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Benutzername: 
schafswolke
Wohnort: 
Kiel

Bewertungen

Insgesamt 570 Bewertungen
Bewertung vom 01.09.2019
Mein Open-Air-Wohnzimmer
Setzer, Christina

Mein Open-Air-Wohnzimmer


sehr gut

Tolle Ideen für das zweite Wohnzimmer


Als ich das Buch gesehen habe, dachte ich zuerst "Das ist was für meine Eltern", denn die haben einen kleinen Balkon und irgendwie fehlte da immer noch die zündende Idee zur besseren Nutzung.
Aber auch für mich ist es ein netter Ratgeber, denn monatelang glich meine Terrasse einer Baustelle und die Sanierungsarbeiten waren erst spät im Sommer fertig. Nun haben meine Nachbarn und ich zwar wieder eine Terrasse, aber die ganzen Neuanpflanzungen der Hausverwaltung müssen erst mal wachsen. Statt zu jammern, habe ich mich dazu entschlossen einfach mal neu zu starten und noch gar nicht so viel gemacht, scheinbar habe ich auf dieses Buch gewartet.

Das Buch bietet viele Ideen für die unterschiedlichsten Ansprüche, Gegebenheiten und Vorstellungen. Vom Prinzip wird auch hier das Rad nicht neu erfunden, aber es gibt eine gute Strukturierung und Anreize, wie man sich selbst etwas besser organisiert. Dabei wird das komplette Paket abgearbeitet von den Gartenmöbeln bis zur Deko und Beleuchtung.

Mir gefällt dieser Ratgeber gut, denn es werden auch mal Vorher-Nachherbeispiele gezeigt. Wie immer, so ist auch hier dem Geldbeutel keine Grenze gesetzt, aber es sind ja immer nur Ideen.
Meine Terrasse ist gerade bei schönem Wetter wirklich mein zweites Wohnzimmer und so werde auch in dem Buch die Balkone und Terrassen behandelt, man merkt, dass hier viel Liebe zum Detail drinsteckt.

Der Ideengeber bekommt von mir 4 Sterne

Bewertung vom 27.08.2019
Mit dem Wind
Leonhardt, Paula

Mit dem Wind


ausgezeichnet

Das Glück liegt in der Luft

Mathilde, die von allen nur Tille genannt wird, ist von jeher sehr unternehmungslustig und waghalsig, sehr zum Kummer ihrer Mutter. Als sie im Sommer 1884 den Ballonfahrer Paul Naumann kennenlernt, ist sie fasziniert vom Fliegen und setzt alles daran, auch als Frau mit einem Ballon zu fliegen. Keiner kann sie von ihrem Traum abhalten, auch wenn sie manches Opfer dafür bringen muss.

Als Vorlage für diesen Roman diente die Berufsluftschifferin Käthe Paulus. Die Autorin hat aber mit Tille eine eigene Figur geschaffen und so stimmt nur die grobe Lebensgeschichte überein. Tille ist ein wahrer Wirbelwind und das kommt beim Lesen auch so rüber, ich habe ihre Geschichte senr gerne verfolgt. Ein beständiger Begleiter ist ihr Jugendfreund Fritz, der stets für sie da ist, auch er ist ungeheuer sympathisch und liebenswert.

Größtenteils handelt die Geschichte von Tille, sie wird aber rückwirkend von ihrer Tochter Rosa erzählt. Den Handelsstrang um Rosa fand ich jetzt nicht so überzeugend, aber da er nicht so umfangreich ist, fällt er auch nicht so stark ins Gewicht.

Ich fand den Roman äußerst unterhaltsam und habe ihn sehr gern gelesen und so gibt es von mir 5 Sterne.

