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Benutzername: 
schafswolke
Wohnort: 
Kiel

Bewertungen

Insgesamt 570 Bewertungen
Bewertung vom 12.09.2019
Die Malerin des Nordlichts / Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Bd.10
Johannson, Lena

Die Malerin des Nordlichts / Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe Bd.10


sehr gut

Das Leben der Signe Munch

Norwegen, 1922:
Signe ist geschieden und einfach nur glücklich, denn nun kann sie sich dem widmen, was sie wirklich liebt: der Malerei. Doch ganz so leicht ist das Leben denn doch nicht, als alleinstehender Frau stehen ihr nicht alle Türen offen, aber sie ist entschlossen für ihren Traum zu leben. Als sie Einar kennenlernt, ahnt sie nicht, was für neue Welten sie noch kennenlernen wird.

Ich habe noch nie etwas von Signe Munch gehört, während mir Onkel Edvard Munch schon etwas sagte. Und so war ich wieder mal gespannt, welche Frau in diesem Buch im Vordergrund steht.
Ich muss gestehen, am Anfang habe ich mich mit der Geschichte etwas schwer getan, obwohl sie sich leicht liest, fand ich Signe ein wenig unnahbar und still, aber irgendwie scheint das zu ihrer Person zu passen. Doch im Laufe der Zeit hat sich das geändert und es hat sich ein bildhafter Roman entwickelt, der mir Signe hat ans Herz wachsen lassen.
Leider ist von Signe Munch wenig bekannt, aber hier wurde sie noch einmal zum Leben erweckt.

Mittlerweile ist das Buch der 10. Teil aus der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe". Ich finde es immer wieder faszinierend, wie verknüpft doch die Welt der Künstler sein muss, denn immer wieder kreuzen "alte Bekannte" mal die Wege, auch wenn sie vielleicht nur erwähnt werden.

Zum Glück habe ich diese Reihe früh für mich entdeckt, ich freue mich regelmäßig auf neue Bücher, denn enttäuscht wurde ich hier selten. Und so gibt es von mir für "Die Malerin des Nordlichts" 4 Sterne.

Bewertung vom 12.09.2019
Zeit aus Glas / Das Schicksal einer Familie Bd.2
Renk, Ulrike

Zeit aus Glas / Das Schicksal einer Familie Bd.2


ausgezeichnet

Die Geschichte einer jüdischen Familie - Teil 2

Nach der Progromnacht ist alles anders. Ruth wird langsam erwachsen, da ihre Mutter in eine passive Starre verfällt, nimmt sie ihr Leben in die Hand und versucht alles, um ihre Familie zusammenzuhalten.

Der zweite Teil der Seidenstadt-Saga setzt zeitlich direkt an den ersten Teil an. Der Schreibstil ist wieder recht einfach, aber auch sehr flüssig zu lesen. Die Geschichte dreht sich um das Leben von Ruth Meyer und ihrer jüdischen Familie. Die Grundstimmung wird etwas düsterer, da man als Leser ja schon weiß, wohin die Geschichte führen wird, denn wir steuern zeitlich direkt auf den Zweiten Weltkrieg zu. Man spürt beim Lesen, die Unsicherheit der Menschen, denn keiner weiß, ob seine Handlung die richtige ist.

Ulrike Renk erzählt auf eine leise, behutsame Art die Geschichte der Familie Meyer. Der zweite Teil lässt sich auch gut alleine lesen, macht aber in meinen Augen nicht so viel Sinn, da sich die Geschichte um Ruth dreht. Die Saga beruht auf wahren Begebenheiten. Ruth Meyer und ihre Familie gab es wirklich, trotzdem ist es aber auch ein Roman.
Ich finde, dass solche Bücher gut dazubeitragen, sich mit der Geschichte zu beschäftigen, gleichzeitig ist es ein angenehm zu lesender Roman, für mich eine gute Kombination.

Auch dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen und so gibt es für "Zeit aus Glas" 5 Sterne.

