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rem member
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munich

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Insgesamt 407 Bewertungen
Bewertung vom 04.01.2018
Tod im Höllental / Begine Serafina Bd.4
Fritz, Astrid

Tod im Höllental / Begine Serafina Bd.4


sehr gut

Einmal durch die Hölle gehen.....
Freiburg in Jahre 1416
Die Begine Sarafina steht kurz vor ihrer Heirat mit dem Stadtmedicuns Adalbert Achaz und ist schwer mit den Hochzeitsvorbereitungen beschäftigt. Doch leider wird der Frieden ihrer heimeligen Welt gestört, den ein übler Baseler Wanderprediger hetzt in der Stadt gegen die Sammlungen der freien Schwestern, bezeichnet sie als Ketzerinnen und will die Frauen aus Freiburg vertreiben. Es kommt zu bösen Wandschmierereien und sogar zu einem Mord an einer jungen Begine der Lämmleinschwestern. Diese Geschehnisse trüben natürlich Sarafinas Vorfreude gewaltig und sie unterstützt natürlich die Bestellungen ihre Mitschwestern um Maßnahmen gegen eine Vertreibung anzugehen. Dafür ist auch Sarafinas Meisterin Catharina kein Weg zu weit, auch wenn sie dabei durch das Höllental gehen muss…..

„Tod im Höllental“ ist der vierte Teile einer Serie um die Begine Sarafina Stadlerin, geschrieben von Autorin Astrid Fritz. Die kurzweilige Geschichte, mit ihrer lebhaften und mutigen Protagonisten Sarafina ist ein spannender und interessanter historischer Kriminalroman. Die Erzählweise ist flüssig und unterhaltsam, die historischen Gegebenheiten gekonnt und anschaulich beschrieben.
Auch ohne die Vorgängerbände zu kennen ist man sofort in der Erzählung gefangen und kann dem Roman ohne Probleme folgen. Dazu gehört auch einen übersichtliche Personenbeschreibung der Hauptakteure zu Beginn des Buches und eine gut gestaltete Ortsübersicht. Damit ist es ein Leichtes, die Wanderung und Schritte der Personen zu verfolgen.
Ein gelungener historischer Kriminalroman, der mir gut gefallen hat und Lust auf mehr Storys zur Person Sarafina macht. Den Namen der Autorin werde ich mir auf alle Fälle merken, er steht für wirklich lesenswerte historische Lesekost:-)

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.12.2017
Totengrab (eBook, ePUB)
Nixon, Keith

Totengrab (eBook, ePUB)


gut

Welch ein deprimierendes Schicksal, ein aufwühlender Krimi.

Vor 10 Jahren hat Mordermittler Solomon Gray seinen Sohn verloren. Der Junge verschwand spurlos bei einem Ausflug auf den Jahrmarkt. Seit diesem Tage fühlt er sich schuldig, seine Frau begeht auch noch Selbstmord, da sie mit dem Schicksal nicht klarkommt! Auch Solomon ist ein gebrochener Mann, es vergeht kein Tag an dem er nicht an Tom und seine zerstörtes Familienglück denkt. Die Suche hat er noch nicht aufgegeben, doch seine Umwelt macht es ihm nicht grade leicht! Als ihn der Anruf erreicht, dass ein 16 jähriger Junge aus dem Fenster gestürzt wäre, kommen die Erinnerungen wieder hoch, denn könnte es doch sein Sohn sein, der da auf dem Obduktionstisch liegt……

„Totengrab“ ist der Auftakt zu einer Krimi-Reihe des englischen Autors Keith Nixon mit dem Ermittler Detektive Sergeant Solomon Gray in der Hauptrolle. Die Handlung spielt in dem kleinem Küstenort, Margate im Südosten Englands. Grey ist ein sehr schwieriger Charakter und man kann es ihm auch nicht verdenken gibt er sich doch die Schuld an all seinem Leid und allen Schicksalsschlägen. Dieser Eindruck wird leider durch seine Umwelt noch verstärkt, denn er hat es wahrlich nicht leicht! Das Buch ist wirklich unterhaltsam, keine Frage! Doch teilweise auch sehr deprimierend und etwas langatmig. Leider nimmt das Privatleben und die Gefühlszweifel von Solomon dem Krimi ein wenig an Spannung weg. Auch seine Kollegen empfand ich als sehr unfair und ungerecht, das fand ich auch sehr unprofessionell und übertrieben! 
Das doch recht überraschende tragische Ende des Krimis dagegen, hat mich dann doch wieder etwas versöhnt und macht dann direkt neugierig auf weitere Fälle mit Solomon Gray.