Bewertung vom 21.08.2019
Hundeherz und Liebesglück / Lichterhaven (eBook, ePUB)
Schier, Petra

Hundeherz und Liebesglück / Lichterhaven (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die Liebesgeschichte von Elke und Bruno aus Lichterhaven

Für die Flugbegleiterin läuft alles schief, statt Wellnessurlaub gibt es Ferien auf dem Bauernhof mit Familienanschluss, doch mit der direkten Art der Familie hat sie so ihre Schwierigkeiten. Sie möchte einfach nur weg, aber selbst das erweist sich als nicht so leicht, denn die Hündin Ania folgt ihr auf Schritt und Tritt, dabei fürchtet sich Elke vor Hunden. Doch langsam schleicht sich Ania in ihr Herz und nicht nur sie, denn da ist auch noch der junge Bauer Bruno...

Hier geht es mal wieder nach Lichterhaven, dieses Mal geht es um Elke und Bruno und wenn ich ehrlich sein soll, stelle ich mir die Frage, warum die beiden "nur" eine Kurzgeschichte bekommen haben. Die beiden sind so sympathisch und ihre Geschichte macht Spaß zu lesen, sie haben sich einfach gesucht und gefunden. Viel zu schnell bin ich mit der Geschichte am Ende angekommen, aber ich freue mich schon auf weitere Liebesgeschichten aus Lichtehaven.

Ein schöner Kurzroman mit Herz und Humor aus Lichterhaven, leider (wie das Wort Kurzroman ja schon sagt) viel zu kurz, trotzdem volle 5 Sterne.

Bewertung vom 19.08.2019
Meistens kommt es anders, wenn man denkt / Hamburg-Reihe Bd.6
Hülsmann, Petra

Meistens kommt es anders, wenn man denkt / Hamburg-Reihe Bd.6


sehr gut

Eine nette Liebesgeschichte mit durchaus ernsten Themen, trotzdem alles kurzweilig verpackt

Nele hat einen neuen Job und stürzt sich mit vollem Elan in ihre neue Aufgabe, sie soll das Image eines Politikers aufbessern. Das ist gar nicht so einfach, wie gedacht, denn Rüdiger Hofmann-Klasing erweist sich als Problemfall.
Und dazu ist ihr neuer Chef Claas auch sehr nett, so nett, dass Nele regelmäßig Schmetterlinge in Bauch verspürt. Aber wie soll das funktionieren, Liebe im Beruf?
Neben der Liebesgeschichte von Nele geht es auch um ihren Bruder Lenny, der sich zum ersten Mal verliebt hat und nun in allen Bereichen flügge werden möchte. Eigentlich alles ganz normal, wenn er nicht das Down-Syndrom hätte und da ist eben nicht immer alles ganz "normal und einfach".

Dieses war mein zweites Buch von Petra Hülsmann und wieder einmal habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich war schnell in der Geschichte drin und fand die Figuren recht sympathisch, besonders in Sally habe ich mich verliebt. Sally ist Claas Hündin und einfach zauberhaft. Da Nele immer noch in einer WG mit Annika wohnt, trifft man auch alte Bekannte aus dem Roman "Wenn´s einfach wär, würd´s jeder machen" wieder.

Der Schreibstil ist locker leicht, trotz der Geschichte um Lenny. Lenny ist sehr lebenslustig und schon fast ein bisschen zu präsent, aber es zeigt auch, wie wichtig Nele ihr Bruder und die Familie sind. Manches läuft vielleicht schon fast zu glatt, aber es passt für mich im ganzen Handlungsrahmen gut zusammen, denn immerhin ist es doch eine leichtere Liebesgeschichte.

Mich hat das Buch gut unterhalten und es bekommt von mir 4 Sterne.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.08.2019
Das Gemälde der Tänzerin
Jaeggi, Christine

Das Gemälde der Tänzerin


sehr gut

Eine schöner Roman über Familiengeheimnisse und ein verschollenes Gemälde

2018: Als Helena ihren neuen Job als Zimmermädchen im Hotel Kronenberg antritt, tut sie es nicht ganz freiwillig. Vor Jahren schon hat sie sich mit den Kronenbergs überworfen, doch ihre finanzielle Lage lässt ihr einfach keine andere Wahl.
Durch einen Gast erfährt sie von einem Gemälde, dessen Spur sich nach dem Zweiten Weltkrieg verliert. Helena ist von der Geschichte fasziniert und macht sich mit auf die Suche nach dem Genälde.

