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Bewertungen
Insgesamt 1270 Bewertungen| Bewertung vom 21.05.2018 | ||
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"Ohne ein einziges Wort" ist eine Liebesgeschichte, die definitiv anders ist. Sie verwirrt, schmerzt und hinterlässt mitunter einen bitteren Beigeschmack. Die Autorin verschleiert zunächst Tatsachen, die den Lesefluss nicht beeinträchtigen, aber die Leser auf eine völlig falsche Fährte führen. Dieses ist sehr geschickt, denn es wirft ein völlig falsches Bild auf Eddie. Dieser trägt schon sehr lange eine Last mit sich herum und dieses bricht erneut auf, nachdem er erkennt, wer Sarah wirklich ist. Ich habe ihn zunächst als sehr oberflächlich wahrgenommen, da er trotz Anrufen und diversen Nachrichten nicht reagiert. War Sarah für ihn nur eine kurze Liebelei oder steckt noch mehr dahinter? Der Klappentext verrät einiges und dennoch ist alles ganz anders als es auf den ersten Blick erscheint. Ich war sehr überrascht über die tiefe der Gefühle, die sich nach und nach entwickeln können, was dem Roman die Oberflächlichkeit einer Liebesschnulze nimmt, da es viel tiefere und emotionalere Auswirkungen hat, als zuerst vermutet. Es entwickelt sich erst spät zu einem Wohlfühlroman, da erst einige Hürden genommen werden müssen. Diese Hürden beziehen komplett Familien mit ein, die schmerzlich an ihren Erinnerungen hängen und sich einen Puffer für den Schmerz suchen mussten. Es ist mitunter doch erbärmlich, wie wir Menschen verarbeiten, ohne uns professionelle Hilfe zu suchen. Vergebung ist in "Ohne ein einziges Wort" wirklich angemessen, um den weiteren Verlauf der Story ändern zu können. So schmoren alle weiterhin in ihrem eigenen Saft, ohne die Geschichte des "Damals" zu hinterfragen. Familien gehen auseinander oder verlieren sich in Sucht oder Suizidgedanken. Loslassen wäre hier die Devise, wobei dieses natürlich leichter gesagt ist als ausgeführt. Man sucht immer nach einem Schuldigen für Leid, oder? |
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| Bewertung vom 21.05.2018 | ||
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"Der Neue" ist ein atmosphärisch sehr gelungener Roman, dessen Parallelen zur Oper Othello sehr verdeutlichen. Ich empfand den Roman als sehr düster und sehr authentisch, denn Mobbing, wie es es hier dargestellt wird, ist ebenso aktuell wie 1970, als Osei als einziger Afrikaner die Schule wechseln muss. Er freundet sich rasch mit Dee an, aber es gibt Neider, die es darauf anlegen, diese frisch erwachte Freundschaft zu zerstören. Es wirkt befremdlich, wie schnell Worte unser Denken und handeln bestimmt, denn es könnte tatsächlich so geschehen. Worte, die Herzen erhärten und sich daher wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Ian ist Jago aus dem Stück von Shakespeare sehr ähnlich und macht mich als Leserin tatsächlich wütend, wobei er seine Tyrannei so geschickt wahrnimmt, das selbst die Lehrkörper auf ihn hereinfallen. Was am Anfang wie stille Gewalt wirkt, endet zum Ende hin als lautstarker Showdown, der überrascht und dennoch Othello sehr nachempfunden wurde. Ich habe das Glück, dass ich erst kürzlich die Oper im Bielefelder Stadttheater gesehen habe und dieses war auch mein Anreiz "Der Neue" lesen zu wollen. |
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| Bewertung vom 21.05.2018 | ||