Mein Fazit, der Krimi ist interessant, aufwühlend und bis auch ein paar Längen durchaus unterhaltsam.

Bewertung vom 25.12.2017
Die phantastische Welt des Märchenkönigs
Reichold, Klaus;Endl, Thomas

Die phantastische Welt des Märchenkönigs


ausgezeichnet

Informativ und spannend, eine unterhaltsame Biografie zum Leben Ludwig des II.

Ludwig der II. und seine Zeit 1845-1886
War dieser exzentrische König noch ein Relikt aus der Vergangenheit!? Er träumte vom absolutistischen Herrschen und einer mittelalterlichen Welt von Minne, Burgen und Schlössern. Oder war er doch doch ehr dem Neuen, der Technik und Industrialisierung verfallen, der Verwirklichung von Menschheitsträumen, Flugobjekten, außergewöhnlicher Architektur und mechanischen Konstrukten? All seine Gedanken, seine Träume und Ideen aber auch seine Zeitzeugen kommen in diesem Buch zu Wort….

Die Biografie über Ludwig II. von Klaus Reichold und Thomas Endl bietet eine unbeschreiblich lebendige, bunte und informationsreiche Sammlung an Informationen, Fakten, Anekdoten und Geschichten zum Leben und Sterben des berühmten Königs. Der Leser erfährt sehr viel über seine Gedanken, taucht in seine Gefühlswelt ein. Was für ein Mensch war Ludwig, am Ende kann man seine Wünsche und Gedankenwelt schon etwas nachvollziehen! Er war letztendlich ein Kind seiner Zeit, ein Künstler und Träumer mit den Mitteln diese auch zu verwirklichen, zu minderst teilweise….trotz aller Hindernisse die ihm im Weg standen. Bewundernswert, erstaunlich und tragisch, das sind Begriffe die mir beim Lesen durch den Kopf gingen.

Trotz der Geschichten die man über Ludwig weiß, erfährt man in dieser Biographie noch sehr viel Neues und Informatives. Klatsch und Tratsch inbegriffen;) das Lesen macht deshalb ein großes Vergnügen! Der Schreibstil und all die wunderbaren Illustrationen und Bilder laden darüber hinaus zum angeregten Lesen und Blättern ein. Ein Buch das man mit Sicherheit noch öfters zur Hand nehmen wird, das anregt zu Exkursionen und Ausflügen um auf den Spuren Ludwigs zu wandeln und etwas von der Mystik des Ortes zu einzufangen.
Ein Lesestoff, der mir ganz hervorragend gefallen hat, daher meine absolute Leseempfehlung!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.12.2017
Der Schatz Salomos
Peter, Maria W.

Der Schatz Salomos


ausgezeichnet

Immer der Nase nach....
Der Roman spielt im römischen Dividorium im 3. Jh. n. Chr. (der heutigen Stadt Metz)
Invita, die Sklavin begleitet ihre Herrin und den Statthalter in ihre Heimatstadt und stolpert dort über ihre ehemaligen Besitzer und alte Bekannte. Nacheinander werden gleich zwei Frauen grausam ermordet, mit denen Invita noch kurz zuvor Kontakt hatte! Invitas Neugierde und ihr wacher Verstand beginnt sofort zu arbeiten und sie gerät mal wieder in ein gefährliches Geflecht von Intrigen, Machtgier und Zauberei!

Auch im dritten Teil ihres historischen Kriminalromans „Der Schatz Salomos“ lässt die Autorin Maria W. Peter ihre Heldin Invita, wieder ein unglaublich spannendes neues Abenteuer erleben!
Die Themen im Buch sind auch heute noch aktuell, Flüchtlinge, Macht/Geld-gier und der Hass auf Andersgläubige sind ein zentrales Thema! Zauberei ist zwar nicht mehr so gefürchtet;) doch damals war die Angst vor schwarzer Magie enorm! Eine interessante Themen-Mischung, die wirklich für großartige Spannungsmomente in der Geschichte sorgen. Wie immer ist der historische Hintergrund, die Geschichte und damaligen Gewohnheiten gekonnt recherchiert. Der mitreißende Schreibstil und die vielen Details machen das Lesen zu einem wahren Vergnügen!
Am Ende gibt es ein umfangreiches Nachwort mit Erklärungen, Reise und Besichtigungstipps und ein Glossar mit den römischen Begriffen. Eine Übersichtskarte von Metz in römischer Zeit erleichtert die gleich zu Beginn die Orientierung.