Bewertung vom 12.09.2019
Die Ballerina von Paris
Sinclair, Alli

Die Ballerina von Paris


gut

Dramen und Tränen hinter der großen Ballettbühne

Lily kehrt wieder nach Paris zurück, an den Ort, wo vor zwei Jahren ihr Verlobter Aiden bei einem Unfall ums Leben kam. Seitdem hat ihre Schwester Nathalie den Kontakt zu ihr abgebrochen, allerdings weiß Lily nicht warum. Der Komponst Yves kreuzt ihren Weg und dabei erkennt Lily, dass das Leben auch noch seine schönen Seiten haben kann.

Paris, 1917:
Viktoria Budian ist eine talentierte Balletttänzerin, doch sie muss erkennen, dass Talent nicht alles ist, denn hinter der Bühne regieren Neid und Missgunst und alle streben nach Geld und Erfolg. Schnell steht sie im Mittelpunkt dieser Dinge, dabei möchte sie doch nur tanzen und glücklich sein.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, gerade am Anfang liest sich die Geschichte leicht weg. Die Geschichte wechselt sich zwischen Lily und Viktoria ab. Zuerst hat mir die Geschichte um Lily etwas besser gefallen, allerdings stockt mir die Geschichte zu sehr. Es dreht sich überwiegend um Lilys Seelenheil und vieles kann ich für mich nicht nachvollziehen, denn es wird viel gejammert und gehadert ohne dabei voran zu kommen. Im weiteren Verlauf hat mir Viktorias Geschichte dann zunehmend besser gefallen.
Allerding bleiben in beiden Handlungssträngen die Figuren sehr distanziert und dadurch auch etwas blass. Es gab Stellen im Buch da habe ich mich dann doch sehr durch die Handlung geschleppt, vielleicht liegt es auch letztendlich daran, dass mir das Ballett doch nicht so nah ist.

Leider wird mir die Geschichte nicht allzulange hängen bleiben und so gibt es 3 Sterne von mir.

0 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.09.2019
Jahre aus Seide / Das Schicksal einer Familie Bd.1
Renk, Ulrike

Jahre aus Seide / Das Schicksal einer Familie Bd.1


ausgezeichnet

Die Geschichte einer jüdischen Familie - Teil 1

Krefeld, 1926:
Ruth und ihre Schwester Ilse wachsen wohlbehütet auf. Ihr Vater Karl ist ein erfolgreicher Handelsvertreter und ermöglicht der Familie eine gesicherte Zukunft. Ruth ist ein aufgeschlossenes Mädchen und findet schnell Anschluß, mit ihrer Freundin Rosi entdeckt sie die Welt der Stoffe. Aber über ihrer Kindheit liegt ein Schatten, denn die Nazis gewinnen immer mehr an Einfluss, gleichzeitig hoffen alle auf eine bessere Zukunft, denn der letzte Krieg ist noch nicht so lange her.

Der Schreibstil ist recht einfach, aber auch sehr flüssig. Die Geschichte dreht sich um das Leben von Ruth Meyer und ihrer jüdischen Familie. Wenn man es genau nimmt, passiert eigentlich im ersten Teil nicht so viel. Es wird viel über den ganz normalen Alltag einer jüdischen Familie berichtet und der ist auch eigentlich nichts besonderes, aber gerade das hat mir auch gut gefallen, denn es zeigt, dass die Familie nicht anders ist als andere Familien.
Im Fokus liegen hier auch erstmal Martha und Karl Meyer, denn Ruth ist zu Beginn ja noch ein Kind.

Der Roman widmet sich den Bedenken, die bei der jüdischen Familie aufkommt, als langsam Hitler auf den Plan kommt. Ulrike Renk erzählt auf eine leise, behutsame Art die Geschichte der Familie Meyer. Die Saga beruht auf wahren Begebenheiten. Ruth Meyer und ihre Familie gab es wirklich, trotzdem ist es aber auch ein Roman.

Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen. Er ist zwar nicht spektakulär, aber dass ist das Leben auch nicht immer, trotzdem hat mir gerade diese einfache Erzählweise gut gefallen. Ich gebe "Jahre aus Seide" 5 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.09.2019
Die Lotosblüte
Sok-Yong, Hwang

Die Lotosblüte


gut

So ganz konnte mich das Buch nicht überzeugen

Chong wird als junges Mädchen von ihrer Familie an einen alten Mann verkauft und dient ihm als junggebendes Elixier. Als er verstirbt, geht sie mit seinem Sohn Kuan fort, doch ihr Leben wird nicht besser. Chongs Weg führt sie duch verschiedene Freudenhäuser und verschiedene Länder Asiens.

Bei der Bewertung tue ich mich schwer, denn es gab Momente, da hat mir das Buch gefallen und dann fand ich es stellenweise zäh und unangenehm zu lesen. Oft dachte ich "jetzt breche ich das Buch ab", aber das fällt mir generell eher schwer und so habe ich dann immer wieder weitergelesen, manchmal sehr gerne und dann schon fast überflogen.
An den Schreibstil habe ich mich recht schnell gewöhnt, leider ist er eher distanziert, sodass ich mich mit Chong schwer getan habe. Ich konnte vieles ihrer Handlungen nicht nachvollziehen. Die sexuellen Stellen werden oft sehr genau beschrieben, Chongs Innenleben wird aber oft außen vorgelassen. Ich empfand die Erzählweise ein wenig unausgeglichen, einiges wird seitenweise detailgetreu beschrieben und dann geht es wieder im Schnelldurchlauf, besonders das letzte Drittel wird schnell erzählt, obwohl es zum Teil Jahre sind.
Chongs Leben führt sie durch verschiedene Länder und mit fast jedem Wandel bekommt sie auch einen Namen, viele Personen kreuzen ihren Weg, aber nur sehr wenige haben Bestand.

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, wahrscheinlich liegt es einfach an den anderen Kulturen. Ich bereue allerdings nicht das Buch gelesen zu haben, würde es aber nur bedingt weitererempfehlen.

Zwischen knappen 2 und 4 Sternen ist hier alles für mich dabei und so gibt es am Ende 3 Sterne von mir.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.09.2019
Unsere grüne Kraft - das Heilwissen der Familie Storl
Storl, Christine

Unsere grüne Kraft - das Heilwissen der Familie Storl


sehr gut

Die Natur hilft! Ein guter Ratgeber zur Naturmedizin

Ich kenne mich wenig bis gar nicht Naturmedizin aus, aber ich bin der Meinung, dass dieses Wissen vielleicht mal wieder mehr genutzt werden sollte und so habe ich mich an dieses Buch herangewagt.
Das Ehepaar Storl erzählt in diesem Buch ein wenig über sich und ihre Lebensumstände. Sie leben sehr naturnah und nutzten schon jahrelang die Kraft der Natur, dabei sind sie immer offen für traditionelle Methoden aus anderen Kulturen.

In diesem Buch werden Heilkräuter, Tinturen und zum Beispiel das Räuchern vorgestellt. Ich war dann aber doch erstaunt, dass mir einiges beim Lesen gar nicht so fremd vorkam, denn ein paar Dinge kenne ich noch aus meiner Kindheit, zum Beispiel die Wadenwickel.
Die Kräuter sind abgebildet und werden kurz erklärt. Ich habe für mich jedenfalls ein paar Dinge gefunden, die ich bestimmt mal ausprobieren werde.
Ehrlich gesagt, würde ich nicht auf alles vertrauen, was die Familie Storl scheinbar erfolgreich praktiziert, da bin ich wohl (noch?) nicht offen genug für. Aber es wird auch ausdrücklich daraufhingewiesen, dass man evtl. doch auch den Arzt aufsuchen sollte.

Mir hat dieser Einblick mit einer Kombination aus Ratgeber und kleiner Biografie sehr gut gefallen und ich gebe hier 4 Sterne.

Bewertung vom 03.09.2019
Hurenmord / Hurentochter Bd.2 (eBook, ePUB)
Koenig, Tabea

Hurenmord / Hurentochter Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Von Beginn an fesselnd!