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Blaues Funkeln / Mein Date mit den Sternen Bd.1 "Mein Date mit den Sternen - Blaues Funkeln" ist der erste Band einer Buchreihe, welches mich köstlich amüsiert hat. Der zweite Band erscheint im August 2018 und wird den Titel "Mein Date mit den Sternen - Rotes Leuchten" tragen. Ich habe schon mehrfach Bücher der Autorin gelesen und war daher sehr neugierig, ob sie es schafft, mich erneut zu packen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn dieses kosmische Abenteuer ist wirklich so herrlich amüsant, dass ich oftmals wirklich grinsen musste. so ganz kann man die Story nicht ernst nehmen, aber das ist ja auch nicht verlangt. Mich hat es letztendlich sehr faszinieren können und ich konnte mich einfach zurücklehnen, um die Story zu genießen. Für junge Leserinnen sicherlich ebenso ein Genuss wie für mich. Das Buch kommt komplett ohne Gewalt und extreme Liebesschwüre aus, was ich oftmals in Kinder - und Jugendbücher zu überladend finde, daher ist meine Begeisterung diesbezüglich noch um einiges höher. |
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| Bewertung vom 13.05.2018 | ||
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"Schwestern für einen Sommer" ist ein sehr kurzweiliger und emotionaler Roman, der zwar auch seine Längen hat, die aber letztendlich wie ein Puzzlestück ineinander gefügt wurden. Ich wurde bestens unterhalten und gestehe, dass mich gerade das Ende sehr bewegt hat. Wichtig wurde mir, dass Familie etwas ganz Besonderes sein kann und auch muss, denn niemand kann dich mehr verletzen als die, die dir sehr nahe stehen. Sie sind es, die dich am Besten kennen und sich auseinander zu Leben wie in dem Fall von Cassie und Julie bedeutete, die jeweils andere viele Jahre lang zu vermissen. In dieser Zeit ist vieles geschehen und nur durch das kluge Verhalten ihrer Großmutter ist es möglich sich anzunähern und auszusprechen. Die Aussprache ist längst fällig und dennoch sind beide Frauen in ihrer Vergangenheit und Gegenwart so sehr verstrickt, dass die Leserschar auf eine harte Geduldsprobe gestellt wird. Dies sind die Längen, die ich anfangs schon erwähnt habe. Ob es im wahren Leben auch solch ein Hin und Her geben würde? Es gibt nur Alles oder Nichts, denn wer Versöhnung anstrebt, wird sich irgendwann aufraffen können, endlich "Tabula rasa" zu machen und einen Neuanfang zu wagen, mit der doch sehr geliebten Schwester. |
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| Bewertung vom 04.05.2018 | ||
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Die Geschichte des Wassers / Klima Quartett Bd.2 "Die Geschichte des Wassers" stimmt mich sehr nachdenklich, denn für mich ist Wasser alltäglich und kein Kraftaufwand, da ich es aus jedem Wasserhahn im Haus beziehen kann. Nun bekommt Wasser eine andere Wertigkeit. Manchmal muss man einfach sanft angestubst werden, um sich darauf besinnen zu können, wie viel Luxus wir haben. Ich konnte mich ab der ersten Seite mit Protagonisten und Schreibstil anfreunden. Zwei Handlungsstränge zu nutzen werteten auf und gaben Authentizität, um eine wirklich gelungene Story zu erzählen. Es ist nicht immer leicht zu folgen, aber wer sich auf "Die Geschichte des Wassers" einlassen kann, wird einen Roman lesen, der nachklingt und auch bereichert. |
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| Bewertung vom 26.04.2018 | ||
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Gelungener Thrill |
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| Bewertung vom 25.04.2018 | ||