Dieses dritte Invita-Abenteuer hat mir, wie schon der zweite Band, wieder sehr gut gefallen und ein weiterer „Invita“-Band der Autorin ist in Planung! Bis dahin schaffe ich es vielleicht auch noch den ersten Teil „Fortunas Rache“ zu lesen;) Es ist auch einfach wunderbar, das alle Teile unabhängig voneinander lesbar sind!
Zu dieser informativen Reihe kann ich nur sagen rundum gelungen! Geschichtsunterricht auf unterhaltsame und aufregende Art und Weise:) Daher absolute Leseempfehlung für als Geschichtsfreaks!

Bewertung vom 14.12.2017
Rumkugeln bis zum Tod
Baker, Dani

Rumkugeln bis zum Tod


sehr gut

Perfekter Wohlfühlkrimi für die Vorweihnachtszeit!
Im kanadischen Städtchen Kitchener werden in der deutschen Bäckerei „Hansel & Prezel“ so allerhand Leckereien angeboten! Als die Neu-Kanadierin Linn mit ihrer Chefin auf dem Weihnachtsmarkt Gebäck verkaufen will, findet sie dort den ermordeten Santa Claus, hinterrücks erstochen mit einem Messer im Rücken. Diese Tat lässt der Hobbydetektvin natürlich keine Ruhe und sie beschließt dem nachzugehen, trotz Ermittlungsverbots des smarten Polizeiinspektors Bas van de Groot, der ihr auch glatt das geplante Date absagt. Doch so leicht kann man die gewitzte Deutsche nicht aufhalten…..!

Dieser Cosy-Krimi „Rumkugeln bis zum Tod“ ist schon der zweite Teil der "Hansel &Pretzel-Krimiserie" aus der Feder von Dani Baker.
Die Geschichte spielt in ihrer Wahlheimat Kanada und sie beschreibt ihre neue Heimat sehr lebhaft und authentisch, dabei fließen viele Erfahrungen und Erlebnisse vor Ort in die Geschichte mit ein. Deshalb ist für mich eigentlich die Mordgeschichte mehr Beiwerk als Hauptaktion! Viel spannender finde ich es, mehr über die Gebräuche und Eigenarten der Menschen von Kitchener zu erfahren und zu lesen.
Aber keine Sorge, der Krimi ist zwar recht unblutig, dennoch gibt es jede Menge Verdächtige und Hinweise für die clevere Linn und ihre Ermittlungen. Hervorragend unterstützt wird Linn auch durch ihre kanadische WG-Mitbewohner, die allesamt zwar sehr speziell sind, aber ein tolles Team bilden. Zwischen die Kapitel sind, passend zur Handlung, jede Menge leckere Plätzchenrezepte gestreut, die zum Nachbacken animieren!
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, die Personen sehr anschaulich beschrieben und die Hauptprotagonistin ein ein recht symphatisches Mädel.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das natürlich prima in die vorweihnachtliche Zeit passt:)
Es hat mir Spaß gemacht etwas über die kanadischen Bräuche zu erfahren und auch die Story war kurzweilig mit einem überraschenden Ende!

Bewertung vom 11.12.2017
Grimms Morde
Kinkel, Tanja

Grimms Morde


ausgezeichnet

Brüderliches und schwesterliches Ermittlungsgeschick

Im hessischen Kassel kommt im Jahre 1821 die ehemalige Mätresse des verstorbenen Kurfürsten zu Tode. Die grausame Ausführung des Mordes an Freifrau von Bachros erinnert an eine plattdeutsche Erzählung aus der Märchensammlung der Gebrüder Grimm. Oberwachtmeister Blaubart, hat den am Tatort auftauchenden Hofbibliothekar Jacob Grimm natürlich sogleich in Verdacht etwas mit dem Morden zu tun zu haben. Auf seine Unschuld plädierend, beginnen die Gebrüder auf eigene Faust zu ermitteln! Die mit den Grimms befreundeten Schwestern Jenny und Annette von Droste-Hülshoff eilen den Brüdern zu Hilfe, stammt doch das besagte Märchen aus ihrer Feder…..

