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Benutzername: 
witchqueen
Wohnort: 
Lüdinghausen

Bewertungen

Insgesamt 363 Bewertungen
Bewertung vom 10.09.2020
Das schwarze Schaf
Roeder, Annette

Das schwarze Schaf


ausgezeichnet

Darum geht es:

Auf dem Hof Baskeltorp ist Hofhund „Gutti“ am Morgen plötzlich spurlos verschwunden. Das kommt Detektiv-Schaf Texel doch recht komisch vor. War doch am Abend vorher noch alles wie immer. Wo kann Gutti nur sein? Das will Texel herausfinden. Bei seinen ersten Recherchen trifft es den Maulwurf Dr. W. Winnewurp. Der schließt sich Texel an und sie ermitteln gemeinsam. Die Tiere des Hofes werden befragt. Wer hatte einen Grund, Gutti verschwinden zu lassen? Die Katze? Der Hase? Das Schwein? Oder doch eines der anderen Schafe? Vielleicht ja auch Guttis Hundekumpel Bettel? Oder hat doch der Wolf (so wie der Bauer annimmt) den Hund geholt? Da kommt eine Menge Arbeit auf Texel und Winnewurp zu. Nach und nach kommt das ein oder andere Motiv zu Tage. Aber ist es derjenige auch wirklich gewesen? Mit viel Geduld und immer wieder neuen „Ermittlungsansätzen“ und Ideen kommen Texel und Winnewurp dann irgendwann dem Täter auf die Spur.

Meine Meinung:

Ein tolles und spannendes Buch für junge Leser. Aufgelockert wird diese schöne Geschichte um Texel und Winnewurp durch wundervoll farbige Zeichnungen, so dass man das Lesen durchaus auch mal zum Bilder betrachten unterbrechen sollte.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig und damit auch für die jüngeren Leser gut zu verstehen. Was uns besonders gut gefallen hat: In dem Buch gibt es ein Walliser Schaf. Das spricht (naturgemäß) schweizer-deutsch. Das wird in der Geschichte auch so geschrieben. Für alle, die das nicht lesen oder verstehen können, gibt es am Ende des Buches die gleiche Szene nochmals in Hochdeutsch. Darauf wird auch im Buch verwiesen. Daumen hoch!

Das farbig illustrierte Buch ist insgesamt 217 Seiten lang und in 39 Kapitel unterteilt. So fällt das Lesen auch in mehreren Abschnitten leicht.

Mein Fazit:

Eine tolle Detektivgeschichte, die viel mehr kann, als nur einen Fall lösen. Sie kann uns lehren, was Freundschaft bedeutet. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne mit Tieren auf Ermittlungs-Tour gehen. Von uns gibt es dafür 5 Sternen.

Bewertung vom 10.09.2020
Zwei Schwestern für ein Halleluja
Kruse, Tatjana

Zwei Schwestern für ein Halleluja


ausgezeichnet

Darum geht es:

Konny und Kriemhild, Zwillingsschwestern in den besten Jahren, betreiben eine kleine Pension. Dort verbringt Pfarrer Eberhard seinen Urlaub. Konny ist „hin und weg“ von ihm und lässt sich in ihrer Verliebtheit jeden Abend aus einer Bibel vorlesen, die Pfarrer Eberhard vom Flohmarkt hat. Zum Abschied schenkt der Pfarrer die Bibel dann Konny.
Kaum wieder ihm Kloster angekommen, in dem Pfarrer Eberhard lebt, erreicht die Zwillingsschwestern die Nachricht, dass Pfarrer Eberhard verstorben ist. Die rüstigen Schwestern lassen es sich nicht nehmen und reisen – gemeinsam mit dem an Aphasie leidenden Herrn Hirsch – zur Beerdigung. Und da erreicht Konny eine SMS aus dem Grab. Der Pfarrer schreibt ihr eine Nachricht, dass es ermordet wurde und sie solle das aufklären. Aber wie geht das? Wie konnte der tote Pfarrer eine SMS schicken? Und warum ausgerechnet an Konny? Konny und Kriemhild ermitteln auf eigene Faust. Sehr zum Ärger der Nonnen, denn dabei stecken sie ihre Nase in jeden Winkel und stoßen auf das ein oder andere wohlgehütete Geheimnis. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche von Pfarrer Eberhard. Werden Konny und Kriemhild den Mörder entlarven?

Meine Meinung:

Ein toller Krimi, dem es weder an Spannung noch an Humor fehlt. Ich habe mich durchweg gut unterhalten gefühlt und an der ein oder anderen Stelle mehr als nur geschmunzelt.