1937: Lydia findet eine begehrte Stelle im begehrte Hotel Kronenberg. Allerdings hat sie keine Ahnung, was sie erwartet, aber alles ist besser als den Jungbauern Wendelin zu heiraten.

Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen, mit den verschiedenen Wechseln hatte ich keine Probleme, da bei jedem Kapitel die Person bzw. die aktuelle Zeit erwähnt wird. Die Autorin schafft es viele Geheimnisse geschickt miteinander zu verbinden und am Ende auch alle aufzuklären, dabei bildet das Gemälde der Tänzerin den roten Faden. Gleich zu Anfang hat sich bei mir ein eigenes Bild zu der Geschichte entwickelt, eben wie ein kleiner Film, das gelingt ja nicht immer sofort, aber hier ging es recht schnell.
Ab und an hatte ich beim Lesen das Gefühl von kleinen Längen, die aber keinen Einfluß auf meinen Lesegenuss hatten. Ich sage es ja höchst selten, aber mir war die Autorin an einigen Dingen fast schon zu detailiert in ihrer gesamten Erzählweise, dafür bleiben aber am Ende auch keine Fragen offen.
Gegenwart und Vergangenheit habe ich beide gleich gerne gelesen, da gab es für mich keine Unterschiede.

Trotz meiner kleinen Kritik hatte ich angenehme, unterhaltsame Lesestunden und vergebe 4 Sterne.

Bewertung vom 15.08.2019
Aufbruch in ein neues Leben / Hebammen-Saga Bd.1
Winterberg, Linda

Aufbruch in ein neues Leben / Hebammen-Saga Bd.1


sehr gut

3 Frauen auf ihrem Weg zur Hebamme - 4,5 Sterne

Berlin, 1917:
Edith, Margot und Luise sind völlig unterschiedlich, aber sie haben eins gemeinsam: sie möchten Hebammen werden. Luise möchte ihrer Großmutter folgen, Edith dem strengen Korsett ihrer Familie entfliehen und Margot möchte die Chance auf ein besseres Leben haben. Doch die Zeiten sind schlecht, denn der erste Weltkrieg will einfach nicht enden, aber Babys wollen zu jeder Zeit auf die Welt.

Der Beginn der Hebammen-Saga lässt sich wunderbar flüssig lesen, dabei vergeht die Zeit wie im Flug. Die Figuren sind liebenswert und sympathisch, als Hebamme haben sie die Chance anerkannt zu werden. Die Arbeit der Hebammen ist nicht immer leicht, zumal die Kindersterblichkeit fast 20% beträgt und so ist Freud und Leid oft dicht beieinander.
Der erste Weltkrieg ist stets spürbar, auch wenn es im Roman zu keinen aktiven Handlungen kommt, dennoch wird der Alltag stark von den Auswirkungen geprägt. Armut, Wohnungsnot und Hunger sind an der Tagesordnung.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, allerdings ging mir manches ein klein wenig zu schnell. Ich bin aber jetzt schon gespannt auf den nächsten Teil "Jahre der Veränderung".

Wer historische Roman mag, wird wohl auch hier nicht dran vorbei kommen. "Aufbruch in ein neues Leben" bekommt von mir 4,5 Sterne.

Bewertung vom 15.08.2019
Das Labyrinth des Fauns
Funke, Cornelia;Del Toro, Guillermo

Das Labyrinth des Fauns


weniger gut

Leider kein Buch für mich, meine Erwartungen waren ganz anders

Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ich habe schon ein paar Bücher von Cornelia Funke gelesen und wusste, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld gar nicht groß über das Buch informiert habe, allerdings hätten die Informationen auch nicht vom unbedingt-lesen-wollen abgehalten und so ist es ja letztendlich auch egal.