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Vielleicht ist es die Midlifecrisis, die es wahrscheinlich auch bei Frauen gibt oder sogar eine Hausfrauendeprsssion, die Anna so unzufrieden wirken lässt? Anstatt ihren Urlaub auf Sizilien zu genießen schweift Anna immer wieder ab in Gedanken, die leider nicht immer sehr sympathisch wirken. Interessant war der eingeflochtene Satz: "Er sieht mich", der nachdenklich stimmt und dadurch eine ganz andere Wende des Geschehens innerhalb des Romans schenkt. Vorher war ich doch etwas irritiert von Anna, die mir wirklich chronisch neidisch erschien. Neidisch auf alles was keucht und fleucht und anstatt ihre kleine Familie zu genießen wirkt sie überfordert und mitunter auch desinteressiert. Natürlich gibt es im Leben Momente der Unzufriedenheit, aber Anna scheint kaum Lebensfreude zu haben. Das Altern macht ihr Stress und dann wird sie endlich gesehen, was einen Wendepunkt innerhalb der Story ausmachen konnte. Annas Mann ist mit sich selbst beschäftigt, dauern hat er sein Tablett, Smartphone oder was auch immer vor sich, wenn er nicht damit beschäftigt ist, die pubertierende Tochter zu besänftigen. Aber er sieht Anna nicht und irgendwann ist klar, warum er wenig Interesse zeigt. Natürlich hat es auch damit zu tun, dass er Angst davor hat seine Existenz zu verlieren, denn im Job läuft es auch nicht ganz rund. |
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| Bewertung vom 25.04.2018 | ||
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Die Rebellinnen / Iron Flowers Bd.1 "Iron Flowers" hat mich zu Beginn leicht an Selection und Panem erinnert, wobei die Handlung letztendlich ganz andere Wege gehen wird. Die bekannte Brutalität Panems bleibt allerdings bestehen. Es geht ums nackte Überleben, wobei Nomi die schönere Variante des Anpassens aufgezwungen bekommt. |
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| Bewertung vom 19.04.2018 | ||
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"36 Fragen an dich" ist ein doch recht außergewöhnlicher Roman, da er sich nur selten im Fließtext befindet. Es ist tatsächlich anfangs etwas irritierend lediglich Gesprächen zu folgen. es ist keine neue Idee, aber dennoch muss ich mich als Leserin erst daran gewöhnen und manchmal auch den einen oder anderen Satz lesen, um mich zu vergewissern, ob nun Paul oder Hily redet. Das Experiment an sich finde ich gelungen, obwohl ich es ebenso wie Hildy empfinde, manche Fragen sind einfach sehr persönlich und gehen dem Fremden mir gegenüber nichts an, da es mein Leben ist und ich mich nicht in allem offenbaren möchte. |
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| Bewertung vom 19.04.2018 | ||
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"Zartbittertod" ist anders als erwartet und dennoch konnte ich mich sehr schnell in die Story hineinfinden. Die Thrillerelemente, die ich mir erhofft hatte, fehlten zu Beginn gänzlich und ich empfand die Story eher als seicht. Da es sich aber um einen Jugendroman handelt, muss sich der Leser / die Leserin bewusst machen, dass die Zielgruppe ab 14 Jahren nicht unbedingt mit vielen blutigen Details erschüttert werden muss, daher war auch dieses letztendlich angemessen. Normalerweise schreibt die Autorin ja auch vielfach im Bereich der Erwachsenenliteratur, daher ist natürlich ein Unterschied im Schreibstil verständlich. Ich mag Schokolade und ich mag Thriller, daher war ich neugierig, wie beides miteinander verwoben werden kann. Der Autorin ist es gelungen durch die Rückblicke in die Kolonialzeit in Afrika und Familiendramen einen Roman (Thriller möchte ich vermeiden, da diese Elemente einfach zu wenig sind, um von einem Thriller zu sprechen) zu verfassen, der mitunter auch nachdenklich stimmt. Woher kommt unsere Schokolade und wer ist daran beteiligt? Sind es Kinder? Wäre es sinnig Fair Trade zu kaufen bei Kaffee, Schokolade und anderen Erzeugnissen? Frau Herrmann stubst da einiges Wichtiges an, was natürlich nicht immer gleich offensichtlich wird, sondern manchmal auch nur zwischen den Zeilen gelesen werden kann. |
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