Der Schreibstil ist klar und flüssig. Dieses 277 Seiten lange Buch ist in 26 Kapitel unterteil. So kann man das Buch ganz einfach sowohl in einem Rutsch, als auch in mehreren Abschnitten unterteilt, lesen.

Mein Fazit:

Ein Buch, das alle in seinen Bann zieht, für die sich Krimi und Humor nicht ausschließen und die Wortwitz und Situationskomik zu schätzen wissen. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Von mir einen ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Bewertung vom 18.08.2020
Lamm Gottes (eBook, ePUB)
Minks, Marion

Lamm Gottes (eBook, ePUB)


weniger gut

Darum geht es:

Zu Anfang des Buches werden der Bischof und sein Protegé ermordet. Erschossen am Rande des Kirchentages. Schnell wird eine Verdächtige ausgemacht. Hannah Lichtenberg soll die beiden eiskalt ermordet haben. Ihre Rechtsanwältin Silke Ritter glaubt zunächst an ihre Unschuld. Welchen Grund sollte die junge Frau auch haben?
Ein Jahr zuvor hat Hannah ihren Zwillingsbruder Jonas verloren. Doch warum sah er keinen anderen Ausweg als sich das Leben zu nehmen? Dann taucht eine Videotagebuch von Jonas auf. In diesem erzählt Hannah alles, was er ihr nicht direkt sagen konnte. Er berichtet davon, dass er sich in einen Priester verliebt habe und mit diesem eine heimliche Beziehung führt. Doch die Beziehung entwickelt sich in eine Richtung, die Jonas nicht gefällt. Der Priester ist mehr an seiner Karriere interessiert, als an der Beziehung. Jonas wird mehrfach von den Kirchenoberen vergewaltigt. Wollte Hannah sich an der Kirche bzw. Jonas Peinigern rächen?

Meine Meinung:

Das Buch geht spannend los und lässt dann aber sehr stark nach. Es wird aus mehreren Perspektiven erzählt (Hannahs Sicht, Videos vom Tagebuch, Sicht der Anwältin) und es springt immer wieder zwischen älterer Vergangenheit, jüngerer Vergangenheit und Gegenwart hin- und hergesprungen. Zudem wird immer wieder Hannahs Familiengeschichte aufgedröselt. Da wird zwischen Hannahs Mutter und ihrem Lebensgefährten und Hannahs erzkatholischen Großeltern und übriger Verwandtschaft hin- und hergewechselt.

Der Schreibstil ist flüssig. Das 415 Seiten lange Buch ist insgesamt 99 „Kapitel“ unterteilt. So kann man es sehr gut auch aus der Hand legen. Der ständige Perspektivwechsel macht das Lesen aber sehr anstrengend.

Leider ist das Buch nur am Anfang (wo die Geistlichen erschossen werden) und ganz kurz am Ende etwas spannend. Ansonsten zieht sich die Geschichte leider unglaublich in die Länge. Mit einem Krimi hat es leider auch wenig zu tun. Eher ist es eine Abrechnung mit der katholischen Kirche und den Missbrauchsskandalen. Ich hatte definitiv mehr erwartet.

Mein Fazit:

Krimileser und -liebhaber werden hier wenig Freude haben. Ich kann es leider überhaupt nicht empfehlen. Ich fand es langweilig und lahm. Von mir gibt es grade noch 2 Sterne.

Bewertung vom 10.08.2020
Krabbentod in Greetsiel. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)
Uliczka, Rolf

Krabbentod in Greetsiel. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Darum geht es:

Fenno Büürma ist Versicherungsmakler in Greetsiel, glücklich verheiratet, Erbe eines großen Vermögens und hat einen erwachsenen Sohn. Und er ist passionierter Angler. Aber was angelt er eigentlich? Meistens sind es keine Fische, sondern Damen. Da macht er auch keinen großen Unterschied, ob das nun die Nachbarin, die Frau des Vereinskollegen oder eine Urlauberin ist. Von all dem weiß seine Frau natürlich nichts. Nach einem seiner „Angelausflüge“ bekommt er Abends eine recht heftige Magen-Darm-Infektion. Die geht grade um. Doch statt besser wird es schlimmer und nach ein paar Tagen ist Fenno Büürma tot. Seine Magen-Darm-Infektion war dann doch eine waschechte Vergiftung. Doch wer hatte einen Grund, Fenno zu ermorden? Ist seine Frau hinter sein Geheimnis gekommen? Wollte sein Sohn ans Erbe?
All das soll und muss nun Kommissarin Femke Peters herausfinden. Bei ihren Ermittlungen tappen die Polizisten lange Zeit im Dunkeln, bis sie
Stück für Stück dem wahren Täter auf die Pelle rücken und nebenher noch die ein oder andere „Übeltäterei“ aufdecken.