Cornelia Funke hat hier ein Buch zum Film von Guillermo del Toros "Pans Labyrinth" geschrieben. Der Film kam 2007 in die deutschen Kinos, allerdings kenne ich den Film nicht.

Das Buch spielt in Spanien in Jahr 1944. Ofelia zieht mit ihrer schwangeren Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Ihr Stiefvater ist sehr brutal und so flüchtet sich Ofelia in eine andere Welt. Sie trifft auf einen Faun, der ihr drei Aufgaben stellt, denn der Faun hält Ofelia für eine Prinzessin.

Von Beginn an ist das Buch recht dunkel gehalten. Ofelia wirkt, wie ein ungeliebtes Mädchen, dass sich in ein neues Leben einfinden muss. Ihr Stiefvater Vidal ist brutal und schreckt auch vor Schlägen und Folter nicht zurück. Es wird überwiegend aus der Sicht von Ofelia erzählt, aber es gibt auch noch andere Perspektiven. Dazu gibt es noch eine Geschichte in der Geschichte, die ergibt sich dann stückchenweise.

Ich habe mit einer eher magischen Geschichte für Jugendliche gerechnet. Ob "Das Labyrinth des Fauns" nun etwas für Jugendliche ist, darüber kann man bestimmt streiten, da man die ja nicht alle über Kamm scheren kann, wird es wohl mühselig. Ich kann nur für mich sprechen. Mir hat das Buch als Erwachsene nicht gefallen und es wäre für mich als Jugendliche auch nichts gewesen. Ich lese ja auch gerne historische Romane und da wird auch mal gefoltert bzw. es ist etwas rauer, so auch hier, hier passt es für mich aber nicht.
Über den Schreibstil kann ich nicht meckern, das Buch lässt sich flüssig lesen, aber es hat mich an keiner Stelle gefesselt oder berührt, ich fand es einfach nur merkwürdig. Ich wollte es auch schon abbrechen, aber da ich ja wissen wollte, wie es letztendlich ausgeht, habe ich mich fürs weiterlesen entschieden.

Für mich war es leider nicht das richtige Buch. Es war mir alles zu düster, mysteriös und diffus. Ich bin hier nicht überzeugt zurückgeblieben und gebe 2 Sterne.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.08.2019
Hurentochter - Die Distel von Glasgow / Hurentochter Bd.1 (eBook, ePUB)
Koenig, Tabea

Hurentochter - Die Distel von Glasgow / Hurentochter Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein historischer Roman zum Weiterempfehlen

Glasgow, 1876:
Emily wächst als Tochter einer Hure in einem Bordell auf, für sie steht fest, dass sie ein anderes Leben möchte. Ihr Freund Liam unterstützt sie bei ihren Plänen, doch der plötzliche Tod ihrer Mütter zerstört all ihre Träume. Emiliy ahnt nicht, in welcher Gefahr sie plötzlich steckt, denn ihre Mutter hatte ein Geheimnis.

Das war mal wieder ein historischer Roman nach meinem Geschmack. Hier ist alles klassische vereint, es gibt Liebe, Verrat, Hass und Intrigen, und alles in einer guten, ausgewogenen Mischung. Ich habe mit Emily und Liam mitgefiebert. dabei erlebt man mit, wie die beiden langsam erwachsen werden und sich weiterentwickeln.
Die detailreichen Beschreibungen bringen einem das damalige Schottland näher, so dass man beim Lesen eine gute Vorstellung vom damaligen Leben bekommt. Ich bin regelrecht in das Buch versunken und freue mich schon auf die nächsten Teile.

Ich selbst bin ein Freund von mehrteiligen Romanen, aber ich mag es nicht so sehr, wenn ich mit einem Cliffhanger zurückgelassen werde. Umso schöner ist es hier "Hurentochter – Die Distel von Glasgow" ist ein in sich abgeschlossener erster Teil einer Triologie.

Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen und so gibt es 5 Sterne.