenheit mancher Ärzte einer Odysee gleicht, das er an einer unheilbaren neurologischen Erkrankung leidet.
Es kann jeden von uns treffen, das er mit dieser Erkrankung konfrontiert wird und dann steht die Welt in diesem Moment nicht nur still, sie dreht sich auf einmal noch viel, viel schneller.

Man erkennt, wie wertvoll die Zeit ist, besonders die Zeit, die man mit lieben und wertvollen Menschen verbringt.
Man erkennt, wie oberflächig doch viele Menschen doch sind und man fragt sich, warum einem das vorher noch nie so aufgefallen ist.
Aber man erkennt auch das ein oder andere und stellt sich auch diese Frage, warum man sich um Gottes willen so lange mit so unnötigen Zeug beschäftigt hat und diese vergeudet hat, ohne sie doch sinnvoller zu nutzen.
Man fragt sich, warum machen sich so viele Menschen nur gegenseitig das Leben so unnötig schwer mit sinnlosen Zank und Streit.
Und das sind wir wieder bei der Zeit, die für jeden von uns so wertvoll ist

Joe Hammond nimmt den Leser mit, auf seine ehrliche und schonungslose Art.. Er lässt diesen sehr nahe dran teilhaben, wie es sich fühlt, wenn man nach monatelanger Ratlosigkeit und merkwürdigen Ausfällen am eigenen Körper eine Diagnose erhält, die nicht nur sein Leben verändert, sondern auch das seiner Mitmenschen.
Der Schreibstil ist flüssig geschrieben und der Leser erkennt schnell, dass der Autor im Vorfeld als Autor tätig war.
Der Autor lässt den Leser sehr nahe an sich heran und gibt einen schonungslosen Einblick in sein Leben und in seine Gefühlswelt. Er ist schonungslos offen und dennoch kommen an manchen Stellen auch seine ironischen Züge zum Vorschein.

Ein sehr trauriges Buch, aber so ist eben das Leben. Es ist einfach real und unter uns. Wie würden wir uns alle fühlen, wenn wir von Tag zu Tag immer mehr, die Fähigkeit und die Kontrolle über unseren Körper verlieren? Dinge, die für uns jahrelang selbstverständlich waren, verschwinden jeden Tag immer mehr und mehr?
Gehen, Stehen, Essen, Trinken, Atmen……..
Darüber machen sich viele gar keine Gedanken bis man dann auf einmal mit so einer fürchterlichen Erkrankung konfrontiert wird.

Ich kenne es nur zu gut, denn eine gute Freundin leidet an einer anderen vererblichen neurologischen Erkrankung namens Chorea Huntington und das was sie früher einmal konnte kann sie nicht mehr. Wie gerne würde ich mich mit ihr noch einmal unterhalten um zu wissen, was sie fühlt und was sie denkt…..

Dieses Buch regt zum Nachdenken an und ich finde es ganz großartig und bewundernswert, wie ehrlich der Autor einen schonungslosen Einblick in seine Welt und in sein Leben gibt. Für mich waren es Gänsehautmomente, denn ich weiß, wohin diese Reise geht.

Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre, dass man mehr zu der Erkrankung erzählt und beschrieben hätte. Vielleicht in einem Anhang um was es sich bei der Erkrankung handelt, welche Symptome diese begleiten, wie die Behandlungsmöglichkeiten sind und wie hoch die Lebenserwartung beträgt.

Ich vergebe 5 Sterne für dieses schonungslos ehrliche Buch