Meine Meinung:

Wieder mal ein sehr spannender Krimi von Rolf Uliczka. Er hat mit Kommissarin Femke Peters eine äußerst sympathische Kommissarin geschaffen, von der man unbedingt mehr lesen will. Zielstrebig, freundlich und gewissenhaft führt sie in ihrem ersten Fall ihr Team an bis der Mörder geschnappt ist. Dabei verliert sie aber nie ihre Menschlichkeit und den Blick für die Bedürfnisse ihres Teams. Meine Sympathien hat sie sofort gewonnen.

Der Schreibstil ist – wie immer - leicht und flüssig. Das „nur“ 170 Seiten lange Buch ist in 15 Kapitel unterteilt, so dass man es ganz einfach auch in mehreren Abschnitten lesen kann – wenn man will.

Mein Fazit:
Ein spannender Krimi mit der ein oder anderen spannenden Wendung. Eine tolle – eigentlich viel zu kurze – Lektüre, die ohne viel Blutvergießen auskommt, deshalb aber nicht weniger spannend ist. Ein tolles Buch, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Von mit gibt es eine ganz klare Leseempfehlung mit 5 Sternchen.

Bewertung vom 31.07.2020
Tod im Heidekloster (eBook, ePUB)
Reinbold, Michael

Tod im Heidekloster (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Darum geht es:

Wir schreiben das Jahr 1948. Die Leiche von Dr. Harry Schroda wird tot im Dorfteich gefunden. Augenscheinlich ertrunken. Doch es gibt Hinweise darauf, dass dort jemand nachgeholfen hat. Doch wer sollte ein Motiv haben, denn ehrbaren Kirchenmusiker ermorden zu wollen? Der etwas behäbige Wachtmeister Klaucke bekommt Unterstützung von Captain Willoughby, Mitglied der Royal Scots. Doch die Ermittlungen des Schotten stoßen nicht überall auf Gegenliebe. Was hat er als „Fremder“ seine Nase in die Angelegenheit zu stecken? Unterstützung bekommt der Captain allerdings von unerwarteter Seite. Eine Stiftsdame gibt den ein oder anderen Hinweis und es erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass eine verschollene Kantate von Johann Sebastian Bach eine entscheidende Rolle spielen könnte.

Meine Meinung:

Ein sehr spannender Krimi zu Zeiten von „Nachkriegsdeutschland“. Es wird sehr gut auf die damaligen Lebensumstände, Irrungen und Wirrungen der Nachkriegszeit, Sorgen und Nöte der Menschen damals und auch die Stimmung zwischen Deutschen, Flüchtlingen und Alliierten eingegangen. Man kann sich sehr gut in die damalige Zeit hineinversetzen – auch, wenn man damals noch nicht gelebt hat.
Sämtliche Charaktere sind sehr bildlich und zutreffend beschrieben, so dass man auch hier direkt ein Bild vor Augen hat.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Das insgesamt 373 Seiten lange Buch ist in 31 Kapitel unterteilt. So ist ein Lesen in einem Rutsch genauso gut möglich wie ein Lesen in mehreren Abschnitten.

Mein Fazit:

Auch, wenn ich gestehen muss, dass Krimis und/oder Bücher aus der Nachkriegszeit eigentlich nicht ganz meine Favoriten sind, muss ich sagen, dieses hier war ausgesprochen gut geschrieben und jede Seite wert, die ich gelesen habe. Mir hat sehr gut gefallen und ich würde es wieder lesen (wollen).
Eine ganz klare Leseempfehlung mit 5 Sternen.