In ihren historischen Krimi „Grimms Morde“ steigt die Autorin Tanja Kinkel schon im Prolog mit dem märchenhaft grausigen Mordfall mitten ins Geschehen ein. Daraus entwickelt sich so langsam eine Geschichte, in der die Hauptrolle auf die Gebrüder Grimm und als Gegenpart die Schwestern Droste Hülshoff stehen. Daraus entwickelt sich neben der spannenden Verbrechensrecherche auch ein Sittenportrait der damaligen Zustände, Rechte und Sitten werden aufgezeigt und auch die damalige Politik und ihre Auswirkungen kommen zur Sprache. Ein besonders Augenmerk wird auch auf die Stellung von Mann und Frau, sowie auf die Standesdünkel der damaligen Zeit gelegt.

Der ein wenig altmodisch anmutende Schreibstil der Autorin passt hervorragend zu dieser unterhaltsamen kriminellen und historischen Romangeschichte. Es ist kein Buch das sich mal so schnell nebenbei lesen lässt, man muss schon Aufmerksamkeit und ein wenig Muße in die Zeilen stecken um das Buch genießen zu können;) Besonders gelungen fand ich die Dialoge der Protagonisten, die sehr charakteristisch angelegt waren. Das Hintergrundwissen von Tanja Kinkel ist wirklich enorm und ihre Sprachgewandtheit einfach bewundernswert!

Eine hervorragende und interessante Lektüre, die mir wirklich großen Spaß bereitet hat und einen ganz anderen, neuen Blickwinkel auf die beschriebenen berühmten Persönlichkeiten gegeben hat. Die fiktive Handlung wurde in deren Leben und um ihre Persönlichkeit gewoben, was ich unglaublich spannend fand. Sehr empfehlenswert für historisch Interessierte und Liebhaber guter Erzählkunst!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.11.2017
Dunkel Land / Carl von Wuthenow und Verena Hofer Bd.1
Hill, Roxann

Dunkel Land / Carl von Wuthenow und Verena Hofer Bd.1


sehr gut

Die Literaturprofessorin Verena Hofer nimmt aus Geldnot, eine Art Ferienjob an und betreut für drei Monate auf Gut Wuthenow den Neffen der reichen Hausherrin. Doch dieser Neffe Carl entspricht keineswegs ihren Erwartungen, sondern entpuppt sich als recht ansehnlicher Profiler, der aber durch einen beruflichen Zwischenfall an einer Störung seines Kurzzeitgedächtnisses leidet.
Verena soll ihn bei Ermittlungen begleiten, als Hilfestellung der Staatsanwaltschaft.
Es gilt einen grausamen Mordfall in Berlin, an einem jungen Flüchtling, aufzuklären.
Verena die sich Anfangs noch verweigert, beginnt so langsam Spaß an der Aufklärung und abenteuerlichen Zusammenarbeit zu finden……


Hauptrolle von „Dunkel Land“ spielt ein wundervoller Gutshof im Havelland, mit allen erdenklichem Luxus, auf der anderen Seite befindet sich ein Abgrund aus Mord, Verbrechen und Prostitution im nahen Berlin!
Das Gutshaus ist zum Verlieben mitsamt Köchin, einem Colonel als eine Art Butler und natürlich ein Kindergarten samt Ponyhof und See für die kleine Nichte Verenas, fast schon zu schön um wahr zu sein; auch beginnt das Buch noch mit meinem Lieblingsgedicht von Theodor Fontane…..besser geht nicht;)
Ein sexy, aber gehandicapter Profiler, dazu eine kluge und neugierige junge Frau, das sind die Hauptakteure und auch recht interessante Charaktere. Dazu kommt natürlich noch ein gestandener Kommissar samt Staatsanwältin um das Ermittlungsteam zu komplettieren.
Ein ausdrucksvoller und flüssiger Schreibstil fördert den Lesefluss und auch die Handlung bleibt spannend bis zum Schluß! Zum Ende hin wird mir der Krimi aber leider ein wenig zu konstruiert.
Verena verwandelt sich immer wieder von einer taffen Lara Croft zur zweifelnden Professorin;) das passt irgendwann dann nicht mehr ganz zusammen.

Insgesamt aber ein spannender und auch etwas anderer Krimi, der mich gut unterhalten hat.