Whitechapel, 1888:
Christine Gillard ist mittlerweile verwitwet, für die ehemalige Hure ist es keine leichte Zeit. Halt findet sie in ihrer Aufgabe gefallenen Frauen den Schutz in ihrem Frauenhaus zu geben. Doch als plötzlich Frauen aus ihrer Einrichtung ermordet werden, gerät ihr Name in Verruf. Sie bittet Inspektor John Pike um Hilfe, der für sie zur wertvollen Stütze wird.

"Hurenmord" kann man gut ohne seinen Vorgänger "Hurentochter" lesen, allerdings würde ich empfehlen zuerst den ersten Teil zu lesen. Christine spielt da zwar eher eine kleine Rolle, aber es macht das Ganze halt runder. Emily und Liam tauchen in diesem Buch zwar auch auf, aber sie spielen hier eher eine Nebenrolle, verbinden die beiden Bände aber wunderbar miteinander.

Mir hat "Hurentochter" schon sehr gut gefallen und ich habe gespannt auf die Fortsetzung gewartet, gleichzeitig habe ich dann ja immer die Befürchtung, dass ich vielleicht doch enttäuscht sein könnte, aber meine Befürchtungen waren unbegründet. Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen. Der Schreibstil hat mich gleich wieder mitgenommen, aber auch das restliche Gesamtpaket hat mich einfach überzeugt.
"Hurenmord" ist ein klein wenig anders als "Hurentochter". Christine bekommt auch ihre Liebesgeschichte, aber im Mittelpunkt steht das wirklich erbärmlich Leben der Arbeiter Ende des 19. Jahrhunderts in England, besonders die Frauen hatten es sehr schwer.
Und dann kommt in diesem Roman auch der Mörder "Jack the Ripper" ins Spiel. Die Autorin hat hier Fiktion und Tatsachen miteinander vermischt. Manchmal hatte ich beim Lesen auch einen leichten Gruselfaktor, aber immer so, dass ich einfach weiterlesen musste!

"Hurenmord" kann auf jeden Fall mit dem ersten Teil mithalten und bekommt volle 5 Sterne.

Im Dezember 2019 erscheint der dritte Teil "Hurenglück" der Triologie von Tabea König. Ich kann es kaum erwarten.

Bewertung vom 03.09.2019
Mein Herz so schwarz
Blackhurst, Jenny

Mein Herz so schwarz


ausgezeichnet

Ein wenig Psycho und ein wenig Drama, mir hat es gut gefallen

Evie White springt in ihrem Brautkleid am Tag ihrer Hochzeit von einer Klippe. Obwohl ihre Leiche nicht gefunden wird, gibt es Zeugen für den Sprung. Warum ist Evie gesprungen? War sie es wirklich?
Die Polizei ist ratlos und Evies Mann Richard versucht verzweifelt herauszufinden, warum Evie sich das Leben genommen hat.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Rebecca, sie ist die beste Freundin von Evie und schnell wird klar, sie weiß mehr über Evies Sprung.
Dazu kommt dann noch Evies Sicht der Geschichte. Ihre Geschichte fängt in der Kindheit an und spielt hauptsächlich vor dem Sprung.

Am Anfang fand ich die Geschichte ein wenig unspektakulär, aber wie es dann manchmal so ist, auf einmal war ich in dem Buch drin und konnte es kaum weglegen. Es gibt hier zwar keine atemberaubende Spannung, aber es ist auch nicht langweilig. Für mich hat das Buch einen gewissen Sog entwickelt und auch wenn ich manche Wendungen geahnt habe, so gab es auch einige Überraschungen.

Evie und Rebecca sind ganz klar die Hauptfiguren in diesem Psychodrama/-thriller, so richtig sympathisch war mir letztendlich keine von beiden, allerdings würde ich das hier gar nicht mal negativ bewerten. Bei Evie schwankten meine Gefühle am meisten, sie hat viele Facetten zu bieten. Und viel mehr möchte ich gar nicht dazu sagen, denn ich will ja auch nichts vorwegnehmen.

Der unblutige Psychothriller hat mir gut gefallen und bekommt von mir 5 Sterne.
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2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.