Bewertung vom 18.07.2020
Firewall
Lange, Erin Jade

Firewall


gut

Darum geht es:
In der Kantine der Harver-Highschool zündet sich der 15jährige Jordan Springer an. Er ist das Opfer von Cyber-Mobbing und wurde durch Hasskommentare im Netz in den Selbstmord getrieben. Etwa ein Jahre später bekommt Computer-Nerd Eli auf dem Spiegel der Jungen-Toilette eine mysteriöse Botschaft. Er geht dem nach und trifft auf zwei weitere, ebenfalls computer-affine Mitschüler. Die beiden brauchen einen „dritten Mann“ um an einem Computer-Wettbewerb teilzunehmen. Für diesen Wettbewerb entwerfen die drei eine Website, die man nicht zurückverfolgen kann. Sie wollen Gerechtigkeit für Jordan Springer. Deshalb posten sie auf dieser Website kompromittierende Videos derjenigen, die ihrer Meinung nach für das Mobbing an Jordan verantwortlich sind. Doch die Sache läuft aus dem Ruder und aus Gerechtigkeit wird ganz schnell Rache. Doch wie weit darf man gehen, um jemandem Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen? Nach und nach bekommt Jordan Gewissensbisse. Doch kann er das alles noch stoppen?

Meine Meinung:
Das Buch legt stark los, stagniert dann aber. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Eli. Es geht um Cybermobbing und die Folgen. Und es geht darum, was passiert, wenn das alles aus dem Ruder läuft. Und was passiert, wenn einen dann doch die Gewissensbisse packen. So ein klein wenig erinnert die Geschichte an „Die Welle“. Nur eben moderner. Das Ende ist mir allerdings etwas zu krud und es erschließt sich nicht immer alles. Das Buch lässt mich eher zwiegespalten zurück.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Das 347 Seiten lange Buch ist in 45 Kapitel unterteilt. So ist ein Lesen in einem Rutsch genauso gut möglich wie das Lesen in mehreren Abschnitten.

Mein Fazit:
Ein Buch mit sicherlich hochmodernem Thema aus dem man sehr viel mehr hätte herausholen können. Von mir gibt es solide 3 Sterne.

Bewertung vom 30.06.2020
Brennende Angst / Ein Fall für Engel und Sander Bd.6 (eBook, ePUB)
Lautenschläger, Angela

Brennende Angst / Ein Fall für Engel und Sander Bd.6 (eBook, ePUB)


gut

Darum geht es:
Friedeline findet bei einem Urlaub in Fehmarn 30.000 Euro am Strand. Verpackt in einer Sporttasche und versteckt in den Dünen. Was ist das für Geld? Wo kommt das her? Sie geben es bei der Polizei ab.
Kurz darauf sind Friedelinde und Nicolas Sander beim Justizsenator eingeladen. Zu einer Veranstaltung, bei der Nicolas eine Rede halten soll. Am Tag nach der Veranstaltung wird der Justizsenator des Insiderhandels bezichtigt und der Reporter, der den Skandal aufgedeckt hat, verschwindet spurlos.
Friedelinde bekommt derweil zwei neue Nachlasspflegschaften. Zum einen ein ehemaliger Arzt und seiner Schwester zum anderen die von Armin Kamp, der grade so über die Runden kommt. Er ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Bei ihm wird ein Rucksack mit 5.000 Euro gefunden. Woher hatte er das Geld? Warum wurde er in der Einfahrt des elitären Golfclubs abgelegt? Hat der Unfalltod von Kamp etwas mit dem verschwundenen Reporter zu tun? Oder mit dem Justizsenator? Oder ist das ein Zufall?
Friedelinde kann es nicht lassen. Sie beginnt, Golfstunden zu nehmen. Vielleicht kriegt sie ja so raus, was es mit ihrer aktuellen Nachlasspflegschaft auf sich hat. Sander ist von ihrem Engagement wenig begeistert. Soll sie sich doch – wie immer – aus seinen Ermittlungen raushalten. Doch das sieht Friedelinde – auch wie immer – natürlich anders.

Meine Meinung:
„Brennende Angst“ ist der 6. Fall für Friedelinde Engel und Nicolas Sander. Natürlich ist es nicht schlecht, wenn man die Vorgängerbände kennt. Es ist aber auch kein Problem, dieses Buch als Einzelband zu lesen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Man kann dieses 422 Seiten lange Buch sehr gut an einem Stück lesen. Unterteilt in 13 Kapitel ist aber ein Lesen Stück für Stück auch kein Problem.

Mir persönlich hat es etwas an Spannung gefehlt. Diese kam erst zum Schluss auf. Anfangs tröpfelte die Geschichte eher so dahin. Gut gefallen haben mir – wie immer – die Dialoge zwischen Sander und Gernot, die mich doch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht haben.

Mein Fazit:
Ein Krimi für alle, die ohne viel Blutvergießen und mit mäßiger Spannung auskommen. Alles in allem hat mir das Buch recht gut gefallen. Von mir gibt es solide 3 Sterne.